56. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2026
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Ausgabe Nr. 9 Monat November 2004
Widerstand? - Fehl(er)anzeige!


Ausgabe Nr. 11 Monat Dezember 2004
Die Allerheiligste Dreifaltigkeit


Ausgabe Nr. 4 Monat April 2004
Joseph Görres


Ausgabe Nr. 6 Monat Oktober 2005
Ein terminologisches Dilemma


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2005
Unfreundliche Betrachtungen


Ausgabe Nr. 11 Monat december 2005
The Holy Trinity


Ausgabe Nr. 11 Monat december 2005
La Sainte Trinité


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2006
Am Scheideweg


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1971
Einige präzise Fragen an Herrn Professor Schmaus


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 1971
WAHNSINN


Ausgabe Nr. 2 Monat März 2003
Orthodoxie und europäische Identität


Ausgabe Nr. 3 Monat April 2003
Die Irrtümer des Johannes Rothkranz


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2002
Buchbesprechung


Ausgabe Nr. 3 Monat Mai 2002
Welche Bedeutung hat der Kanon 1366 § 2 des CIC


Ausgabe Nr. 4 Monat Juli 2002
AN DIE PRIESTER


Ausgabe Nr. 1 Monat April 2000
Der heilige Anselm von Canterbury


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 2000
Der selige Oliver Plunket


Ausgabe Nr. 6 Monat Dezember 2000
Linientreue Zwerge


Ausgabe Nr. 6 Monat Dezember 2000
MITTEILUNGEN DER REDAKTION (dt/espa)


Ausgabe Nr. 7 Monat Oktober 1971
FRIEDRICH HEINRICH JACOBIS


Ausgabe Nr. 3 Monat August 1999
Warum die Einsicht Ecône unterstützt


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1999
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 1998
ERWIDERUNG AUF DIE STELLUNGNAHME VON DR. E. HELLER


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1998
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1997
Buchbesprechungen


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1997
Buchbesprechungen


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1997
SEKTIERERTUM ALS VORGABE


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 1993
DER HL. ALBERTUS MAGNUS


Ausgabe Nr. 5 Monat Februar 1994
ZUM PROBLEM DER ERFORDERLICHEN INTENTION BEI DER SAKRAMENTENSPENDUNG


Ausgabe Nr. 4 Monat November 1996
VERSINKT DER KATHOLISCHE WIDERSTAND... (Anmerkungen)


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1996
Buchbesprechungen


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1995
WELCHE PHILOSOPHIE? - Einleitung


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1995
WELCHE PHILOSOPHIE? -Fortsetzung


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 1995
NUR NOCH AUSLAUFMODELL?


Ausgabe Nr. 5 Monat März, Doppelnr. 5-6 1996
WELCHE PHILOSOPHIE? 2. Teil


Ausgabe Nr. 13 Monat June 2011
La Santisima Trinidad


Ausgabe Nr. 3 Monat September 1994
LESERBRIEFE


Ausgabe Nr. 4 Monat Mai 2006
Leserbriefe zu dem Beitrag Am Scheideweg


Ausgabe Nr. 3 Monat September 2013
Die Irrtümer des II. Vatikanums und ihre Überwindung


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1984
DIE LÄSTERUNG DES GEISTES


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1980
EINSICHT!


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1980
PRÄZISE ZIELE!


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 1980
EINSICHT!!


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1980
DIE KATZE LÄSST DAS MAUSEN NICHT.


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar 1981
IM VERTRAUEN AUF GOTT!


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2006
Und ihr werdet sein wie Gott


Ausgabe Nr. 3 Monat September 1979
DASS (...) DER WAHRHEIT DIE EHRE GEGEBEN WIRD


Ausgabe Nr. 3 Monat September 1979
UNSCHULD UND SCHULD DER FRAU IN DOSTOJEWSKIJS WERK


Ausgabe Nr. 7 Monat April 1980
JOHANNES PAUL II.


Ausgabe Nr. 7 Monat April 1980
STELLUNGNAHME GEGEN DIE VORWÜRFE, DIE GEGEN DAS VON DER SAKA GEPLANTE SEMINAR GERICHTET SIND.


