WER LEHRT HEUTE, GOTT WOHLGEFÄLLIG ZU LEBEN?
von Alois Schnitzer sen.
Im christlichen Volke ist heute weithin die Meinung zu finden, der Mensch brauche nur zu Gott zu beten, dann hat er Gott gegenüber seine Verpflichtung erfüllt. Denn mit dem Beten beweise der Mensch seinen Glauben und sein Vertrauen zu Gott. In dieser Meinung wird das Volk von Religionslehrern sowie durch Aufsätze im christlichen Blätterwald bestärkt.
Gott kann zwar Bitten erfüllen, grundsätzlich will Gott jedoch, daß der Mensch auch Leistungen nach seinen Anweisungen vollbringt. Wenn der Mensch einen Arzt bittet ihm zu helfen, dann weiß er, daß dieser ihm nur helfen kann, wenn er dem Patienten Verhaltungsmaßnahmen und Medikamente verordnet.
Ein Gleiches gilt auch im religiösen Leben. Seit Jahrtausenden kennen die Christen die gotti, verkündeten Verhaltungsmaßnahmen, womit sie den Egoismus, der jedes Gemeinschaftsleben zerstört, abbauen können. Unlogisch ist es deshalb, Gott anzubetteln, er möge in den Schwierigkeiten des Gemeinschaftsleben helfen, wenn andererseits die Anordnungen des göttlichen Arztes gar nicht befolgt werden.
Gott fordert die Erfüllung der zehn Gebote. Sein Sohn Christus sagte, das erste und wichtigste Gebot ist die Gottes- und Nächstenliebe. Dieses Gebot kann laut Paulus wiederum nur erfüllt werden durch Befolgung der zehn Gebote. Die Gebotslehre der göttlichen Personen ist also eine Einheit. Nur mit der Befolgung dieser göttlichen Anordnungen wird vom Menschen das getan, was Gott wohlgefällig ist.
Für die Gesundung jeder kleinen und großen Lebensgemeinschaft gibt es kein menschliches Rezept mit solch durchgreifender Gesamtwirkung. Nur wenn die Menschen nach Gottes Verordnung ihre Versklavung an das goldene Kalb aufgeben und als freie Menschen die göttlichen Gebote erfüllen, tut jeder Mensch sein Bestes für seinen Nächsten.
Wer lehrt dies heute dem Volke? Wer erklärt es heute dem Volke, daß nur mit Einhaltung der göttlichen Gebote wir selbst von unserem Nächsten vor gesundheitlichem und materiellem Schaden bewahrt werden? Warum fordert heute niemand dazu auf, das sechste Gebot zu halten? Es hat doch kein Mensch ein Recht, dieses Gebot einfach aufzulösen. Es widerspricht auch dem achten Gebot, wenn heute von Führungskräften der kath. Kirche die inderung in der Einstellung zum Altar Sakrament verschwiegen wird, wenn das Volk mit Gesten und Worten über diese Änderung hinweggetäuscht werden soll. Wir lesen und hören heute auch nicht mehr, daß wir des Nächsten Habe und Weib nicht begehren sollen.
Für den Menschen mit anständiger Gesinnung sind die gotti. Gebote eine Selbstverständlichkeit. Nur der Sünder gegen Gottes Anordnungen, der Egoist, der Verbreche! gegen jede menschliche Gemeinschaft versucht die Gebote zu umgehen oder lehnt die Erfüllung gleich direkt ab.
Die bisherige Weltgeschichte lehrt es uns mit aller Eindringlichkeit?, nur die Begehrenden, also die Neider, haben die Menschen immer wieder zur gegenseitigen Bekämpfung geführt. Dies war wiederum nur möglich, weil auch das Volk bereit war, für eine Besitzmehrung einen Bruderkrieg zu führen.
