Abt des Abendlandes Zum Fest des hl. Benedikt von Nursia am 21.III.
von Heinrich Strom, München
"Er war ein Mann von ehrwürdigem Leben, der Gnade und dem Namen nach ein Benedictus, der von der Zeit seiner Kindheit an das Herz eines Alten in sich trug". Diese Worte, mit denen Papst Gregor der Große im 2. Buch seiner "Dialoge" die Lebensbeschreibung des hl. Abtes beginnt, sollen an diesem sicherlich nicht die negativen Begleiterscheinungen des Alters -körperliche Gebrechlichkeit oder geistige Starre- hervorheben, sondern den Ernst, die Besonnenheit und Beharrlichkeit, die den Lebensweg Benedikts, soweit wir durch Quellen Kenntnis von ihm haben, kennzeichnen. Dies umso mehr in einer Zeit, in der seine Heimat, die Appeninhalbinsel, unter dem deutlichen Eindruck der geistig-moralischen, kulturellen und politischen Zerfallserscheinungen stand, die der Zusammenbruch der Westhälfte des Römerreichs hervorgerufen hatte.
Der erste Lebensabschnitt Benedikis ist uns weitgehend unbekannt. Nach der Auskunft Papst Gregors entstammt er einem edlen Geschlecht der Provinz Nursia, dem heutigen Norcia in Umbrien, wo er um 480 geboren wurde. Wir dürfen annehmen, daß er die damals in den vornehmen Kreisen übliche Erziehung und Bildung durch Hauslehrer erhielt, bevor er, um das Jahr 500, zur Vollendung seiner Studien nach Rom geschickt wurde. Zwar hatte die alte Reichshauptstadt damals - 90 Jahre nach ihrer 1. Eroberung durch die Westgoten und 20 Jahre nachdem der Germanenfürst Odoaker den letzten römischen Schattenkaiser abgesetzt hatte- schon viel von ihrem einstigen Glanz eingebüßt, aber sicherlich bot sie immer noch genug an intellektuellen und sinnlichen Reizen, um einen alleinstehenden und unerfahrenen jungen Menschen in ihren Bann zu schlagen. Der strengen Prüfung Benedikts hielten aber weder die inhaltsleere rhetorische Ausbildung noch die vielfältigen Zerstreuungen der Weltstadt stand. "Denn da er hierbei viele in den Abgrund des Lasters stürzen sah, zog er seinen Fuß, den er gleichsam erst auf die Schwelle der Welt gesetzt hatte, zurück, damit nicht auch er etwa, von ihrer Weisheit kostend, durch einen jähen Sturz zugrunde ginge." Lange vor der Beendigung seiner Aushildungszeit verließ Benedikt den Lärm der Großstadt, "wissentlich unwissend und aus Weisheit ungelehrt", wie Gregor der Große hinzufügt.-
In Affile, nicht weit von der Stadt, schloß er sich auf Bitten einer Gemeinschaft von Asketen an. Deren loses Zusammenleben entsprach jedoch nicht seinem strengen mönchischen Ideal, so daß er sich schon bald wieder auf die Wanderschaft begab. Erst in Subiaco in den Sabiner Bergen fand Benedikt die Einsamkeit, die er suchte. Hier, wo einst Kaiser Nero einen Stausee und einen Palast hatte anlegen lassen, (Subiaco = am See), siedelten nun ringsum Mönche als Einsiedler und in kleinen Gemeinschaften. In einer Felsenhöhle, die bis heute von den Benediktinern als "sacro speco" hochverehrt wird, verbrachte Benedikt die folgenden Jahre in größter Abgeschiedenheit. Täglich brachte ihm ein Mönch die Nahrung, indem er einen Korb an einem Strick den Felsen herab zu seiner Höhle ließ. Von der Härte und Entschlossenheit, mit der der Einsiedler um der Reinheit seiner Seele willen nach der völligen Beherrschung von Körper und Geist strebte, können wir uns eine Vorstellung machen, wenn wir hören, wie er sich einmal, als eine sehr starke Versuchung geschlechtlicher Wollust ihn anfiel, sogleich in einen Dornbusch stürzte und auf diese Weise die Versuchung ein für allemal überwand. Dementsprechend wuchs Benedikts Ansehen allmählich unter den umliegenden Mönchsgemeinschaften, unter denen sich der Ruf der für sein Alter ungewöhlichen Reife und Tugend verbreitete. Eine dieser Mönchsgruppen bat ihn schließlich, ihr geistlicher Vorsteher zu werden. Es dauerte jedoch nicht lange, bis die anfängliche Begeisterung der Mönche in Abneigung, ja sogar Haß umschlug, weil der neue Abt sofort daranging, sie auf ein streng geregeltes gemeinsames Leben zu verpflichten. Die Nötigung, "ihre alten Gewohnheiten aufzugeben" und "im alten Herzen neue Dinge zu erfassen" ertrugen sie nicht, ja, sie scheuten nicht einmal vor einem Giftanschlag auf ihren selbstgewählten Vorsteher zurück.
