56. Jahrgang Nr. 5 / September 2026
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1. Enzyklika Humani generis
2. Enzyklika Humani generis, Fortsetzung
3. SCHADE, JAMMERSCHADE...
4. NUR FUR SEIN REICH
5. SEELSORGE IN MEXIKO
6. CHRISTLICHE BEWÄHRUNG
7. FORMEN, WIE DAS KIRCHLICHE RECHT ANZUWENDEN IST.
8. OFFENER BRIEF
9. DAS TURINER LEICHENTUCH
10. AUS DEM JUNI-RUNDSCHREIBEN VON HERRN DR. GRÖSSLER
11. VON DEN NICHT-WÄHLERN DER 'CDU INS STAMMBUCH GESCHRIEBEN
12. MEINUNG DES LESERS: EIN INTERVIEW MIT HERRN JOSEF MÜLLER
13. DIE PASTORAL-REGELN DES HL. PAPSTES GREGOR D.GR.
14. NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN
15. MITTEILUNGEN DER REDAKTION
NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN
 
NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN...


TEILHARD DE CHARDIN WAR FREIMAURER: Der katholische Theologe Teilhard de Chardin, dessen Lehren am 3o.6.1962 vom Heiligen Offizium in Rom verworfen wurden, war Mitglied der französischen Martinisten-Loge. Jaques Mitterand, Großmeister des "Großorients in Frankreich" enthüllte in einer Geheimrede vor der Generalversammlung des Großorients im September 1962, daß der berühmte Jesuit "ein Wissender und Weiser im Vollsinn des Wortes" gewesen sei. Für die internationalen Hochgradfreimaurer war Teilhard nach den jetzt bekannt gewordenen Fakten die Schlüsselfigur zur Veränderung der katholischen Lehre und Tradition. Dabei fiel Teilhard die Rolle zu, eine Theologie vorzulegen, in der nicht Gott, sondern der Mensch und seine Rechte im Vordergrund stehen.
Als das Heilige Offizium 1962 sein Monitum gegen Teilhard vorlegte, ahnte in Rom niemand, daß der weltweit angesehene Evolutionstheologe nicht nur Mitglied des Martinistenordens war, sondern von den Hochgradlogen ausgewählt worden war, als Instrument zu dienen für eine innerkirchliche Revolution gegen die Kirche. (Anm.d.Red.: Es muß bestritten werden, daß der Freimaurerfreund Roncalli und seine Adepten nichtsvon diesen Aktivitäten gewußt haben dürften.) Großmeister Mitterand sah nach der Verurteilung des Theologen die Zeit für gekommen, drei Monate später den Eingeweihten in seiner Rede vom 3.9.1962 die Wahrheit zu sagen: "Ganz im Gegensatz zu uns Freimaurern bleiben die Katholiken im Namen des Ökumenismus ihrer Vergangenheit nicht treu, um daraus zu lernen; vielmehr bieten sie alle ihre Kräfte auf, ihre Religion durch Neuerungen, die ihre ganze Tradition verleugnen, auf Salonfähigkeit aufzupolieren. Warum dies wohl geschehen konnte? Nun, paßt gut auf und vernehmt die Geschichte, wie dies alles seinen Anfang nahm: Eines schönen Tages hat sich aus ihren Reihen ein Gelehrter erhoben - ein Wissender und Weiser im Vollsinn des Wortes - Pierre Teilhard de Chardin. Er hat, ohne es vielleicht auch nur zu ahnen, das Verbrechen Luzifers begangen, welches die Kirche Roms den Freimaurern so oft und so nachhaltig vorgeworfen hat: Im Phänomen der Hominisation, der Menschwerdung, oder - um auf eine von Teilhard geprägte Formel zurückzugreifen -, in der Noospäre (d.h. in dieser Summe und Gesamtmasse von Bewußtseinsinhalten, welche den ganzen Erdball wie eine unterste Schicht der Atmosphäre umgeben) ist es der Mensch, und nicht Gott, der im Vordergrund dieses Prozesses steht und dessen Hauptwirkender ist. Wenn nun dieses Gesamtbewußtsein seinen Höhepunkt erreicht haben wird, eben den berühmten Punkt Omega - so lehrt Teilhard de Chardin - dann werden wir auch sicher den neuen Menschen, so wie wir ihn uns erträumen und wünschen - frei in seinem Fleische, unbeschränkt und ungebunden in seinem Geiste haben. So hat Teilhard den Menschen auf den Altar des Heiligtums erhoben, und indem er i h n anbetet, kann er nicht mehr länger dem christlichen Gott opfern! Rom hat denn auch sofort diesen Sachverhalt richtig erkannt und Teilhard mittels aller reaktionären, rückschrittlichen Kräfte und Gruppierungen, die es in seinem Schöße birgt, verurteilt und die Herausgabe seiner Werke, wo immer es möglich war, strikte unterbunden. Zu seinen Lebzeiten durfte Teilhard keines seiner Werke veröffentlichen. Erst nach seinem Tode war es möglich, dieselben bei der Editions du Seuil und bei der Editon Grosset herauszugeben, natürlich ohne den Segen der Kirche Roms". Unter Anspielung auf die konservativen Kräfte Spaniens lobte Mitterand dann die franz. Regierung: "Nicht zufrieden damit, in unseren Tempeln unter dem Schutz der Republik, die uns Obdach gibt, zu weilen, sind wir vielmehr gleichzeitig auch die Gegenkirche, denn wir sind die Freunde des Lebens, die Männer der Hoffnung, des Lichtes, des Fortschritts, der Aufklärung, der Intelligenz und der Vernunft".
Aufgedeckt wurde die Mitgliedschaft Teilhards durch den Justizminister der Vichy-Regierung unter Marschall Pétain Anfang der 4o-iger Jahre. Ministerpräsident Pierre Laval fiel das Verzeichnis der Hochgradbrüder "Goldenes Buch der Synarchie in die Hände und er gab es seinem Justizminister zur Prüfung. Der Minister untersuchte das Dokument und schrieb einen Kommentar dazu, in dem es u.a. heißt: "... und Pierre Teilhard ist der Vertreter der Synarchie bei der katholischen Kirche". (SCHWARZER BRIEF vom 21.3.1985, Nr.12.)
Wenn man nun die theologische Position von Karol Wojtyla, wie sie besonders klar in seiner ersten Enzyklika hervortritt ("Redemptor hominis"), untersucht, stößt man sehr schnell auf das hoministische Vorbild dieser wojtylanischen Ideologie: Pierre Teilhard de Chardin.

