56. Jahrgang Nr. 4 / Juli 2026
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1. QUELQUES OBSERVATIONS SUR PAUL VI PENDANT LE CONCILE VATICAN II
2. DER NEUE KONZILSGOTT
3. BISCHOFSWEIHE, PRIESTERWEIHE- Curriculum Schäfer
4. LEBENSLAUF S.E. MGR. PIERRE MARTIN NGÔ-DINH-THUC
5. NACHRICHTEN ÜBER UNSERE BISCHÖFE
6. DER FALL BARBARA
7. BRIEF AN S.E. MGR. PIERRE MARTIN NGÔ-DINH-THUC
8. M. LEFEBVRE IN MEXIKO
9. JOHANNES PAUL II. UND DIE UNO
10. OFFENER BRIEF AN MIT-CHRISTEN - AUS USA
11. DER ARIANISMUS
12. DIE PROGRESSISTEN - GEDANKEN EINER MUTTER
13. NACHRUFE
14. NACHRICHTEN NACHRICHTEN
15. MITTEILUNGEN DER REDAKTION
DER ARIANISMUS
 
DER ARIANISMUS -
EIN BEISPIEL FÜR DIE EXISTENZ DES "CONSENSUS FIDELIUM"


von
Eugen Golla


Kaum hatte die Kirche durch das Edikt von Mailand des Kaisers Konstantin des Großen im Jahre 313 die Katakomben verlassen können und öffentliche Anerkennung erlangt, mußte sie sich (wie auch in der Verfolgungszeit) mit dogmatischen Streitigkeiten bezüglich der Trinität auseinandersetzen. Nunmehr war es der aus Alexandria stammende Priester Arius, der unter Bezugnahme auf gewisse Stellen der Heiligen Schrift, die von der Menschheit Jesu reden, lehrte, daß Jesus nur ein gottähnliches Geschöpf sei. Dem Kaiser, der durch sein Toleranzedikt die das Reich zermürbenden religiösen Kämpfe beendet haben wollte, war daher der Rat hervorragender Bischöfe willkommen, eine Kirchenversammlung einzuberufen, um diese Streitigkeiten durch eine Entscheidung auf einem allgemeinen Konzil zu beenden.

Die im Jahre 325 in Nicaea versammelten mehr als 300 Bischöfe setzen fest, daß Jesus wesensgleich (gr.: homoousios; lat.: consubstantialis) mit dem Vater ist, und fügten ausdrücklich hinzu: "Die aber sagen: 'es gab eine Zeit, in der er nicht war' und: 'ehe er geboren wurde, war er nicht' und: 'er ist geschaffen worden aus dem Nichts' oder die behaupten, der Sohn Gottes sei von anderer Substanz oder anderem Wesen, oder er sei geschaffen oder dem Wechsel oder der Veränderung unterworfen, die erklärt die katholische und apostolische Kirche für ausgeschlossen."

Da der größte Teil der arianisch gesinnten Bischöfe schließlich dieses Glaubensbekenntnis unterzeichnete, schien es, als sei der Arianismus damit zum Erlöschen verurteilt gewesen. Ein Triumph der Rechtgläubigen war es auch, daß der - trotz seiner Jugend - auf dem Konzil bereits eine hervorragende Rolle spielende Diakon Athanasius drei Jahre später Bischof seiner Vaterstadt Alexandria wurde.

In Wirklichkeit arbeiteten aber die Arianer im Untergrund weiter und verstanden es, die Katholiken beim Kaiser in Mißkredit zu bringen. Über 5o Jahre, bis zur Eröffnung des zweiten ökumenischen Konzils (zu Konstantinopel, 381), dessen Glaubensbekenntnis mit dem Nicänischen verbunden als Nicäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis seinen Platz für immer im Credo unserer hl. Messe erhalten hatte - das "filioque" wurde später noch eingefügt -, zog sich nun der die Christenheit zerfleischende Kampf über die Gottesgleichheit bzw. Gottesähnlichkeit Jesu hin.

