56. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2026
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Ausgabe Nr. 4 Monat Juni 2005
NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NAHRICHTEN...


Ausgabe Nr. 6 Monat Dezember 2001
DIE SCHÖPFUNG - EIN GÖTTLICHER PLAN - Buchbesprechung


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1997
NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1989
NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1988
NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2017
Et regnabunt cum Christo mille annis


NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN
 
NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN...

SCHLICHT SCHWACHSINNIG. - In Spanien hat die Verleihung des Nobelpreises für Literatur an den Landsmann Cornilo José Cela (73) landesweit helle Empörung ausgelöst. Hier gilt der Schriftsteller allgemein als "außerordentliches Ferkel", weil seine Sprache vor Fäkalienausdrücken und sonstigen anstößigen Kraftausdrücken nur so strotzt. Die Spanier bezeichnen die Entscheidung des Nobel-Komitees für schwachsinnig: den Preis für einen Gossendichter. Vor Freunden rühmt sich Cela, mit ca. 2000 Frauen aller Rassen, Hautfarben und Länder Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Seine Lieblingstiere sind (der Reihenfolge nach): zuerst der Hund, dann die Frau (!), dann das Pferd. - Als bekannt wurde, daß ihm die fragwürdige Auszeichnung zuteil wurde, läuteten ihm zu Ehren in seiner Heimat die Kirchenglocken (!). Das ist nicht mehr nur reform-'katholisch' verdummt, das ist schlichter Schwachsinn... ein Schwein zu hofieren.

DIE DEUTSCHE BUNDESTAGSPRVSIDENTIN: RITA SÜSSMUTH: "Kinder sind nicht mehr unbedingt erforderlich, um dem Leben der Frau einen Sinn zu geben." (PRIVAT-DEPESCHE Nr.43 - 1989)

GRÜNEN-SPRECHERIN: MEHR HOMOSEXUELLE UND LESBIERINNEN IN DEN BUNDESTAG. - Jutta Oesterle- Schwerin, Grünensprecherin im Bundestag forderte: "Fünf bis zehn Prozent offen schwule und lesbische Abgeordnete im nächsten Bundestag, und die Sache sehe in Zukunft anders aus aus." Unterstützt wird diese Forderung auch von dem Grünen Volker Beck, Homosexuellen-Referent der Grünen im Bundestag.

LEBENSRECHTSGRUPPEN FORDERN VERBOT DER ABTREIBUNGSPILLE "RU 486". - Den völligen Verzicht auf die Entwicklung und Produktion einer sog. Abtreibungspille, wie sie in Form des Mittels "Ru 486" zur Zeit in Frankreich auf dem Markt ist, haben vier große Lebensrechtsbewegungen am Donnerstag (d.i. der 19.lo.89) in Bonn gefordert. Die Vertreter der "Aktion Lebensrecht für Alle" (ALFA), der "Christdemokraten für das Leben" (CDL), der "Juristen-Vereinigung Lebensrecht" und der "Freikirchlichen Initiative für das Leben - Pro Vita"warnten vor Journalisten und Politikern auf einer gemeinsam veranstalteten Anhörung, es bestehe die Gefahr, daß für das Mittel RU 486 ein profitabler Schwarzmarkt entstehe, "wie wir ihn für andere Drogen (?) bereits kennen". Bisher darf die Pille, die eine Abtreibung herbeiführt, in Frankreich nur in Kliniken angewendet werden. (...) Die Gruppen erinnerten daran, daß in den vergangenen Monaten bereits Politiker wie die FDP-Generalsekretärin Schmalz-Jakobsen gefordert hatten, das Mittel bald für den deutschen Markt zuzulassen. (...) Durch die "Abtreibungspille", so heißt es weiter in der Erklärung, erhalte der Schwangerschaftsabbruch (d.i. Abtreibung) eine neue Dimension. Die Tötung ungeborener Kinder werde ganz in die Hand der Frau gelegt, Männern falle es leichter, ihre Partnerin unter Druck zu setzen, es sei sogar denkbar, "daß eine Frau durch die Einnahme des Mittels ohne ihr Wissen zur Abtreibung gebracht wird, weil man ihr die Substanz wie ein normales Medikament gibt". (DEUTSCHE TAGESPOST vom 21.10.89)

