NOCH EINMAL GEGEN URS VON BALTHASAR:
ER KANN NICHT ENTSCHULDIGT WERDEN!
von H.H. Walter W.E. Dettmann
Immer wieder wird behauptet, die lästerlichen Worte des Herrn Urs von Balthasar in seinen "Klarstellungen", Seite 111 (Herder-Bücherei,
Band 39 3, 1971) seien nur den Gegnern unseres Glaubens in den Mund gelegt, um sie nachher zu entkräften. Dies ist so, wie es behauptet wird, einfach nicht wahr. Urs von Balthasar hat sich an anderen Stellen viel zu deutlich gegen den bisherigen römisch-katholischen Glauben ausgesprochen, als daß man ihm trauen könnte.
Wer fähig ist, die "Klarstellungen" wirklich genau zu studieren, der muß sehen, wie glaubensfeindlich sie gemeint sind. Herr von Balthasar macht es so wie jemand, der an einem anderen Menschen irgend etwas als groben Fehler brandmarkt und dann aber eben diesen Fehler auf poetisch geschraubte Weise zu entschuldigen sucht, weil angeblich nichts dagegen zu machen ist und weil dieser Fehler durch nichts Besseres zu ersetzen ist.
Man kann es auch so sehen: Urs von Balthasar läßt zuerst heftig loslegen, um dann zu sagen: Die Sache ist doch gar nicht schlimm; sie läßt sich auch von einer ganz harmlosen und sogar nützlichen Seite betrachten. Damit hat Urs von Balthasar den Gegner aber nur zum Schein widerlegt.
Das ist es, was viele Leser an ihm nicht bemerken. Balthasar bleibt dabei, daß die Anbetung des Allerheiligsten :inicht jedermann in allem zu liegen brauche'" (Seite 116). Er erlaubt gewissermaßen großzügig, daß das "Allerheiligste in einem besonderen, mit der Hauptkirche verbundenen Raum der stillen Anbetung zugäglich sein k a n n'! (Hervorhebung vom Unterzeichneten) (Seite 116). Für alte Menschen und Einsame könne diese Stille zur rieimat werden. Es ist aber sonderbar, daß der Tabernakel gemäß Urs von Balthasar nur für Greise und "Einsame" zur Heimat werden kann! Jesus Christus hat doch gerade zu den in voller Mnnncskraft stehenden Aposteln gesagt: "Dein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank". Die Kirche hat früher immer empfohlen und gewünscht, daß alle Priester ihr Breviergebet vor dem Tabernakel beten sollen.
Für Urs von Balthasar sind "Monstranz, Weihrauch, bestimmte Gesänge und Gebete, Schluß-Segen mit dem Ciborium' nur "zufällige Formen" (Seite 116). "Alles Zufällige kann sinnvoll sein", sagt er. Aber "es kann, da es zufällig ist, auch wieder verändert werden' (Seite 116). Herr Balthasar sagt aber nicht, was er ar die Stelle der Monstranz setzen möchte, um dem Herrn dieselbe Ehre oder eine noch größere Ehre zuteil werden zu lassen. Auf Seite 113 schreibt Urs von Balthasar: "Der Gedanke, daß der eucharistische Herr bei der Abendmahlsfeier sich von ir<endwoher (aber woher denn?), während wir seiner gedenken, unter uns materialisiert, bleibt mythisch und naiv. Doch wir geraten in Verlegenheit, wenn wir weniger naiv sprechen wollen". Es ist also klar, was Urs von Balthasar tut: Er entschuldigt den angeblich falschen Glauben der katholischen Kirche mit dem Satz: "Wir geraten in Verlegenheit, wenn wir weniger naiv sprechen wollen". Diese raffinierte Ablehnung und zugleich Entschuldigung unseres katholischen Glaubens ist ^in Meisterstück des Modernismus. Als eine außerordentliche Schamlosigkeit und als eine Geneinheit muß man die Worte betrachten, die Urs von Balthasar auf Seite 136 über Christus und die Eucharistie schreibt: "Was ist seine Eucharistie anderes als - auf höherer Ebene - ein endloser Akt fruchtbarer Ergießung seines ganzen Fleisches, wie ihn der Mann nur einen Augenblick lang mit einem beschränkten Organ seines Leibes vollziehen kann?" Hier ist jeder Kommentar überflüssig. Urs von Balthasar -hat keine Ehrfurcht vor dem heiligsten Altarssakrament. Er hat nicht einmal einen Funken Ehrfurcht vor der heiligsten Person Jesu Christi.
Das, was Urs von Balthasar angeblich nur den Gegnern in den Mund gelegt haben soll, hat er. mit keinem Wort durch ein eindeutiges römisch-katholisches Bekenntnis widerlegt und ersetzt. |