In Rom bestieg mit Julius I. (337-352) ein Papst den Stuhl Petri, der aktiv in die Kämpfe eingriff. Begünstigt wurde dies durch den im Anfangsjahr seiner Regierung erfolgten Tod des Kaisers Konstantin, der kraftvoll über das gesamte Reich geherrscht hatte, während nunmehr die Aufteilung unter seine Söhne erfolgte. Papst Julius erwies sich als ein Beschützer und Verteidiger des Athanasius, der schon 335 auf der Synode von Tyrus aufgrund verleumderischer Anklagen als Bischof abgesetzt und nach Trier verbannt worden war. Zwar konnte er kurz nach dem Regierungswechsel zurückkehren, aber seinen Gegnern gelang es, ihn bald wieder zu vertreiben. Im Jahre 341 berief Julius I. eine Synode nach Rom ein, auf der die gegen Athanasius erhobenen Anklagen für nichtig erklärt wurden. Obwohl er dadurch wieder rechtmäßiger Bischof war, blieb es ihm vorerst versagt, sein Amt auszuüben.

Auf der Synode von Sardica (dem heutigen Sofia) im Jahre 343 zeigte es sich wieder, wie gespalten der Klerus war. Da die Bischöfe des Ostreiches Athanasius weiterhin als Angeklagten - der an den Sitzungen nicht teilnehmen durfte - behandelten, kam es schon nach der ersten gemeinsamen Sitzung zur Trennung, und ähnlich wie 700 Jahre später, taten sich die West- und Ostkirche gegenseitig in den Bann. Allerdings gelang es wenig später beim Kaiser des Ostreiches, dem arianisch gesinnten Konstantius, die Rückkehr des Athanasius auf seinen Bischofsstuhl zu erreichen. Wichtiger als der triumphale Empfang war der Umstand, daß mit Athanasius über 4oo Bischöfe aus den beiden Reichshälften in Gemeinschaft standen. Leider sollte dies auch wieder nur ein Waffenstillstand sein, denn mancher Widerruf des Arianismus war nur erheuchelt.

Der Nachfolger Julius I. war Papst Liberius (352-366). Er stand von Anfang an großen Schwierigkeiten gegenüber, da 35o Kaiser Konstantius nach dem Tod seiner beiden Brüder nunmehr auch Herrscher über die westliche Reichshälfte geworden war. Als solchem lag ihm viel daran, auch den Bischof von Rom auf seine Seite zu bringen; vor allem sollte er - im Gegensatz zu seinem Vorgänger - Athanasius fallen lassen. Auf der zu Arles im Jahre 353 abgehaltenen Synode beugte er sich schließlich dem Willen des Kaisers, der persönlich anwesend war und ganz unter dem Einfluß seiner arianischen Hofbischöfe stand. Sogar der päpstliche Legat stimmte der Verurteilung des Athanasius zu.

Nicht viel anders war es auf der Synode zu Mailand im Jahre 355. Der Kaiser erreichte von den Bischöfen die Verurteilung des Athanasius; nur drei blieben standhaft, die zur Strafe in die Verbannung gehen mußten. Liberius beugte sich jedoch nicht und mußte deshalb nach Beröa / Thrazien in die Verbannung. Von Soldaten beim Gottesdienst überfallen, entging Athanasius nur wie durch ein Wunder der Verhaftung und floh in die ägyptische Wüste.

Aber es sollte noch schlimmer kommen. Gegen sein Versprechen, dem aus Rom verbannten Liberius treu zu bleiben, wählte ein Großteil des römischen Klerus den Archidiakon Felix, der dem nicänischen Glaubensbekenntnis anhing, zum Gegenpapst. Er ließ sich von drei arianischen Bischöfen weihen und nahm mit den Arianern die Kirchengemeinschaft auf. Schließlich unterzeichneten der 100-jährige Bischof Ossius von Cordoba, einer der bedeutendsten Bischöfe des weströmischen Reiches, der maßgebend am Konzil von Nicäa beteiligt war, sowie etwas später Papst Liberius, Glaubensbekenntnisse, welche die Wesensgleichheit des Sohnes mit dem Vater nicht zum Ausdruck brachten. So sagt Athanasius: "Nachdem Liberius zwei Jahre verbannt gewesen war, gab er nach. Und aus Angst vor dem angedrohten Tode ließ er sich verleiten zu unterschreiben". 1)