SUDAN IN HÖCHSTER NOT: SIEBEN MILLIONEN HUNGERNDE - EINE MILLIONEN FLÜCHTLINGE - Nach vierjähriger Dürre und der Überschwemmung mit Flüchtlingen aus mehreren Ländern steht der Sudan wenige Wochen nach Ende des korrupten Regimes von Numeiri vor der schwersten Krise, die ein Land Afrikas bisher getroffen hat. Sieben Millionen Sudanesen - davon sechs Millionen Kinder und Jugendliche - sind vom Hungertod bedroht. Mehr als eine Millionen Flüchtlinge aus Eritrea, Tigrei und anderen Nachbarländern stellen die neue provisorische Regierung vor unlösbare Probleme. Wenn keine ausländische Hilfe kommt und der Regen wieder ausbleibt, werden im Herbst zwei Millionen Menschen sterben müssen, (aus: SCHWARZER BRIEF 19/85) - Hilfen an: Förderungsgesellschaft Afrika, Postfach, D - 478o - Lippstadt; Postscheckkonto Frankfurt Nr. 33o73-6o2.

VÖLKERMORD UND CHRISTENVERFOLGUNG AUF OST-TIMOR - Die Invasion verlief äußerst brutal. So wurden in der Hauptstadt Dili rund 5oo Frauen und Männer auf die Hafenmole getrieben und einzeln erschossen; die Opfer mußten sich an den Rand stellen, so daß ihre Körper ins Meer fielen. Das war 1975, als indonesische Truppen Ost-Timor, den östlichen Teil der Sundainsel Timor im äußersten Südosten der indonesischen Inselwelt gegenüber Australien gelegen, gewaltsam besetzten. Seither herrscht ein mörderischer Krieg gegen das Volk. Die Diözese Dili hatte 1974 fast 69oooo Einwohner, 1978 - knappe vier Jahre nach dem Einmarsch, zählte die indonesische Besatzungsmacht noch etwas weniger als 33oooo Einwohner. (...) Das Rote Kreuz spricht von einem "zweiten Kambodscha". (...) Nach Informationen von CSI (Christian Solidarity International) wird auf Ost-Timor heute weiterhin vor allem die katholische Kirche verfolgt. Da wird 1985, jetzt und heute, ein Volk gewaltsam seiner jahrhundertealten christlichen Tradition beraubt und mit Schwert und Feuer in den islamischen Kulturkreis javanischer Prägung hineinzuzwingen versucht, (aus: FATIMA RUFT Nr.67, April 1985.)


ROSENKRANZGEBET: AM 1. AUGUST UM 18 UHR. BETEN WIR UM EINIGKEIT IN DEN EIGENEN REIHEN; UM WAHRE DEMUT, BEGANGENE FEHLER EINZUSEHEN UND WIEDER GUT ZU MACHEN; UM VERTRAUEN IN GOTTES BARMHERZIGKEIT.


