56. Jahrgang Nr. 4 / Juli 2026
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1. Die Ereignisse der beiden letzten Jahre
2. LEBENSLAUF S.E. MGR. PIERRE MARTIN NGÔ-DINH-THUC
3. DIE BISCHOFSWEIHEN
4. EIN BRIEF VON BISCHOF MOISES CARMONA
5. LEBENSLAUF VON MGR. GEORGE MUSEY
6. BISCHOFSWEIHEN VON BRAVO, MARTINEZ, VEZELIS
7. EINIGE ANMERKUNGEN ZU DEN VON MGR. NGO-DINH-THUC UND MGR. CARMONA GESPENDETEN BISCHOFSWEIHEN
8. DIE WEIHE EINES BISCHOFS
9. DIE ANGRIFFE
10. DER FALL BARBARA
11. ERZBISCHOF PETER MARTIN NGO-DINH-THUC
12. ECONES WARNUNG AN TRADITIONALISTISCHE KATHOLIKEN BETREFFS FALSCHER HIRTEN
13. EIN SCHLECHTER PAPST
14. WIE DIE SCHEMATA ZUR LITURGIEREFORM UNTERZEICHNET WURDEN
15. UNSERE AKTIVITÄTEN
16. WO STEHEN WIR?
DIE BISCHOFSWEIHEN
 
DIE BISCHOFSWEIHEN


1. BISCHOFSWEIHE S.E. MGR. M.-L. GUERARD DES LAURIERS O.P.
IN TOULON AM 7. MAI 1981 DURCH S.E. ERZBISCHOF PIERRE MARTIN NGO-DINH-THUC - NACH DEM "PONTIFICALE ROMANUM" ROMAE 19O8,

Anschrift:

S.E. Mgr. M.L. Guerard des Lauriers O.P.
17 rue des Bordes, ETIOLLES
F - 91450 - SOISY - SUR - SEINE


2. BISCHOFSWEIHE I.E. MGR. MOœSES CARMONA UND MGR. ADOLFO ZAMORA
IN TOULON AM 17. OKTOBER 1981 DURCH S.E, ERZBISCHOF PIERRE MARTIN NGO-DINH-THUC - NACH DEM "PONTIFICALE ROMANUM" V.19O8.

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LEBENSLAUF VON H.H. PATER MOISÉS CARMONA RIVERA


Pater Moisés Carmona Rivera wurde am 31.10.1912 in Quechuitenango, Bundesstaat Guerrero, in Mexiko geboren. Seine Eltern sind Don Nicolás Carmona Sanchez und Dona Maria Rivera Campos. Er wurde in derselben Ortschaft am 24.4.1913 getauft.

Sein Vater verstarb frühzeitig. Sein Tod war die direkte Folge der Mißhandlungen, die ihm während der mexikanischen Revolution von 1914 zugefügt worden waren. Um der Familie zu helfen, übernahm eine Tante namens Dona Natividad Carmona Sanchez die Erziehung des kleinen Moisés.

Im Jahre 1925 besuchte er zum ersten Mal die Schule. Es war dies die Lehranstalt des "Heiligsten Herzens Jesu". In dieser Schule wurden die katholischen Glaubenswahrheiten gelehrt, und die Schüler wohnten gemeinsam mit ihren Lehrern täglich der hl. Messe bei. Alle Tage wurde auch der Rosenkranz gebetet, und die Monate zur Ehre des Hl. Herzens Jesu und Mariens wurden feierlich begangen.

Während der Verfolgung und Unterdrückung der Katholiken während der (Freimaurer)Regierung des Präsidenten Calles waren die Kirchen geschlossen, die Priester mußten sich versteckt halten. Der kleine Moisés wurde damals um 4 Uhr morgens täglich geweckt, um heimlich einer hl. Messe beizuwohnen, die im Hause einer Privatperson zelebriert wurde. Diese Ereignisse haben seinen Charakter entscheidend geprägt.

Nach der Volksschule trat er auf den Rat seines Beichtvaters - gegen den Willen seiner Adoptivmutter - ins Seminar ein. Er war ein Durchschnittsstudent, aber im Fach Rhetorik immer ausgezeichnet.

Nach Beendigung seines Studiums durchlebte er eine Krise: Er verlies das Priesterseminar, um seine Berufung zu überprüfen. Er arbeitete bei den Laien der Katholischen Aktion und merkte sehr schnell, daß seine Berufung zum Priestertum echt war, woraufhin er ins Seminar zurückging.

Im Jahre 1936 empfing er die Tonsur, 1937 die niederen Weihen; ein Jahr darauf wurde er zum Subdiakon geweiht, und 1939 zum Diakon und Priester. Im gleichen Jahr wurde er Kaplan in der Pfarrei von La Soledad in Acapulco. 1941 wurde er als Dozent für Latein und Spanisch an das dortige Seminar berufen. Vier Jahre später wurde er Pfarrer von Coyuca de Benito. Sein Vorgänger hatte aufgegeben, weil er sich den Auseinandersetzungen mit den Protestanten nicht gewachsen fühlte. Vor der Ernennung zum Pfarrer sagte der Bischof zu Pater Carmona: "Ich werde Sie jetzt im Kampf gegen die Häretiker einsetzen." Pater Carmona bot den Protestanten die Stirn und bewies durch öffentliches Einstehn für seinen katholischen Glauben, daß die Behauptung der Protestanten, "es gäbe in ganz Mexiko nur noch ein paar unheilbare Katholiken" falsch war. Als sehr wichtig betrachtete der junge Pfarrer die Katechese. Er wirkte sehr erfolgreich in allen Dörfern seiner Pfarrei. Dreimal ließ er Missionsprediger kommen, deren Vorträge von den Gläubigen mit reger Anteilnahme aufgenommen wurden.