Der hl. Hieronymus berichtet: "Liberius ließ sich, des Exils überdrüssig geworden, dazu verleiten, die häretische Irrlehre zu unterschreiben, und kehrte wie ein Triumphator nach Rom zurück." 2)

Bei der Glaubensformel des Liberius dürfte es sich um eine auf der Synode von Sirmium aufgestellte Erklärung handeln. Sie sollte zwischen den radikalen Arianern, welche die Gottunähnlichkeit Jesu behaupteten und den gemäßigten Arianern sowie den Katholiken vermitteln und hob deutlich die Gottähnlichkeit Jesu hervor. Liberius soll sogar erklärt haben, er schließe alle von der Gemeinschaft im Glauben aus, die nicht die Ähnlichkeit Jesu "dem Wesen nach und in allem" lehren.

Durch die Unterwerfung unter eine zumindest zweideutige Formulierung sowie durch die von manchen für noch schmachvoller gehaltene Preisgabe des Athanasius, den er aus der Kirchengemeinschaft ausschloß, erkaufte sich Liberius die Rückkehr nach Rom. Hier konnte er zwar bald den Gegenpapst zur Abdankung zwingen, aber seine schwache Haltung ließ sein Ansehen als Papst sinken, so daß er auf den weiteren Bischofskonferenzen ohne Ansehen war, vielleicht sogar nicht einmal mehr eingeladen wurde.

Nach dem Tode des Kaisers Konstantius (361) verlor der Arianismus, der sich bereits in zahlreiche Richtungen aufgespalten hatte, immer mehr an Stoßkraft, obwohl der Kaiser des Ostreiches Valens (364 - 378) ein fanatischer Arianer war. Bei Athanasius wechselten auch in diesen Jahren Rückkehr und Flucht, bis ihm schließlich vom Jahre 367 bis zu seinem 373 erfolgten Ableben einige Jahre der Ruhe vergönnt waren.

Diese trostlose Lage der Kirche mit ihren Verwirrungen, Zerwürfnissen und ihren Versagen der Hirten, sogar des Papstes, wird oft mit der gegenwärtigen Situation verglichen. Aber wir müssen sehr vorsichtig sein! Der "Fall Liberius" ist nicht der "Fall Montini und Wojtyla"! Und in M. Lefebvre einen zweiten Athanasius zu sehen, ist auch Nonsens.

Wie Herr Dr. Hugo Maria Kellner in seinem Artikel: "Allein, wird der Menschensohn, wenn er wiederkommt, den Glauben auf Erden finden?" (EINSICHT, Dez. 1980, S. 198 ff) ausführt, ist nach menschlichem Ermessen die gegenwärtige Apostasie von über ca. 99 % des Klerus und Großteile des gläubigen Volkes irreparabel. Es muß also damit gerechnet werden, daß die Kirche, welche gemäß Christi Wort (Matth. 18,18) die Pforten der Hölle nicht überwältigen werden, nur eine ganz kleine Herde sein wird. Außerdem wird sie staác von Laien geprägt sein; ganz besonders, solange eine ordnungsgemäße Hierarchie nicht besteht. Dadurch ist nun doch ein Anknüpfungs- bzw. Vergleichspunkt mit der Epoche des Arianismus gegeben:


Im Jahre 1859 veröffentlichte Kardinal Newman in der Zeitschrift "The Rambler" den Artikel "Über das Zeugnis der Laien in Fragen der Glaubenslehre". Die Leitidee dieses Aufsatzes ist der "Consens fidelium" (die Übereinstimmung der Gläubigen), d.h. als Antwort auf ihre Gebete vermag die "Ecclesia docta" (d.s. die Laien) durch den Beistand des Hl. Geistes die apostolische Tradition zu bewahren, zu verteidigen und weiter zu überliefern. Als Beispiel, daß dieser gläubige Sinn des Volkes immer beachtet wurde, seien zwei Stellen aus der Bulle Pius IX. von 1854, die die Definition der Unbefleckten Empfängnis enthält, zitiert: " Obwohl Uns aus den uns zugegangenen Bittschriften, wir möchten doch endlich die Unbefleckte Empfängnis der heiligen Jungfrau definieren, die Ansicht der meisten Unserer Mitgenossen im Bischofsamt durchaus klar war, so haben wir doch an alle Ehrwürdigen Brüder, die Vorsteher der Heiligtümer des ganzen katholischen Erdkreises, eine Enzyklika gesandt, sie möchten nach Anrufung Gottes Uns auch noch schriftlich mitteilen, welches die fromme Ehrfurcht und Verehrung der Unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter bei ihren Gläubigen ist." Ferner: "Gottes Wort (in der Heiligen Schrift), eine verehrungswürdige Überlieferung, das immerwährende Empfinden der Kirche, die einzigartige Übereinstimmung von Bischöfen und Gläubigen." 3)

