ERFAHRUNGEN VON EINST
(aus: ÖSTERREICH KONSERVATIV, Nr.3/4, 1985, S.3.)
Im Winter 1917/18, kein halbes Jahr nach der sogenannten
"Oktober-Revolution" (die von England und den USA - Paul Warburg vom
Federal-Reserve System - aus finanziert worden war!!!, Anm.d.Red.)ª bei
der die bolschewistische Minderheit die bürgerliche Regierung Kerenski
mit Gewalt gestürzt hatte - der Zar war bereits entmachtet (Anm.d.Red.:
Zar Nikolaus II. hatte bereits im März 19Õ7, d.i. sieben Monate vor
Beginn der Revolution, abgedankt - unter dem Druck der Alliierten) -,
war Nishnij-Nowgorod eine der reichsten Städte Rußlands. Im Februar
1918 trat General Kornilov vor die Industriellen, Bankiers und
Kaufleute, um den letzten möglichen Plan zur Vernichtung der überall
vorrückenden bolschewistischen Truppen vorzulegen.
Er hatte am 1. Januar 1918 zusammen mit General Alexej, dem letzten
Oberbefehlshaber der Kaiserlieh-Russischen Armee, die Don-Republik
ausgerufen. Nun wollte er die ihm noch zur Verfügung stehenden
nationalen Truppen vermehren und besser ausrüsten, um sie gegen die
Bolschewiki in Petrograd (Leningrad) zu führen. Der Erfolg schien bei
schnellem Zugriff sicher, denn die roten Truppen besaßen noch keinen
großen Anhang, und der weitaus größte Teil Rußlands war noch nicht in
ihrem Besitz.
Fünf Millionen Goldrubel verlangte General Alexej aus den privaten
Vermögen der Bankiers, Industriellen und Kaufleute, womit die Rettung
vor den Greueln der bolschewistischen Horden, die überall
Massenhinrichtungen durchführten, möglich gewesen wäre. Eine Million
Rubel stellten die Kaufleute schließlich zur Verfügung und dies nach
langer Bedenkzeit. Die versäumten Wochen waren nun nicht mehr
einzuholen, und die Mittel reichten bei weitem nicht aus für die
mindest nötige Ausrüstung. Wie zu erwarten war, hatten die Bolschewiki
inzwischen viel Boden gewonnen und besiegten die heldenhaft kämpfenden,
aber ungenügend ausgerüsteten nationalen Streitkräfte. General Kornilov
fand dabei den Tod.
Nach wenigen Wochen rückten die siegreichen roten Truppen in
Nishnij-Nowgorod ein. loo Millionen Goldrubel erpreßten sie innerhalb
von 24 Stunden! Nicht genug damit, sie hängten fast die Hälfte der
Bankiers und Kaufleute auf. Die Überlebenden verkamen in bitterer
Armut.
Anmerkung:
Die Paralellen zu unserem sogenannten Kirchenkampf von heute sind
unübersehbar. Nur eines ist schlimmer: während die Habsucht und der
Geiz dort unmittelbar bestraft wurde, morden wir mit unserer Feigheit
die Seelen unserer Kinder, indem wir ihnen die geistige und religiöse
Luft abschnüren.
Eberhard Heller |