MUN-SEKTE WIRBT MIT P. RUPERT MAYER. - Die Mun-Sekte, die offiziell unter dem Etiket "Vereinigungskirche" firmiert, hat offensichtlich den in München hoch verehrten P. Rupert Mayer als einen der ihren entdeckt. Vor der Bürgersaal-Kirche in München, wo sich das Grab Mayers befindet und das täglich viele Beter einlädt, verteilen Angehörige der Mun-Sekte Schriften des heiligmäßigen Mannes und die Adreßkarten ihrer Zentren. (DT 14.10)

SCHULPOLITIK FINDET ANERKENNUNG. - Einer der wenigen Kultusminister, die bereit sind, die verheerenden Reformen im Schulbereich aus den 7oiger Jahren wieder rückgängig zu machen, ist der baden-württembergische Minister Mayer-Vorfelder. Er hat nicht nur Absichtserklärungen abgegeben, sondern diese auch in die Tat umgesetzt: Übersichtlichkeit, Entlastung von reiner Verwaltung, Betonung des Heimatgedankens, Steigerung der Lernbereitschaft der Schüler, Ausweitung der musischen Bildung (Hinwendung zum deutschen Liedgut). Das früher übliche Schulgebet - einmal abgesehen von den spezifisch reform-'katholischen' Problemen - sollte nach Mayer-Vorfelders Vorstellung auch wieder eingeführt werden, doch hat sich dagegen erheblicher Widerstand geregt.

TIERE VOR DEN MENSCHEN.- Wenn man das Verhalten der Mitmenschen beobachtet, so fällt auf, daß vielen das Leben der Tiere (Hund, Katze etc.) wichtiger ist als ein Menschenleben. Über Robbensterben regt man sich auf, über das Morden von ca. 3oo.ooo Kindern im Mutterleib nicht. - Vor einer "Vermenschlichung des Tieres" hat auch der Münchner Prof. Scheffczyk auf den diesjährigen Salzburger Hochschulwochen hingewiesen.

PROPHETISCHE WORTE. - Im Jahre 1961 (!) schrieb der inzwischen verstorbene Baptistenprediger Friedrich Malessa folgenden Traktat über den aufkommenden Ökumenismus: "Mit großem Eifer ist man allseits bemüht, die totale Kirchenvereinigung zu erreichen. In erstaunlicher Weise werden die bisherigen Gegensätze klein gemacht und die Gleichheiten groß aufgezeigt. Mit dem Begriff Weltevangelisation wird stark operiert, weil zu dem evangelistischen Vorhaben die Einheit erforderlich ist. Auch das 'Bort für die Welt' ist dazu da, um die Vereinigung zu fördern und zu prägen. (...) Die katholische Kirche steht bislang noch abseits. Nun ist es soweit, daß auch diese Lücke geschlossen werden soll. Sie will sich nicht nur der Ökumene anschließen, sondern sie zu sich 'einladen'. Hier zeigt sich die naturgemäße Führungsbereitschaft. Zu berücksichtigen ist auch die Tatsache, daß die katholische Kirche nicht aus Splittergruppen besteht, sondern ein kompakter Block ist, der eine unüberbietbare Standhaftigkeit garantiert. Dann ist die Ökumene ein 'Machtfaktor' ersten Ranges. (...) Dieses Bestreben (d.i. die Vereinigung aller christlichen Kirchen) ist heute schon deutlich erkennbar unter den anderen Religionen. Sie sind bei diesen Verhandlungen nicht nur dabei, sondern mancherorts sogar führend und tonangebend. Sie bezeugen sogar die Erkenntnis, daß die Einheit der Religion die Substanz der Religion überhaupt ist. Selbst die Juden, die in ihrem natürlichen Separatismus kaum zu überbieten sind, habem für die Religionsvereinigung nicht nur großes Interesse, sondern bekunden auch eine rege Aktivität. Keine Religionsgemeinschaft darf bei der Ökumene fehlen. Jede abgesonderte Gemeinschaft ist ein Störenfried. 'Wir glauben alle an einen Gott'. Das ist das allgemeine Bekenntnis. Hierin ist in keiner Religionsgemeinschaft ein Rückstand festzustellen. Die Mohammedaner stehen in ihrem 'Gottglauben' den Christen keineswegs nach. Sie empfehlen darum: 'Redet nicht so viel von eurem Christus, sondern von dem einen Gott.'" (aus WORT ZUR ZEIT Nr.4 Juli/Aug. 1989)

