"DER ENGEL DES HERRN BRACHTE MARIA DIE BOTSCHAFT"
von Walter W.E. Dettmann
Der Engel Gabriel machte der Jungfrau von Nazareth bezüglich ihres Kindes drei Verheißungen:
1. "Gott der Herr wird ihm don Thron seines Vaters David geben"; 2. "Er wird herrschen im Hause Jakob in Ewigkeit"; 3. "Seines Reiches wird kein Ende sein".
Es ist ein atheistischer Unsinn, diese Worte als Erfindungen der Urkirche su bezeichnen, wie es moderne (ökumenische") Theologieprofessoren in ihrer Blindheit zusammenspinnen.
Die drei Weissagungen Gebriels an die Jungfrau von Nazareth sind bisher noch nicht in Erfüllung gegangen: Den Thron seines königlichen Stammvaters David hat Jesus Christus auf Erden niemals bestiegen; wohl aber mußte seine Mutter zusehen, wie er das Kreuz trug und wie er daran starb. Auch die Herrschaft über das politische "Haus Jakob" hat Jesus Christus während seines irdischen Lebens niemals ausgeübt, obwohl die Volksmenge ihn nach der wunderbaren Brotvermehrung zum König machen wollte, (Joh. 6,15), und heute ist es offenkundig, daß auch die Herrschaft Jesu Christi über das geistige "Haus Jakob", nämlich die katholische Kirche, in der bisherigen Weise plötzlich und unerwartet zu Ende geht, weil Paul VI. und das sogenannte Zweite Vatikanische Konzil einen Glaubensabfall ohnegleichen eingeleitet haben. Paul VI. und seine mitverschworenen Bischöfe mögen noch so laut und oft sagen, der Glaube sei derselbe wie früher geblieben. In Wirklichkeit ist der gesamte Religionsunterricht und die ganze Lehr- und Predigttätigkeit der Kirche derartig verdreht worden, daß der wahre Glaube nur noch in geheimen Winkeln der früheren Weltkirche verkündet worden kann. Die Priesterseminarien und Klöster stehen in vielen Ländern verlassen da, und die Mahnung des Herrn: "Gebt das Heilige nicht den Hunden und werfet eure Perlen nicht den Schweinen vor". (Matth. 7.6) scheint an höchster Stolle der Kircho völlig vergessen worden zu sein.
Es ist eine grobe Irreführung, wenn Paul VI. und gewisse Bischöfe so tun, als habe sich nichts geändert und als sei unser Glaube immer noch derselbe. Auf dem Papier, d.h. in den alten Büchern, ist unser Glaube freilich noch derselbe; in den Herzen der wcnschon aber ist er zu, i größten Teil vernichtet. Und nicht einmal auf dem Papier ist unser Glaube noch derselbe. Es ist z.B. eine Frechheit, daß der Herder-Verlag den Namen dos früheres Meßbuches "Schott" mit einer Reklame für den sogenannten Holländischen Katechismus verbindet. Von anonymen (!) Verteidigern der bisherigen katholischen Tradition wird uns Mitarbeitern der 'EINSICHT" eine negative Arbeit vorgeworfen, weil wir stetig auf das völlige hersagen und den Verrat der kirchlicnen Führung hinweisen. Man behauptet, diese Methode führe zu nichts (Gute). Hinter einer solchen Behauptung steht ein getarnter Materialismus. Jene Personen, die uns diesen Vorwurf machen, denken nur an ein ungestörtes irdisches Leben unter katholischer Flagge
W i r arbeiten sehr positiv. Denn wir weisen darauf hin, daß die vollständige Erfüllung aller Weissagungen über das Reich Gottes auf Erden nahe bevorsteht.
Wir weisen darauf hin, daß der jetzige, noch niemals erlebte Zustand der katholischen Kirche auf ein Ereignis hindeutet, das von höherer Hand bewirkt werden wird, Paul VI. hat nämlich etwas getan, was sämtliche päpstlichen Skandale aller vergangenen Jahrhunderte weit in den Schatten stellt: Er hat gemeint, die Einheit der Christen durch eine noch nie dagewesene Mogelei im Glauben wieder aufzurichten, und er hat versucht, die Gesamtheit der römisch-katholischen Gläubigen hinsichtlich der Unversehrtheit des Glaubens zu täuschen. Millionen Katholiken sind noch immer der Meinung, Paul VI. habe etwas Großes getan, als er sein Rundschreiben über die Heilighaltung der Ehe herausgab. Aber das war nur ein trügerischer Schein, der einige wenige Jahre anhalten konnte und heute von Tag zu Tag mehr zusammenbricht.