Kard. Newman schreibt nun über die Zeit des Arianismus: "Es ist nicht wenig bemerkenswert, daß, historisch gesprochen, das 4. Jahrhundert zwar das Zeitalter der Kirchenlehrer ist, geziert durch den heiligen Athanasius, hl. Hilarius und den hl. Augustinus - und daß alle diese Heiligen, bis auf einen, Bischöfe waren -, daß aber trotzdem gerade in jenen Tagen die der unfehlbaren Kirche anvertraute göttliche Tradition weit mehr durch die Gläubigen als durch den Episkopat verkündet und aufrechterhalten wurde. (...) Ich sehe also in der Geschichte des Arianismus ein Musterbeispiel von einem Zustand der Kirche, in dem wir, um die Überlieferung der Apostel kennenzulernen, auf die Gläubigen zurückgreifen müssen." 4)

Aus den von Kard. Newman angeführten Belegstellen a) für das Versagen der Hirten und b) für die Treue der Laien seien stellvertretend einige besonders typische nachstehend mitgeteilt.

zu a): Um 36o sagte der hl. Gregor von Nazianz: "Sicherlich haben die Hirten wie Toren gehandelt; denn mit wenigen Ausnahmen, die entweder in Anbetracht ihrer Bedeutungslosigkeit übergangen wurden oder kraft ihrer Tugend widerstanden und als Samen und Wurzel übriggeblieben sind für das Neuaufsprossen und Wiederaufleben Israels durch den Beistand des Heiligen Geistes, haben alle nachgegeben. Sie unterschieden sich höchstens dadurch voneinander, daß manche sich früher, manche später unterwarfen." 5)

Im Jahre 361 sagte der hl. Hieronymus: "Fast alle Kirchen über den ganzen Erdkreis sind - angeblich um des Friedens und des Kaisers willen - durch die Gemeinschaft mit den Arianern befleckt." 6)

Der hl. Hilarius um 361: "Bis jetzt ist der einzige Grund, warum Christi Volk noch nicht von den Priestern des Antichristen mit diesem Trug der Gottlosigkeit gemordet worden ist, allein der, daß sie zur Bezeichnung des Glaubens, den sie selbst haben, die Worte nehmen, die die Häretiker brauchen." - "Heiliger sind die Ohren des Volkes als die Herzen seiner Priester." 7)

Der hl. Gregor schrieb um 382: "Wenn ich die Wahrheit sagen soll, so würde ich am liebsten jede Bischofsversammlung meiden; denn ich habe noch nie eine Synode gesehen, die zu einem glücklichen Ende gebracht worden wäre und die bestehenden Übel geheilt hätte, statt sie zu verschlimmern." 8)

Die Folgerung des Autors, daß die "lehrende Kirche" ("Ecclesia docens") nicht immer "das aktive Werkzeug der unfehlbaren Kirche ist", wurde von kirchlicher Seite beanstandet, weil dies einen Zweifel an der Unfehlbarkeit des kirchlichen Lehramtes bedeute. In der Anmerkung 55 wird hierzu bemerkt, daß die Unfehlbarkeit der Kirche vorausgesetzt wird, aber angesichts geschichtlicher Tatsachen festgestellt werde, "daß die Vertreter der "lehrenden Kirche" nicht immer das aktive Werkzeug dieser Unfehlbarkeit waren".

