MITTEILUNGEN DER REDAKTION
München, den 23.02.1995
Verehrte Leser!
Zunächst möchte ich mich noch nachträglich für all die guten Wünsche
bedanken, die der Redaktion zum Weihnachtsfest und zum Neuen Jahr
erhalten hat. Auch wenn es einige unerfreuliche Überraschungen gab, so
bin und bleibe ich doch all den Lesern herzlich verbunden, die die
Arbeit der Redaktion schätzen und gebrauchen können. Mein Dank gilt
auch all denen, die uns finanziell unterstützt haben. Bitte haben Sie
Verständnis, wenn ich nicht allen persönlich schreiben konnte.
Wenn Sie dieses Heft, das um einige Seiten dünner ist als die üblichen
Ausgaben, in Händen halten, hat bereits die Fastenzeit begonnen.
Sicherlich kommt es vielen zu spät. Das hat einen einfachen Grund: wir
müssen umziehen. Die Suche nach einer geeigneten Wohnung war zeitlich
recht aufwendig. Ich hoffe aber, in unserem neuen Quartier die
Redaktionsarbeit in dem üblichen Rahmen bald wieder aufnehmen zu können.
Aus diesem Grund entfällt für dieses Heft auch der Nachruf auf den
verstorbenen H.H. Pfarrer Pniok, der lange Jahre in München als
Priester im Zentrum des Freundeskreises des Convents Pius VI. tätig
war. Ein Memoriam auf unseren Mitarbeiter, Herrn Werner Nicolai, der im
November letzten Jahres starb, folgt ebenso erst im nächsten Heft.
Ich wünsche Ihnen für die Fastenzeit soviel Nüchternheit und Geduld mit
sich selbst und Ihren Mitgläubigen, aber auch mit Ihren Nachbarn und
Mitmenschen, um zu verstehen, daß es unsere Aufgabe in dieser Krise ist
- zumindest auch ist -, unserer Umgebung aus dem Fundus unseres
christlichen Glaubens und unserer religiösen Überzeugung heraus
geistigen und moralischen Halt zu geben in dieser Welt ohne Prinzipien.
Und das können wir nur dadurch , daß wir uns den anfallenden Problemen
stellen und sie lösen.
Ihr Eberhard Heller
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BITTE DER REDAKTION
Für Recherchen in italienischen und spanischen Publikationen ebenso für
die Aufarbeitung der fremdsprachigen Korrespondenz suchen wir neue
Mitarbeiter, die auch kleinere Übersetzungsarbeiten übernehmen. Wenn
Sie eine dieser Sprachen leidlich beherrschen, melden Sie sich bitte
bei der Redaktion.
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Titelphoto: Münchner Kirchtürme - vom Englischen Garten aus gesehen; Photo: E. Heller
Redaktionsschluß: 24. Februar 1995 - Mit diesem Heft endet der 24. Jahrgang.
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IN EIGENER SACHE
Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Freundeskreises e.V. der
Una Voce-Gruppe Maria wurde Herr Christian Jerrentrup zum 1.
Vorsitzenden gewählt. Die Redaktion der Einsicht wird weiterhin von mir
geleitet. Ich darf Sie bitten, Fragen, die unmittelbar den Verein
tangieren, an den neuen Vorsitzenden zu richten, den Sie unter unserer
Redaktionsadresse erreichen.
Eberhard Heller
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Über den modernen Staat
von
Papst Pius XII.
Der moderne Staat ist daran, zu einer riesenhaften Verwaltungsmaschine
zu werden. - Er legt seine Hand auf fast das gesamte Leben: die ganze
Stufenleiter der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und gesitigen
Bezirke, bis zur Geburt und dem Tod, will er zum Gegenstand seiner
Verwaltung machen. - Kein Wunder daher, wenn in dieser Athmospäre des
Unpersönlichen, die das ganze Leben zu durchdringen und zu benebeln
sucht, der Sinn für das Gemeinwohl im Gewissen der einzelnen schwindet
und der Staat immer mehr den Charakter einer sittlichen Gemeinschaft
seiner Angehörigen verliert. |