56. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2026
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1. WEIHNACHTEN!
2. MORD IM VATIKAN
3. DIE LÄSTERUNG DES GEISTES
4. DIE ENTFÜHRUNG VON S.E. MGR. NGO-DINH-THUC
5. 'BRÜDERLICHKEIT' IM BROTHER-JAHR
6. ZUR SOG. 'WIEDERZULASSUNG' DER (TRIDENTINISCHEN) MESSE
7. WELCH EINE SCHANDE!
8. DAS GLAUBENSBEKENNTNIS DES HL. ATHANASIUS
9. DER UNTERGANG DER TITANIC...
10. MITTEILUNGEN DER REDAKTION
DAS GLAUBENSBEKENNTNIS DES HL. ATHANASIUS
 
DAS GLAUBENSBEKENNTNIS DES HL. ATHANASIUS


Wer da selig werden will, der muß vor allem den katholischen Glauben festhalten. Ein jeder, der diesen nicht in seinem ganzen Umfang und unverletzt bewahrt, wird ohne Zweifel auf ewig verlorengehen.

Der katholische Glaube aber ist der: Wir verehren den Einen Gott in der Dreifaltigkeit und die Dreifaltigkeit in der Einheit. Wir dürfen nicht die Personen vermischen und auch nicht die Wesenheit trennen. Eine andere nämlich ist die Person des Vaters, eine andere die des Sohnes, eine andere die des Heiligen Geistes. Aber in dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste ist nur eine Gottheit, eine gleiche Herrlichkeit, eine gleich ewige Majestät. Wie der Vater, so der Sohn, so der Heilige Geist. Unerschaffen ist der Vater, unerschaffen der Sohn, unerschaffen der Heilige Geist. Unermeßlich ist der Vater, unermeßlich der Sohn, unermeßlich der Heilige Geist. Ewig ist der Vater, ewig der Sohn, ewig der Heilige Geist. Und doch sind es nicht drei Ewige, sondern Ein Ewiger, wie auch nicht drei Unerschaffene und nicht drei Unermeßliche, sondern Ein Unerschaffener und Ein Unermeßlicher. Ebenso ist allmächtig der Vater, allmächtig der Sohn, allmächtig der Heilige Geist, und doch sind es nicht drei Allmächtige, sondern Ein Allmächtiger. So ist der Vater Gott, der Sohn Gott, der Heilige Geist Gott. Und doch sind es nicht drei Götter, sondern es ist nur Ein Gott. So ist der Vater Herr, der Sohn Herr, der Heilige Geist Herr. Und dennoch sind es nicht drei Herren, sondern es ist nur Ein Herr. Denn so wie wir durch die christliche Wahrheit angeleitet werden, jede Person einzeln als Gott und Herrn zu bekennen, so verbietet uns auch die katholische Lehre, von drei Göttern oder Herren zu reden. Der Vater ist von niemand gemacht, noch geschaffen, noch gezeugt. Der Sohn ist vom Vater allein, nicht gemacht, nicht geschaffen, sondern gezeugt. Der Heilige Geist ist vom Vater und vom Sohn, nicht gemacht, noch geschaffen, noch gezeugt, sondern hervorgehend. Es ist also Ein Vater, nicht drei Väter, Ein Sohn, nicht drei Söhne, Ein Heiliger Geist, nicht drei Heilige Geister. Und in dieser Dreieinigkeit ist nichts früher oder später, nichts größer oder kleiner, sondern alle drei Personen sind gleich ewig und einander gleichwesentlich, so daß in allem, wie bereits vorhin gesagt wurde, sowohl die Einheit in der Dreifaltigkeit, als auch die Dreifaltigkeit in der Einheit zu verehren ist. Wer daher selig werden will, muß dies von der heiligsten Dreifaltigkeit glauben.

Aber zum ewigen Heil ist es ferner notwendig, treu auch an die Menschwerdung unseres Herrn Jesus Christus zu glauben. Das ist nun der richtige Glaube: Wir müssen glauben und bekennen, daß unser Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes, Gott und Mensch ist. Gott ist Er aus der Wesenheit des Vaters von Ewigkeit gezeugt, und Mensch ist Er aus der Wesenheit der Mutter in der Zeit geboren. Ganz Gott, ganz Mensch, bestehend aus einer vernünftigen Seele und einem menschlichen Leibe. Dem Vater gleich der Gottheit nach, kleiner als der Vater der Menschheit nach. Da Er nun Gott ist und Mensch zugleich, so sind doch nicht zwei, sondern Ein Christus. Einer, aber nicht als ob die Gottheit in Fleisch verwandelt worden wäre, sondern durch Aufnahme der Menschennatur in Gott. Einer ganz und gar, nicht durch die Vermengung der Wesenheit, sondern durch die Einheit der Person. Denn wie die vernünftige Seele und der Leib ein Mensch ist, so ist auch Gott und Mensch nur Ein Christus. Der gelitten hat um unseres Heiles willen, abgestiegen ist zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten. Er ist aufgefahren in den Himmel und sitzet zur Rechten Gottes des allmächtigen Vaters; von dort wird Er kommen, zu richten die Lebendigen und die Toten. Bei Seiner Ankunft werden alle Menschen mit ihren Leibern auferstehen und Rechenschaft ablegen über ihre eigenen Handlungen. Und die, welche Gutes getan haben, werden eingehen zu ewigen Leben, die aber Böses getan haben, ins ewige Feuer.

Das ist der katholische Glaube! Wer diesen nicht treu und fest annimmt, kann nicht selig werden.
 
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