DAS SPRACHROHR PAULS VI.
von Walter W.E. Dettmann
Während der gegenwärtigen sogenannten vierten Bischofssynode in Rom hielt der holländische Kardinal Jan Willebrands eine Rede im Radie Vatikan über das Thema:
"Die Ökumene und die Einheit der Menschen"
Unter Ökumene verstand Willebrands gemäß protestantischer Auffassung die Gesamtheit aller Christen auf der Erde. Er betrachtete also die Regierung der katholischen Kirche schon faßt als eine untergeordnete Dienststelle des ökumenischen Weltkirchenrates in Genf.
In der Rede des Kardinals fielen besonders zwei Sätze auf, er sagte:
1. "Die heutige Menschheit ist auf dem Wege zur Einheit"; 2. "Die Glaubenssfaltung unter den Christen ist ein Kindernis auf dem Wege zu dieser Einheit".
Der erste Satz ist entweder eine Schmeichelei gegenüber der hilflesen UNO in New York oder er ist eine Schmeichelei gegenüber den Machthabern in Meskau. Auf jeden Fall ist der Satz ein Hohn auf die unzählbaren Opfer der brutalen Terrorakte, die von Tag zu Tag in allen Erdteilen immer häufiger werden.
Von der lateinischen Sprache als Mlittel zur Einheit aller Menschen sagte Kardinal Willebrands kein Wort. Bei seinem schwachen Gerede von der kommenden Einheit aller nenschon hat der Kardinal auch die wichtigen Tatsachen des Wortes Gottes übersehen: Jesus Christus sagt klar, daß wir bis zum Ende der Welt "von Kriegen und Kriegsgerüchten hören" werden (Matth. 24,6): "Volk wird sich gegen Volk und Reich gegen Reich erheben" (Mark.13,7 und Lukas 21,9).
Auch die vier Reiter der Geheimen Offenbarung des Apestels Johannes werden niemals aufhören, um die ganze Erde zu reiten. Der weiße Reiter der Kriegsrüstung, der bei der Öffnung des ersten Siegels erscheint, jagt heute mit unheimlicher Schnelligkeit über alle Erdteile: der rote Reiter des Hasses, der beim zweiten Siegel erscheint, läßt sich durch keinen der heutigen Politiker und Diplomaten zum Stehen bringen, auch nicht durch den Herrn Kissinger und erst recht nicht durch den Herrn Gromyko. Der schwarze Reiter der Hungersnot, der beim dritten Siegel erscheint, wird für sein Pferd immer noch etwas Futter haben, auch wenn die Menschen für ihre Lebensmittelmarken gar nichts mehr bekommen. Der vierte Reiter ist der Tod selbst, der auf einem grauen Ress daherkommt und alles unbarmherzig in den Rachen der Unterwelt stößt, die hinter ihm folgt.
Kardinal Willebrands scheint auch keine Ahnung davon zu haben, daß beim ersten Pesaunenstoß nach der Öffnung des siebenten Siegels d r e i Dinge vom Himmel fallen: Hagel, Feuer und Blut. Das Blut weist darauf hin, daß es sich bei dem vorher herabfallenden Hagel und Feuer nicht um den gewöhnlichen Hagel der Natur und nicht nur um einen gewöhnlichen Blitz handelt sondern um etwas anderes. In unserer Zeit kann man nur an den Hagel der Sprengbomben, an das Feuer der Brandbomben und an das Blut der abgeschessenen Flieger denken.
Über die zweihundert Millionen Panzerreiter, die beim sechsten Pesaunenstoß plötzlich erscheinen, nachdem sie auf "Stunde und Tag und Monat und Jahr bereitstanden, um den dritten Teil der Menschen zu töten", hat sich Kardinal Willebrands auch noch keine Gedanken gemacht. Vielleicht spielt sich alles so schnell ab, daß er gar nicht mehr dazukommt nachzudenken.
Die Rede des Kardinals zur Zeit der römischen Bischofssynode ließ aufs neue erkennen, daß Paul VI. die sozialistische Einheit der Menschen kommen sieht oder wenigstens daran glaubt, andernfalls hätte Willebrands nicht so reden dürfen. Er war im Jahre 1962 persönlich in Meskau gewesen und hatte dert die römische Einladung an die russischen "Beobachter" zum sogenannten Konzil überbracht. Es hätte aber genügt, wenn man den Russen die fertigen Konzilsbeschlüsse nach Meskau geschickt hatte.
In Moskau scheint sich Kardinal Willebrands besser auszukennen als in der Heiligen Schrift, sonst müßte er wissen, daß Jesus Christus sagte: "Wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut" (Matth. 12,30 und Lukas 11,23). Es kann keine wirkliche und freigewählte Einheit der Menschen ohne Jesus Christus geben, und ebensowenig kann es eine Einheit aller Christen geben, wenn Paul VI. und die Bischöfe das heiligste Altarsakrament und das hl. Meßopfer gegenüber den Protestanten verleugnen. Paul VI. und sein Sprachrohr Willebrands sollten sich recht oft das Wort JESU CHRISTI vor Augen halten: "Wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut".
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