Dieser unverschuldete Mißerfolg war für Benedikt kein Anlaß zur Resignation. Nachdem er sich noch einmal eine Weile in die "geliebte Einsamkeit" zurückgezogen hatte, ging er selbstständig dazu über, seine Vorstellungen einer monastischen Gemeinschaft in die Tat umsusetzen. 12 Klöster, die er innerhalb kurzer Zeit gründete und seiner Oberhoheit unterstellte, legen ein eindrucksvolles Zeugnis für die religiöse Macht seiner Persönlichkeit ab. Sein Ansehen als Abt und damit geistlicher Erzieher wuchs so mächtig an, daß nicht wenige römische Patrizier all ihre Söhne zur Erziehung übergaben.
Das erste blübende Werk des heiligen Abtes blieb nicht unbehelligt von den Mächten der Finsternis: Ihr Werkzeug war ein in der Nähe ansässiger Priester mit Namen Florentius, den Neid und Eifersucht gegen Benedikt beherrschten. "Er begehrte zwar, schreibt Gregor d.Gr. sehr treffend, das Lob eines heiligen Mannes zu genießen, einen lobwürdigen Lebenswandel wollte er aber nicht führen." In seiner Verblendung ersann er alle möglichen Mittel, um Benedikt und seinen Klöstern Ärgernis zu geben. Es wirft kein bezeichnendes Licht auf die damalige Verrohung der Sitten selbst im Klerus, daß er unter anderem nicht davor zurückschreckte, einmal 7 nackte Mädchen vor eines der Klöster zu schicken, die dort tanzen und auf diese Weise die Mönche ablenken sollten. Benedikt, der weniger für sich als für die ungefestigteren unter seinen Mönchen fürchtete, tat das Besonnenste, was in dieser Situation möglich war, "er wich dem Neide." In Subiaco setzte er einen zuverlässigen Nachfolger ein und zog selbst mit wenigen Begleitern um das Jahr 530 in Richtung Süden. -
Bei Cassinum, einer alten Bischofsstadt ungefähr auf halbem Wege zwischen Rom und Neapel, fand er endlich den geeigneten Ort für eine neue Niederlassung. Die Stadt wird nämlich überragt von dem etwa 500 Meter hohen, nach ihr benannten Berg, dem Monte Cassino. Seit alter Zeit befanden sich an seinen Hängen heilige Haine der Heiden, und auf seinem Plateau ein Heiligtum des Jupiter. Benedikt und seine Gefährten zerstörten nun die Haine, und wandelten die heidnische Kultstätte in eine christliche um, indem sie sie zu einer Kirche des hl. Martinus weihten. Ein außerdem vorhandener Altar des Apoll wurde in eine Kapelle des hl. Johannes des Täufers umgewandelt.
