56. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2026
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Ausgabe Nr. 11 Monat Dezember 2004
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat Januar 2005
SPENDENAUFRUF


Ausgabe Nr. 4 Monat April 2004
Offener Brief an H.H. Bischof M. Pivaruns


Ausgabe Nr. 4 Monat April 2004
Ad multos annos - Herrn Prof. Dr. D. Wendland zu seinem 80. Geburtstag


Ausgabe Nr. 5 Monat Juni 2004
Eberhard Heller: Besuch aus Mexiko


Ausgabe Nr. 8 Monat Oktober 2004
Open Letter to most Reverend Bishop M. Pivarunas


Ausgabe Nr. 8 Monat Oktober 2004
ROTHKRANZ Y LAS INVESTIGACIONES...


Ausgabe Nr. 10 Monat Dezember 2004
Sobre Monseñor Thuc y Monseñor Carmona


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2005
NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN ...


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2003
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2003
Offener Brief an H.H. Prof. Dr. August Groß


Ausgabe Nr. 2 Monat März 2003
Wer in der modernen Welt


Ausgabe Nr. 3 Monat April 2003
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 4 Monat April 2003
The Roman Catholic Diaspora Church


Ausgabe Nr. 5 Monat Juni 2003
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat Juli 2003
Zitate: Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat Juli 2003
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat September 2003
Rothkranz in Untiefen


Ausgabe Nr. 8 Monat October 2003
L’Eglise Catholique-Romaine de la diaspora


Ausgabe Nr. 11 Monat December 2003
De Monseñor Pierre Martin Ngô-dinh-Thuc


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2002
Buchbesprechung


Ausgabe Nr. 2 Monat Mars 2002
ES MONSEÑOR LEFEBVRE UN OBISPO ORDENADO VALIDAMENTE


Ausgabe Nr. 3 Monat Mai 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 4 Monat Juli 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 5 Monat September 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat November 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat November 2002
Pfarrer Carl Sonnenschein


Ausgabe Nr. 6 Monat November 2002
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2002
Satanische Tendenzen in der Rock Musik


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2002
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 8 Monat December 2002
Is Mgr. Lefebvre a validly consecrated bishop?


Ausgabe Nr. 7 Monat Diciembre 2001
LA IGLESIA CATOLICO-ROMANA EN LA DIASPORA


Ausgabe Nr. 1 Monat April 2001
Papsttum als eines Wesens-Elementes der Kirche


Ausgabe Nr. 6 Monat Dezember 2001
Über das Papsttum der römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat Dezember 2001
DIE SCHÖPFUNG - EIN GÖTTLICHER PLAN - Buchbesprechung


Ausgabe Nr. 8 Monat Januar 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 1 Monat April 2000
Kurze Antwort auf eine Anfrage zum Sedisvakanzproblem


Ausgabe Nr. 4 Monat Nov.-Doppel-Nr.4/5 2000
DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE DIASPORA-KIRCHE


Ausgabe Nr. 4 Monat Nov.-Doppel-Nr.4/5 2000
WAR MGR. LEFEBVRE EIN GÜLTIG GEWEIHTER BISCHOF?


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar 2000
Zum Problem des innerkirchlichen Klerikalismus


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar 1999
IN MEMORIAM FRAU ELSE KETTERER


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1997
SIND DIE POST-KONZILIAREN WEIHERITEN GÜLTIG?


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1997
SIND DIE POST-KONZILIAREN WEIHERITEN GÜLTIG?- Fortsetzung


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1997
AUS EINEM BRIEF AN DIE REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1993
ZUM PROBLEM DER INTENTIONALITÄT BEI DER SPENDUNG DER SAKRAMENTE


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1993
LESERBRIEF


Ausgabe Nr. 5 Monat Februar 1994
ZUM PROBLEM DER ERFORDERLICHEN INTENTION BEI DER SAKRAMENTENSPENDUNG


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 1995
NUR NOCH AUSLAUFMODELL?


