56. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2026
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1. PREDIGT ZUM WEIHNACHTSFEST
2. IN ERINNERUNG AN S.E. MGR. NGO-DINH-THUC
3. VOM LEID DER ANDEREN
4. DER DREIKÖNIGSKUCHEN
5. EINIGES ÜBER DEN BEGRIFF UND DAS WESEN DES CHRISTLICHEN GLAUBENS
6. PRIMIZ WÄHREND DER FRANZÖSISCHEN REVOLUTION
7. BRIEF VON HERRN PROF. DR. D. WENDLAND AN DIE REDAKTION
8. 'EINTRÄGLICHER' TAUSCHHANDEL
9. DIE PASTORAL-REGELN DES HL. PAPSTES GREGOR D. GR.
10. NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN...
11. MITTEILUNGEN DER REDAKTION
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION

München, den 22.11.1985
Verehrte Leser!

Wenn nicht alles täuscht, ist die Talsohle des religiösen Niederganges noch nicht erreicht und der bittere Kelch, der unserer Zeit zu trinken vorbehalten ist, noch nicht geleert. Die teilweise spektakulären Ereignisse der letzten Jahre - gemeint sind die durch S.E. Erzbischof Ngo-dinh-Thuc gespendeten Bischofsweihen, durch die die apostolische Sukzession gerettet und die Hierarchie neu aufgebaut werden sollte - haben einem eher deprimierenden Alltag im Ringen um die Erhaltung des Glaubens und der Kirche Platz gemacht. Was können wir, jeder an seinem Platz, tun? Durch unser lebendiges Christsein ein wenig Licht in dieses Dunkel und eine Welt der feigen Herzen und der Gleichgültigkeit hineintragen. "Erstarket im Herrn und in der Kraft Seiner Stärke", schreibt der hl. Paulus an die Epheser (6,lo-17). "Legt die Waffenrüstung Gottes an, damit ihr den Nachstellungen des Teufels widerstehen könnt; denn wir führen unsern Kampf nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen Mächte und Gewalten, gegen die Weltherrscher der Finsternis hienieden, gegen die Geister der Bosheit in den Lüften. Ergreift darum die Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tage widerstehen und in allem unerschütterlich standhalten könnt. So stehet also da, die Lenden umgürtet mit Wahrheit, angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit, die Füße beschuht mit der Bereitschaft für das Evangelium des Friedens. Zu all dem hin ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle Brandpfeile des Bösen auslöschen könnt. Nehmt den Helm des Heiles und das Schwert des Geistes: das Wort Gottes."

Viele vergessen, daß sie noch das Privileg genießen, sich Sonntag für Sonntag mit Unserem Herrn vereinigen zu können. Aus diesem absoluten Quell schöpfend sollen wir wachsam sein, wachsam auch für und über unsere Mitmenschen, für die wir, wenn wir wahrhaft Gläubige sind, eine ungeheure Mitverantwortung tragen. Vergessen wir nicht, daß die Hirten auf dem Feld, die Nachtwache hielten, die ersten waren, denen die Geburt des Heilandes verkündet wurde und die als erste das Christkind in der Krippe anbeten durften. - Ich wünsche Ihnen allen ein gnadenreiches Weihnachtsfest und Gottes Segen im Neuen Jahr.

Ihr Eberhard Heller



TITELBILD: Maria Verkündigung; Fresko von Simon Marenkl von Taisten, aus dem Pustertal / Südtirol, um 148o; in der Wallfahrtskirche Obermauern / Osttirol; Photo: E. Heller

REDAKTIONSSCHLUSS: 22. NOVEMBER 1985.


GOTTESDIENSTE IN ST. MICHAEL, MÜNCHEN, WESTENDSTR. 19: AN SONN- UND FEIERTAGEN HL. MESSE UM 9 UHR; VORHER BEICHTGELEGENHEIT. HL. ABEND: 22 UHR ENGELAMT, 22,3O UHR HIRTENAMT. 31.12.: HL. MESSE 16 UHR MIT SCHLUSSANDACHT.

HINWEIS DER REDAKTION:

Wir möchten uns bei allen, die uns im Laufe des Jahres ihre Unterstützung haben angedeihen lassen - durch Geldspenden, durch Gebet und durch Mitarbeit -, bedanken und ihnen ein herzliches "Vergelt's Gott" sagen. Bitten helfen Sie uns auch im Neuen Jahr die uns gestellten Aufgaben lösen, d.h Zeugnis ablegen für unseren Glauben, den eine pervertierte 'Kirche' zerstören will.  E. Heller

VERSTORBEN:

In diesem Herbst ist an seinem zweiten Herzinfarkt gut 4o-jährig Herr Michael Herzig aus Nürnberg gestorben. Herr Herzig hat sich für den Aufbau von Widerstandsgruppen im Raum Forchheim - Nürnberg, beim Aufbau eines Meßzentrum in dieser Gegend verzehrt. Erfolg, wie ihn sich der gelernte Journalist vorgestellt hatte, der zeitweise auch an ein Theologiestudium gedacht hat, war ihm nicht beschieden. Den langen Atem eines Widerstandskämpfers der ersten Stunde hatte er noch nicht; er war teilweise recht unglücklich und allein und ist fast buchstäblich an gebrochenem Herzen gestorben. Bitten wir Gott inständig, daß er diese Seele, die sich für Ihn verzehrt hat, in Seiner Barmherzigkeit in Sein Reich und die absolute Geborgenheit Seines Hauses heimhole. R.i.p. E.H.


HINWEIS: BEI DER REDAKTION KÖNNEN KOSTENLOS PROBEHEFTE ANGEFORDERT WERDEN, DIE AN ETWAIGE INTERESSENTEN WEITERGELEITET WERDEN KÖNNEN. WLR WÜRDEN UNS AUCH FREUEN, WENN S IE UNS ADRESSEN VON MÖGLICHEN LESERN ÜBERMITTELN WÜRDEN.

 
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