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
EN LA ENCRUCIJADA


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
À la croisée des chemins


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
At the crossroads


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
Y seréis como Dios (Gn. 3, 5)


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
And thou wilt be like God (Gen. 3,5)


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1975
DER VERABSCHEUTE DIENST


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 1975
EHE, FAMILIE UND ERZIEHUNG


Ausgabe Nr. 13 Monat September 2007
LA SANTISIMA TRINIDAD


Ausgabe Nr. 13 Monat September 2007
Et vous serez comme Dieu


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 2008
Zum 50. Todestag des katholischen Dichters Reinhold Schneider


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2008
Die prinzipielle Offenbarung Gottes und die konkrete Offenbarung


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2009
Die Erfassung der Einheit (des Wesens) Gottes


Ausgabe Nr. 2 Monat April 2009
Dokumente zum Fall Williamson


Ausgabe Nr. 3 Monat August 2009
Die Wahrheit ist einfach


Ausgabe Nr. 12 Monat September 2009
The Truth is simple


Ausgabe Nr. 11 Monat giugno 2010
Al crocevia


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2011
A. 9- 13. a-b Ist das Kirchenvolk in der Konzilskirche erhalten?


Ausgabe Nr. 13 Monat June 2011
E sarete come Dio (Gn. 3, 5)


Ausgabe Nr. 13 Monat June 2011
Al crocevia


Ausgabe Nr. 3 Monat Sptember 2011
Das Reich Gottes 'haben wollen'


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
DIE THEORIE DER INTERPERSONALITÄT IM SPÄTWERK J.G. FICHTES


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Einleitung


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel I


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel II


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel II, Forts. 1


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 1


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 2


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 3


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 4


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 5


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 6


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 7


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 8


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 9


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel IV


Ausgabe Nr. 3 Monat September 2012
Mitteilungen der Redaktion, Hinweise


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2012
Mitteilungen der Redaktion, Hinweise


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 2013
Hinweis: Promotion von Eberhard Heller


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 2013
Neues aus dem finsteren Land Absurdistan


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2014
Wie Christus als Gottes Sohn erkannt werden kann - weiterführende Betrachtungen


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2014
Moderne Sozial- und Schulpolitik


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2015
Gehört der Islam zu Deutschland?


Ausgabe Nr. 4 Monat September 2015
Die Irrtümer des II. Vatikanums und ihre Überwindung durch die Erkenntnis Christi als Sohn Gottes


Ausgabe Nr. 4 Monat September 2015
Fortsetzung I: Wie Christus als Gottes Sohn erkannt werden kann - weiterführende Betrachtungen


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 2019
Himmelfahrt Christus im Herzen


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 2019
Ich rufe dich bei Deinem Namen: Mein bist Du


Ausgabe Nr. 2 Monat März 2020
Mitteilungen der Redaktion


Ausgabe Nr. 3 Monat Mai 2020
Gedanken zu „Einsicht“, Sept. 2015, Dr. E. Heller


Ausgabe Nr. 4 Monat Juni 2020
The Errors of Vatican II and their defeat through Recognizing Christ as Son of God


Ausgabe Nr. 4 Monat Juni 2020
How Christ can be recognized as Son of God – further reflections


Ausgabe Nr. 5 Monat Juni 2020
Los errores del Vaticano II y su superación gracias al conocimiento de Cristo como Hijo de Dios


Ausgabe Nr. 5 Monat Juni 2020
Cómo se puede conocer a Cristo como Hijo de Dios: nuevas consideraciones


Ausgabe Nr. 6 Monat Juni 2020
Comment le Christ peut être reconnu comme le Fils de Dieu


Ausgabe Nr. 6 Monat Juni 2020
Les erreurs de Vatican II


Ausgabe Nr. 7 Monat Juli 2020
Buchbesprechung:


Ausgabe Nr. 4 Monat August 2021
Der Herr ist der Geist


Ausgabe Nr. 3 Monat Juni 2022
Zum 80. Geburtstag von Dr. Eberhard Heller


Ausgabe Nr. 4 Monat September 2022
Fanatismus im Islam und im Christentum?


Ausgabe Nr. 5 Monat November 2022
Wie im Islam


Ausgabe Nr. 4 Monat August 2023
Herr und Knecht


Ausgabe Nr. 5 Monat August 2024
Anmerkungen Nur noch Auslaufmodell


Ausgabe Nr. 5 Monat November 2025
Seelsorgerliches Wirken von P. Michael Mutter


Ausgabe Nr. 5 Monat November 2025
Herr und Knecht


Ausgabe Nr. 3 Monat Mai 2026
Welche Philosophie? Thomas oder Fichte?


Gehört der Islam zu Deutschland?
 
Gehört der Islam zu Deutschland?

von
Eberhard Heller


Die Ereignisse um die Terrorattacken auf die Redaktion des Satire-Magazins "Charlie Hebdo" und den jüdischen Supermarkt in Paris durch junge Islamisten, die in Frankreich geboren waren, die in dem Zeitraum vom 7. bis 9. Januar insgesamt 17 Todesopfer forderten - die erschossenen Terroristen mit eingeschlossen - haben in ihrer Reaktion da-rauf die ganze Verlogenheit offen gelegt, mit der die Debatte über Islam und Islamismus europaweit geführt wird.