Paul VI. ist viel zu intelligent, als daß er nicht wüßte, wie sehr er die Heiligkeit der Ehe gerade durch sein Rundschreiben dem Spott der Massenmedien preisgab. Hatte Paul VI. in dieser Sache nichts geschrieben und nur auf die unveränderlichen Gebote Gottes sowie auf das Rundschreiben "Casti connubii" von Papst Pius XI. hingewiesen, dann hätten z.B. solche Leute wie Hans Küng und Luise Rinser keinen Anlaß gehabt, ihre schmutzige Schreibmaschine laufen zu lassen.
In seinem Buch "Wohin steuert der Vatikan?' weist Reinhard Raffalt darauf hin, daß Paul VI. die Zukunft der Menschheit sozialistisch sieht. Damit ist gesagt, daß er kein Interesse hat, einer sozialistischen Menschheit etwas über die Heiligkeit der Ehe vorzuschreiben. Das Rundschreiben Pauls VI. über die Ehe hat also nur eine vorübergehende Bedeutung, um die ältere Generation der Gläubigen etwas zu schonen und zu täuschen. Den immer größer werdenden sozialistischen Menschenmassen dagegen sucht sich Paul VI. als einen unentbehrlichen Ingenieur am neuen Turmbau zu Babel zu empfehlen. Wenn aber der Nachfolger Petri beim ökumenisch-heidnischen Turmbau zu Babel mitarbeitet, dann herrscht Jesus Christus nicht mehr im "Hause Jakob", Denn "niemand kann zwei Herren dienen" (Matth. 6,24). Die Worte des Engels Gabriel müssen aber in Erfüllung gehen; Jesus Christus muß im Hause Jakob ununterbrochen herrschen, auch wenn Kardinal Döpfner sich noch so sehr dagegen sträubt.
Die Menschheit kommt heute dem Zeitpunkt immer näher, in welchem das gegenwärtige politische Haus Jakob trotz tapferster Gegenwehr von der Übermacht seiner Feinde erdrückt werden wird. Denn der Engel Gabriel sagte, daß Jesus Chrirtus im Hause Jakob herrschen Werde. Es ist also unmöglich, daß das "Haus Jakob" längere Zeit politisch auf Erden existiert, ohne die Herrschaft Jesu Christi anzuerkennen. Der heutige Staat Israel ist ein Zeiger an der Weltenuhr. Beim geistigen House Jakob, nämlich bei der katholischen Kirche, ist es ähnlich. Das geistige ''Haus Jakob' kann nicht lange existieren, wenn unser Herr Jesus Christus nicht wirklich herrscht. Paul VI. mag noch so oft tauschend vom Heiligen Geist als dem Lebensprinzip der Kirche sprechen (z.B. am 16. Okt. 1974). Solange er die Feier des hl. Meßopfers den angleicht, was die Todfeinde des hl, Altarsakramentes tun, herrscht Jesus Christus nicht mehr in der Kirche und auf den Altären. Entweder wird die Feier des hl. Meßopfers klar und eindeutig wiederhergestellt oder es wird das Ende des "Hauses Jakob" auf Erden und mit ihm das Weltgericht kommen und damit zugleich der Beginn dessen, was der Engel mit den Worten sagte: "Seines Reiches wird kein Ende sein". Bis zum heutigen Tage findet das Reich Christi noch sein Ende an den Grenzen Russlands und Chinas. Aber der Tag komnt, an den das Kind der mit der Sonne "bekleideten Frau auch die widerstrebenden Völker "mit eisernen Zepter regieren" wird ("die Gewaltigen stürzt er vom Throne ), und dann wird seines Reiches kein Ende mehr sein. Wir in der "'EINSICHT arbeiten also nicht "negativ", wenn wir auf das unnatürliche Versagen und auf den unglaublichen Glaubensverfall des ganz und gar negativen Zweiten Vatikanischen Konzils hinweisen und wenn wir die Notwendigkeit des täglichen Rosenkranzgebetes betonen.
Paul VI. hat gar keinen Grund, vor zuviel Marienverehrung zu warnen. Es wäre besser, wenn er persönlich jeden Tag bei Radio Vatikan den Rosenkranz vor- oder wenigstens mitbeten wurde. Denn die Weissagungen, die der Engel einst der Jungfrau von Nazareth gegeben hat, stehen heute nahe vor ihrer restlosen Erfüllung.
Anmerkung: Laut Radio Vatikan
vom 16. Okt. 1974 hat sich Kardinal Döpfnor bei der gegenwärtigen sog.
Bischofssynede in Rom gegen alle Versuche gewehrt, zu den
"vorkonziliaren Zuständen" in der Kirche zurückzukehren (die
tridentinische Messe soll somit strikte verboten werden.). Döpfnor
wiederholte seine Behauptung, die Kirche sei ein Hindernis für die
Evangelisierung der Welt. Wenn Paul VI. ein richtiger Papst wäre, hätte
er darauf geantwortet, daß die Treuhändelin der vier Evangelien nicht
zugleich ein Hindernis für die Evangelisierung sein könne.
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