Unter Benedikis Leitung war der Monte Cassino bald von regem mönchischem Leben erfüllt. Unter großen Anstrengungen mußte zunächst ein Kloster errichtet werden. Dann gingen die Mönche daran, das umliegende Land zu bebauen und überhaupt durch ihrer Hände Arbeit für die notwendige materielle Unabhängigkeit des Klosters zu sorgen. Wie weit sie es durch ihren Fleiß und ihre Fertigkeiten darin brachten, beweist die Tasache, daß sie, als um 537 der 1. Krieg des oströmischen Feldherrn Belisar gegen die Ostgoten, die damaligen Beherrscher Italiens, das Land verheerte, die hungernde Bevölkerung durch ihre Vorräte vor dem Schlimmsten bewahren konnten. Selbstverständlich übten sich Benedikts Mönche nicht nur in der leiblichen, sondern auch in der geistigen Barmherzigkeit, indem sie den Menschen in der Umgebung, die noch immer im Heidentum verharrten, die Frohbotschaft verkündeten. -
Ein sich nach außen so blühend entfaltendes klösterliches Leben hatte zur Voraussetzung, daß der innere Zusammenhalt der monastischen Gemeinschaft auf festen und gesicherten Grundlagen stand. Diese hatten ihre Wurzel zuerst in der überragenden Gestalt des hl. Abtes; der Geist aber, aus dem heraus dieser seine Gemeinschaft regierte, ist uns bis auf den heutigen Tag greifbar durch die Regel, die er wohl gegen Ende seines Lebens auf dem Monte Cassino verfaßte. In ihr hat er die reiche Frucht seiner eigenen lebenslangen Erfahrung und seine tiefe Kenntnis der Hl.Schrift verbunden mit dem Gedankengut der großen Former des Mönchtums vor ihm, eines Basilius, Augustinus oder Cassian. Die bleibende Bedeutung der "Regula" hebt schon Gregor d.Gr. hervor: "Das aber darf nicht verborgen bleiben, daß der Mann Gottes neben all den Wundern, mit denen er in dieser Welt erglänzte, auch durch das Wort seiner Lehre gar hell geleuchtet hat. Denn er hat eine Regel für Mönche geschrieben, durch weise Maßhaltung ausgezeichnet und lichtvoll in ihren Worten. "Die benediktinische Regel ist das Grundgesetz des abendländischen Mönchtums geworden; sie gehört damit zu den bedeutendsten Dokumenten der abendländischen Kultur- und-Geistesgeschichte. -
In seiner wesentlichsten Bestimmung ist das Kloster für Benedikt eine Schule des Herrendienstes. Da aber der vornehmste Dienst des Herrn der Gottesdienst ist, "soll nichts im Kloster ihm vorgezogen werden." Der Lehrmeister der Schule des Herrn und als solcher der Stellvertreter Christi im Kloster ist der Abt. Die überragende "Auctoritas" mit der Benedikt die äbtliche Regierung ausstattet, soll wohl weniger, wie man oft gedeutet hat, die Stellung des römischen "Paterfamilias" auf die geistliche Gemeinschaft übertragen als vielmehr ein Abbild der Herrschaft Christi in der Kirche sein. So ist denn auch das einzige Gesetz des Abtes, "nichts zu lehren, anzuordnen oder zu befehlen, was gegen die Vorschriften Gottes verstoßen würde." In allem anderen obliegt es seiner unbeschränkten Gewalt, die Mittel anzuwenden, die ihm für das Seelenheil jedes einzelnen seiner Mönche am geeignetsten erscheinen, wo bei er sich aber immer an die Tugend der "temperantia" (der weisen Maßhaltung, des rechten Maßes) halten soll. Seiner großen Gewalt sollen sein Verantwortungsbewußtsein und seine Weisheit entsprechen. Seine Herrschaft soll nicht die eines Herrn über seine Knechte, sondern die eines Vaters über seine Kinder sein. "Der erwählte Abt denke immer daran, welche Bürde er übernommen hat und wem er Rechenschaft über seine Verwaltung ablegen muß. Er wisse, daß