56. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2026
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1. Predigt über das Pfingstfest
2. Pfingsten – der Geburtstag der Kirche
3. Von Kraftideen, Himmelsgedanken und Gottessöhnen
4. Lügen im Heiligen Land
5. Abtreibung und Geschlechtsumwandlung
6. Warum die Zionisten bewußt den Antisemitismus fördern
7. Buchbesprechung: Michael Lüders:
8. Am Rande des Dritten Weltkriegs:
9. Das Ende des Westens
10. Die neue Weltordnung
11. Welche Philosophie? Thomas oder Fichte?
12. Rezension der Aufsätze
13. Überwachungskonzern Palantir und das Bekenntnis zum Krieg
14. Palantir ist die größte existenzielle Bedrohung
15. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
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Anmerkungen zur kirchlichen Situation
 

Anmerkungen zur kirchlichen Situation

 

von

Nicolaas-Maria Hettinga

übersetzt von Elisabeth Meurer

 

Kaiser Heinrich IV., der 1077 nach Canossa ging, hatte zuvor die Autorität Papst Gregors VII.  geleugnet. Folglich waren er und all seine Untertanen von da an „unter Interdikt“, bis die Ordnung wieder hergestellt war.

 

Nachdem Angelo Roncalli die Anordnung des Kanons 2335 (1917, lies. Gottes) ignoriert hatte, ging er als Usurpator-“Papst“ aus dem Konklave hervor, das nach dem Ableben Papst Pius' XII. am 09.Okt.1958 einberufen wurde. Und, um es noch schlimmer zu machen, berief er „jenes Kon-zil (1962/-68)“ ein; eines folgte aufs andere: Er riss aus ganz praktischen Gründen – mit Aus-nahme namentlich nur vergleichsweise weniger Gläubiger – die ganze römisch-katholische Kirche (lies: das, was es seit jeher gewagt hat, vor der Welt als solche zu erscheinen), in Schisma, Häresie und Apostasie. So brachte er ein weltweites Interdikt mit sich, und über sie: Und dies ist jetzt schon unwiderruflich!

 

Genauso, wie U. L. F. Maria, zusammen mit ein paar Nachfolgern Jesu, auf Kalvaria unter dem Kreuz stand, macht der mystische Leib Jesu Christi, der Rest der wahren heiligen Kirche auf Erden, seine Agonie durch und erleidet eventuell den Tod wie sein Meister und Haupt. Und genauso, wie die Nachfolger Jesu am Abend vorher die heilige Kommunion empfangen hatten und bis nach Seiner Auferstehung auf sie verzichten mussten, werden auch wir ohne die Sakramente auskommen müssen, bis Jesus selbst – oder Sein legitimer Stellvertreter – zurückkehrt: als ob auch wir unter Interdikt wären! Aber Jesus wird immer mit uns sein – zusammen mit Seiner Mutter, der seligen Jungfrau Maria: „sogar bis an das Ende der Welt“! (Mt XXVIII, 20)

 

 „Globales Interdikt“ , ... (einige sagen: „Jetzt aber!“) (ODER...) ... aber wenn, genauso wie zu der Zeit jener Hoherpriester Kaiphas das Todesurteil über unseren Herrn Jesus Christus verkündete, hat Giovanni-Battista Montini in dieser Zeit, das Ephod auf der Brust, das gleiche mit dem mystischen Leib Jesu Christi getan; und wenn Er vorher zu Petrus gesagt hatte: „Weiche von mir, Satan; du bist mir ein Ärgernis, denn du denkst Menschengedanken, nicht Gottes Gedanken“ (gem. Mt. XVI, 26); warum denn müssen wir auf jede mögliche Art und um jeden Preis wünschen bis zum Ende, den Aufbau und Inhalt des mystischen Leibes Christi beizubehalten – angeblich um den Schein zu wahren; als ob wir – ähnlich wie Petrus – einfach nicht wahrhaben wollten, was uns befallen hat? Und während unser Herr Jesus Christus im Garten von Gethsemani unter schreck-licher Todesangst stand - die drei Jünger schliefen fest - und verhaftet wurde, während alle von ihnen in großer Panik die Flucht ergriffen, würden wir Ihm dann nicht besser in Seiner äußersten Einsamkeit Gesellschaft leisten? (Anm. d. Übers.: Nicht alle Jünger sind bei der Verhaftung Jesu getürmt! Johannes der Evangelist, der Lieblingsjünger Jesu, stand mit Maria unterm Kreuz. Da sollten wir besser auch stehen!) Oder scheuen wir die Einsamkeit, die unser Herr Jesus Christus um unsertwillen durchgemacht hat, und sind wir einfach nicht willens oder darauf vorbereitet, sie für Ihn – und zusammen mit Ihm – zu erdulden?

 

Dass in der ganzen Welt diejenigen, die einmal römisch-katholisch genannt wurden, sich nun mit dem identifizieren, was seit Mitte der sechziger Jahre (des 20. Jahrhunderts, d. Übers.) immer noch den Nerv hat, als die röm.-kath. Kirche zu gelten (wie die Alten sie in Erinnerung haben), unter dem Management J. Ratzingers alias Benedikt XVI. (und seiner 4 Usurpatoren-Vorgänger); dass außerdem zahllose Gruppen unter ihren Leitern (oftmals Priester, die aus eigener Initiative handeln, ohne eine Hierarchie, geschweige denn einen Papst, die einander kaum kennen und unfähig sind, irgend etwas zum Aufbau einer Einheit zu tun) nach bestem Vermögen versuchen, ihren Glauben zu praktizieren und zu leben, wie wandernde Lämmer und Schafe; dass es auch diejenigen gibt, die (anstatt sich mit den Zerstreuten zu verbinden) selbst versucht haben, direkt „eine Angel zum Himmel auszuwerfen“: All das hat mich, nach ausführlichem Nachdenken, dazu gebracht, die schrecklichen Zeiten, die wir jetzt durchleben, so zu sehen, wie sie unsere Vorfahren in der Vergangenheit unter einem Interdikt durchmachen mussten. Wie z. B. unter Kaiser Heinrich IV., der 1077 nach Canossa ging! Wenn das damals ein regionales oder lokales Interdikt genannt wurde, so können wir gut und gerne das, was jetzt über uns gekommen ist, ein weltweites „Interdikt“ nennen! - Oktav von Mariä Himmelfahrt 2010
 
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