56. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2026
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Ausgabe Nr. 11 Monat Dezember 2004
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat Januar 2005
SPENDENAUFRUF


Ausgabe Nr. 4 Monat April 2004
Offener Brief an H.H. Bischof M. Pivaruns


Ausgabe Nr. 4 Monat April 2004
Ad multos annos - Herrn Prof. Dr. D. Wendland zu seinem 80. Geburtstag


Ausgabe Nr. 5 Monat Juni 2004
Eberhard Heller: Besuch aus Mexiko


Ausgabe Nr. 8 Monat Oktober 2004
Open Letter to most Reverend Bishop M. Pivarunas


Ausgabe Nr. 8 Monat Oktober 2004
ROTHKRANZ Y LAS INVESTIGACIONES...


Ausgabe Nr. 10 Monat Dezember 2004
Sobre Monseñor Thuc y Monseñor Carmona


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2005
NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN ...


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2003
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2003
Offener Brief an H.H. Prof. Dr. August Groß


Ausgabe Nr. 2 Monat März 2003
Wer in der modernen Welt


Ausgabe Nr. 3 Monat April 2003
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 4 Monat April 2003
The Roman Catholic Diaspora Church


Ausgabe Nr. 5 Monat Juni 2003
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat Juli 2003
Zitate: Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat Juli 2003
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat September 2003
Rothkranz in Untiefen


Ausgabe Nr. 8 Monat October 2003
L’Eglise Catholique-Romaine de la diaspora


Ausgabe Nr. 11 Monat December 2003
De Monseñor Pierre Martin Ngô-dinh-Thuc


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2002
Buchbesprechung


Ausgabe Nr. 2 Monat Mars 2002
ES MONSEÑOR LEFEBVRE UN OBISPO ORDENADO VALIDAMENTE


Ausgabe Nr. 3 Monat Mai 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 4 Monat Juli 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 5 Monat September 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat November 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat November 2002
Pfarrer Carl Sonnenschein


Ausgabe Nr. 6 Monat November 2002
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2002
Satanische Tendenzen in der Rock Musik


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2002
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 8 Monat December 2002
Is Mgr. Lefebvre a validly consecrated bishop?


Ausgabe Nr. 7 Monat Diciembre 2001
LA IGLESIA CATOLICO-ROMANA EN LA DIASPORA


Ausgabe Nr. 1 Monat April 2001
Papsttum als eines Wesens-Elementes der Kirche


Ausgabe Nr. 6 Monat Dezember 2001
Über das Papsttum der römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat Dezember 2001
DIE SCHÖPFUNG - EIN GÖTTLICHER PLAN - Buchbesprechung


Ausgabe Nr. 8 Monat Januar 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 1 Monat April 2000
Kurze Antwort auf eine Anfrage zum Sedisvakanzproblem


Ausgabe Nr. 4 Monat Nov.-Doppel-Nr.4/5 2000
DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE DIASPORA-KIRCHE


Ausgabe Nr. 4 Monat Nov.-Doppel-Nr.4/5 2000
WAR MGR. LEFEBVRE EIN GÜLTIG GEWEIHTER BISCHOF?


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar 2000
Zum Problem des innerkirchlichen Klerikalismus


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar 1999
IN MEMORIAM FRAU ELSE KETTERER


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1997
SIND DIE POST-KONZILIAREN WEIHERITEN GÜLTIG?


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1997
SIND DIE POST-KONZILIAREN WEIHERITEN GÜLTIG?- Fortsetzung


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1997
AUS EINEM BRIEF AN DIE REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1993
ZUM PROBLEM DER INTENTIONALITÄT BEI DER SPENDUNG DER SAKRAMENTE


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1993
LESERBRIEF


Ausgabe Nr. 5 Monat Februar 1994
ZUM PROBLEM DER ERFORDERLICHEN INTENTION BEI DER SAKRAMENTENSPENDUNG


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 1995
NUR NOCH AUSLAUFMODELL?


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1994
IST MGR. LEFEBVRE EIN GÜLTIG GEWEIHTER BISCHOF?