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1994
IST MGR. LEFEBVRE EIN GÜLTIG GEWEIHTER BISCHOF?


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1992
DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE DIASPORA-KIRCHE - FIKTION ODER WIRKLICHKEIT? -


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1992
DER MODERNE HOMINISMUS UND SEINE ABARTIGE RELIGIOSITÄT


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 1992
DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE DIASPORA-KIRCHE - FIKTION ODER WIRKLICHKEIT? -


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 1992
Mitteilungen der Redaktion


Ausgabe Nr. 11 Monat Juli-Sondernr. 1992
ZUM PROBLEM DER INTENTIONALITÄT BEI DER SPENDUNG DER SAKRAMENTE


Ausgabe Nr. 3 Monat August 1992
DER FALL ESCRIVA


Ausgabe Nr. 3 Monat August 1992
Mitteilungen der Redaktion


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1992
WAS IST DAS EIGENTLICH: DIE RELIGION?


Ausgabe Nr. 4 Monat Mai 2006
DIASPORA


Ausgabe Nr. 3 Monat September 1991
Wieviele Katholiken gibt es in der Bundes-Republik Deutschland


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 1991
Wieviele Katholiken gibt es in der Bundesrepublik Deutschland


Ausgabe Nr. 5 Monat Februar 1992
DER MODERNE HOMINISMUS UND SEINE ABARTIGE RELIGIOSITÄT


Ausgabe Nr. 5 Monat Februar 1992
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1990
DIE ZERSTÖRUNG DES SAKRAMENTALEN PRIESTERTUMS DURCH DIE RÖMISCHE KONZILSKIRCHE


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1990
NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli, Sondernr 2/3 1990
ÜBER DIE GRÜNDUNG DER Una et Sancta ECCLESIA, Vorwort


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1990
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 6 Monat März 1991
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat April-Sondernr 1991
DIE ZERSTÖRUNG DES SAKRAMENTALEN PRIESTERTUMS DURCH DIE RÖMISCHE KONZILSKIRCHE


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1989
MYSTERIUM FIDEI


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1989
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat Januar 1989
WAS IST DAS EIGENTLICH: DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE?


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1988
LESERBRIEF IN AUSZÜGEN


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1988
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat April-Sondernr 1988
KIRCHE OHNE RELIGION UND RELIGIONSLOSE KIRCHEN


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1987
Über die christliche Taufe und das Tauf-Sakrament


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1987
STELLUNGNAHME ZU DEM ARTIKEL DIE KRISE DER APOSTOLISCHEN SUKZESSION...


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1987
Aus EINEM BRIEF VON S.E. MGR. MOÍSES CARMONA


Ausgabe Nr. 3 Monat Sept./Okt. 1987
THEOLOGISCH-PHILOSOPHISCHE REFLEXION ÜBER DEN TRINITARISCHEN GOTT


Ausgabe Nr. 6 Monat März 1988
KIRCHE OHNE RELIGION UND RELIGIONSLOSE KIRCHEN


Ausgabe Nr. 6 Monat März 1988
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1986
Was ist das eigentlich: Die Häresie?


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1986
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 3 Monat September 1986
... DEN LEIB DES HERRN NICHT MEHR UNTERSCHEIDEN...


Ausgabe Nr. 5 Monat Januar 1987
ZUM 'MYSTERIUM FIDEI'


Ausgabe Nr. 6 Monat April 1987
... UND SPIEEN IHM INS ANGESICHT ...


Ausgabe Nr. 6 Monat April 1987
Die Todsünde der Gotteslästerung


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1985
OFFENER BRIEF


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1985
Es WÄRE ZU BEDENKEN


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1985
EINIGES ÜBER DEN BEGRIFF UND DAS WESEN DES CHRISTLICHEN GLAUBENS


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1985
BRIEF VON HERRN PROF. DR. D. WENDLAND AN DIE REDAKTION


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar/März 1986
DAS GLAUBENSBEKENNTNIS DER KIRCHE ?


