DER 7. MÄRZ 1976: TAG DER ENTSCHEIDUNG!
von Josef Kortz
Der für unsere Hl. röm. kath. Kirche angekündigte, verhängnisvolle 1. Fastensonntag des Jahres 1976 ist nun da. Die Mehrzahl der an der einzig wahren Lehre der Kirche hängenden Christen aus aller Welt haben diesem dunkelen Tag mit Schrecken, Wehmut und Bitterkeit entgegengesehen.
Der Ausverkauf auf allen Gebieten in unserer Hl. Kirche und der weltweite Glaubensabfall, der durch unsere Hierarchie, unseren Klerus und Halbtheologen verursacht wurde und nach wie vor von ihnen intensiv weiter vorangetragen wird, da für sie die hl. Kirche nur noch ein Modeartikel und ein Tummelfeld für gewissenlose Experimenteure ist, reißt immer wieder von neuem schmerzhafte Wunden. Es knistert und bröckelt unaufhörlich weiter im Gebälk der Kirche.
'Um die Katastrophe noch zu beschleunigen und zu vervollkommnen, hat man nun den 1. Fastensonntag dazu ausersehen, ihn als den traurigsten und schwärzesten Tag in der Geschichte der Kirche in Erinnerung zu bringen. '
Ein wahrhaft zweiter Karfreitag der Kirche! Man gibt den Gläubigen heute Steine anstelle des lebendigen Brotes!
Was keiner Macht der Welt je gelang, nämlich das einzig wahre, - würdige und - gültige Hl. Meßopfer anzutasten, - unsere Hierarchie und ihre Handlanger brachten dieses traurige und verhängnisvolle Attentat fertig. Man gestattete sogar freiwillig den Protestanten über das Hl. Meßopfer herzufallen, es zu zerpflücken und gänzlich zu zerstören. Es dürfte jetzt einem jeden klar sein, daß sie ihre Gelegenheit gründlich wahrgenommen haben, sich mit besonderem Eifer auf das zu stürzen, was für sie immer ein 'rotes Tuch' war, wobei ihnen unsere (Un-)Verantwortlichen großzügig entgegenkamen. Der großartige "Erfolg" unserer "Oberhirten" ist nicht zu leugnen.
Zur Verteidigung ihrer Schandtaten, ihres an ihnen haftenbleibender Frevel erzählen die Zerstörer des Hl. Meßopfers den Gläubigen die unmöglichsten Märchen. Herr Höffner aus Köln geht sogar so weit, den Gläubigen vorzugaukeln, daß auch der Hl. Papst Pius X. 1911 beträchtliche Veränderungen vorgenommen habe an dem für alle Zeiten kodifizierten Ritus des Hl. Meßopfers, wie er von dem großen verdienstvollen Heiligen, dem Papst Pius V. festgelegt 'worden ist. Die Behauptungen des Herrn Höffners wurden, wie zu erwarten, weltweit von bedeutenden Theologen widerlegt. Um auf die Unantastbarkeit des Ritus , die in der Kirche immer praktiziert wurde, hinzuweisen, kann man nur immer wieder sagen, daß Dokumente beweisen, daß bereits der Hl. Papst Gregor der Große (+ 604) die Hl. Messe, abgesehen von geringfügigen Änderungen, ebenso gefeiert hat, wie dies dann vom Konzil von Trient für alle Zeiten festgelegt worden ist.
Betrachtet man heute den "Novus ordo", so kann man feststellen, daß nichts mehr enthalten ist von den kostbaren, früheren, überlieferten Werten. Die Tradition, auf die sich die "Neuerer' heute so gerne heuchelnderweise beziehen wollen, die Tradition also, auf die die Hl. röm. kath. Kirche immer und zu allen Zeiten den allergrößten Wert legte und sie sorgfältig hegte und pflegte, ist mit einem Schlage vernichtet. Dazu bedurfte es eines "Konzils". Arme Kirche!
Und immer wieder versuchen sie mit List und Tücke den Gläubigen das von ihnen fabrizierte Machwerk schmackhaft zu machen, wobei sie dann jedesmal kläglich und unsicher aussehen. Es ist ja auch sehr schwierig, Gründe zu finden, die zur "Rechtfertigung" reichen. Es kann keine geben! Ich will nicht weiter darauf eingehen; es ist schon genügend darüber geredet worden. Aber es wird nun endlich Zeit, daß sich die Geister scheiden und die Spreu vom Hafer getrennt wird. Wie muß es heute einem Priester zu Mute sein,- wenn man versucht ihn zu zwingen, das Hl. Meßopfer, das große hl. Päpste und Kirchenlehrer unter Eingebung des Heiligen Geistes bestens geordnet und erhalten haben, das die Heilskraft schlechthin besitzt, Gott nicht mehr darzubringen? Das Hl. Meßopfer, das so unendlich viele mit ihrem Blute verteidigt und mit dem Martertod besiegelt haben!