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1992
DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE DIASPORA-KIRCHE - FIKTION ODER WIRKLICHKEIT? -


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1992
DER MODERNE HOMINISMUS UND SEINE ABARTIGE RELIGIOSITÄT


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 1992
DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE DIASPORA-KIRCHE - FIKTION ODER WIRKLICHKEIT? -


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 1992
Mitteilungen der Redaktion


Ausgabe Nr. 11 Monat Juli-Sondernr. 1992
ZUM PROBLEM DER INTENTIONALITÄT BEI DER SPENDUNG DER SAKRAMENTE


Ausgabe Nr. 3 Monat August 1992
DER FALL ESCRIVA


Ausgabe Nr. 3 Monat August 1992
Mitteilungen der Redaktion


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1992
WAS IST DAS EIGENTLICH: DIE RELIGION?


Ausgabe Nr. 4 Monat Mai 2006
DIASPORA


Ausgabe Nr. 3 Monat September 1991
Wieviele Katholiken gibt es in der Bundes-Republik Deutschland


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 1991
Wieviele Katholiken gibt es in der Bundesrepublik Deutschland


Ausgabe Nr. 5 Monat Februar 1992
DER MODERNE HOMINISMUS UND SEINE ABARTIGE RELIGIOSITÄT


Ausgabe Nr. 5 Monat Februar 1992
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1990
DIE ZERSTÖRUNG DES SAKRAMENTALEN PRIESTERTUMS DURCH DIE RÖMISCHE KONZILSKIRCHE


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1990
NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli, Sondernr 2/3 1990
ÜBER DIE GRÜNDUNG DER Una et Sancta ECCLESIA, Vorwort


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1990
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 6 Monat März 1991
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat April-Sondernr 1991
DIE ZERSTÖRUNG DES SAKRAMENTALEN PRIESTERTUMS DURCH DIE RÖMISCHE KONZILSKIRCHE


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1989
MYSTERIUM FIDEI


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1989
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat Januar 1989
WAS IST DAS EIGENTLICH: DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE?


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1988
LESERBRIEF IN AUSZÜGEN


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1988
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat April-Sondernr 1988
KIRCHE OHNE RELIGION UND RELIGIONSLOSE KIRCHEN


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1987
Über die christliche Taufe und das Tauf-Sakrament


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1987
STELLUNGNAHME ZU DEM ARTIKEL DIE KRISE DER APOSTOLISCHEN SUKZESSION...


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1987
Aus EINEM BRIEF VON S.E. MGR. MOÍSES CARMONA


Ausgabe Nr. 3 Monat Sept./Okt. 1987
THEOLOGISCH-PHILOSOPHISCHE REFLEXION ÜBER DEN TRINITARISCHEN GOTT


Ausgabe Nr. 6 Monat März 1988
KIRCHE OHNE RELIGION UND RELIGIONSLOSE KIRCHEN


Ausgabe Nr. 6 Monat März 1988
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1986
Was ist das eigentlich: Die Häresie?


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1986
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 3 Monat September 1986
... DEN LEIB DES HERRN NICHT MEHR UNTERSCHEIDEN...


Ausgabe Nr. 5 Monat Januar 1987
ZUM 'MYSTERIUM FIDEI'


Ausgabe Nr. 6 Monat April 1987
... UND SPIEEN IHM INS ANGESICHT ...


Ausgabe Nr. 6 Monat April 1987
Die Todsünde der Gotteslästerung


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1985
OFFENER BRIEF


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1985
Es WÄRE ZU BEDENKEN


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1985
EINIGES ÜBER DEN BEGRIFF UND DAS WESEN DES CHRISTLICHEN GLAUBENS


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1985
BRIEF VON HERRN PROF. DR. D. WENDLAND AN DIE REDAKTION


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar/März 1986
DAS GLAUBENSBEKENNTNIS DER KIRCHE ?


Ausgabe Nr. 6 Monat Oktober 2006
Der Teufel im Kino


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2006
Und ihr werdet sein wie Gott


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
Y seréis como Dios (Gn. 3, 5)


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
And thou wilt be like God (Gen. 3,5)


Ausgabe Nr. 13 Monat September 2007
Et vous serez comme Dieu


Ausgabe Nr. 11 Monat February 2008
ARE POST CONCILIAR RITES VALID?


