56. Jahrgang Nr. 4 / Juli 2026
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1. Die Ereignisse der beiden letzten Jahre
2. LEBENSLAUF S.E. MGR. PIERRE MARTIN NGÔ-DINH-THUC
3. DIE BISCHOFSWEIHEN
4. EIN BRIEF VON BISCHOF MOISES CARMONA
5. LEBENSLAUF VON MGR. GEORGE MUSEY
6. BISCHOFSWEIHEN VON BRAVO, MARTINEZ, VEZELIS
7. EINIGE ANMERKUNGEN ZU DEN VON MGR. NGO-DINH-THUC UND MGR. CARMONA GESPENDETEN BISCHOFSWEIHEN
8. DIE WEIHE EINES BISCHOFS
9. DIE ANGRIFFE
10. DER FALL BARBARA
11. ERZBISCHOF PETER MARTIN NGO-DINH-THUC
12. ECONES WARNUNG AN TRADITIONALISTISCHE KATHOLIKEN BETREFFS FALSCHER HIRTEN
13. EIN SCHLECHTER PAPST
14. WIE DIE SCHEMATA ZUR LITURGIEREFORM UNTERZEICHNET WURDEN
15. UNSERE AKTIVITÄTEN
16. WO STEHEN WIR?
ECONES WARNUNG AN TRADITIONALISTISCHE KATHOLIKEN BETREFFS FALSCHER HIRTEN
 
ECONES WARNUNG AN TRADITIONALISTISCHE KATHOLIKEN
BETREFFS FALSCHER HIRTEN

(aus: THE ANGELUS, Juni 1982, S.7 - Editorial H. Bolduc; übers. Gladys Resch)


Bei seinem kürzlichen Besuch in Amerika bezog sich Bzbischof Marcel Lefebvre mehrere Male auf den Bericht, daß einige Personen, von denen manche behaupten, 'traditionalistische' Priester zu sein, es versucht haben, sich zu Bischöfen weihen zu lassen. Erzbischof Lefebvre verurteilt ihre Handlungsweise völlig und warnte alle Katholiken, mit ihnen nichts zu tun zu haben. Als Erzbischof Lefebvre nach seiner Meinung über die skandalösen 'Weihen' gefragt wurde, antwortete er: "Sie werden der Kirche Ruin und Skandal bringen."

Er erklärte ferner: "Es ist eine direkte Folge davon, wenn man den Glauben an Gott verliert und sich von Rom und dem Heiligen Vater trennt. Und die Feinde der Kirche, diejenigen inbegriffen, die den Modernismus so stark fördern, werden es versuchen, uns und andere gute traditionalistische Katholiken mit diesen (Fanatikern) in Verbindung zu bringen, in der Hoffnung, dadurch zu erreichen, Mißtrauen unter die Guten und Bösen zu streuen."

Erzbischof Lefebvre erklärte auch, daß das Handeln von Ngo-dinh Thuc, dem früheren Vietnam-Bischof, der an den sogenannten 'Weihen' teilgenommen hatte, sehr fragwürdig ist im Hinblick auf die Tatsache, daß es sich bei ihm um die gleiche Person handelt, die für das Fiasko von Palmar de Troya - das sich vor einigen Jahren in Spanien abspielte - verantwortlich ist. Clemente Dimiguez de Gomez, eine Art 'Visionär', veranlaßte Thuc, ihn zum Priester und Bischof zu weihen, worauf er sich selbst zum Papst ernannte. Diese Gruppe gab der Welt Ärgernis, weil sie wahllos Weihen an jeden erteilte, der sich zum 'Papst' Gomez bekannte. Diese Sekte behauptet jetzt, hunderte von Klerikern zu besitzen, unter denen eine große Anzahl von 14 - 16-jährigen Bischöfen und Kardinälen sind.

Kurz nach den fragwürdigen Weihen verwarf Bischof Ngo-dinh-Thuc sein Tun und veröffentlichte einen Brief, in welchem er betonte, daß die 'Weihen', die er gespendet hatte, null und nichtig sind, weil er alle Intention zurückhielt, der Sekte von Palmar de Troya Weihen zu spenden.