zu b): Der hl. Basilius um 372: "Diejenigen Laien, die den wahren Glauben haben, meiden die Orte des Gottesdienstes, als Schulen der Gottlosigkeit und erheben mit Seufzern und Tränen in der Einsamkeit ihre Hände zum Herrn im Himmel. (...) Heutzutage wird nur ein Vergehen kräftig bestraft, nämlich die genaue Befolgung der Tradition unserer Väter." 9) Der gleiche über Liberius: "Liberius fand bei seiner Rückkehr nach Rom, daß diese Volksmassen ihm entfremdet waren, weil er dem Konstantius so schmählich nachgegeben habe. Und so kam es, daß diejenigen, die sich bisher von Felix (dem Gegenpapst) ferngehalten und die Gemeinschaft mit ihm um des Liberius willen gemieden hatten, auf die Kunde hin von dem, was geschehen war, zu Felix übergingen, der jetzt die katholische Fahne erhob." 10)

Mailand: "Auf der Synode von Mailand verlangte Eusebius von Vercellae, als man vorschlug, eine Erklärung gegen Athanasius zu verfassen, die Versammlung solle sich zuerst über den Glauben der anwesenden Bischöfe Gewißheit verschaffen, denn er hatte herausgefunden, daß einige von ihnen von Häresie befleckt waren. Daher legte er den Vätern das nicäanische Glaubensbekenntnis vor und erklärte, er sei bereit, sich allen ihren Forderungen anzuschließen, sobald sie dieses Bekenntnis unterschrieben hätten. Sofort nahm Bischof Dionysius von Mailand das Blatt und begann, seine Zustimmung schriflich zu erklären. Aber Valens (der Arianer) riß ihm heftig Papier und Feder aus der Hand und schrie, ein solches Verfahren sei unmöglich. Daraufhin kam nach vielem Durcheinander die Sache vor das Volk, und die Betrübnis aller war groß: Der Glaube der Kirche war ja von den Bischöfen angefochten worden. Diese verlegten alsdann, aus Angst vor dem Urteil des Volkes, ihre Versammlung aus der Kirche in den kaiserlichen Palast." 11)

Gegen das Ende seines Artikels schreibt Kard. Newman: "Wenn es je eine Zeit gab, die auf das Zeugnis der Laien verzichten und die Wahrung des Glaubens den Hirten der Kirche überlassen konnte, so ist es die Zeit (d.i. um die Mitte des letzten Jahrhunderts, einige Jahre nach der Erscheinung der hl. Mutter Gottes in La Salette! Anm. d. Red.), in der wir leben. Nie waren die Bischöfe der Christenheit dem Heiligen Stuhl so ergeben, so echt religiös, so ernst in der Erfüllung ihrer besonderen Pflichten, so wenig zu Neuerungen geneigt und so erhaben über die Versuchung zu theologischer Sophisterei. Und vielleicht ist dies der Grund, warum der "consensus fidelium" in den Augen so vieler in den Hintergrund getreten ist." 12)

Je nach Temperament wird der Leser aus heutiger Erfahrung auf diese Sätze mit Schmerz, Zorn oder Ironie reagieren.


Benutzte Literatur:
Newmann, J.H. Kard.: "Über das Zeugnis der Laien in Fragen der Glaubenslehre" (Polemische Schriften, Ausgew. Werke Bd.IV, Mainz 1959).
Wetzer und Welters "Kirchenlexikon" Freiburg 1888; Artikel: Arianismus u. Athanasius.
"Athanasius und Nicäa" in: BE€A-BRIEF, Heft 175, 15.1.1979.
Haller, Johannes: Das Papsttum. Idee und Wirklichkeit, l.Bd., Stutttgart 1934.
Seppelt F.X.: Geschichte der Päpste von den Anfängen bis zur Mitte des 2o. Jahrhunderts München 1954.


Anmerkungen:
1) Newman, J.H., Kard.: Ausgewählte Werke IV, S.276.
2) a.a.O., S. 276.
3) a.a.O., S. 268, ebenso Anm. 32 u. 33 S. 315
4) a.a.O., S. 271 f.
5) a.a.O., S. 277
6) a.a.O., S. 277
7) a.a.O., S. 278
8) a.a.O., S. 276
9) a.a.O., S. 284 f.
10) a.a.O., S. 286.
11) a.a.O., S. 286.
12) a.a.O., S. 290.
 
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