Ausgabe Nr. 6 Monat Oktober 2006
Der Teufel im Kino


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2006
Und ihr werdet sein wie Gott


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
Y seréis como Dios (Gn. 3, 5)


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
And thou wilt be like God (Gen. 3,5)


Ausgabe Nr. 13 Monat September 2007
Et vous serez comme Dieu


Ausgabe Nr. 11 Monat February 2008
ARE POST CONCILIAR RITES VALID?


Ausgabe Nr. 13 Monat April 2008
LA VALIDEZ CE LOS RITOS POSTCONCILIARES CUESTIONADA


Ausgabe Nr. 13 Monat April 2008
BIBLIOGRAFIA: VALIDEZ CUESTIONADA DE LOS NUEVOS RITOS POSTCONCILIARES


Ausgabe Nr. 13 Monat Diciembre 2009
L’EGLISE CATHOLIQUE-ROMAINE DE LA DIASPORA


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2010
Mitteilungen der Redaktion - wichtige Hinweise


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2011
A. 8. a-b Ist das sakramentale Priestertum in der Konzilskirche erhalten


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2011
A. 8. e-f Die fehlende ‚Intention’ bei der Weihe nach dem Montini-Ritus


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2011
In memoriam Prof. Wendland


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2011
Mitteilungen


Ausgabe Nr. 13 Monat June 2011
E sarete come Dio (Gn. 3, 5)


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2011
Zitate aus:Über (...) eine Kirche ohne Papst


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 2012
MACHT UND OHNMACHT DER KIRCHE


Ausgabe Nr. 3 Monat September 2012
MACHT UND OHNMACHT DER KIRCHE


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2012
MACHT UND OHNMACHT DER KIRCHE


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2013
Null und nichtig – der Ritus der Bischofsweihe von 1968


Ausgabe Nr. 3 Monat August 2015
Tuet dies zu meinem Gedächtnis (Lk. 22,19)


Ausgabe Nr. 1 Monat Januar 2022
In Erinnerung an Dr. Ante Križić


THEOLOGISCH-PHILOSOPHISCHE REFLEXION ÜBER DEN TRINITARISCHEN GOTT
 
THEOLOGISCH-PHILOSOPHISCHE REFLEXION
ÜBER DEN TRINITARISCHEN GOTT



von
Prof.Dr. Diether Wendland


Wenn man sich einen geistigen Erkenntniszugang und einen klaren Begriff von der Trinität verschaffen will, dann darf man weder vom "Glauben aus gehen", noch von der Erfahrungserkenntnis, noch von Vorstellungen, da diese die sinnliche Erkenntnis niemals übersteigen, von der auch die Einbildungskraft geprägt ist. Wenn man sich auf diesem Boden und nur in solchen Perspektiven bewegt, dann landet man im "Nirwana". Man sollte sich der großen Schwierigkeit bewußt sein, die in dieser Sache liegt und vor allem nicht meinen, man besäße hier bereits irgendein Wissen. Denn in Wahrheit hat man nur, auch wenn man noch so fromm ist, einen blinden, d.h. einen erkenntnisleeren "religiösen Glauben". Die Heilsnotwendigkeit der "vera fides" (= des wahren Glaubens) verliert jede Bedeutung, ween die "fides divina" (= der gotti. Glaube) in Trinitatem erkenntnisleer bleibt und wodurch auch dann zudem noch die Gefahr gegeben ist, ja geradezu heraufbeschworen wird, daß in diese Leere andere Denk-Inhalte einfließen, was auch geschehen ist und leicht festgestellt werden konnte. So war es schon lange vor dem Vaticanum II, und obwohl das kirchliche Lehramt noch am Leben und halbwegs intakt war.