Mit Bezug auf Ngo-dinh-Thuc sagte Erzbischof Lefebvre:
"Er hat anscheinend allen Verstand verloren."

Der Beweis für die schlechte Intention dieser Personen ist aus der Tatsache klar ersichtlich, daß die neue Sekte, die aus Pater Moisés Cannona und Pater Adolfo Zamora aus Mexiko, Pater Guerard des Lauriers O.P. aus Frankreich und Pater George Musey aus Amerika besteht, sich bereits mit kleinen Gruppen traditionalistischer, katholischer Priester getroffen hat und ihre Absicht bekannt gegeben hat, ihr eigenes 'Konzil' einzuberufen und ein oder mehrere Päpste zu wählen!

Gläubige Katholiken werden daran erinnert, daß ihr Glaube ihnen jeden Kontakt mit diesen Schismatikern und Häretikern verbietet, und daß es ihnen nicht erlaubt ist, sie in irgendeiner Weise zu unterstützen. Alle Beteiligten haben sich automatisch die Exkommunikation zugezogen, und alle, die jene unterstützen oder sich mit ihnen verbinden, tuen das gleiche. (Soweit die Meinung des Herausgebers des ANGELUS, Hector Bolduc. Nachfolgend unsere Antwort darauf.)

***
MGR. LEFEBVRE ALS PROPHET
- ANMERKUNGEN ZU ECONES WARNUNGEN -



von
Dr. Eberhard Heller


Ehrlich gesagt, ich wäre heilfroh, wenn ich die Hoffnung von Mgr. Lefebvre ungeschmälert hegen könnte, daß nämlich Gott durch seine schwachen Werkzeuge Ngo-dinh-Thuc, Guerard des Lauriers, Cannona, Zamora, Musey, Martinez, Bravo und Vezelis jener 'Kirche' "Ruin und Skandal bringen" würde, von der einst Lefebvre selbst sagte, sie sei "schismatisch und häretisch zugleich". Ein solcher Triumph wäre mehr als der Sieg Davids über Goliath! An einen solchen Sieg über die reiche, clevere, wohlorganisierte und alles und jedes organisierende, psychologisch sensible, allerdings vom wahren Glauben abgefallene 'Amtskirche', an einen Sieg über all die traditionalistischen 'Freunde' und Krämerseelen vom Schlage Lefebvres und seiner Vasallen, die einem bei jeder Gelegenheit versuchen, das Messer in den Rücken zu stecken, an einen Sieg über die egoistischen rechtgläubigen - ja, in der Tat: rechtgläubigen, Sektierer unter den Klerikern, die nur ihre Privatinteressen wahrnehmen, an einen Sieg über die Arroganz und Feigheit, die Hinterhältigkeit und Selbstherrlichkeit der Priester, über die Dummheit und Faulheit der Gläubigen, an einen Sieg über die Gleichgültigkeit und die Kälte der Herzen... kann man daran noch glauben, ohne unendliches Gottvertrauen, ohne Gottes Gerechtigkeit zu verhöhnen? Wo ist die Gemeinschaft der Heiligen, die diesen Sieg verdient hätte? Mir scheint, Mgr. Lefebvre übertreibt...

