56. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2026
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1. Predigt über das Pfingstfest
2. Pfingsten – der Geburtstag der Kirche
3. Von Kraftideen, Himmelsgedanken und Gottessöhnen
4. Lügen im Heiligen Land
5. Abtreibung und Geschlechtsumwandlung
6. Warum die Zionisten bewußt den Antisemitismus fördern
7. Buchbesprechung: Michael Lüders:
8. Am Rande des Dritten Weltkriegs:
9. Das Ende des Westens
10. Die neue Weltordnung
11. Welche Philosophie? Thomas oder Fichte?
12. Rezension der Aufsätze
13. Überwachungskonzern Palantir und das Bekenntnis zum Krieg
14. Palantir ist die größte existenzielle Bedrohung
15. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
16. Mitteilungen der Redaktion
Mitteilungen der Redaktion, Hinweise
 

Mitteilungen der Redaktion

Fest des hl. Pius V., 5.5.2012

Sehr verehrte Leser,

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unser längst verstorbener Mentor, H.H. Dr. Katzer, der zu Beginn unserer Bemühung, den Glauben zu bewahren, unsere Grundposition mit ausgestaltet und formuliert hatte, fragte einmal in einer Diskussion über die kirchliche Situation Mitte der 70iger Jahre, welches wohl der bitterste Augenblick im Leben Jesu gewesen wäre. Nach einiger Zeit des Schweigens - dafür kamen doch wohl viele Momente in Frage -, gab er die Antwort selbst. Der traurigste oder bitterste Moment sei für Christus der gewesen, wo er am Gründonnerstag im Abendmahlssaal die Worte über den Kelch sprach: "Das ist der Kelch meines Blutes, des neuen und ewigen Bundes (…), das für euch und für viele vergossen wird (…)."…, wissend, daß nicht alle sein Opfer als Sühne annehmen, daß sie verloren gehen würden.

 

Eine ähnliche Schlüsselstelle nimmt für mich das Evangelium vom zweiten Sonntag nach Ostern ein: "Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe." (Joh. 10,11) Unwillkürlich muß ich bei diesen Worten an das klerikale Versagen unserer Tage denken. Da es aber keinen Zweck hat zu jammern, versuche ich als Redakteur einer Zeitschrift, die sich intensiv mit dem Problem der Restitution beschäftigt hat - das letzte Mal im Dezember 2011 -, Ihnen, verehrte Leser, Hilfen anzubieten, von denen ich annehme, daß Sie Ihre geistige Verselbständigung fördern können. Viele hat die Entwicklung überrollt. Sie sind aufgewacht und merken, daß sie im falschen Film sitzen. Sie fühlen sich wie Vögel, die aus dem Nest gefallen sind. Weil es keine Hilfe von den Helfern gibt, müssen wir versuchen, uns aus der zunehmenden diasporalen Vereinzelung zu befreien, wir müssen uns sammeln und in Kontakt bleiben, was bei den vielfältigen technischen Möglichkeiten, die uns heute zur Verfügung stehen, kein Problem sein dürfte. (Meine Tochter bringt mir jetzt das Skypen bei.) Hilfreich ist dabei auch auf die zurückzugreifen, die wie der hl. Paulus als Heiden-Apostel die Gemeinden außerhalb von Judäa aufgebaut hat, wie er mit ihnen per Brief korrespondiert, wie er sie belehrt, aber auch tadelt. Besonders eindringlich sind aber Christi Worte selbst, mit denen er vor seiner Himmelfahrt die Jünger tröstete: "Es ist gut für euch, daß ich fortgehe; denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Helfer nicht kommen (…). Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch hinführen zur vollen Wahrheit." (Joh. 16,7-13)

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes Pfingstfest.

 

Ihr Eberhard Heller

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Titelbild: Pfingsten, St. Peter, München, rechter Seitenaltar; Foto: E. Heller

Redaktionsschluß: 5.5.2012

 
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