Das Hl. Meßopfer, dessen Kraft viele Heilige hervorbrachte. Das Hl. Meßopfer, das eine Unzahl von Menschen Gott näher brachte. Das Hl. Meßopfer, das die kirche einte, stärkte und festigte. Das Hl. Meßopfer, das den Menschen Trost und Hilfe in verzweifelten und ausweglosen, bitteren Stunden brachte.
Man könnte die Reihe der umfangreichen Gnaden, die aus dieser Heilsquelle ausströmten, die an Reichtum und Größe kein anderes Beispiel mehr findet, endlos fortführen. Dieses erhabene Hl. Meßopfer, das wahre unblutige Kreuzesopfer Jesu Christi, einst gefeiert auf den Altären zum Heil und Segen der ganzen Menschheit, auf dem ganzen Erdkreis, soll nun aufhören zu existieren. Wo stünde die Kirche heute; hätte man schon früher mit dieser Freveltat begonnen?
Mit räuberischen Erpressungen und Drohungen will man uns Gläubige und die treu gebliebenen Priester zwingen, etwas anzunehmen, was sie vor ihrem Gewissen nicht verantworten können.
Jeder Apostat, Häretiker, Progressist, Modernist, Umstürzler, Utopist, Schwärmer und Phantast, kurz jeder Zerstörer edlen Glaubensgutes, hat seinen Platz in der modernen "Kirche", wird anerkannt und unterstützt von unserer "Hierarchie" und den "Oberhirten". Sie sind es ja auch, die heute die "Normen" setzen - die "wahren" Wegbereiter!
Wer wundert sich da noch, daß der Glaubensverfall und die massiv auftretenden Irrlehren, die in dieser Pseudo-Kirche einen guten Nährboden finden, sich so rasch qusbreiten können? Sie alle machen aber die Rechnung ohne ihren Herrn und Meister, der ihrem boshaften Treiben mit Sicherheit bald ein fürchterliches Ende setzten wird. Gott läßt seiner nicht spotten!
Die meisten von uns müssen heute ohne Sakramente leben. Die Gläubigen haben kaum noch Seelsorger, kaum noch Heilslehrer, kaum noch Vorbilder! Sie sind darauf angewiesen, sich zu sammeln, um aus dieser Verderbnis herauszukommen, sich auf diese Weise zu retten.
Ihre früheren Oberhirten und Seelsorger sind nur noch schlechtere Staatsbeamte und trachten nach dem süßen Leben, einem Leben mit der Welt, aber nicht mehr mit Gott - von ganz wenigen, Ausnahmen abgesehen.
Wir sind heute eine Herde ohne Hirten. Wir haben zwar noch Hirten, aber zu wenige für diese große Herde. Die ehemaligen Hirten hielten die Herde geschlossen zusammen, und niemand in der Herde brauchte sich zu fürchten. Sie fühlten sich bei ihren Hirten geborgen. Niemand wagte es, die Herde anzugreifen, denn die Hirten waren wachsam und setzten sich für jedes einzelne ihrer anvertrauten Schafe ein. Die Hirten riskierten dabei oft ihr Leben (Kardinal Graf von Galen u.a.). Sie wichen nicht von ihren Schafen und trugen ihre große Verantwortung mit Würde. Die heutigen Hirten fallen, in Schafspelz verkleidet, scheinheilig, wie reißende Wölfe in die Herde ein , reißen sie auseinander und treiben sie in die Fänge der um die Herde lauernden Bestien. Einige Hirten sind sogar so schlau, ihre Schafe zu täuschen. Darauf fällt aber nur ein Teil der Schafe herein, nur die dummen Schafe und solche, die ihren Hirten eine solche Schlechtigkeit nicht zutrauen wollen. Diese armen Geschöpfe gehen rettungslos verloren. Viele werden gerissen, andere irren hilfesuchend umher. Einige wenige haben das Glück, daß sie von einen der wenigen guten Hirten aufgenommen und umsorgt werden, die anderen haben das Pech, einem Mietling und Verführer in die Falle gelaufen zu sein, deren Überzahl groß ist. Adiutorium nostrum in nomine Domini, qui fecit caelum et terram.
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