BEMERKENSWERTE EINSICHT. - Auf dem CDU-Parteitag in Bremen Anfang September machte der scheidende Generalsekretär Heiner Geißler, Jesuitenzögling, der den damaligen Kieler Parteitag mit dem Auftreten von Striptease-Tänzerinnen 'auflockerte' (was n.b. einige nicht so ganz 'weltoffene' Parteimitglieder nicht ganz so 'locker' hinnahmen), eine hellsichtige Bemerkung - Bericht der DEUTSCHEN TAGESPOST vom 12.9.89: "Gleißler kleidete sein Plädoyer für die eigene Politik in breite Ausführungen über das, was er die geistigen Grundlagen der CDU nannte. Für den Stimmenverlust der Union machte er unter anderem 'innerkirchliche Veränderung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil' verantwortlich und räumte ein, daß die Verankerung der CDU 'im kirchlichen Raum immer stärker nachläßt'."

"EVOLUTIONSTHEORIE": EIN VERGLEICH. - Während der Vorlesung eines Leningrader Professors über die Evolutionstheorie kreiste bei den Studenten ein Flugblatt, welches allgemeine Heiterkeit auslöste: "Daß das Leben auf der Erde durch Zufall entstanden sein soll, ist etwa ebenso unwahrscheinlich wie die Entstehung eines kompletten Wörterbuches durch eine Explosion in einer Druckerei." (OST-WEST-MISSION Sept. 89.)

UNDEMOKRATISCH. - Manchmal kommen die klarsichtigsten Urteile vom Gegner. So erhielt P. Werenfried van Straaten, der n.b. schon vor Jahren vor dem modernen Rom mit seinen synkretistischen Plänen kapitulierte, aus der sog. 'DDR' eine Bibel zurückgesandt mit dem staatlichen Vermerk: "Nicht zugelassen, da undemokratisch", (ebd.)

DIE FOLGEN DER EHESCHEIDUNGEN. - In der Bundesrepublik werden jährlich ca. 13oooo Ehen geschieden, was zur Folge hat, daß etwa 1,3 Millionen sog. Scheidungswaisen die bundesdeutschen Klassenzimmer und Kindergärten besuchen. Von diesen sind 85oooo unter 14 Jahre. Diese Kinder fallen auf durch Aggressivität, Unkonzentriertheit, Teilnahmslosigkeit und Apathie. In den Großstädten machen diese Kinder bereits einen Anteil von 10 bis 15 Prozent. Während von allen Schülern ca 4% ein- oder zweimal das Klassenziel nicht erreichen, sind es bei den Scheidungswaisen 4o%. Der Verbandsvorsteher des Deutschen Lehrerverbandes (DLV), Kraus, fordert deshalb kleinere Klassenfrequenzen, damit sich die Lehrer intensiver um diese Problemkinder kümmern können, (nach PRIVATDEPESCHE Nr.42 vom 14.10.88)

PATER BERNARDO FLORES AUS MEXIKO-CITY ERMORDERT. - Am 19. Juni dieses Jahres wurde der Mercedarier-Priester, der für Jahre den mexikanischen katholischen Christen als Seelsorger gedient hatte, ermordert, nachdem man ihn in seinem Haus angegriffen hatte. Pater Bernardo Flores war von seinen Obern, die der post-konziliaren 'Kirche' angehören, aus dem Orden hinausgeworfen worden, nachdem er bei einer Konferenz im bischöflichen Palais dem zuständigen Bischof und dem Klerus Häresie vorgeworfen hatte. (Die Redaktion wird sich bemühen, weitere Einzelheiten von dem Mord an diesem Priester zu erfahren.) R.i.p.

