56. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2026
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1. Predigt über das Pfingstfest
2. Pfingsten – der Geburtstag der Kirche
3. Von Kraftideen, Himmelsgedanken und Gottessöhnen
4. Lügen im Heiligen Land
5. Abtreibung und Geschlechtsumwandlung
6. Warum die Zionisten bewußt den Antisemitismus fördern
7. Buchbesprechung: Michael Lüders:
8. Am Rande des Dritten Weltkriegs:
9. Das Ende des Westens
10. Die neue Weltordnung
11. Welche Philosophie? Thomas oder Fichte?
12. Rezension der Aufsätze
13. Überwachungskonzern Palantir und das Bekenntnis zum Krieg
14. Palantir ist die größte existenzielle Bedrohung
15. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
16. Mitteilungen der Redaktion
Nachrichten
 

Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...

 

Judenmission? – Nein danke

(KNA) Kurz vor Beginn der „Woche der Brüderlichkeit“ hat der Vorsitzende der Unter-kommission der Deutschen Bischofskonferenz für die religiösen Beziehungen zum Judentum, Bischof Heinrich Mussinghoff, das Verhältnis von katholischer Kirche und Juden als ausgezeichnet gelobt. Mussinghoff sagte dazu, Christen und Juden müssten auch weiterhin die Erinnerung an die Shoah pflegen und gegen Antisemitismus und Anti-Judaismus vorgehen. Zugleich aber müssten beide Seiten künftig auch ihre religiösen und ethischen Gemeinsamkeiten stärker öffentlich bewusst machen. „Der Einsatz für Religionsfreiheit, für soziale Gerechtigkeit oder für Toleranz gegenüber Minderheiten verbindet uns schon heute.“ Angesichts jüdischer Sorgen über die Verhandlungen des Vatikan mit der traditionalistischen Piusbruderschaft betonte Mussinghoff, dass die Kirche mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil einen „unwiderruflichen Weg des Dialogs, der Brüderlichkeit und der Freundschaft“ mit dem Judentum eingeschlagen habe. „Wenn die Piusbruderschaft sich wirklich mit der katholischen Kirche versöhnen will, dann wird sie diesen Weg mitgehen müssen“. - Nach dem hl. Paulus werden sich am Ende der Tage die Juden zu Christus bekehren. Er schreibt: „Verstockung kam über einen Teil von Israel, bis die Vollzahl der  Heiden eingetreten ist, und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: ’Aus Sion wird kommen der Retter, der wegnimmt die Gottlosigkeit von Jakob. Dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich hinwegnehmen werde ihre Sünden (Is. 59,20f.)“ (Röm. 11,25-27) Bereits vorher hatte er von den Juden gesagt: „Sie sind ja Israeliten, sie besitzen die Kindschaft, die Herrlichkeit, die Bündnisse, die Gesetzesgebung, den Gottesdienst und die Verheißungen; sie haben die Väter, und aus ihnen stammt dem Fleische nach Christus, der über allen steht als Gott hochgelobt in alle Ewigkeit.“ (Röm. 9,4 f.) Wie aber soll eine Bekehrung stattfinden, wenn die Juden das Christentum verweigert wird, wenn sie nicht auf das Studium des Neuen Testamentes hingewiesen werden, wenn eine Mission der Juden von den Reformern nicht nur unerwünscht, sondern direkt ausgeschlossen wird? Was würde der Evangelist Matthäus dazu sagen, dessen „gute Botschaft“ sich doch an die Juden richtet, um ihnen aus dem Alten Testament zu beweisen, daß Christus, den sie gekreuzigt hatten, der verheißene Messias ist? Aber hatte nicht Christus selbst gesagt: „Denn das Heil kommt aus den Juden – quia salus ex Judaeis est“ (Joh. 4,22)

Am eigenen Maßstab messen
 – EU

Brüssel finanziert indirekt Abtreibungen


 

Zweistellige Millionenbeträge sind in den vergangenen Jahren von der EU an Organisationen geflossen, die mit dem Geld Abtreibungen in Ländern der Dritten Welt finanzierten. Zwar hat die EU-Kommission mehrfach bestätigt, daß die Abtreibungsfrage nicht in ihrer Kompetenz liege und somit Gelder nicht für Projekte für oder gegen Abtreibung eingesetzt werden dürfen, trotzdem fließen die Mittel weiter. Erst im Herbst 2011 hatte EU-Justizkommissarin Viviane Reding diese Order betont, als sie von Ungarn Gelder zurückforderte, mit denen dort eine Kampagne gegen Abtreibung finanziert worden war. Nun muß sie sich an diesen Maßstäben messen lassen. Ein Bericht der Brüsseler European Dignity Watch (EDW) enthüllte nun am Dienstag dieser Woche, daß die beiden Organisationen International Planned Parenthood Federation (IPPF) und Marie Stopes International (MSI) in den vergangenen Jahren zweistellige Millionenbeträge empfangen haben, damit aber nicht nur Entwicklungshilfe leisten, sondern ihren eigenen Leistungskatalog bedienen. Dieser beinhaltet Beratung zu und Durchführung von Abtreibung, Schulung von medizinischem Personal, die „Pille danach“ und die Verteilung von Notfallpaketen zur Durch-führung von Schwangerschaftsabbrüchen mit Hilfe einer Vakuumpumpe. European Dignity Watch bemängelt, daß es zu zahlreichen Projekten keine Jahresberichte gebe, daß das Material unvollständig sei, offensichtlich Korrespondenz fehlte, die EU-Kommission jedoch weitere Auskünfte verweigere mit dem Hinweis auf die „finanziellen Interessen“ der Organisationen. Die Antwortberichte von IPPF und MSI bieten dennoch ausreichend Brisanz, um die EU in einen handfesten Skandal zu verwickeln. So gibt beispielsweise MSI freimütig Auskunft, 2008 und 2009 bei einem EU-finanzierten Projekt in Südafrika 3.619 Schwangerschaften „beendet“ zu haben. Das seien nur die Zahlen aus den EU-finanzierten Projekten, zusätzlich betreibt MSI dort offenbar noch weitere Kliniken. Gemäß ihrer eigenen Richtlinien müßte die EU-Kommission jetzt weitere Zahlungen sofort stoppen und bezahlte Gelder zurückfordern. Die USA haben das bereits 1997 getan und ihre Gelder an IPPF und den Bevölkerungsfonds der UN (UNFPA) mit der Begründung gestoppt, daß man Abtreibung nicht finanziere. Die fehlenden 34 Millionen der USA wurden von anderen ausgeglichen. Von der EU-Kommission.

(Birgit Kelle © JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co. vom  14/12 30. März 2012)
 
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