So hat man sich kritiklos millionenfach mit den Machern von "Charlie Hebdo" solidarisch erklärt "Je suis Charlie" („Ich bin Charlie“) und deren Religionsverhöhnung, die nicht nur dem Islam, sondern auch dem Christentum galt, obwohl die Karikaturen aus diesem Magazin z.B. in den USA aus Rücksicht auf die Gefühlslage der Moslems nicht veröffentlicht wurden. Die Karikaturisten waren nicht Opfer einer Kampagne gegen die Pressefreiheit, sondern diese galt jenen Personen, die die religiösen Überzeugungen Andersgläubiger in den Dreck gezogen haben - das bringen auch die Proteste in der islamischen Welt zum Ausdruck nach Erscheinen der neuesten Nummer von "Charlie Hebdo". In Niger wurden allein 72 Kirchen zerstört! Und ich darf für mich in Anspruch nehmen: "Ich bin nicht Charlie".

Um wohl das Scheitern ihrer Integrationspolitik zu kaschieren, hatte Angela Merkel im Zusammenhang mit der Stellung der islamischen Bevölkerung in Deutschland am 12. Januar 2015 im Kanzleramt gesagt: "Der Islam gehört zu Deutschland", jenen fatalen Satz, den bereits vier Jahre vorher der damalige Bundespräsident Christian Wulff zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit am 3. Oktober 2010 aufgestellt hatte. Spiegel-Online vom 12.1.2015: "Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) räumt dem Islam einen festen Platz in der deutschen Gesellschaft ein. Bei einem Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu im Berliner Kanzleramt sagte sie: "Der frühere Bundespräsident Christian Wulff hat gesagt: Der Islam gehört zu Deutschland. Und das ist so. Dieser Meinung bin ich auch." Und das unmittelbar nach den Pariser Anschlägen, bei denen sich die Attentäter eindeutig als Islamisten, d.i. Anhänger des Islam bekannten. Sie sollen gerufen haben: "Allahu Akbar!" ("Gott ist am größten")

Nicht nur, daß dieser Satz in der eigenen Partei, der CDU, auf große Ablehnung stieß, sondern auch für eine öffentliche Debatte um die Äußerungen jener Kanzlerin sorgte, die für sich in Anspruch nimmt, die Interessen aller Deutschen zu vertreten. In FOCUS-Online vom 20.1.2015 nimmt Thilo Sarrazin, der bekannte Politiker, der der deutschen politischen Elite bereits früher totales Versagen hinsichtlich des Umgangs mit Migranten vorgeworfen hatte, Stellung. "Thilo Sarrazin hat Kanzlerin Merkel wegen ihrer Aussage, der Islam gehöre zu Deutschland, kritisiert und die Pegida-Demos verteidigt. Der frühere SPD-Politiker stört sich vor allem daran, dass ein wachsender Teil der muslimischen Mitbürger in Europa die westliche Werteordnung nicht teilt."

Auch der Abgeordnete Bosbach kritisiert seine Chefin: „Der gesamte Islam mit all seinen Strömungen wie Islamismus und Salafismus gehört ebensowenig zu Deutschland wie die Scharia, die in weiten Teilen mit unserer Rechts- und Werteordnung völlig unvereinbar ist.“ Weiter soll er gesagt haben, welche Spielart des Islam sie - Merkel - denn meine, den terroristischen oder den friedlichen.

Damit war zumindest eine ideologische Grenze gezogen. Im Zusammenhang mit unseren generellen Überlegungen zum Thema religiöser Grenzziehungen, die sowohl das moderne Judentum als auch den Islam betreffen, versuchen wir zu klären, ob es in der Tat eine solche Grenzziehung gibt, durch die man den Islam in zwei Varianten aufteilen kann, und ob sich eine solche Aufspaltung legitimieren läßt.

