NACHFOLGE
"Der Weg zu Gott besteht nicht in vielen Betrachtungen und in
bestimmten Übungen oder in wonnigen Gefühlen, sondern in dem einen
Notwendigen: sich selbst innerlich und äußerlich allen Ernstes zu
verleugnen, um Christi willen zum Leiden bereit zu sein und sich selbst
in jeder Hinsicht abzusterben.
Wenn eine Seele mit Christus sein Leben teilen will, dann muß sie mit
Ihm durch den Kreuzestod hindurchgehen: gleich Ihm die eigene Natur
kreuzigen durch ein Leben der Abtötung und Selbstverleugnung und sich
ausliefern zur Kreuzigung in Leiden und Tod, wie Gott sie fügen oder
zulassen will.
Je vollkommener diese aktive und passive Kreuzigung, desto inniger die
Vereinigung mit dem Gekreuzigten und desto reicher der Anteil am
göttlichen Leben."
hl. Johannes vom Kreuz |