ALS GEGENSTÜCK ZUR EHE GEDACHT. - In Radolfzell am Bodensee soll nach den Plänen einer sog. 'humanistischen' Organisation das Bordell der Zukunft entstehen, welches dem "Aufbau einer menschlicheren Gesellschaft" dienen soll. Nach Angaben der Organisatoren soll das Bordell so geführt werden, daß aller "hektische Sex" verschwindet und daß "genügend Ruhe und Freude bleibt für die Erfahrung der sinnlichen Liebe, frei von Angst, Anstrengung und irgendwelchen Sollwerten". Das Bordell ist gedacht als Gegenstück zur Ehe(!). Für das Projekt werden per Zeitungsanzeigen Gebäude und Finanziers gesucht. Wie die Betreiberinnen selbst sagen, wissen sie - die bisher bereits in diesem Gewerbe 'gearbeitet' haben -, "wieviele Personen des öffentlichen Lebens" das Bordell "als Stammkunden benutzen". Man hofft, daß diese Stammkunden die neuartige Art der 'Arbeit' privat und öffentlich fördern. Das Projekt "Meiga" - so nennt sich der neue Freundenhaus-Typ - umfaßt auch die Idee einer "Akademie für Sex, Sinn und Zukunft" und soll von der ehemaligen 'Theologin' Sabine Keinhammes (protestantisch) geleitet werden, (nach PRIVAT-DEPESCHE Nr.41/20 - 1989)

PIUS XII. WAR ÜBER DEUTSCHEN WIDERSTAND GEGEN HITLER INFORMIERT. - (KNA / DT vom 24.1.89) - In einer Konferenz gab der italienische Außenminister Andreotti (der ansonsten für eine Beibehaltung der deutschen Teilung plädiert, sogar öffentlich!) bekannt, daß Papst Pius XII. sehr wohl über den deutschen Widerstand gegen Hitler informiert war. Mit "unglaublicher Aktivität" habe Pius XII. sein Prestige zum Schutz für ethnische Minderheiten, ganze Volksgruppen als auch einzelner eingesetzt. Aus jüngst bekanntgewordenen Dokumenten gehe hervor, daß der Papst ohne Wissen seines Staatssekretariates mit dem britischen Botschafter konferiert habe. Im Verlauf dieser Begegnung habe Pius XII. dem Botschafter mitgeteilt, daß General Beck und Geheimdienstchef Canaris bereit seien, Hitler zu beseitigen, eine Militärregierung zu bilden und dann demokratische Wahlen abzuhalten.

SEX-TOURISTEN UND AIDS. - Nach der von Frau Süssmuth geführten Verharmlosungskampagne gegen AIDS, gegen das bis heute kein Gegenmittel entwickelt ist bzw. werden darf (!), hat die Zahl der Sex-Touristen nach Afrika und Hinter-Indien mit direktem Ziel Bangkok wieder erheblich zugenommen. Nach Ansicht des Vorsitzenden der Bayerischen AIDS-Stiftung Franz Mödl gibt es allein in Bangkok 6ooo Prostituierte, die mit AIDS infiziert sind. AIDS ist in jedem Fall tödlich. Die Krankenkassen werden in Zukunft vor einem unlösbaren Problem stehen: vom Ausbruch der Krankheit bis zum Tod nach ca. zwei bis drei Jahren wird jeder Patient die Krankenkassen mit etwa 12oooo. - DM belasten, (nach SZ vom 8.8.89)

LEFEBVREISTEN PLANEN EIGENE FREIE SCHULEN. - "Die Priesterbruderschaft St. Pius X. für den deutschen Sprachraum beabsichtigt zu Beginn des Schuljahres 1990/91 verschiedene Grundschulen und ein Realschulinternat für Mädchen zu eröffnen" heißt es im MITTEILUNGSBLATT. "Viele Eltern unserer in den öffentlichen Schulen dem modernen Zeitgeist oft hilflos ausgelieferten Kinder und Jugendlichen werden, wie wir wissen, diesen Schritt begeistert begrüßen." Wie der sog. Distriktobere Franz Josef Maeßen in einem Interview zur WELT (vom 28.8.89) äußerte, sollen Schulen in München, Saarbrücken und Stuttgart gegründet werden. - Die an für sich gute Idee, sich dem staatlichen Schulmonopol entgegenzustellen, um die Kinder nicht bestimmten verheerenden Einflüssen auszusetzen, auch und gerade denen der Mitschüler, die häufig in einem Klima geistiger Verwahrlosung aufwachsen (selbst in den sog. 'guten' Elternhäusern' oder eben dort), hat zunächst einmal in Diestedde weniger gute Früchte gezeigt - von der religiösen Indoktrination einmal abgesehen. Und dann ist zu überdenken, ob man nicht vom Regen in die Traufe kommt.