Mit den jeweiligen Polgen eines Bruderkrieges bestraft sich zwar das Volk selbst. Solange eben die lienschen diß Befolgung der gotti. Gebote ablehnen, bleiben sie Sklaven des goldenen Kalbes, des Satans, Solange bleibt die Welt ein Kampffeld für gegenseitige Menschen- und Wertvernichtung. Jeder Mensch, der mit Ablehnern der gotti. Gebote eine Freundschaft eingeht, fördert dieselben und schädigt sich bestimmt selbst.
Denn nur die Nichtbefolger und Ablehner der göttlichen Gebote zerstören jedes Gemeinschaftsleben in Familie, Betrieb, Gemeinde, Staat, unterbinden jedes kirchliche Leben, beten auch nicht, widersetzen sich jeder Autorität, auch der göttlichen, unterstützen jeden Aufbau zur Brutalität gegen arm und reich, kennen keine Rücksicht auf Leben und Werte des Nächsten, setzen ihre ganze Geisteskraft und ihr Können ein um alle Gesetze, auch die Bibel unglaubwürdig zu machen, kennen nur ihre eigene Freiheit, unterdrücken jedoch jeden Nächsten, fördern mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln die Auflösung von Vertrauen, Sitte, Moral, Rücksicht, schließen Verträge ab um so den Partner überlisten zu können, fürchten sich nicht zu lügen, zu betrügen, zu morden.
Weil die christlichen Führungskräfte nicht zur Erfüllung der göttlichen Gebote auffordern, deshalb gilt auch heute was Christus, vor Jerusalem stehend, weinend sagte?
Wenn doch auch du erkannt hättest, was dir zum Frieden dient! So aber " werden dich Feinde umringen, werden dich mitsamt deinen Kindern in deinen Mauern zu Boden schmettern. Luc, 19, 41-47.
Wer warnt heute die Menschheit vor den Folgen, die durch Nichteinhaltung der göttl. Gebote auf die Menschheit zukommen? Die christlichen Führungskräfte tun dies nicht. Dieselben unterlassen es sogar, die Menschen zu einem Gott wohlgefälligen Leben aufzufordern.
Deshalb geht auch die Kleinkirche, die christliche Familie, ihres Aufbauwertes für die Weltkirche verloren. Kein Nachwuchs.
Für ein Gott wohlgefälliges Leben ist somit keine Glaubensform entscheidend, sondern einzig und allein die Erfüllung des Gebotes der Gottes- und Nächstenliebe. In der Lehre dazu haben alle Christen versagt, somit wurden alle christl, Konfessionen Christus gegenüber schuldig. Es ist nicht zu untersuchen, wer der Hauptschuldige ist. Es ist nun einmal Tatsache; als Christ darf sich nur Derjenige bezeichnen, der Gott-wohlgefällig lebt. In dieser Aufgabenstellung zur Erfüllung des göttl. Willens sollen, können, ja müssen sich alle Christen einigen.
Beten wir doch alle, lieber himmlischer Vater, schenk uns die Gnade, daß wir Deinen Willen, Deine Gebotsanweisungen in jeder Lebenslage erkennen. Schenk uns aber auch die Kraft, daß wir allüberall den Mut haben Deinen Willen zu erfüllen,
MAHNUNG:
Eine schwerste Verantwortung tragen jene, die Grundlegendes der heutigen kirchlichen Krisis erkennen, aber aus billiger Opportuni tat, träger Inkonsequenz oder feiger Menschenfurcht entscheidende Aussagen bewußt umgehen oder sogar verhindern! (aus dem SAKA-Rundbrief, Juni 1978) Anm.d. Red.: Dem kann man nur zustimmen. Die Forderung gilt aber für jeden, für jeden. Vielleicht sollte man noch hinzufügen, daß man die, die 'die Kohlen aus dem Feuer holen' nicht noch dafür bestrafen soll - durch Totschweigen der wirklichen Verhältnisse und Tatsachen, auch nicht aus pastoralen Gründen.
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