Ausgabe Nr. 13 Monat April 2008
LA VALIDEZ CE LOS RITOS POSTCONCILIARES CUESTIONADA


Ausgabe Nr. 13 Monat April 2008
BIBLIOGRAFIA: VALIDEZ CUESTIONADA DE LOS NUEVOS RITOS POSTCONCILIARES


Ausgabe Nr. 13 Monat Diciembre 2009
L’EGLISE CATHOLIQUE-ROMAINE DE LA DIASPORA


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2010
Mitteilungen der Redaktion - wichtige Hinweise


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2011
A. 8. a-b Ist das sakramentale Priestertum in der Konzilskirche erhalten


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2011
A. 8. e-f Die fehlende ‚Intention’ bei der Weihe nach dem Montini-Ritus


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2011
In memoriam Prof. Wendland


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2011
Mitteilungen


Ausgabe Nr. 13 Monat June 2011
E sarete come Dio (Gn. 3, 5)


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2011
Zitate aus:Über (...) eine Kirche ohne Papst


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 2012
MACHT UND OHNMACHT DER KIRCHE


Ausgabe Nr. 3 Monat September 2012
MACHT UND OHNMACHT DER KIRCHE


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2012
MACHT UND OHNMACHT DER KIRCHE


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2013
Null und nichtig – der Ritus der Bischofsweihe von 1968


Ausgabe Nr. 3 Monat August 2015
Tuet dies zu meinem Gedächtnis (Lk. 22,19)


Ausgabe Nr. 1 Monat Januar 2022
In Erinnerung an Dr. Ante Križić


DAS GLAUBENSBEKENNTNIS DER KIRCHE ?
 
DAS GLAUBENSBEKENNTNIS DER KIRCHE ?

von
Prof.Dr. D. Wendland


Zum sog. neuen "Katholischen Erwachsenen-Katechismus - Das Glaubensbuch der Kirche"
Bonn 1985; hrsg. im Auftrag der sog. deutschen 'Bischofskonferenz'.


Vorbemerkung der Redaktion:

In seinem Brief an die Redaktion hatte Herr Prof. Wendland auch den neuen Erwachsenen-Katechismus erwähnt, der in seinen Augen "ohne Zweifel das 'Credo' der Konzilskirche" darstellt, welches in einer recht verführerischen und gefährlichen Verpackung verkauft wird. Aus diesem Grund hat sich Herr Wendland entschlossen, dieses programmatische Werk einer genauen Analyse und Kritik zu unterziehen. Das Ergebnis dieser Untersuchung will er in einer eigenen Abhandlung darlegen, die demnächst als Broschüre erscheinen wird. (Selbstverständlich werden wir dann die Leser auf das Erscheinen hinweisen.) Um die Aufmerksamkeit bereits jetzt auf diese schwierige Materie hinzulenken, hat uns Herr Prof. gestattet, das Vorwort zu seiner Abhandlung in einem Vorabdruck zu veröffentlichen.

E. Heller

***

Wir Apostel, schrieb einmal der hl. Paulus, "sagten uns los von ehrlosen Heimlichkeiten, treten nicht arglistig auf und treiben kein Falschspiel mit dem Gotteswort, suchen vielmehr durch Offenbarung der Wahrheit Zutritt zu jedem Gewissen der Menschen im Angesicht Gottes. Sollte aber auch unser Evangelium verhüllt sein, so ist es nur denen verhüllt, die verlorengehen, den Ungläubigen, deren Sinn der Gott dieses Äons geblendet hat". (2 Kor 4,2-4)

Mit einer gewissen Befriedigung und einer nicht minder großen Freude gab die Deutsche (nationale) Bischofskonferenz' ein Buch heraus, das den Titel trägt: "Katholischer Erwachsenen-Katechismus --Das Glaubensbekenntnis der Kirche" hrsg. vom Verband der Diözesen Deutschlands, Bonn 1985. Dieses Buch ist jedoch eigentlich nicht das, als was es sich bezeichnet. Denn unter einem Katechismus versteht man eine religiöse Unterweisungsschrift in Fragen und Antworten, anhand derer sich ein gläubiger Mensch in Sachen seiner Religion und der kirchlichen Glaubenslehren sicher orientieren und diese dann auch leichter im Gedächtnis behalten kann. Darum sagte man früher einem Glaubensgenossen, wenn er in Dingen des Glaubens (res fidei) Irrtümer von sich gab oder einfach dummes Zeug daherredete: du hast wohl deinen Katechismus nicht gelernt oder schon vergessen!? Dadurch war dann eine klare Position abgesteckt und auch eine erste kleine Unterscheidung offenkundig gemacht. Diese Zeiten sind allerdings schon lange vorbei und werden in absehbarer Zeit wohl auch nicht mehr wiederkommen, zumal seit dem Vatikanum II die katholische Volks-Herde von ihren bischöflichen Hierarchen und deren Theologen in tiefgreifende Geistesverwirrungen gestürzt worden ist, aus denen sich die einfachen "Priester und Gläubigen" nicht so leicht befreien können.