IM SUDAN FINDET VÖLKERMORD STATT. - Wie der Bischof von El Obeid, Macram Max Gassis, am 3o.9.89 in Regensburg erklärte, werden in seiner Diözese die "Katechisten gekreuzigt, Priester dürfen ihre Gemeinden nicht mehr besuchen". Seit 17 Jahren tobe in seiner Heimat der Bürgerkrieg. Der Islam würde mit den Öl-Dollars radikal verbreitet.

EINMISCHUNG. - Immer häufiger geschieht es, daß sich reform-'katholische' Amtsträger in Sachgebiete einmischen, von denen sie nichts oder nur sehr wenig verstehen. Im August dieses Jahres konnte man lesen: "Bischof Lehmann tritt für eine neue Weltwirtschaftsordnung ein". Der Soziologie-Professor Helmut Schoeck kritisiert solche Einmischung als Anmaßung: "Was besser werden soll, wenn Kirchenmänner (...) auf die Suche nach einer Weltwirtschaft jenseits von Adam Smith und Karl Marx gehen, ist unerfindlich. Die Kirche sollte überdies vorsichtig sein (...). Das Ergebnis ihrer Einmischung im olitischen Bereich von den Fragen der Strategie bis zur Diskussion über den Nutzen der Atomkraft sollte ihr zu denken geben." Lehmann schwimmt hier offensichtlich im Kielwasser der Anweisung seines Chefs, der mit seiner Enzyklika "Laborem exercens" alte marxistische Muster als neu-'christliche' Rezepte verkaufen wollte: mit einer einfachen Umverteilung des Wohlstandes bzw. der Güter die Armut beheben.

LEISTUNGEN FÜR ABTREIBUNGEN GESTRICHEN. - (KNA:) "Der Vorstand der Landwirtschaftlichen Krankenkasse in Baden hat beschlossen, für Schwangerschaftsabbrüche aus sozialer Indikation gemäß § 218 keine Leistungen mehr zu erbringen. Er bestätigte damit ein Votum der Vertreterversammlung vom 20. Dezember 1988, das für den Haushalt 1989 die Abtreibungsfinanzierung mit einem Sperrvermerk versehen hatte." (DT 18.7.89)

VERTRAUENSSCHWUND. - Das Vertrauen der Bevölkerung in die Institutionen, die sich als "Kirche" bzw. "Kirchen" präsentieren, schwindet dramatisch. Keine andere gesellschaftliche Institution hat in den letzten fünf Jahren einen solchen Vertrauensschwund erfahren wie die 'Kirche'. Dies geht aus einem Ergebnis des Mannheimer Instituts für praxisorientierte Sozialforschung (ipos) hervor. Nach dieser Studie beträgt dieser Verlust gegenüber 1984 etwas über 4o %.

GRÜNE BEVÖLKERUNGSPOLITIK. - Linda Hendry, Vorsitzende der englischen "Grünen", hat auf dem Kongreß ihrer Partei, auf dem die Freigabe von Haschisch beschlossen wurde, folgende Begründung dafür gegeben: "Mit der Freigabe von Haschisch könnte eine vernünftige Bevölkerungspolitik verbunden werden. Denn Haschisch verringert bekanntlich die Anzahl der Spermien bei Männern und die Aktivität der Hormone bei Frauen. Die Menschen können also ihre Cannabis in dem Bewußtsein genießen, gleichzeitig etwas für die Reduzierung der Bevölkerung zu tun." (Zitat nach PRIVAT-DEPESCHE vom 1. Nov. 89)

WURDE RUDOLF HESS ERMORDET? - Dies behaupten sowohl sein ehemaliger Bewacher Burt und der Rechtsanwalt Dr. Seidel, der Heß jahrelang nach außen vertrat. Am Hals des Toten fand man Merkmale, die auf eine Strangulierung hindeuten. Außerdem gibt es da noch den Akt 2017... (laut Nachrichten im August.)

