56. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2026
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1. WEIHNACHTEN!
2. MORD IM VATIKAN
3. DIE LÄSTERUNG DES GEISTES
4. DIE ENTFÜHRUNG VON S.E. MGR. NGO-DINH-THUC
5. 'BRÜDERLICHKEIT' IM BROTHER-JAHR
6. ZUR SOG. 'WIEDERZULASSUNG' DER (TRIDENTINISCHEN) MESSE
7. WELCH EINE SCHANDE!
8. DAS GLAUBENSBEKENNTNIS DES HL. ATHANASIUS
9. DER UNTERGANG DER TITANIC...
10. MITTEILUNGEN DER REDAKTION
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION

München, im November 1984
Verehrte Leser,

zunächst möchte ich mich im Namen des Freundeskreises bei all denen bedanken, die uns durch Ihre Spende, besonders aber auch durch Ihr Gebet unterstützt haben und dies dauernd tun. Man ist selbst auf diese geistige Hilfe um so mehr angewiesen, als der Kampf, für den man sich einsetzt, menschlich gesprochen, immer aussichtsloser erscheint.

Darum fällt es mir von Jahr zu Jahr schwerer, Ihnen verehrte Leser, ein frohes, d.h. unbeschwertes Weihnachtsfest zu wünschen. Unsere Situation gleicht all zu sehr der Armseligkeit des göttlichen Kindes: ausgestoßen, geboren im Futtertrog in kalter Nacht, verlassen und einsam. Sicherlich haben wir früher nur das Wunder der Geburt des Heilandes betrachtet und nicht die Umstände gesehen, unter denen dieses Wunder sich ereignete, sich ereignen mußte. Und vielleicht erwächst uns heute gerade dadurch, daß wir uns ohne Sträuben selbst in diese äußerste Armseligkeit versetzen (lassen), um in der Nachfolge des göttlichen Kindes zu wachsen, eine neue Art der Freude, die Mit-Freude, in der Nähe des göttlichen Kindes zu stehen, und vielleicht wird uns auch die Ehre bewußt, in dieser Art am Heilsgeschehen Gottes teilnehmen zu dürfen.

Ich wünsche Ihnen allen eine gnadenreiche Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Ihr Eberhard Heller

* * *

VERSTORBEN:

Von unseren Lesern wurde in letzter Zeit abberufen H.H. Pfarrer Gerhard Wesselkamp aus Mainz, der dort für eine kleine Gruppe die Seelsorge in den letzten Jahren übernommen hatte. Gedenken wir seiner Seelenruhe im Gebet. R.i.P.

HINWEIS DER REDAKTION:

DIE ERSTAUSGABE VON LEON BLOYS "DIE, DIE WEINT" IN DEUTSCHER SPRACHE, DIE WIR HERAUSGEGEBEN HATTEN, IST INZWISCHEN VERGRIFFEN. WENN GENÜGEND VORBESTELLUNGEN BEI UNS EINGEHEN, KÖNNEN WIR EINE ZWEITE AUFLAGE VERANSTALTEN, INTERESSENTEN MÖGEN BITTE AN DIE REDAKTION SCHREIBEN.

* * *
GOTTESDIENSTORDNUNG IN ST. MICHAEL, MÜNCHEN, WESTENDSTR. 19: AN SONN- UND FEIERTAGEN JEWEILS UM 9 UHR; VORHER BEICHTGELEGENHEIT. AN DEN WEIHNACHTSFEIERTAGEN GOTTESDIENSTORDNUNG BEACHTEN.

IN EIGENER SACHE:

Wegen intriganter Einflußnahme auf die Fortführung eines längerfristigen wissenschaftlichen Forschungsvorhabens, bei dem ich bislang als Mitarbeiter angestellt war, wurde dieses nicht weiter gefördert. Seit dem 1. Oktober 1984 bin ich deswegen arbeitslos. Für gezielte Hinweise hinsichtlich einer Bewerbung im Verlagswesen, im wissenschaftlichen Bereich, im kulturellen Bereich der Kommunen oder bei Akademien wäre ich sehr dankbar.

Eberhard Heller
Anna-Dandlerstr. 5/II
D - 8000 - MÜNCHEN 6o

BITTE HELFEN SIE...

Die INTERNATIONALE GESELLSCHAFT FÜR MENSCHENRECHTE DEUTSCHE SEKTION E.V., Kaiserstr.72, D - 6ooo Frankfurt / M - 1, unterstützt Familien in Rußland, deren Väter aus Glaubensbzw. Gewissensgründen in den Straflagern verschwinden. Diese Familien sind in äußerster Not. Die Pakete (Nahrung und Kleidung) erreichen zu 97% ihren Empfänger. Spenden sind zu überweisen auf Postscheckkt. 4221-6o8 Frankfurt (sind steuerbegünstigt). Aus einem Brief von Frau Solschenizyn:
"Zur Zeit ist die Not sehr groß. Viele Familien von Strafgefangenen befinden sich in einer verzweifelten Lage. Aufgrund mangelhafter Ernährung und unzureichender Kleidung sind die Kinder oft monatelang krank, und die Mütter, die sie pflegen, erhalten schon nach drei Tagen keinen Lohn mehr. (...) Heute wird Ihre Hilfe für sie kein zusätzliches Geschenk zum täglichen Brot sein, sondern eben dieses tägliche Brot. Nie werde ich die Tränen der Dankbarkeit in den Augen der Frauen vergessen, die keine Träne verloren haben bei der Verhaftung ihrer Ehemänner, bei Durchsuchungen, Verhören und bei den schmerzlichen Widersehen im Lager."