Der neue Erwachsenen-Katechismus hingegen will ein solcher Katechismus nun gerade nicht sein, in dem auf Fragen begründete und präzise Antworten gegeben werden, sondern etwas ganz anderes, und zudem noch einiges mehr, nämlich eine Art Lehrund Weisheitsbuch eines "neuen Glaubens" im Rahmen einer Katechese, "durch die der anfanghafte Glaube gestärkt wird und reift", wie Joseph 'Kard.' Höffner in seinem Vorwort bemerkt, damit schließlich auch solche Erwachsenen-Unterweisungen "zu einer neuen Blüte des Glaubens in unseren Diözesen beitragen".

Außerdem hat dieser Katechismus den Zweck, ein helfendes Handbuch zu sein für bereits mündig und geistig reif gewordene Kleriker und Laien, um ihnen das nötige Material zu liefern "zu verstärkten Anstrengungen in der Glaubensunterweisung" hinsichtlich der offenkundig noch nicht so ganz mündig gewordenen Erwachsenen im verheißenen neuen "Volk Gottes", weil so mancher von diesen 'Katholiken' "in seinem Glauben verunsichert wurde", sagt der 'Kardinal' wider besseres Wissen. Denn in Wahrheit haben erschreckend viele von den früheren und heutigen Zelebranten, Ordensleuten und Kirchgängern nicht bloß den wahren Glauben (vera fides) verloren, sondern sind bereits apostatisch und glaubenslos geworden. Dies freilich verschweigt der Vorsitzende der 'Deutschen Bischofskonferenz' geflissentlich und wird es sicherlich auch weit von sich weisen, wenn wir ihm bedeuten, daß er selbst mit samt seinen Hirten-Koliegen dafür verantwortlich ist und auch von jedem noch gläubigen Menschen verantwortlich zu machen ist. Oder glauben etwa die deutschen 'Bischöfe' in ihrer Kollegialität, an einem solchen verheerenden Zustand unschuldig zu sein und sich wie Pontius Pilatus die Hände waschen zu können? Im übrigen ist es ein eklatanter Irrtum nicht weniger Katholiken, von Laien und Priestern, offen oder insgeheim zu meinen, es könnten manche der sie oder sich selbst weidenden Hierarchen "bona fidei" sein, was keineswegs zutrifft, weil es sich um hinreichend "studierte Leute" handelt und ein echter "error invincibilis" - ein unüberwindbarer Irrtum - in religiösen Glaubens- und Sittendingen immer nur bei einzelnen "Gläubigen" und auch nur sehr selten vorkommt. Das kann man in jedem guten Lehrbuch der Moraltheologie nachlesen.

Es muß darauf hingewiesen werden, damit sich niemand gewissen Illusionen hingeben möge, daß nicht irgendwer diesen Katechismus herausgegeben hat, sondern eben die 'Deutsche Bischofskonferenz' selbst, d.h. ein Macht- und Rechts-Kollektiv von 'Bischöfen', in dessen Absicht es gelegen hat, ein Lehr- und Glaubensbuch den Katholiken (aber auch den Nicht-Katholiken!) vorzulegen, das "den katholischen Glauben verläßlich darstellt und von ihrer Autorität getragen ist". D.h., es handelt sich nicht um ein Sammelsurium von Privatmeinungen einzelner 'Bischöfe', sondern um Lehren, die denAnspruch erheben, "lehramtliche" Äußerungen zu sein. Darum ist es ohne jede Bedeutung, wer da alles dieses von Rom 'abgesegnete' Meisterwerk vor-gedacht, aus-formuliert oder an ihm mit-gewirkt hat, so daß es gar keinen Sinn hat, sich mit den Mitgliedern der Katechismuskommission oder den Beratern oder mit dem "ökumenischen Gutachten" zu befassen. Vielmehr gilt hier in etwas abgewandelter Form und in anderer Zielrichtung der Satc des Pontius Pilatus: was ihr geschrieben habt, das habt ihr geschrieben und sogar autoritativ verkündet - ihr, die ihr von euch selber sagtet und mit erstaunlichem Hochmut meintet, "in der Nachfolge der Apostel" zu stehen und darum eine "besondere Verantwortung" zu tragen "für die Verkündigung des Wortes Gottes". Es besteht nun einmal ein fundamentaler Unterschied zwischen den Aposteln und ihren Nachfolgern, auch wenn es sich um rechtmäßige handelt oder handeln sollte, was heute nicht mehr so ohne weiteres gegeben ist, wie man leicht nachweisen kann.