TRAU, SCHAU WEM! - Für welche Zwecke wurde der umstrittene Kredit an Ost-Berlin verwandt, den der inzwischen verstorbene ehem. bayer. Ministerpräsident Srrauß in Milliardenhöhe an den inzwischen abgesetzten Erich Honnecker vermittelt hatte? Laut Nachrichten im Rundfunk vom August 89 sollen davon 2oo Millionen DM an die kolumbianische Mafia (Rauschgift), 2oo Millionen an die terroristische IRA und 2oo weitere Millionen an andere Terror-Organisationen gegangen sein.

KINDERLOSIGKEIT DURCH STRESS. - Auf der 12. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie wurde mit einem weit verbreiteten Vorurteil aufgeräumt: die Fachärzte stellten fest, daß für die Kinderlosigkeit in einer Ehe in fast der Hälfte der Fälle die Ursache dafür beim Mann zu suchen sei. Kinderlosigkeit ist ein weit verbreitetes Übel. Nach einer unlängst durchgeführten Erhebung sind in der Bundesrepublik allein 600.000 Ehepaare ungewollt ohne Kinder, d.h. jede sechste Ehe ist ohne Nachwuchs. Ein Grund für die Unfruchtbarkeit beim Mann kann u.a. allzugrtßer Streß sein (Beruf, Erfolgszwang). - Die einen können keine Kinder bekommen, und die anderen, die sie bekommen könnten, treiben sie ab. (nach SZ vom 28.7.89)

ARBEITSMORAL. - Immer häufiger läßt sich in der Arbeitswelt das Phänomen der "inneren Kündigung" feststellen. Um was handelt es sich? Bei der inneren Kündigung schließt sich der Arbeitnehmer von der Verantwortung an seinem Arbeitsprodukt bzw. seinem Arbeitsergebnis aus. Zum anderen verweigert er bei der Durchführung seiner Arbeit Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft. In vielen Fällen resignieren die Arbeitnehmer oder Angestellten deshalb, weil ihnen keine Eigeninitiative und keine Mitverantwortung übertragen wird oder sie von der Firmenleitung bloß als Produktionsfaktor und nicht als menschliches Wesen angesprochen werden. Die Führung war in der Regel nicht imstande, ein Vertrauensverhältnis zu den Arbeitnehmern aufzubauen. (Vgl. auch VDI-Nachrichten Nr.21/89)

VON INSIDERN FÜR OUTSIDER - ODER: UNVERDÄCHTIGE ZEUGEN. - Die Überschrift signalisiert, daß es sich im folgenden um Aussagen von Angehörigen der Reform-'Kirche' handelt, die man also nicht als Unterstellungen oder Verleumdungen von Außenstehenden bzw. von Gegnern abtun wird.

THEOLOGEN LÖSEN BISCHÖFE ALS LEHRER AB. - DT vom 18.3.89: An die in Rom versammelten amerikanischen 'Bischöfe' appellierte 'Kard.' Ratzinger, sie sollten wieder ihre Lehr- und Leitungsaufgaben wahrnehmen; denn sie seien inzwischen weitgehend nur noch Inspektoren und Moderatoren ihrer Diözesen. Ratzinger wörtlich: "Trotz aller unbestreitbaren bischöflichen Bemühungen um die Verkündigung des Wortes haben die Theologen in großen Teilen der Welt den Bischof als Lehrer abgelöst. Obwohl dabei auch viel Gutes zutage getreten ist, ist aufs ganze gesehen das Ergebnis überwiegend Unsicherheit und Verwirrung: Die Konturen des Glaubens verschwinden hinter den Reflexionen, die ihn erklären sollen."

