WEIHNACHTEN EINST UND HEUTE
von H.H. Walter W.E. Dettmann
Bei der Herbergssuche hat die Gottesmutter nicht geweint, sondern sich ganz in den Willen Gottes ergeben. Aber heute weint sie.
Am ersten Weihnachtsfest freute sie sich über, die Hirten von Bethlehem, und heute weint sie über die Oberhirten, die nicht mehr glauben, daß das göttliche Kind in einem Stall geboren wurde.
Die alten Hirten von Bethlehem beteten das Kindlein an, die heutigen Oberhirten schaffen die Anbetung ab. Die alten Hirten von Bethlehem hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Die heutigen Oberhirten überlassen die Herde den reißenden Wölfen. Die alten Hirten wurden von der Herrlichkeit Gottes umstrahlt. Die heutigen Oberhirten lieben die Finsternis mehr als das Licht. (Den alten Hirten verkündete ein Engel, daß der Heiland geboren sei. Die heutigen Oberhirten dulden es, daß die Engel als "metaphysische" Fledermäuse verspottet werden. - Anm. d. Red.) Die alten Hirten von Bethlehem gingen eilends hin und fanden Maria und Joseph und das Kind, das in der Krippe lag. Die heutigen Oberhirten gehen eilends hin und lassen Maria und Joseph und den Tabernakel aus den Gotteshäusern entfernen. Als die alten Hirten das Kind sahen, "verstanden sie, was von diesem Kinde gesagt worden war", nämlich, daß es "Christus der Herr" ist. Die heutigen Oberhirten verstehen nicht mehr, daß der Heiland in der Brotsgestalt wirklich der Herr ist. Alle Menschen, die damals von den Ereignissen hörten, "wunderten sich über das, was ihnen die Hirten erzählten!" Wir heutigen Katholiken wundern uns auch über das, was uns unsere Oberhirten "erzählen". Die alten Hirten kehrten von der Krippe zurück und lobten und priesen Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten. Die heutigen Oberhirten dagegen kehrten vom Zweiten Vatikanischen Konzil zurück und vergaßen alles, was sie vorher (!) gehört und gelernt hatten!
Die Worte der alten Hirten von Bethlehem bewahrte Maria alle in ihrem Herzen. Diese Worte waren für sie so, als ob sie selber die Menge der himmlischen Heerscharen gesehen und das Gloria in excelsio Deo gehört hätte.
Aber bei den Worten unserer heutigen Oberhirten kann Maria, nur noch weinen .
|