Nicht zuletzt aber sei auch darauf aufmerksam gemacht, daß dieser Katechismus für Erwachsene nicht auf die "plebs catholica", d.h. auf das ungebildete und kritiklose "gläubige Volk" in seinem unkatholischen "Gefühlsglauben" abzielt, da dieses ihn gewiß nicht zu verstehen, geschweige denn zu beurteilen imstande sein dürfte; vielmehr richtet er sich an die sog. höheren Bildungsschichten, insbesondere an die Lehrer, Ärzte, Juristen und Pfarrgemeinderäte, um ihnen auf eine recht geschickte Weise einen 'neuen Glauben' einzuflößen, der sich wie ein roter Faden durch alle Lehrstücke hindurchzieht und sie innerlich prägt. Darum sollte man sich weder von einem katholisierenden Vokabular noch von frommen Sprüchen noch von Bibelzitaten täuschen lassen, da diese oft entstellt, aus dem Zusammenhang gerissen und in ihrem Sinn verfälscht wurden. Manchen Katholiken, die sich zu diesem Katechismus in Artikeln und Leserbriefen äußerten, scheint das gar nicht aufgefallen zu sein. Darum sollte man sich daran erinnern, daß vor dem gesprochenen oder geschriebenen Wort das Denken liegt und das, was in allem Denken gedacht wird. Dies gilt bereits für den Titel dieses Buches, wenn es heißt, es handle sich um das "Glaubensbekenntnis der Kirche". Denn nur kritiklose Leser in ihrem 'frommen Glauben' werden sich nicht die Frage stellen, was hier wohl unter 'Kirche' gemeint ist oder gemeint sein könnte - blind gegenüber der Tatsache, daß die Bischöfe schon lange und mit viel Phantasie von Kirchen (im Plural) redeten (die es in dem Sinne, wie sie es meinen, nie gegeben hat und gibt) und nun in einem als katholisch bezeichneten Katechismus die Bestimmung "römisch-katholisch" bewußt vermieden; andererseits jedoch in ihrem Weisheitsbuch bis zum Überdruß mit zwei dunkel gedachten, ja geradezu sinn-entleerten Worten jonglierten, nämlich "Heil" und "Geheimnis". Darum ist es auch kein Zufall, sondern ungemein aufschlußreich, wenn der erste Teil eines Katechismus unter den Leitgedanken gestellt wurde, der einen freilich nicht erheben kann: "Ich glaube - hilf meinem Unglauben". Man könnte darüber lächeln, wenn die Sache nicht so traurig wäre. Denn bekanntlich rief damals ein geplagter Vater den göttlichen Menschensohn um Hilfe an wegen seines "von Kindheit an" von einem Dämon besessenen Sohnes - diese Tatsache wird dann auf S.43, ohne mit der Wimper zu zucken, geleugnet -, weil die glaubensschwachen Jünger ihn nicht austreiben (exorzisieren) konnten, so daß Christus sie mit den harten Worten in aller Deutlichkeit zurechtwies: "O du ungläubiges Geschlecht! Wie lange noch soll ich bei euch sein? Wie lange euch noch ertragen?" (Mk 9,19-24) Der Unglaube des geplagten Vaters war kein sündhafter, weil er Christus um Hilfe bat, sondern nur ein fest verzweifelt schwacher auf Grund einer vorgegebenen Situation, die niemand bewältigen konnte. Darum war Christus ihm gegenüber auch nur ungehalten,-im Gegensatz zu den Jüngern. In einer solchen Situation aber stehen die Bischöfe und die von ihnen geweideten Schafe nicht. Darum rufen sie auch vergeblich: Hilf meinem (unserem) Unglauben, weil sie falsche Lehren wider besseres Wissen verbreiten.

