56. Jahrgang Nr. 4 / Juli 2026
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1. QUELQUES OBSERVATIONS SUR PAUL VI PENDANT LE CONCILE VATICAN II
2. DER NEUE KONZILSGOTT
3. BISCHOFSWEIHE, PRIESTERWEIHE- Curriculum Schäfer
4. LEBENSLAUF S.E. MGR. PIERRE MARTIN NGÔ-DINH-THUC
5. NACHRICHTEN ÜBER UNSERE BISCHÖFE
6. DER FALL BARBARA
7. BRIEF AN S.E. MGR. PIERRE MARTIN NGÔ-DINH-THUC
8. M. LEFEBVRE IN MEXIKO
9. JOHANNES PAUL II. UND DIE UNO
10. OFFENER BRIEF AN MIT-CHRISTEN - AUS USA
11. DER ARIANISMUS
12. DIE PROGRESSISTEN - GEDANKEN EINER MUTTER
13. NACHRUFE
14. NACHRICHTEN NACHRICHTEN
15. MITTEILUNGEN DER REDAKTION
DER NEUE KONZILSGOTT
 
DER NEUE KONZILSGOTT


Paul VI. erklärte 1970: "An dem Konflikt (d.i. der Nahost-Konflikt, Anm. d.Red.) sind drei Religionen beteiligt, die alle den wahren Gott anerkennen: das Volk der Juden, das Volk des Islam und dazwischen das über die ganze Welt verbreitete christliche Volk. Sie verkünden mit drei Stimmen den einen Monotheismus. Sie sprechen höchst authentisch, höchst ehrwürdig, höchst geschichtlich, höchst unverwüstlich, höchst überzeugend. Wäre es nun nicht möglich, daß der Name des gleichen Gottes statt zu unüberbrückbaren Gegensätzen zu einer gegenseitigen Hochachtung, Übereinstimmung und friedlichen Koexistenz führt? Könnte der Hinweis auf den gleichen Gott den gleichen Vater, ohne vorgefaßte Meinungen theologischer Diskussionen nicht eines Tages der klaren, gleichzeitig schwierigen, aber unumgänglichen Entdeckung dienen, daß wir Söhne des gleichen Vaters und allesamt Brüder sind?"

Johannes Paul II. sein geistiger Erbe, fährt 1979 fort: "Während ich an eure Mitbürger, aber auch an die weite Welt des Islams denke, drücke ich heute erneut die Wertschätzung der katholischen Kirche für diese religiösen Werte aus ... Der Glaube an Gott, wie ihn die geistlich von Abraham abstammenden Christen, Muslime und Juden kennen, ist, ehrlich gelebt und im Leben praktisch verwirklicht, ein sicheres Fundament der Würde, der Brüderlichkeit und der Freiheit der Menschen und ein Grundprinzip richtigen sittlichen Verhaltens und gesellschaftlichen Lebens. Und da ist noch etwas: Diesem Glauben an den transzendenten Schöpfergott zufolge bildet der Mensch den Höhepunkt der Schöpfung. Er wurde, wie die Bibel lehrt,'nach dem Bilde und Gleichnis Gottes' (Gen 1,27) geschaffen. 'Obgleich aus dem Staub gemacht', heißt es im Koran, dem heiligen Buche der Muslime, 'hat Gott ihm seinen Geist eingehaucht und ihn mit der Gabe des Hörens, des Sehens und des Herzens ausgestattet' (Sure 32,8), das heißt mit dem Verstand."

(zitiert nach "SAKA-Informationsblätter, Dez. 81)
 
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