MITTEILUNGEN DER REDAKTION
Sehr verehrte Leser!
1. Diese Mitteilungen muß ich mit einer mehrfachen Entschuldigung beginnen, einmal daß dieses Heft des neuen Jahrganges so spät erscheint, zum anderen, daß bei Neubestellungen nicht sogleich die gewünschten Nummern versandt werden konnten, daß darüber hinaus viele Zuschriften, für die ich mich herzlich bedanken möchte, bisher noch unbeantwortet geblieben sind, und daß schließlich das versprochene Autorenregister nicht erstellt worden ist. Für all diese Verzögerungen gibt es zwei Gründe: einmal waren wir in den letzten Wochen ununterbrochen mit der Einrichtung des Pfarrzentrums in München beschäftigt (s.b. auch die beigefügten 'Mitteilungen an die Gläubigen') - abgesehen davon mußten viele Besprechungen mit unseren Priestern geführt werden - und zum anderen war ich durch persönliche Dinge - einige von Ihnen wußten, daß ich mit meiner Familie umziehen mußte - sehr stark in Anspruch genommen. Darüber hinaus möchte ich einmal anmerken, daß alle Arbeiten von uns neben bzw. nach der Berufsarbeit erledigt werden müssen. Wer von Ihnen dann noch Familie hat, weiß, welche Sorgen einen dann auch von dieser Seite erwarten. Trotzdem möchte ich allen Lesern aber für die gezeigte Geduld herzlich danken. ::
2. Diesem Heft sind, soweit vorhanden, Zahlkarten beigefügt. Der offizielle Abonnementspreis beträgt 18.-DM. Bei dem Aufdruck auf den neuen Einbandblättern von nur 8.-DM handelt es sich um einen Druckfehler, der entsprechend zu korrigieren ist. In meinem Spendenaufruf vom letzten Jahr hatte ich bereits darauf aufmerksam gemacht, daß die wirklichen Unkosten für ein Abonnement wesentlich höher liegen, nämlich bei ca. 35.- bis 40.-DM, daß wir aber den Preis so niedrig halten, um auch ärmeren Lesern ein Abonnement zu ermöglichen. Unsere Zeitschrift ist also auf Spenden angewiesen, auch, um die vielen Aufgaben zu erfüllen, die mit der Redaktion in Verbindung stehen. Die "Einsicht" hat sich in all den Jahren finanziell nur deshalb halten können, weil etliche Leser unser Anliegen zu dem ihren gemacht und die Redaktion in ihren Bemühungen großzügig unterstützt haben. Ich kann nur hoffen, daß wir in diesen Zeiten schwerster Erschütterungen des gesamten religiösen Lebens endlich doch lernen zusammenzustehen, um so gemeinsam die uns gestellten Aufgaben auch erfüllen zu können. Wenn es Ihnen darum möglich ist, helfen auch Sie uns durch eine großzügige Spende. Wir können Ihnen versichern, daß wir keinen Pfennig von den religiösen Aufkäufern annehmen, also von Leuten, deren Geschäft es ist, durch ihr Geld den religiösen Widerstand zu vernichten.
3. Leser, die neu hinzugekommen sind, machte ich darauf aufmerksam machen, daß sie noch eine ganze Reihe Hefte früherer Jahrgänge nachbestellen können. Der fünfte Jahrgang ist aber, abgesehen von Heft 7, leider völlig vergriffen. Zu Werbezwecken kann jedoch der Artikel von H.H. Pfarrer Aßmayr, Biberwier, "Was ist Wahrheit", von dem wir Sonderdrucke anfertigen ließen, gegen Portogebühren bei der Redaktion kostenlos angefordert werden. Weiter können bei der Redaktion neben dem "Gottesdienst", dem Gesangbuch der Erzdiözese München, auch Gesangbücher anderer Bistümer bestellt werden, Schotts sind zur Zeit leider keine mehr vorhanden.
4. Wir sind gerne behilflich, Gläubigen, die von auswärts zum Besuch der Hl. Messe kommen und eine Weile in München verweilen wollen, ein entsprechendes Quartier zu suchen. Ebenso helfen wir auch gerne z.B. bei der Durchführung von Erstkommunionen.
5. Ich möchte darauf aufmerksam machen, daß die abgedruckten Artikel nicht in jedem Fall mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen muß, und daß ebenso keine Obereinstimmung bestehen muß zwischen den Aktionen mancher unserer Autoren, deren Beiträge wir aus sachlichen Gründen veröffentlichen, und denen der Redaktion bzw. des Freundeskreises.
6. Manche Leser, besonders neue, wundern sich gelegentlich, warum wir z.B. zu den Vorwürfen der Homosexualität gegen Paul VI. nicht Stellung nehmen. Darum sei hier zur Klärung folgendes gesagt: Wir sehen nicht unsere Aufgabe darin, u.a. die Privatsünden einzelner kirchlicher "Würdenträger" anzuprangern - die interessieren uns nicht! -, jedoch sehen wir es als unsere Pflicht an, die Gläubigen auf die kirchlichenn Sünden der sogenannten Amtsinhaber aufmerksam zu machen, auf deren Zerstörungswerk, auf deren Häresien, auf den Amtsmißbrauch. Und das tun wir nüchtern ohne Übertreibung und nach langer Prüfung. Wenn uns die Privatsünden einzelner "Herren" interessieren würden, brauchten wir von München wahrlich nicht nach Rom zu laufen, da gibt es genügend in nächster Nähe!
7. Die schrecklichen Erdbeben in Italien, das Ausbleiben des Januariuswunder in Neapel, die große Entscheidung in Italien am 20.6. werden sicherlich providentiellen Charakter haben.
Bitten wir besonders den Heiligen Geist in dieser verworrenen Zeit um seinen Beistand, und bitten wir auch den Hl. Erzengel Michael, daß er unser Führer sei in diesem Glaubenskampf, in dem die Kirche fast zu erliegen scheint. Doch denken wir auch an die Verheißung, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen werden. In einigen Wochen feiern wir das Hochfest des Heiligen Geistes, Pfingsten; vergessen wir nicht, daß er auch zu unserem Trost gesandt wurde.
Ihr Eberhard Heller |