"ER WEISS, WIE KURZ SEINE FRIST IST"
von Georg Schlesinger
In einer Zeit, in der der Widersacher Gottes, der Diabolos, der wie seine griechische Bezeichnung besagt, alles durcheinanderbringen möchte u. wie ein brüllender Löwe umhergeht u. sucht, wen er verschlingen könnte (1 Petr 5,8), die größten Erfolge erzielt, leugnet z.B. H. Prof. Haag diesen Widersacher Gottes in Wort u. Schrift.
Natürlich hat dieser Fürst der Welt (Joh 14,30) weder Hörner,Pferdefuß,Schwanz noch Mistgabel - alles nur bildliche Darstellungen seiner List u. Tücke - aber etwa 70 mal ist in der Heil. Schrift vom Satan, von den Dämonen, den bösen Geistern, die Rede. "Dazu ist der Sohn Gottes" im Fleische erschienen, daß er die Werke des Teufels zerstöre" (1 Joh 3,8). Mit einem feierlichen Exorzismus begann die öffentliche Wirksamkeit des Heilandes: "Weiche Satan! Es steht geschrieben: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten u. ihm allein dienen. (Mt 4,10). Im Begriffe, den Kalvarienberg zu besteigen, sagt Christus: "Jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgestoßen" (Joh 12,31). Die Kirche hat ihre Lehre vom Teufel nicht, wie H.Prof. Haag meint,aus Dämonenvorstellungen des Heidentums, sondern aus der Heil. Schrift.
"Da erhob sich ein Kampf im Himmel. Michael u. seine Engel kämpften mit dem Drachen, u. der Drache u. seine Engel kämpften. Aber sie vermochten nicht standzuhalten, u. ihr Platz im Himmel ging verloren. So wurde der große Drache gestürzt: die alte Schlange, die Teufel und Satan heißt u. die ganze Welt verführt. Er wurde auf die Erde gestürzt, u. mit ihm wurden seine Engel gestürzt." (Offb 12,7-9). Hingewiesen sei auf die Kleinschrift (Seite 11-36) von H.Prof. H. Schlier, Bonn, "Mächte u. Gewalten im NT", Herder Verlag, Freiburg/Breisgau.
Maria mit ihrem Jawort u. Christus durch seine Erlösungstat haben der Schlange den Kopf zertreten (Gen 3,15) u. uns das Tor des Paradieses zur Gotteskindschaft (Röm 8,15) geöffnet. Wir wollen nicht den Fürst dieser Welt (Joh 14,30), den Teufel zum Vater (Joh B,44) haben, sondern uns als Getaufte u. Gefirmte stets bemühen, aus der Finsternis zum Lichte zu gelangen (Apg 26,18), Kinder des Lichtes zu sein (Joh 12,36),um einmal nach dieser irdischen Pilgerschaft als Kinder der Verheißung (Röm 9,ó) am Erbe der Heiligen im Lichte teilzunehmen (Kol 1,12). Christus hat immer wieder auf diesen Widersacher Gottes hingewiesen, der uns das Wort Gottes aus dem Herzen nehmen möchte (Lk 8,12) u. die Gotteskindschaft rauben will (Joh 15,6). Wir können uns stets frei entscheiden: für das Gnadengeschenk Gottes oder die Sünde (Röm 6,23). "Unser Wille ist die einzige Pforte,durch die der Teufel in unser Ich eindringen kann; außer dieser gibt es keine Geheimtür.", sagte der stigmatisierte Kap.-Pater Pio. Wir haben doch alle gehört, zu welchen Untaten Menschen fähig sind, die dem Teufel Einlaß in ihre Seele gebieten (Eph 4,27). Hat etwa jemand nichts gehört von den Tiefen der Gottlosigkeit in den Konzentrationslagern der Nazis, von den Hungerbunkern in von Kommunisten beherrschten Ländern oder vom Miserere-Ruf der verfolgten Kirche? Dämonische Kräfte sind heute am Werk; Terror, Mord u. Kriege. Durch Satans geheime Macht verlangt man Straffreiheit für den Mord an ungeborenen Kindern usw. In seiner Predigt: "Es gibt den Satan" sagte H. Bischofsvikar J. Teusch am 22.8.76 im Kölner Dom: "Ebenso dürfte sich der Satan freuen,wenn Theologen von ihm Abstand nehmen; wenn Erzieher künftiger Priester erklären, es gäbe keinen Satan." "Im Kraftfeld des Heiligen Geistes" nennt der H.H. Weihb. Karl Flügel, Regensburg, eine seiner Predigten, in der er u.a. von der großen Verführungskunst des Teufels spricht. Mit kluger List u. Verschlagenheit, mit Lüge u. Gewalt versucht der Teufel, das Erlösungswerk Christi, das Reich Gottes in der Welt, zunichte zu machen. Dieser Diabolos weiß, wie kurz seine Frist ist (Offb 12,12), nämlich nur bis Christus kommt in Herrlichkeit, um die Welt zu richten. Ja, um mehr Erfolge zu erzielen, gibt sich Satan als Engel des Lichtes aus (2 Kor 11,14). Er will sogar die Welt mit der Lüge heimsuchen, Christus habe nicht nur die eine kath. Kirche eingesetzt (Mt 16,18 u. 28,19/20),sondern auch anderen die Sendung erteilt. Dieser Widersacher Gottes war Luzifer,der LICHTTRÄGER,der aber sein wollte wie Gott u. deshalb in die Hölle, die ewige Gottesferne gestürzt wurde.
Bleiben wir im Kraftfeld des Heiligen Geistes, in der Gnade Christi u. in der Liebe unseres himml. Vaters geborgen, damit wir nicht den Fallstricken des Teufels erliegen. Bitten wir auch die nicht gefallenen Engel,unsere Schutzengel, um Beistand u. Hilfe, damit wir nicht auf die verlockende u. getarnte Stimme des Satans hereinfallen. "GEBT DEM TEUFEL NICHT RAUM!" (Eph 4,27). So sprach z.B. der hl. Petrus: "Ananias, warum hat der Satan von deinem Herzen besitz genommen, daß du den Heiligen Geist belogest?" (Apg 5,3).
Noch viele Textstellen könnte man über die Existenz u. das Wirken des Teufels benennen. Deshalb hören wir auf keine Irrlehren oder liberale Deutungen. "Wir wollen uns doch nicht vom Satan überlisten lassen. Wir kennen ja seine Anschläge nur zu gut." (2 Kor 2,11). Er weiß, wie kurz "eine Frist ist." (Offb 12,12)
Der selige Nikolaus Wolf v. Rippertschwand sagte: "Es ist dem Teufel gelungen -, sich ganz verborgen zu halten, indem er die Menschen durch den neuen Wind der Lehre glauben machte, es gebe keinen Teufel. Dies ist ein gar listiger Betrug, in welchen er die Welt zu fahren wußte, daß sie im Stolze ihrer Vernunft das Dasein u. Wirken eines Teufels als lächerlich verwerfen." Und Reinhold Schneider bekannte: "Niemand besiegt den Feind, den er nicht kennt."
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