er mehr fürsorgen als vorstehen soll. Er muß also bewandert sein im göttlichen Gesetz, damit er einen Schatz von Wissen besitze, aus dem er Altes und Neues schöpfen kann". - So wie der Abt das Heil erlangt durch den vollkommenen Gehorsam gegen Gottes Gebot, so vorvollkommnet sich der Mönch durch den Gehorsam gegen den Willen des Abtes. Er soll seinen Eigenwillen so vollkommen wie möglich verleugnen und über die Stufen der Demut zur wahren Gottesliebe emporsteigen. "Hat der Mönch alle diese Stufen erklommen, so wird er rasch zu jener Gottesliebe gelangen, die, wenn sie vollkommen ist, die Furcht vertreibt." Gewiß, der Weg dorthin ist hart und schmerzlich, denn die mensclkliche Natur ist durch die Sünde verdorben. Trotzdem kann Benedikt schreiben, daß er mit der Einrichtung des Klosters "nichts Rauhes, nichts Drückendes vorzuschreiben hoffe. Die Vorschriften des Abtes und der Regel sollen ja, auch wenn sie zunächst hart und streng erscheinen, letztlich dem Mönch, dem an der Seele Erkrankten das Heil zu erlangen helfen. Wem es darum wahrhaft zu tun ist, für den wird, wie wohl niemand besser als der heilige Benedikt selbst wußte, die Geborgenheit in der klösterlichen Familie mit ihrem festen Rythmus von Gottesdienst, Gebet und Arbeit Anlaß zu einer solch seligen Freude sein, wie er sie in der Welt wohl schwerlich gefunden hätte: "Beim Fortschreiten im klösterlichen Wandel erweitert sich das Herz, und man eilt in unaussprechlicher Wonne der Liebe auf dem Weg der Gebote Gottes dahin." -
Die hiermit in ihren allerwesentlichsten Grundzügen beschriebene Regel Benedikts wirft nicht nur ein deutliches Licht auf das Werk des Heiligen, sondern vor allem auch auf das Wesen ihres Urhebers selbst. Auf sie als die wichtigste Quelle der Persönlichkeit des Heiligen verweist auch Papst Gregor d. Gr.: "Wenn daher Jemand genauer seinen Wandel und sein Handeln kennenlernen will, so kann er in der Lehre der Regel des Meisters sein ganzes Leben finden. Denn der heilige Mann konnte unmöglich anders lehren, als er selber gelebt hat." Wenn wir daher in den zahlreichen von Papst Gregor überlieferten Wunderberichten über Benedikt von zahlreichen Krankenheilungen und sogar von 2 Totenerweckungen lesen, oder wenn uns der hl. Abt als der Mann geschildert wird, der nicht nur die bösen Werke, sondern sogar die unreinen Gedanken seiner Mönche erkannt und sie zu tilgen sucht, müssen wir da nicht an das in der Regel gezeichnete Ideal des Abtes als des Heilsvermittelers in der umfassendsten Bedeutung denken, als des Mannes, der "wie ein geschickter Arzt" vorgehen soll im Bewußtseint daß er "die Sorge für kranke Seelen übernommen hat, nicht die Gewaltherrschaft über Gesunde"? Oder erinnern wir uns nicht, wenn uns der Heilige als ein großer und inniger Beter beschrieben wird, an die in ihrer herben Schlichtheit so kraftvollen und schönen Worte der Hl. Regel über das Gebet: "Wenn wir hochgestellten Menschen etwa vortragen sollen, so wagen wir dies nur mit Demut und Ehrfurcht. Umso mehr müssen wir zu, im Herrn und Gott des Weltalls in aller Demut und mit reiner Hingabe flehen. Wir sollen auch wissen, daß wir nicht durch vieles Reden, sondern durch Lauterkeit des Herzens und durch Tränen der Zerknirschung der Erhörung würdig werden. Das Gebet sei darum kurz und lauter, außer wenn es durch die Gabe göttlicher Eingebung verlängert wird."? Und umgekehrt finden wir das Ideal der Regel vom Abt als dem vom Geiste Gottes Erleuchteten und mit Seiner Autorität Lehrenden auch in Papst Gregors, Lebensbeschreibung wieder, wenn er von Benedikt sagt: "Selbst seine gewöhnliche Rede war nicht ohne die Gewalt höherer Kraft; denn da sein Herz zum Himmel erhoben hat, entfiel kein Wort seinem Munde vergeblich. Wenn er einmal etwas nicht gerade als Entscheidung, sondern nur drohend aussprach, hatte sein Wort eine solche Gewalt, als ob er es nicht unbestimmt, sondern schon als Urteil ausgesprochen hätte." -