Das philosophische Denken erreicht durch Schlußfolgerungen mit metaphysischer Gewißheit den Einen und persönlichen Schöpfer-Gott, den Creator mundi (= Schöpfer der Welt) und den absoluten (d.h. aus sich existierenden und von nichts abhängigen) geist, - Gott ist Geist (nicht ein Geist) - und erschließt ihn in seinem Wesen und seiner intellektiven und volutativen Natur (und anderen Wesenseigenschaften, die er in sich selbst und in bezug auf sich selbst besitzt). - Das Wort "Gott" ist ein Wesensname. Im Hinblick auf die Gotteserkenntnis lautet die erste Frage nicht: ob Gott existiert, sondern: ob ein Seiendes existiert, das Gott genannt bzw. als Gott bezeichnet werden kann. Und dann beginnt der Aufstieg zu Gott auf dem Boden der Metaphysik, der "theologia naturalis" unter den Prinzipien und mit Hilfe der "analogia entis", wodurch dann im reflexiven Denken DER SEIENDE in Erscheinung tritt, der diese Erkenntnis bestätigt hat, indem er sich selbst bezeichnete als der "Ich bin, der Ichbin". Dies ist sein persönlicher Wesensname. Und weil in Gott Sein und Wesen identisch sind, weil er kein Seiendes ist, deshalb wird er auf dem Wege der Erkenntnis (den berühmten fünf Wegen des hl. Thomas) zuerst erfaßt als das "ipsum esse subsistens" (= das Sein selbst, in sich existierend), das gegenüber der Schöpfung absolut transzendent als auch absolut immanent ist. Dies bedeutet auch: Gott ist dem Menschen, der ja ebenfalls ein Seiendes ist, näher als er sich selber. Das hat alle Pantheisten fasziniert. Darum hat man mit Recht gesagt: der Pantheismus ist derjenige philosophische Irrtum, der der Wahrheit am nächsten kommt. Die neuzeitliche Metaphysik hat sich immer in zwei Irrtümer bewegt: dem Pantheismus, der die Transzendenz Gottes nicht erfaßte, und dem Agnostizismus, der die Immanens Gottes nicht erfaßte. Und weil Theologen keine philosophische Gotteserkenntnis besaßen und auch nicht philosophisch denken konnten, deshalb gingen sie immer einem dieser beiden Irrtümer auf den Leim, oder standen völlig hilflos da. Hier half ihnen auch kein "frommer Glaube", denn sie hatten ja in ihrer angeblichen "heiligen Theologie" in Wahrheit keinen Boden mehr unter den Füßen. Es war leicht, diese Leute, die da an den Universitäten lehrten, hereinzulegen. Ein Glaube ohne intellektive Erkenntnis feierte seine Triumphe. Deshalb konnten auch viele Priester die Grundlehren von Vaticanum 2 nicht beurteilen und fielen dann darauf herein. Dies läßt sich heute nicht mehr "aufarbeiten".