Ein Leser der EINSICHT, der schon Jahrzehnte mit uns in Verbindung steht und ein hervorragender Kenner des Islam ist, wovon sein Artikel in unserer Zeitschrift aus dem Jahre 2003 zeugt, hat mir einmal berichtet, daß sowohl der Ursprung des Koran und seine Authentizität als auch die Biographie Mohammeds keineswegs wissenschaftlich durchgehend für erforscht gelten dürfte, zumal sich an der religionswissenschaftlichen Aufarbeitung und Klärung der zentralen Fragen keine und nur sehr wenige Forscher aus dem Islam beteiligen würden. Diese Forschungsarbeit würde in der Hauptsache von westlichen Theologen (in der Diktion der Mohammedaner: von Ungläubigen) betrieben. So würde die Textlage des Koran, in dem sich teilweise Sentenzen, in denen von Allah als dem Barmherzigen die Rede ist, abwechseln mit Abschnitten, in denen Haßtiraden gegen Andersgläubige ausgestoßen werden, selbst schon dazu verführen, von zwei Autoren zu reden. Auch die Autorschaft eines Rabbiners wird diskutiert.

Unter diesen Voraussetzungen der ungenügenden Sachklärung lassen sich dann auch nur Erklärungen abgeben, die nur unter Vorbehalt gemacht werden können, also nur eingeschränkt gelten können.

Liest man nun einmal unvoreingenommen den Koran, der dem Islam als Offenbarungsschrift Allahs gilt, so lassen sich in ihm Aussprüche festhalten, in denen in verschiedenen Suren von der Barmherzigkeit Allahs die Rede ist (z.B. Sura Az-Zumar/Vers 53) und weitere Hadiths (d.s. Berichte über Allahs Güte: "Wahrlich, Meine Barmherzigkeit überwiegt Meinen Zorn." (Nummer des Hadith im Sahih Muslim [Nur auf Arabisch]: 4939)

Aber es lassen sich auch Aussprüche festhalten, in denen im Koran von Allahs Unbarmherzigkeit gesprochen wird, ja in denen er das Töten der Ungläubigen zur Pflicht macht. Ich führe nur einige auf:
- Sure 2:191: “Und tötet sie, wo (immer) ihr sie (die Ungläubigen) zu fassen bekommt.” -
- Sure 2:193 “Und kämpft gegen sie, bis niemand (mehr) versucht, (Gläubige zum Abfall     vom Islam) zu verführen, und bis nur noch Allah verehrt wird”
- Sure 4:91 “Und wenn sie sich nicht von euch fernhalten und euch (nicht) ihre Bereitschaft erklären, sich (künftig) friedlich zu verhalten, und ihre Hände (nicht vom Kampf gegen euch) zurückhalten, dann greift sie und tötet sie, wo (immer) ihr sie zu fassen bekommt!”
- Sure 22, 10,20 „Für die Ungläubigen sind Kleider aus Feuer bereitet, und siedendes Wasser soll über ihre Häupter gegossen werden, wodurch sich ihre Eingeweide und ih-re Haut auflösen. Geschlagen sollen sie werden mit eisernen Keulen.“

Es lassen sich gut 200 solcher Stellen finden.

Man könnte angesichts dieser Textlage wohlwollend meinen, der Koran sei ambivalent. Es gebe die radikale Auslegung, die sich die Terroristen zu eigen machen (oder die ISIS-Leute, die sogar vorrangig gegen sogenannte liberale Mohammedaner vorgingen - so hat vor kurzem ein ISIS-Kommandeur deutscher Herkunft 13 Jungen erschießen lassen, weil sie ein islam-untypisches Fußballspiel im Fernsehen angeschaut hatten) und die gegen die Feinde des Islam den heiligen Krieg führen. Es gebe aber auf der anderen Seite auch die friedliebenden Moslems, die mit ihren nicht-muslimischen Nachbarn verbunden sein möchten.

Da eine solch ambivalente Betrachtungsweise des Islam, die ihren geistigen Nährboden u.a. in den Beschlüssen des II. Vatikans hat, wo in „Lumen Gentium“ u.a. der Absolutheitsanspruch der Kirche aufgegeben wurde zugunsten konkurrierender Religionsmodelle: Islam und Judentum. Als bestimmendes Moment wird die Aufgabe des Absolutheitsanspruches manifestiert in den Dokumenten des II. Vatikanums. In ihnen schlägt diese Auffassung durch, daß die Kirche nicht die allein seligmachende Heilsinstitution ist. So heißt es z.B.: "Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat" ("Nostra Aetate", Art. 3). Ferner: "Der Heilswille umfaßt aber auch die, die den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslime, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird" ("Lumen gentium", 16. Kap.) Hier wurde der Synkretismus installiert, mit dessen multikultureller Variante wir es im politischen Bereich zu tun haben. Und wegen der religiösen Fixierung in der Reformkirche müssen wir letztendlich zurückgehen auf dessen ursprüngliche Absicht, weil ohne Richtigstellung in diesem Bereich auch keine umfassende Lösung im politischen Bereich in Sicht kommen wird.

