56. Jahrgang Nr. 4 / Juli 2026
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1. QUELQUES OBSERVATIONS SUR PAUL VI PENDANT LE CONCILE VATICAN II
2. DER NEUE KONZILSGOTT
3. BISCHOFSWEIHE, PRIESTERWEIHE- Curriculum Schäfer
4. LEBENSLAUF S.E. MGR. PIERRE MARTIN NGÔ-DINH-THUC
5. NACHRICHTEN ÜBER UNSERE BISCHÖFE
6. DER FALL BARBARA
7. BRIEF AN S.E. MGR. PIERRE MARTIN NGÔ-DINH-THUC
8. M. LEFEBVRE IN MEXIKO
9. JOHANNES PAUL II. UND DIE UNO
10. OFFENER BRIEF AN MIT-CHRISTEN - AUS USA
11. DER ARIANISMUS
12. DIE PROGRESSISTEN - GEDANKEN EINER MUTTER
13. NACHRUFE
14. NACHRICHTEN NACHRICHTEN
15. MITTEILUNGEN DER REDAKTION
DIE PROGRESSISTEN - GEDANKEN EINER MUTTER
 
DIE PROGRESSISTEN - GEDANKEN EINER MUTTER

von
Irmeli Altendorf

(Aus:"DIE FAMILIE" Nr.7/8o; abgedruckt in: "DAS POSTPERSONAL" der christlich-demokratischen Postgewerkschaft im Christi. Gewerkschaftsbund Deutschlands.)


Da traten zuerst die "Gammler" auf, Söhne im herzgewinnendsten Alter verließen ihre Mütter, lebten in der Gosse und kamen krank, schmutzig, unterernährt und absolut fremd nach Hause. Wir mußten sie aufpäppeln, ihre demolierte Seele wieder ins Gleichgewicht bringen und ihre Garderobe aufbessern.

Dann propagierten die Progressisten die "Großfamilie". Unsere Töchter verschwanden. Wir hörten nichts oder nur Schlimmes von ihnen. Sie kamen nach Hause, betrogen und mit fremden Kindern, von denen niemand genau sagen konnte, wer der Vater war. Zerzaust, geschändet und zerschunden und für alle Zeiten um böse Erfahrungen reicher. Uns Mütter halsten sie ihre Komplexe und Kinder auf.

Schließlich die sogenannte anti-autoritäre Erziehung. Das hieß, daß wir, die konservativen, die rückständigen Mütter, bisher nichts anderes getan hatten, als unsere Kinder zu verprügeln. Wir hatten sie in Käfigen eingesperrt gehalten und mit wilden Drohungen gefügig gemacht. Das sollte nun ganz anders werden, und es wurde ganz anders. An uns liegt es nun, die Folgen wieder zu reparieren, die deformierte kindliche Psyche mit mütterlicher Liebe wieder geradezurichten.

Und endlich gar wurde es entsetzlich. Rauschgift, so schrieben und redeten die Progressisten, sei die harmloseste Angelegenheit von der Welt. Es eröffne neue Perspektiven, bereichere das Leben führe zu ungeahnten Dimensionen. Des Teufels letzte Waffe - größter Sieg! Wir Mütter erlebten den Zerfall unserer Kinder, und diesmal überstieg es unsere Kraft. Familien wurden vernichtet, und was zurückblieb, sind Wrackstücke. Niemand hat das auf dem Gewissen, denn Progressisten sind anonym.

Wann endlich mißt man der Dummheit nicht mehr dieses gefährliche Gewicht bei? Als ob das alles neu sei, daß man sich in Schmutz und Gosse Krankheiten holt, daß Mädchen immer betrogen werden, und gerade von jenen, die so lauthals das Gegenteil beschreien, daß Kinder in Grenzen aufwachsen müssen, um nicht seelischen Schaden zu nehmen, daß Rauschgift tödlich ist! Oder müssen sie alle Erfahrungen über Bord werfen, um fortschrittlich zu erscheinen? Dann ist Fortschritt Dummheit, und wir sollten auf diese Art von Fortschritt verzichten.

Nichts von dem, was vor fünf, sechs Jahren als Nonplusultra progressiver Lebensführung gepriesen wurde, hat sich auch nur im geringsten bewährt. Alle diese fortschrittlichen Ideen sind gescheitert. Ihr Trümmerhaufen wurde uns Müttern zum Wegräumen überlassen. Niemand ist schuld. Immer ist schuld, wer den Dreck wegräumen muß.

Lernen wir daraus? Verlangen wir endlich von jedem, gleichgültig von wem, daß er seine "neuen" Ideen zuerst an sich selbst beweist, und zwar schlüssig überzeugend, praktikabel? Daß er eine Garantie abgibt, daß er, und sonst niemand, für die Folgen aufkommt, und zwar hundertprozentig? Wer schützt uns vor ihnen? - Vielleicht der Staat?

So wie die Dinge liegen, können wir uns nur selbst davor bewahren. Niemand hilft uns. Wo aber sollten wir die Kraft hernehmen? Die Progressisten bestehen aus Mundwerk; ihm sind wir nicht gewachsen. In ein paar Jahren werden wir erneut Trümmer wegzuräumen haben. Fortschrittler lernen nicht aus ihren Fehlern. Sie sind unbelehrbar und niederträchtig.

***

SPRÜCHE DER VÄTER:


Ein Bruder sagte zu Abbas Sisoes: "Ich sehe, daß ich ständig an Gott denke." Der Altvater antwortete: "Es ist nichts Großes, daß dein Gedanke bei Gott ist. Doch groß ist: sich selbst niedriger als alle Kreatur zu sehen. Denn dies und die körperliche Mühe führen zur Gewohnheit der Demut."
 
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