Aber er hat seine Wehklagen noch nicht beendet: Mgr. Lefebvre weiter als Prophet - ohne ironisierende Anführungszeichen! -, als grauenerregender Selbstankläger: Nach Bolduc sieht er die vollzogenen Bischofsweihen als direkte Folge eines Abfalls vom Glauben an Gott und der Trennung von Rom an. Er soll uns das Kunststück vormachen, wie man auf der einen Seite den Glauben an Gott, an den lebendigen Gott, den ernsten und furchtbar gerechten Richter bewahren kann, sich aber andererseits nicht vom 'Hl. Vater', d.i. der Häretiker Wojtyla, der die Cathedra Petri okkupiert, und von Rom trennen braucht, von dem Mgr. Lefebvre selbst sagt, es sei "schismatisch und häretisch zugleich"? Soll man, wenn man an den lebendigen, allmächtigen Gott, der sich wegen unserer Sünden in die unendliche Erniedrigung begab, um uns zu erlösen, soll man also, wenn man an IHN glaubt, einer "schismatischen und häretischen" 'Kirche' angehören, die diesen lebendigen GOTT verhöhnt, die ungehorsam geworden ist gegenüber ihrem Auftrag, die selbstherrlich Gottes Eigentum verschleudert? - Da Lefebvre und sein Anhang mit allen Mitteln - ich weiß, daß jedes Mittel recht ist -, den Anschluß an dieses abgefallene Rom suchen, bleibt nur eine Schlußfolgerung übrig: Econe - mit seinem selbstgefälligen Oberhaupt - ist dabei, seinen Glauben an Gott zu verlieren... und wie weit ist dann sein Chef von Clemente, dem 'Papst' von eigenen Gnaden, noch entfernt! Drum hat er auch bisher noch nicht den "Verstand verloren", zum Wiederaufbau der wahren Kirche etwas beizutragen!

Der Graben zu all diesen Krämern, die mit Gottes Geschenken Kuhhandel treiben, und dem verhöhnten Mgr. Ngo-dinh-Thuc ist zu tief, als daß man ihn übersehen könnte. Unsererseits können wir ganz beruhigt sein: Econe wird penetrant selbst um Grenzziehung bemüht sein - und das ist gut so. Denn der lefebvreische 'Glaube' -verbietet den "Kontakt mit diesen Schismatikern und Häretikern", d.h. auf gut lefebvreisch, und wiederum: wie furchtbar wahr (!) den Kontakt meiden mit Leuten, die sich von einer Kirche trennen, die im Schisma steht, und die einen Glauben ablehnen, der häretisch ist, wie es Mgr. Lefebvre selbst weiß: "schismatisch und häretisch zugleich". Es ist klar, "alle Beteiligten (an dieser Trennung) haben sich automatisch die Exkommunikation zugezogen" - von jener Kirche, die "zugleich schismatisch und häretisch" ist. Ich glaube, diesen Bann werden "alle Beteiligten" verkraften können.

Niemand ist über die Weihen der Palmarianer glücklich, am wenigsten Mgr. Thuc, nachdem er sehen mußte, welchen Irrsinn man dort verfolgte. Am allerwenigsten aber steht es den Lefebvreisten zu, Steine auf ihn zu werfen, nachdem es zwei Econe-Professoren waren, die ihn dazu überredet hatten, den Weg nach Palmar de Troya anzutreten! Und wiederum muß es Mgr. Lefebvre sein, der die rechte Weiheintention von Mgr. Ngo-dinh-Thuc bezweifeln muß! Er, der im Glaskasten mit Steinen schmeißt! Noch eins: Die Econer sollen gefälligst einmal angeben, wodurch sie sich in dogmatischer und rechtlicher Hinsicht prinzipiell von den Palmarianern unterscheiden. Die einen wie die anderen unterstellen sich einem unrechtmäßigen 'Papst', die einen einem Häretiker, die anderen einem Charlatan.

Inzwischen ist überdies allgemein bekannt, daß es sich bei der Erklärung, in der angeblich Mgr. Ngo-dinh-Thuc seine Weihen in Palmar als null und nichtig bezeichnet haben soll - gegenüber Rom! -, um eine Fälschung des Vatikans handelte.

Soviel zu der Warnung des ANGELUS, des ENGELS, der unter der Ägide seines Herausgebers Hector Bolduc hoffentlich nicht die Umdeutung erfährt, die der Name Luzifer - Lichtträger erfahren mußte; das ist meine Hoffnung.

N.B. Damit es nicht in Vergessenheit gerät: S.E. Erzbischof Pierre Martin Ngô-dinh-Thuc, der in Lefebvres Augen "anscheinend allen Verstand verloren" hat, ist der gleiche Prälat, den Mgr. Lefebvre vor einigen Jahren gebeten hat, die Leitung von Econe zu übernehmen, über die Gründe dafür gibt es nur Vermutungen.
 
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