Mitteilungen der Redaktion
8.8.2008
Verehrte Leser,
zunächst möchte ich mich bei allen Lesern herzlich bedanken, die uns auch weiterhin finanziell unterstützen.
Eine Bekannte erzählte anläßlich der Frage, wie man sich auf unsere heutige Situation einstellen solle, wie man die Vereinzelung meistern könne, d.h. das religiöse Leben ohne priesterliche Unterstützung gestalten solle, von einer Bekannten, die als junges Mädchen in Rußland zu Beginn der bolschewistisch-kommunistischen Revolution von dem zuständigen Ortsgeistlichen auf die absehbaren Ereignisse aufmerksam gemacht sei, um ihr zugleich die entsprechenden Verhaltensweisen zu erklären: die Kommunisten würden die Priester verschleppen, die religiösen Bücher vernichten und das offene Religionsbekenntnis unterdrücken bzw. die Gläubigen verfolgen. Um ihren Mitchristen zu helfen, solle sie zunächst den Katechismus auswendig lernen, damit sie das Glaubensgut auch ohne schriftliche Aufzeichnung weitergeben könne. Der Pfarrer unterwies sie dann, wie sie taufen und Ehen schließen solle, wozu er ihr eine Stola überließ. Auch über das Vorgehen bei Begräbnissen erhielt sie Anweisungen. Ein besonderes Vertrauen bewies der Pfarrer dem jungen Mädchen dadurch, daß er ihr in einem besonderen Versteck konsekrierte Hostien zurückließ, die sie unter entsprechenden Gebeten in besonders wichtigen Fällen mit einem Löffelchen an die Gläubigen austeilen solle. Kurze Zeit nach dieser ausführlichen Unterweisung bzw. Vorbereitung auf die Verfolgung wurde der Pfarrer verhaftet. Das Mädchen war aber in der Lage, das religiöse Leben ihrer Glaubensgenossen im Untergrund weiter zu gestalten.
Eine solche Vorbereitung soll für uns mit der Veröffentlichung "Gemeinden ohne Seelsorger" erreicht werden, in denen mit kirchlicher Autorität entsprechende Verhaltensweisen und Maßnahmen für die Diaspora-Christen gegebebn werden.
Ein katholischer Priester beweist seine Rechtgläubigkeit und seine Zugehörigkeit zur kath. Kirche in der heutigen Situation u.a. besonders dadurch, daß er die Gläubigen darüber aufklärt, wie sie sich zu verhalten haben, wenn er einmal nicht mehr ist bzw. was sie in ihrer Verlassenheit ohne ihn unter-nehmen können. Tut er das nicht, muß man annehmen, daß er unfähig ist, die heutige Situation richtig einzuschätzen, oder die Gläubigen sakramental bewußt oder ungewollt von sich abhängig machen möchte. Aber wenn sie von ihm abhängig sind, sind sie ohne ihn der Hilflosigkeit und der Desorientierung verfallen.
Ihr Eberhard Heller
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Treffen mit Fr. Krier:
Vom 19.-25.11.08 ist Fr. Krier wieder in Europa, um u.a. die Gemeinde in Marienbad zu besuchen und pastoral zu betreuen. Bei genügendem Interesse könnte in dieser Zeit eine solche Zusammenkunft (Katechese, Beichte, hl. Messe) auch für die Gläubigen im Bodenseeraum und den angrenzenden Gebieten organisiert werden. Interessenten melden sich bitte telefonisch bis zum 30.10. bei Herrn Reinhard Niedermann in St. Margrethen/Schweiz unter 071-7443434 (aus der Schweiz) oder 0041-71-7443434 (aus Deutschland oder Österreich). Bitte hinterlassen Sie Ihre Telefon-Nummer! Alle weiteren Informationen erhalten Sie dann rechtzeitig bis zum 10.11.08.
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Hinweis auf Bücher:
Wolfgang Schüler: "Benedikt XVI. und das Selbstverständnis der
katholischen Kirche - Eine Analyse seiner Verlautbarungen zur
subsistit-in-Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils" Wiesbaden 2008.
Der Econe nahe stehende Autor legt hier eine beachtlich genaue
Text-Untersuchung vor, die die subsistit-in-Auffassung als neues
Kirchenverständnis entlarvt. - Bestellungen über die Redaktion oder bei
der "Actio spes unica".
Bei der EDITION ANTAIOS, Rittergut Schnellroda, D - 06268 Albersroda (Tel./Fax: 034632/ 90941; E-Mail: verlag@edition-antaios.de) sind u.a. von Leon Bloy als Neuauflage erschienen: "Das Heil durch die Juden" und "Das Blut des Armen". Über Bloy: Alexander Pschera: "Léon Bloy".
Wie angekündigt hat sich die Redaktion bemüht, alte Schott-Meßbücher zu besorgen. Diese können bei der Redaktion für eine entsprechend geringe Spende bestellt werden. Ebenso liegen in gebundener (Buch-)Form die Jahrgänge 19/20, 28/29 und 30/31 (jeweils 1 Bd.) vor. Gegen eine Spende (für die Hefte) und die Übernahme der Kosten für das Buchbinden (je 12.- €, bzw. 8.- €} können diese Bände bei der Redaktion bestellt werden. Zu Werbezwecken können von der Redaktion alte Hefte gratis abgegeben werden, ebenso Goechhausens "Enthüllung des Systems der Weltbürger-Republik" mit den illuminatischen, geheimen Revolutionsplänen. Anruf bei der Redaktion genügt!
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