"VIELE RELIGIONSBÜCHER ERZÄHLEN MÄRCHEN". - Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der verschiedenen, von der sog. "Lehrbuchkommission der Deutschen Bischofskonferenz" genehmigten Religionsbücher, die der Reformer-Priester François Reckinger, seit 1986 Referent für Fragen der Glaubenslehre im Erzbistum Köln, in seinem Buch "Verfälschung des Glaubens" Stein am Rhein 1989 (Christiana Verlag) veröffentlicht. Reckinger analysiert zunächst die Bde. 1 und 2 von "Religion Sekundarstufe 1" und die Bde. 3 und 4 der "Exodus-Neuausgabe". Anhand zahlreicher Zitate weist er nach, wie die Wunder geleugnet werden, ebenso die Existenz von Engeln und Teufeln, wie die Erbsünde umgedeutet und die Gottheit Jesu Christi "vernebelt" wird. Exakte Antworten im Bereich der Moral werden verweigert, so werden keine klaren Anhaltspunkte für den vorehelichen Geschlechtsverkehr gegeben. Der religiöse Indifferentismus wird gefördert, die Auferstehung bedeute in diesen Abhandlungen "etwas völlig anderes als das, was die christliche Glaubensüberlieferung immer darunter verstanden hat". Wichtige Glaubenswahrheiten werden einfach unterdrückt. So finden sich nirgends Aussagen über das Jüngste Gericht, über die ewige Verdammnis oder die absolute Rettung. "Das ist im höchsten Maße gravierend", bemerkt Reckinger, "weil auf diese Weise die Menschen hinsichtlich der entscheidendsten aller Existenzfragen getäuscht werden, indem ihnen das, worum es im Leben letztlich geht und was bei all unserem Tun und Lassen auf dem Spiel steht, verheimlicht wird." Die Analyse von Halbfas' "Religionsbuch für das 1. und 2. Schuljahr" ist für dessen Autor total demaskierend. Sie bricht nach Reckinger "den Rekord in puncto Reduktion der religiösen Inhalte"; hier seien allenfalls noch Spuren christlicher Glaubensinhaite zu entdecken, und es habe den Anschein, "als käme es dem Autor darauf an, die verbleibenden christlichen Inhalte nach Möglichkeit zu säkularisieren und zu verfremden." Gott wird in Halbfas Darstellung schlicht geleugnet und mit dem Surrogat psychischer Vorgänge bzw. zwischenmenschlicher Beziehungen gleichgesetzt... entsprechend den Ansichten eines Autors in der Fundamentalkatechese von 1968, wonach es "Gott an sich" nicht gibt, denn "verabschiedet haben wir also eine Gottesvorstellung, nach der Gott irgendwo für sich selbst da ist und als ewig für sich seiend der Wirklichkeit gegenüber gedacht werden kann." Der 'Gottesbegriff' Halbfas's ist also pantheistisch. Wie die Schulbibeln die heiligen Texte entstellen, führt Reckinger an einem eindrucksvollen Beispiel vor. In folgendem Zitat soll das Abendmahlgeschehen widergegeben werden: "So wie wir jetzt beieinander sitzen, so ist es gut. Niemand ist Herr über den anderen. Jeder ist willkommen. So wie jetzt müßt ihr immer wieder zusammenkommen, auch wenn ich nicht dabei bin." (Zitate nach DT vom 10.6.89) - Ich glaube, diese Aussagen sind so deutlich, daß eine Kommentierung wirklich überflüssig ist. E.H.


ATHEISTENBUND GIBT AUSKUNFT. - In einem Leitfaden des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten mit Sitz in Berlin wird der Anteil der Bevölkerung, die sich zum Atheismus bekennt, mit 10 % angeben, d.s. etwa sechs Millionen Deutsche. In der Welt betrage die Zahl der "bewußten Atheisten" 197 Millionen Mitglieder, die jährlich um 8 1/2 Millionen anwachse. Annähernd eine Milliarde Menschen gehörten keiner Religion oder irgend einem sonstigen Bekenntnis an. Dem Atheistenbund mit etwa 12oo aktiven Mitgliedern geht es um die Abschaffung der Kirchensteuer und des Religionsunterrichtes sowie der Gefängnis- und Militärseelsorge, der Streichung des § 218 und der Aufhebung des Gotteslästerparagraphen (166 StGB). Nach den Worten seines Sprechers will der Bund der Atheisten die staatliche Finanzierung der theologischen Fakultäten an den Universitäten unterbinden, so Gerhard Rampp / Augsburg.
 
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