1952 wurde er zum Pfarrer und Vikar von Ometepec ernannt. Das Pfarrhaus und die Kirche glichen Ruinen. Teilweise gelang es ihm, das Pfarrhaus wieder zu errichten, aber mangels Unterstützung von seiten des Volkes gelang es ihm nicht, die Pfarrkirche wieder aufzubauen. Als Bischof Don José del Pilar Quezada den "Templo de la Divina Providencia" (Kirche zur göttlichen Vorsehung) in Acapulco neu errichtete, wurde Pater Carmona dort Pfarrer. Der erste Baustein wurde am 17.10.1965 gelegt - am gleichen Tag wurde das unselige II. Vatikanum eröffnet. Bischof Quezada weihte die Krypta ein und erklärte die Kirche zur Sühnekirche von Acapulco. Ab da gab es Reibereien mit dem Bischof, insbesondere deshalb, weil Pater Carmona nicht "wie alle anderen" die neue Messe feierte. Als Pater Saenz y Arriaga rechtswidrig exkommuniziert wurde, sagte ihm Pater Carmona seine Unterstützung zu, weshalb er zum Apostolischen Legaten geladen wurde. Das Gespräch verlief unbefriedigend, das Thema des sog. "Ungehorsams" wurde von Pater Carmona nicht angeschnitten. Als der Bau der Kirche beendet war, bat P. Carmona Mgr. Lefebvre, diese einzuweihen. Da damals M. Lefebvre nicht nach Mexiko einreisen durfte, nahm er die Benedizierung selbst vor.

Der Nachfolger von Mgr. Quezada im Bischofsamt, Don Rafael Bello besuchte P. Carmona, wobei es zu einer verbalen Auseinandersetzung kam. Der Kanoniker Don Gabriel Ocampo nannte daraufhin Pater Carmona einen Apostaten. Für den 8.12.1976 wurde eine hl. Messe zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis Mariens angekündigt; sie sollte von einem Vertreter von M. Lefebvre zelebriert werden. Daraufhin erteilt Bischof (oder "Bischof") Bello Pater Carmona einen Verweis und verbat ihm, diese hl. Messe lesen zu lassen. Die Messe fand dennoch statt, trotz aller Drohungen, exkommuniziert zu werden, kam eine große Schar von Gläubigen: die Kirche war überfüllt. Monate später erfolgte die sog. "Exkommunikation" von Pater Carmona. Pater Carmona übernahm nach dem Tod von Pater Saenz y Arriaga) die Leitung der 1976 gegründeten UNION CATOLICA TRENTO. Sowohl als Pfarrer als auch als Vorsitzender der Union führte und führt Pater Carmona einen ständigen harten Kampf gegen die Modernisten. Nach seiner sog. "Exkommunikation" wird seine Haltung mehr denn je respektiert.

Deo gratias


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LEBENSLAUF VON H.H. PATER ADOLFO ZAMORA HERNÁNDEZ


Pater Zamora wurde am 28.7.1910 in Orizaba bei Veracruz, Mexiko, geboren. Die Taufe fand im selben Jahr in der Ortspfarrei statt. Seine Eltern waren Don Adolfo Zamora und Doña Josefa Hernandez. Er besuchte die kath. Schulen. Mit 15 wurde er Mitglied frommer Vereinigungen, u.a. der "Discípulos de San Juan de los Sagrarios" (Jünger des hl. Johannes von Sagrarios). Durch den Bischof von Veracruz und durch seinen Beichtvater zeigte Gott dem Jungen seine Berufung. Er studierte von 1928 bis 1934 im Diözesanseminar.

Wegen seines Studieneifers erhielt er ein Stipendium. Seine Studien beendete er im Kloster der Mercedarier in Puebla, in welchen Orden er 1939 eintrat. Im gleichen Jahr wurde er zum Priester geweiht. An der dortigen Lehranstalt dozierte er 30 Jahre lang; er unterrichtete in den Fächern Latein, Moraltheologie, Pastoraltheologie, Kirchenrecht, Kirchengeschichte, Apologetik und spanische Literatur. Gleichzeitig bekleidete er etliche kirchliche als auch kulturell-weltliche Ämter.

Die Hauptniederlassung der Institution "Jünger des hl. Johannes von Sagrarios" in Spanien ernannte ihn zum Leiter dieser Organisation für die Erzdiözese Mexiko.

1977 wurde er zum Vorsitzenden des Instituts für historische Forschung des Mercedarier-Ordens in der Provinz Mexiko ernannt. Er war auch das "Factotum" der beiden Zeitschriften "Vida Terciaria" (Leben der Tertiaren) und "Ecos Mercedarios" (Stimmen des Mercedarier-Ordens), die er selbst 1947 gegründet hatte. Er verfaßte verschiedene Gedichte und schrieb andere Werke u.a. "Belem de México" (d.i. eine historische Abhandlung über die Kirche in Belem).

Im Jahre 1978 kam er zu der Überzeugung, daß die Konzilskirche längst nicht mehr die wahre Kirche ist. Er verließ seinen Orden, gab alle seine Ämter auf, die ihn noch an die neue "Kirche" banden und trat im gleichen Jahr noch der UNION CATOLICA DE TRENTO bei.

Jetzt betreut er etliche Dörfer und Gemeinden in der Nähe von Cuernavaca wie auch im Bundesstaat Morelos mit insgesamt 25000 Gläubigen. Aus zeitlichen Gründen muß sich seine Seelsorge auf das Feiern der hl. Messe und das Spenden der Sakramente beschränken (sonntags z.B.: sechs hl. Messen!).

Deo gratias

 
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