So stellt sich uns die Gestalt des "Patriarchen der Mönche in den knappen aber deutlichen Umrissen der geschichtlichen Zeugnisse als das Idealbild des Abtes und des geistlichen Vorstehers überhaupt dar, als "der treue und kluge Knecht, den der Herr, über sein Gesinde gesetzt hat, damit er ihm Brot gebe zur rechten Zeit", wie es in der Communio der Abtmesse heißt. Daß aber das Sterben Benedikts seinem Leben würdig war, dafür soll uns ein letztes Mal der hl. Gregor d.Gr, Zeugnis ablegen: "Da nun von Tag zu Tag die Krankheit sich gesteigert hatte, ließ er sich am 6. Tag von seinen Jüngern ins Oratorium tragen, stärkte sich dort zu seinem Heimgang durch den Empfang des Leibes und Blutes unseres Herrn, und die schwachen Glieder auf die Hände der Jünger gestützt, die Hände zum Himmel erhoben, stand er aufrecht und hauchte unter Worten des Gebetes seinen Geist aus."-
Beim Tode Benedikts im Jahre 547 bestanden nur 3 Klöster seiner Regel: Monte Cassino, Subiaco und eine weitere Niederlassung in Terracina. Schon 40 Jahre später, 577, wurde Monte Cassino durch die Langobarden zum 1. Mal zerstört, ein Ereignis, das der hl. Abt vorausgesehen hatte. Trotzdem traten die Benediktiner in den kommenden Jahrzeknten und Jahrhunderten ihren staunenswerten Siegeszug durch ganz Europa an. Das Beispiel unseres eigenen Volkes kann uns verdeutlichen, welche Dankbarkeit die christliche Welt den Söhnen des hl. Benedikt und damit dem Ordensvater selbst schuldet: Der "Apostel der Deutschen", der hl.Bonifatius, hat als Benediktiner mit seinen Ordensbrüdern das Werk der Missionierung Deutschlands vollendet. -
Die Bedeutung des Benediktinertums für die Geschichte der Kirche hat zuletzt Papst Pius XII. in seiner Enzyklika "Fulgens radiatur" anläßlich des 1400. Todestages Benedikts 1947 hervorgehoben: "Man kann geradezu behaupten: Wie die katholische Kirche vor allem in den ersten 4 Jahrhunderten ihres Bestehens durch das Blut ihrer Märtyrer wunderbar gefestigt und vermehrt wurde, und wie in eben dieser und der Folgezeit die unversehrte Ganzheit ihrer gottgeschenkten Lehre gegen den Ansturm und die Trugschlüsse der Irrlehrer durch das kraftvolle Wirken der hl. Väter wiederhergestellt, beschützt und bewahrt wurde, so wurde der hl. Benedikt und seine blühenden Niederlassungen nicht ohne ein besonderes Walten der Vorsehung ins Leben gerufen, damit beim Zusammenbruch des Römischen Reiches und beim allseitigen Einbruch kriegswütiger Völkerscharen die Christenheit die eigenen Wunden wieder heile und überdies die neuen Völker, gebändigt durch das Evangelium mit seiner Wahrheit und mit seiner Liebe in klugem, unablässigem Bemühen zu brüderlicher Eintracht führe, zu fruchtbringender Arbeit und zu jenem Tugendleben, das sich nach den Gesetzen des Erlösers richtet und sich von seiner Gnade nährt." -
Literatur:
Matt/Hilpisch, Benedictus Leben und Werk, (Würzburg 1960) Kniel, Corn. Leben und Regel des hl. Vaters Benedikt (Beuron 1929) Benedikt: Sein Leben und sein Werk, (Salzburg 1947)
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