Gott ist kein "drei-persönlicher Gott" - an so etwas kann man nicht glauben, es sei denn in einem Irrglauben -, sondern der Eine (und) persönliche Gott in drei Personen (bei denen es sich um subsistierende Relationen in der Gottheit handelt), der von selbst und in bezug auf sich selbst (darum ist er ein persönlicher) "Ich" sagt: Ich bin der Herr, DER Seiende, - und nichts ist außer Mir. Gott sagt nicht von sich selbst, ich bin Gott, sondern : Ich bin der Herr, dein Gott; ich bin der Schöpfer und der Mensch ist nur ein Geschöpf, das "aus dem Nichts kommt". Wenn Christus "Ich" sagt "ich aber sage euch" (nicht: dir) -, dann identifiziert er sich mit der Gottheit, d.h. dem unwandelbaren Wesen Gottes. Denn er ist keine menschliche Individual-Person. Es gibt auch keinen Vater-Gott oder Gott-Vater, sondern nur: Gott, den Vater; und Gott, den Hl. Geist, die keine "Iche" sind, sonst gäbe es drei Götter, was ein absoluter Widerspruch in sich selbst ist. Wer das nicht begreift, auch nicht annähernd, der besitzt nicht die "vera fides", sondern meint nur, den wahren Glauben zu haben. Dieser wahre Glaube ist bereits durch einen falschen Gottesbegriff zerstört worden, was vielen gar nicht bewußt zu sein braucht, und diese "glauben" dann an "etwas" und beten zu "etwas", was gar nicht existiert. Deshalb haben früher schon viele Priester und Laien gar nicht mehr gewußt, was sie eigentlich im Glaubensbekenntnis bekennen. Außerdem verwechselten sie den Begriff der Confessio (Bekenntnis), die auf einer Erkenntnis- und rationalen Urteilswahrheit beruht, mit einer Anerkenntnis (agnitio) von etwas. Gott aber ist es völlig gleichgültig, ob da irgendeine geistige Kreatur IHN und seine Offenbarungswahrheit anerkennt oder nicht, da ER Gehorsam und sogar Liebe fordert. Beides aber ist ohne sichere Erkenntnis Seiner Selbst nicht möglich.

Übrigens hat bei vielen ein falscher Marianismus den Gottesbegriff verdunkelt. Mit "Unser Vater" ist nicht der Schöpfergott gemeint, weder "einfachhin" noch sonst wie. Das ist reine Mythologie. Denn der Schöpfer (creator) ist ein trititarischer. Der erste Hinweis darauf, daß Gott nicht bloß ein Deus unus ist, zeigt sich bei der Erschaffung des Menschen als Mann und Frau (Gott hat nicht einfachhin den Menschen erschaffen, obwohl er das gekonnt hätte). Das "Lasset uns ..." aber ist noch keine positive Offenbarung der Trinität, wohl aber ein Hinweis für das Denken, dahingehend, daß der Monotheismus noch keine vollkommene Gotteserkenntnis ist, die jedoch in ihrer klarsten Form Adam und Eva besessen haben (sehr wahrscheinlich aber mit einer Ahnung, daß Gott "noch anders" ist und was Luzifer/Satan gewußt hat). Gott erschuf nicht zu seinem Bilde zwei getrennt Menschen, sondern Adam aus dem Staub der Erde und Eva aus Adam, worin ebenfalls ein Hinweis auf die Trinität liegt.

Es gibt keine erste, zweite oder dritte Person der Trinität, sondern nur drei Personen in dem einen und einzigen Gott, welche wesens-gleich sind und die zueinander in Perichorese (= Ineinander-Sein) stehen. Darum war das Dogma nötig, damit man nicht in Häresie und Glaubensirrtum fällt: Der Vater, der Sohn und der Hl. Geist sind ineinander und durchdringen sich gegenseitig!! Wie aber will man dann, so frage ich, die antitrinitarische Häresie des Vaticanum 2 erfassen und widerlegen, wenn man darüber keinerlei Erkenntnisse mehr besitzt? Wie kann man dann fromm zum "dreifaltigen Gott" beten, obwohl man von ihm im Grunde gar nichts weiß? Es ist zu befürchten, daß Gott solche Gebete weder hört noch hören will, da er sich schließlich nicht aus Spaß oder umsonst geoffenbart hat!!

Gott, der Vater, ist nicht deswegen "Unser Vater", weil er uns erschaffen hat - denn dann müßte er auch der Vater der Engel (u. wie in einem Mythos) der Tiere sein - sondern wegen der Inkarnation des Logos-Sohnes, wodurch ein mögliches Adoptionsverhältnis geschaffen wurde, das durch die sakramentale Taufe begründet wird, durch das sacramentum fidei und der Wiedergeburt. Darum erlaubte und ermahnte uns Christus, zu beten: VATER UNSER; aber nur Er ist der natürliche Sohn - wir nicht! Oder wagt da jemand zu Gott, dem Vater, zu sprechen: "mein Vater". Gott, der allmächtige Vater, ist "in den Himmeln", nicht aber bei uns auf Erden. Nur in Bayern und anderswo gibt es den lieben Himmelsvater und die liebe Himmimutter und anderen Kokolores mythologischer Prägung, was mit der christlichen Religion überhaupt nichts mehr zu tun hat.

