LEBENSLAUF DES H.H. BENIGNO BRAVO VALADES
übers. von Heinrich Beckmann
Geboren Tlacotepec, Bundesstaat Guerrero / Mexiko am 7. Febr. 1907 als
Sohn des Claudio Bravo und der Conrada Valadés, beide gebürtig aus
Tlacotepec. Getauft Ende 1907 und gefirmt 1908 am gleichen Ort.
Elementarschule in Chilpancingo, der Hauptstadt des Bundesstaates. 1928
Beginn der Vorbereitung aufs Priestertum in der Diözese Chilapa,
Bundesstaat Guerrero. Tonsur 1935, 1936 die Niederen Weihen, 1937
Subdiakonat und Diakonat. Priesterweihe am 28. Okt. 1938. Erste
Anstellung als Kaplan erfolgte in Teloloapan und dauerte 10 Monate. Es
gelang dort, 270 Gläubige zur Kommunionbank zu führen, zur Freude des
Bischofs. Meine Primizmesse in meinem Heimatdorf war am 12. November
1938. Hiernach Anstellung an der Unionspfarre zwischen Puerto
Zihuatanejo und dem Bundesstaat Michoacán. Anschließend übertrug man
mir die Eingeborenenpfarre des Hl. Augustinus Oapan am Ufer des Rio
Balsas, eine Anstellung, die mir Furcht einflößte. Ich erfuhr nämlich,
daß die Eingeborenen dieser Pfarre gerade den 8. Pfarrer davon gejagt
hatten.
Im Vertrauen auf Gott und die Gottesmutter überlegte ich die Art und
Weise, diese Seelen, die meinige eingeschlossen, zu retten. Das Motto
lautete: Liebe zur Arbeit am Heil dieser Kinder Gottes. Die
Eingeborenen hatten den üblen Brauch, ihre Pfarrer nach sieben Jahren
Dienst fortzujagen. Nach meinen 7 Jahren hatte ich im Seminar und in
der Sekundärschule eine Anzahl Jugendlicher, deren Eltern auf meiner
Seite standen, da sie die schulischen Fortschritte dieser Schüler zu
schätzen wußten. Ungeachtet des Verdrusses der Regionallehrer - es
waren 35 an der Zahl - brachte ich sieben Schulzentren auf die Beine,
wie insgesamt 700 Eingeborene lesen und schreiben lernten. In diesem
Bezirk gibt es nur 15% der Eingeborenen mit schulischer Ausbildung. Das
ist eine nachweisbare Zahl. Während wenigstens 12 Jahren übten die
Eingeborenen die Novene zu Ehren des hl. Herzens Jesu. Hernach war ich
Pfarrer in Copalillo. Von dort wechselte ich nach Huitziltepec über, wo
ich sieben Jahre blieb. Hier konnte ich die Verehrung der Wunderbaren
Medaille und des Unbefleckten Herzens Mariens fördern, später die
Andacht zum hl. Herzen Jesu, die bis heute andauert.
Von hier siedelte ich nach Acapulco über, wo ich im Jahre 1967 vor dem
Pfarrer Moisés Cannona den ANTIMODERNISTENEID ablegte. Zur Zeit betreue
ich die Pfarre del Señor del Perdon (Unseres Herrn vom Verzeihen) in
Ygualapa, Bundesstaat Guerrero.
(leicht gekürzt)
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