S P E N D E N A U F R U F

Verehrte Leser!

München, im Advent 1984

Gestatten Sie mir bitte, daß ich mich wegen der Finanzierung unserer Zeitschrift neben dem Appell im letzten Heft noch einmal eigens mit diesem Bettelbrief an Sie wende. Diejenigen, die die EINSICHT seit Beginn ihres Erscheinens beziehen, können sich vielleicht noch an die erste veröffentlichte Jahresabrechnung erinnern. Bereits damals im Jahre 1971/72, als wir noch feste Bezugsbeträge erhoben, konnten die recht knapp bemessenen Unkosten für Druck, Versand und Arbeitsmaterialien nur etwa zur Hälfte durch die Begleichung der Abonnementsgebühren beglichen werden. Der überwiegende Teil der normalen und Sonderausgaben mußte und konnte auch durch Spenden gedeckt werden. Wie Sie wissen, erheben wir seit einigen Jahren aus steuerrechtlichen Gründen keine festen Abonnementsgebühren mehr. Wir sind seitdem durch und durch auf Ihre freiwillige Unterstützung durch Spenden angewiesen.

Neben den gestiegenen Portogebühren und den Material- bzw. Druckkosten machen sich finanziell besonders die Verpflichtungen mit dem Ausland bemerkbar, die gegenüber den früheren Jahren wesentlich umfangreicher geworden sind: Herausgabe einer fremdsprachigen Ausgabe der EINSICHT, vermehrte Korrespondenz, Versand von religiösem Schrifttum in Länder des Ostblocks, Unterstützung von Priestern, Kontakt mit den rechtgläubigen Bischöfen zwecks Reorganisation der kirchlichen Einheit.

Im Normalfall wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns für ein Jahresabonnement und die übrigen Aufgaben ca. 4o.~ DM pro Jahr als Spende zukommen ließen. Wir bitten herzlich darum, die Freiwilligkeit der Unterstützung nicht zu mißbrauchen. (Wenn jemand unsere Zeitschrift nicht mehr zugestellt haben will, bitte ich um schriftliche Abbestellung.) Ich hoffe, daß Sie, verehrte Leser, unsere religiöse und kirchliche Position teilen und aus dieser Anteilnahme gerne mithelfen wollen, unsere nicht ganz leichte Aufgabe gegenüber Gott und Seiner Kirche zu erfüllen, und daß Sie bereit sind, die finanziellen Mittel dafür zu spenden. In diesem Zusammenhang können wir Ihnen versichern, daß wir von falschen Freunden kein Geld annehmen.

An dieser Stelle sei ganz besonders denen gedankt, durch deren großzügige Unterstützung uns die Herausgabe der EINSICHT bisher überhaupt möglich war.

Unsere Pflicht ist es, die Wahrheit unseres katholischen Glaubens u n v e r f ä l s c h t durch die Zeit hindurch zu bezeugen und, soweit das in unseren recht begrenzten Kräften steht, Klarheit in das Dunkel zu tragen, in das heute sowohl die Vertreter der sog. Amts'kirche' als auch die inkonsequenten Verfechter der Tradition bzw. die ausgesprochenen Verräter die Gläubigen zu führen versuchen. Darüber hinaus möchten wir durch gezielte Hinweise und Verhaltensvorschläge versuchen, Ihnen zu helfen, die jetzige Zeit der Prüfung zu bestehen. Unsere Zeitschrift möchte Ihnen aber auch den Trost vermitteln, den Gott denen verheißen hat, die Ihn lieben. Über die Kritik und entsprechende Hinweise hinaus gilt unser Bemühen dem Wiederaufbau des durch Glaubensverrat zusammengestürzten kirchlichen Gebäudes. Wir können unseren Glauben nur innerhalb der von Christus gestifteten Kirche bewahren! Und jeder von Ihnen sieht selbst, daß dies bei der sich immer mehr verwirrenden Situation nicht leichter wird.

Unsere Zeitschrift ist ein Kampfblatt, das das verräterische Treiben der abgefallenen Hierarchie zu geißeln hat. Obwohl das vielen nicht paßt, stellt sie auch Fehlhaltungen bzw. -entwicklungen in den eigenen Reihen dar.

NUR DURCH IHRE GROSSZÜGIGE UNTERSTÜTZUNG KÖNNEN WIR UNSERE AUFGABEN AUCH WEITERHIN ERFÜLLEN! SPENDEN SIE DARUM BITTE FÜR UNSER GUTES WERK! *)

Bitten wir Gott, daß Er Seine Kirche aus den heutigen Drangsalen befreit und die Zeit der Heimsuchung abkürzt, damit wir dort bleiben dürfen, wohin uns Sein Sohn berufen hat: in der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.

Für Ihre Unterstützung, auch im Gebet, ein herzliches "Vergelts' Gott?"

Im Namen des Freundeskreises e.V. der Una voce - Gruppe Maria
Ihr Eberhard Heller

*) Spendenquittung auf Wunsch. - Konten: Postscheck München 2147oo-8o5; Postscheck Wien 2314.763; Postscheck CH - Schaffhausen 82-736o; Bayerische Vereinsbank, München 7323o69; oder durch Scheck (Euro); oder durch internat. Postanweisung.
 
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