56. Jahrgang Nr. 4 / Juli 2026
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1. QUELQUES OBSERVATIONS SUR PAUL VI PENDANT LE CONCILE VATICAN II
2. DER NEUE KONZILSGOTT
3. BISCHOFSWEIHE, PRIESTERWEIHE- Curriculum Schäfer
4. LEBENSLAUF S.E. MGR. PIERRE MARTIN NGÔ-DINH-THUC
5. NACHRICHTEN ÜBER UNSERE BISCHÖFE
6. DER FALL BARBARA
7. BRIEF AN S.E. MGR. PIERRE MARTIN NGÔ-DINH-THUC
8. M. LEFEBVRE IN MEXIKO
9. JOHANNES PAUL II. UND DIE UNO
10. OFFENER BRIEF AN MIT-CHRISTEN - AUS USA
11. DER ARIANISMUS
12. DIE PROGRESSISTEN - GEDANKEN EINER MUTTER
13. NACHRUFE
14. NACHRICHTEN NACHRICHTEN
15. MITTEILUNGEN DER REDAKTION
JOHANNES PAUL II. UND DIE UNO
 
JOHANNES PAUL II. UND DIE UNO


Folgende Äußerungen Johannes Pauls II. erregen Ärgernis: "Jedenfalls ist es unmöglich, hier ohne Hochachtung und einer tiefgreifenden Hoffnung für die Zukunft die großartige Anstrengung nicht zu erwähnen, die man unternahm, um die Organisation der Vereinten Nationen ins Leben zu rufen."*) Es ist schwierig, die Anstrengung der Sieger des letzten Weltkrieges als großartig zu qualifizieren, die - inklusive Stalin - diese Organisation ins Leben riefen, während sie gleichzeitig eine Lage fest begründeten oder guthießen, in der hunderte von Millionen Menschen der elementarsten Rechte entbehren, die ihnen gemäß der Gerechtigkeit zustehen. Unter den Nationen, die zum Zeitpunkt der 'großartigen Anstrengung' versklavt wurden, befindet sich das Land, in dem der jetzige Usurpator der Kathedra Petri geboren wurde, der bei seinem Besuch in einem ehemaligen Konzentrationslager vor einem Gedenkstein erklärte: "Ich will dann auch noch vor einem anderen Stein stehen bleiben: dem mit der russischen Aufschrift. Ich gebe dazu keinen Kommentar. Wir wissen, von welcher Nation er spricht. Wir wissen, welche Rolle diese Nation während des letzten Krieges für die Freiheit der Völker spielte. An diesem Stein kann man nicht gleichgültig vorübergehen."**) Angesichts dieser Ehrenbezeugung gegenüber der Sowjetunion, einem Staat, der 1939 in Allianz mit Hitler Polen angriff und dann, als er selbst von seinem ehemaligen Raubkomplizen angegriffen wurde, nicht "für die Freiheit der Völker", sondern für deren Versklavung kämpfte, denken wir an die Tausende von Märtyrern, die der Marxismus hervorbrachte. Sie machen sich nun vom Himmel aus ihre Gedanken zu jenem sonderbaren Ausspruch dessen, der angeblich beansprucht, legitimer Stellvertreter Dessen zu sein, dessen heiligen Namen der Kommunismus von dieser Erde vertilgen will.

Anmerkungen:
*) Enzyklika Redemptor hominis.
**) So in Oswiecin-Brzezinka, am 7.6.1979.

(aus: ROMA, 14. Jahrg, Nr.65)


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