NACHRICHTEN AUS DEM KIRCHLICHEN BEREICH:


DER ST. PETRUS CANISIUS-KONVENT

Am 27.4.1985 trat der St. Petrus Canisius-Konvent, der sich im letzten Jahr konstituiert hatte (Vorsitzender: Herr Prof. Dr. Manfred Erren / Freiburg i.Brsg.) in Freiburg i.Ü. / Schweiz mit einem Communiqué an die Presseöffentlichkeit (unterschrieben vom Vorsitzenden), in dem er bestimmte "Klagen gegen Johannes Paul II." vorbrachte, die seine theologischen und kirchlichen Positionen kritisierten. Unter Punkt lo klagt man Johannes Pauli! an, "weil er behauptet hat, der feste Glaube der NichtChristen gehe aus dem Heiligen Geist hervor." In den Erläuterungen zu diesem Anklagepunkt heißt es: "Diese unerhörte Blasphemie gegen die dritte Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit ist eine Häresie, die Johannes Paul II. nicht nur von der Katholischen Kirche, sondern von allen Christen trennt." Eine eindeutige Feststellung, daß Johannes Paul II. wegen solcher und anderer Häresien nicht legitimer Papst sei, enthält das Communiqué nicht.

In den Anmerkungen zu den Anklagepunkten (insgesamt 10) geht Herr Prof. Erren desweiteren auf die bisherigen Aktivitäten des Konvents ein: "Der St. Petrus Canisius-Konvent hat im Frühjahr 1984 und erneut im Herbst 1984 alle deutschsprachigen Diözesanbischöfe, darunter alle Bischöfe der Schweiz, aufgefordert, ihrer Amtspflicht zu genügen und zur Reinhaltung des Glaubens und zur Abwendung der größten Gefahren von der Kirche die Irrlehren Johannes Paul II. zu prüfen".

Dadurch, daß besagter Konvent, vertreten durch Herrn Prof. Erren, die häretischen Prälaten deutscher Zunge als "Diözesanbischöfe" anspricht, an deren Erfüllung "ihrer Amtspflicht" er appelliert, erkennt er sie ipso facto als legitime Repräsentanten der doch wohl gemeinten katholischen Kirche an, obwohl Herrn Erren weiß, daß diese Prälaten seit dem Ende des Konzils unzählige Male auf ihre häretischen Positionen aufmerksam gemacht worden waren, die auch den Gläubigen bekannt sind. (Zitiert nach SAKA-INFORMATIONEN vom Juni 1985, S.7 ff.)

Allem Anschein nach laufen die Aktivitäten des St. Petrus Canisius Konvents auf eine förmliche Anklage Johannes Pauls II. hinaus. Dieses Verfahren, eingeleitet von Laien, wäre von der Form her dann legitim, wenn alle Bemühungen fehl geschlagen wären, eine autorisierte Erklärung eines Bischofs (ex officio oder ex caritate) zu erhalten, in der diese Anklage öffentlich den Gläubigen der Kirche vorgeführt wird. Dies ist jedoch nicht der Fall. Bereits drei Jahre vorher wurde durch die DECLARATIO S.E. Mgr. Ngo-dinh-Thuc vom 25.2.1982 (öffentlich verkündet am 21.3.1982) - dem einzigen kirchlich relevanten Dokument (von der Form her) zur nachkonziliaren Situation - der Römische Stuhl für vakant erklärt. Herrn Erren ist auch dieses Dokument bekannt. Es muß deshalb davon ausgegangen werden, daß er mit dem von ihm präsidierten Konvent den Versuch unternimmt, diese Deklaration bewußt und absichtlich zu unterschlagen. In dieser Auffassung wird der Leser noch dadurch bestärkt, daß selbst im Kommentar- und Dokumentarteil der betreffenden Anklage die Erklärung von Mgr. Thuc nirgends erwähnt wird.

Eberhard Heller

Nachtrag:

Ich warte darauf, daß man mir entgegenhält, Mgr. Thuc habe seine DECLARATIO widerrufen.


BERICHTIGUNG:

Herr Dr. Eric Maria de Saventhem gibt in einem Brief vom 19.6.85 seiner Befürchtung Ausdruck, daß durch die Verwendung des "alias" (in der Überschrift des seine Person betreffenden Artikels; vgl. EINSICHT, Mai 1985, S.54) sein "Ruf erheblich geschädigt" würde. Nach seiner Auffassung "scheint" das "alias" im Sprachgebrauch zwei verschiedene Bedeutungen zu haben. Er mutmaßt, in der betreffenden Überschrift spiegele sich die abwertende Bedeutung wider. Er bittet deswegen, das "alias" durch "vormals" zu ersetzen, also: "Dr. Eric M. de Saventhem, vormals Dr. Erich Vermehren". Zm anderen gibt er - entgegen anderslautenden Informationen - an, den Namen Friedenau "niemals angenommen oder sonstwie gebraucht" zu haben. Ich hoffe, daß die Leser durch diese Korrektur die Person des Herrn de Saventhem, der sich in seiner Funktion als Präsident der internationalen Föderation Una Voce um die "friedliche Ko-Existenz der vor- und nachkonziliaren Riten" beim "Hl. Vater" bemüht, (gegebenenfalls: wieder) entsprechend zu schätzen wissen.
E. Heller
 
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