So also macht man das in einem Katechismus, der sich als katholisch bezeichnet, um Katholiken und andere, die vielleicht noch katholische Christen werden wollen, zu täuschen und zu verführen, d.h. wegzuführen von der "vera fides" und hinzuführen zu einem 'neuen Glauben', damit ihnen auf eine seltsam-geheimnisvolle Weise ein neues 'Heil' werde, das allerdings das Zeichen des Unheils an der Stirne trägt. Im übrigen nützt es bekanntlich gar nichts, mit erhobener Stimme zu rufen "Herr, Herr" oder "Heil, Heil" oder 'Geheimnisse" zu beschwören oder dort zu suchen, wo sie nun gerade nicht zu finden sind, ganz abgesehen davon, daß ein echtes Geheimnis im philosophischen und theologischen Sinne nicht dort anfängt, wo bei vielen das Denken aufhört.

Es wäre gewiß kein Nachteil, diesen Katechismus genau zu lesen und zu durchdenken, um deutlich zu erkennen, daß und warum es sich hierbei nicht um Glaubenslehren der uralten und niemals sterbenden KIRCHE des (unseres) CREDO, der "Ecclesia sua" des göttlichen Menschensohnes, handelt, sondern um ein auf einer rational verfehlten Grundlage entwickeltes (entfaltetes) Glaubensbekenntnis der 'Konzilskirche', einer 'Kirche', die sich auf dem Vatikanum II konstituiert und mit Hilfe desselben instituiert hatte, eines Gebildes, das sich nur römisch-katholisch nennt, ohne es zu sein. (Wir hoffen, uns darüber in einer größeren Publikation noch eingehend äußern zu können.)

Es entspricht darum auch nicht der Wahrheit, wenn der Vorsitzende der deutschen 'Bischofskonferenz ' sich zu der Behauptung verstieg, der "Apostolische Stuhl hat mit Schreiben der Kleruskongregation vom 22. Dezember 1984 die Herausgabe und Verbreitung des Katechismus 'Das Glaubensbekenntnis der Kirche' durch die Deutsche Bischofskonferenz gemäß can. 775 §2 CIC genehmigt." Denn bekanntlich ist dieser Stuhl seit den Zeiten des 'römischen Bischofs' Roncalli, der sich sinnigerweise Papst Johannes XXIII. nannte - einen Pseudopapst gleichen Namens hatte es schon einmal gegeben -, auf eine ungewöhnliche und außerordentliche Weise im privaten Sinne vakant. Deshalb braucht man sich auch gar nicht zu wundern oder bestürzt zu sein, wenn ein von Rom abgesegneter Katechismus einer großen und gewichtigten Teilkirche der Konzils-'Kirche' dem Wesen derselben entspricht und nur deren Lehren verkündet. Es steht aber nicht einmal und nirgendwo geschrieben, wie ständig der Eindruck erweckt wird, daß der göttliche Menschensohn, der alleinige HERR und das einzige HAUPT Seiner Kirche, Seine "Braut" mit einer sentimentalen und blinden Liebe liebt oder zu lieben habe. Wer so etwas offen oder versteckt behauptet, der lästert sowohl den heiligen Geist Jesu Christi als auch den Geist der Wahrheit, den Heiligen Geist. Deshalb kann der neue 'Katechismus' aber auch gar nichts "zu einer neuen Blüte des Glaubens in unseren Diözesen beitragen", da sich in ihm nur der berühmt-berüchtigte 'Geist des Konzils' reflektiert und ausdrückt, der sich in der Konzils-'Kirche' gleichsam zementiert hat... in einer für wahr monströsen "societas perfecta" eigener Art. Diese greift tief in das konkrete Leben religiöser Menschen ein auf die verschiedenste Weise, nicht zuletzt äußerst wirksam mit einer zweckdienlichen Katechese, um ihre neue 'Heils-Botschaft' zu untermauern, damit der "anfanghafte Glaube" auch der schon Erwachsenen gedeihen und sich festigen möge. Zudem muß die Konzils-'Kirche', da sie sich selbst als eine neue 'Kirche' versteht, nicht nur lehren (ob sie will oder nicht), sondern sie muß auch den Anspruch erheben, verbindlich zu lehren. Darüber hat der Vorsitzende der deutschen 'Bischofskonferenz' die Katholiken seines Herrschaftsgebietes nicht im unklaren gelassen. Es ist darum notwendig, die unwahren Glaubenslehren in diesem Katechismus aufzudecken und sie in ihren Ursachen und Gründen zu erkennen, um nicht im biblischen Sinne den "Weg des Fleisches" zu gehen.
 
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