Der "Deus unus" ist nicht "ein Herr, ein Allmächtiger, ein Allwissender, sondern er ist: Herr, .allmächtig und allwissend! Wenn Gott "Herr" genannt wird, dann bezieht sich das auf die ganze Schöpfung und insbesondere auf das Menschengeschlecht; und wenn Christus "Herr" genannt wird, dann bezieht sich das auf die tota Ecclesia (= die ganze Kirche) und alle ihre Glieder (einschließlich der Päpste, Bischöfe und Theologen). - Es nützt nichts, Herr, Herr zu sagen, wenn man nicht den Willen des Vaters Jesu Christi tut! Und warum wird der Hl. Geist nicht Herr genannt? Die Antworten auf das alles kann man beim hl. Thomas nachlesen.

Es gibt keinen "einpersönlichen" Gott, da er keine Person ist, sondern nur einen (im analogen Sinn) persönlichen Gott wegen seiner äußeren Erkenntnis- und Willensbeziehung auf andere reine Geister und geistige Naturen. "Gott als Geist" ist eine Tautologie, weil das Geist-Sein Gottes sein Wesen ist ("Gott ist Geist"). Auch die Engel sind keine Personen, wohl aber personhafte Wesen mit einer arteigenen Personalität, die mit der des Menschen gar nicht vergleichbar ist.

Gott ist kein Geist, sondern der aus sich selbst existierende ("actus purus") absolute Geist, der lebendige Gott (bildlich gesprochen). Und deswegen ist er auch allmächtig, d.h. er vermag etwas " aus nichts" (Nicht: aus dem Nichts) zu er-schaffen, ins Dasein zu setzen und es in seinem Sein zu erhalten. Gott ist nicht der Allmächtige, sondern er ist allmächtig, weil er DER SEIENDE ist.

Christus hat denen, die schon damals von einem falschen Gottesbegriff geprägt waren und überhaupt keine Gotteserkenntnis mehr besaßen, ins Stammbuch geschrieben: "Ihr betet an, was ihr nicht kennt .... Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geiste (d.h. mit vernunftgemäßer geistiger Erkenntnis) und in Wahrheit (d.h. ehrlich und ungeheuchelt) anbeten" (Joh. 4,22).

Nicht erst heute machen sich die meisten Katholiken, Priester und Laien nur phantasiereiche "Vorstellungen von Gott" und diese beten sie dann an - nicht aber den allmächtigen und allwissenden Gott-Geist. Sie begriffen nicht, wenn sie da bei brausendem Orgelklang sangen: "Großer Gott, wir loben dich ...", was sie da eigentlich sangen.

Im Raum der Kirche gab es den falschen Gottes-Begriff, der überall zu finden war und den man mit den merkwürdigsten Methoden zu verschleiern suchte. Es gibt überhaupt keine Enzyklika, die diese Thematik aufgegriffen hätte, obwohl es sich um das Grundproblem der christlichen Religion handelte. Oder zog sich der Hl. Geist zurück, weil man einen falschen Gott anzubeten begann und falsche Götter installierte (wie einst die Juden)?

Die Entartung der röm.-kath. Kirche zu einer "Kleruskirche" war auch ein solcher "falscher Gott", wodurch bekanntlich die Laienschaft zu einem Akzidenz der Kirche gemacht wurde, auf welches der hl. Paulus einen so großen Wert gelegt hatte. - Sogar Päpste machten aus dem Papstum eine Mythologie.
 
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