Es ist unbestritten, daß die meisten hier in Deutschland lebenden Muslime keineswegs zum Terror aufrufen würden. Die meisten nehmen an der allgemeinen Prosperität bei uns teil. Ohne diese gegenseitige Toleranz würde auch deren wirtschaftliche Situation gefährdet.

Aber kann man es bei der von der "Political Correctness" so gerne angeführten Ambivalenz des Islam belassen, der wie ein Januskopf auf der einen Seite die Fratze des Terrors zeigt, und auf der anderen uns das Lächeln des Wohlwollens entgegenstrahlt, wobei nach Meinung von Frau Merkel und Co. uns nur das freundliche Gesicht zugewandt ist. Keineswegs!

Allein unter Beachtung des deutschen Grundgesetzes hat selbst der Islam mit dem friedlichen Gesicht erhebliche Defizite, die das Lächeln zur Grimasse erstarren lassen. So ist die Position, die der Islam den Frauen zubilligt, grundgesetzwidrig, ebenso die Auffassung, wonach Verträge mit Ungläubigen, also mit dem kleinen Rest deutscher Bürger, laut den Vorschriften des Koran nicht eingehalten werden müssen.

Daß unsere muslimischen Mitbürger aus der Türkei oder den arabischen Ländern dennoch vertragstreu sind und bleiben, hebt die Auffassung des Islam als solchem nicht auf, zumal es auch hier in Deutschland massive Anstrengungen gibt zur Errichtung einer Parallelgesellschaft, eines deutschen Kalifates mit der Einführung der Scharia. Es gibt sogar Bestrebungen von anglikanischen Würdenträgern, die in der Tat für eine doppelte Rechtsprechung in England plädieren: für eine englische (wie bisher) und die Scharia.

Und wie schaut es bei uns aus? "Integration wird inzwischen selbst von manchen sich weltoffen dünkenden Amtsträgern, Politikern und Kirchenvertretern so verstanden, daß wir fremde Gebräuche bei uns integrieren sollen. Moslemischen Beerdigungsritualen wurde entgegen unseren aus hygienischen Gründen bewährten Gepflogenheiten ebenfalls nachgegeben wie es auch in einzelnen Bundesländern bereits größtes Entgegen-kommen bezüglich moslemischer Feiertage und etliches mehr gibt. Zunehmend werden religiöse Motive als Milderungsgrund bei Straftaten berücksichtigt. Die Herkunft der Täter wird nach Möglichkeit verschwiegen, um Ruhe zu bewahren, dabei quellen unsere Strafanstalten von “Nichtdeutschen” über. Probleme, wie die selbst von aufgeschlossenen Frauen moslemischen Glaubens angeprangerte Unterdrückung von Frauenrechten, Zwangsheirat, Ehrenmorde und der implizierte Gruppenzwang werden verschwiegen und beschönigt." (Alfred Degenbach in "Hintergründe" 1581 vom 9.1.2015)

Wie sich der Islam zeigt, dort wo er fast staatliche Hoheit und Anerkennung erfährt wie in Pakistan, ist die Christenverfolgung im Gange, selbst in der europa-nahen Türkei werden Christen im Namen des Islams zu Tode gefoltert. Man besuche nur einmal die Internet-Seite von "Open doors"(https://www.opendoors.de/) und lese dort die Stellungnahme zum Islam von Markus Rode: "40 der 50 auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex aufgeführten Länder haben muslimische Regierungen und sind vom Islam geprägt. Für die weltweit zunehmende Christenverfolgung gilt der islamische Extremismus als wesentliche Triebkraft. Markus Rode, der Leiter von Open Doors Deutschland, erinnert in seinem Kommentar vor dem Hintergrund der aktuellen Islamdebatte daran, wie verfolgte Christen den Islam erleben und wie ihre derzeitige Lebensrealität in islamischen Ländern konkret aussieht. Lesen Sie bei "Open doors" auch den Kommentar "Wie verfolgte Christen den Islam erleben".

Ein ehemaliger Kommilitone von mir, Mahmoud Zakzouk, der sich hier in München mit Fichtes Philosophie beschäftigt hatte, in der die Gewissensfreiheit einen sehr hohen Stellenwert einnimmt, und der als freundlich und zurückhaltend galt, forderte als nachmaliger Religionsminister in seinem Land die Todesstrafe für diejenigen, die z.B. vom Islam zum Christentum konvertieren (wollen).

Oder man denke an das Rechtssystem in Saudi-Arabien, dem Deutschland seine Panzer liefert, in dem ein kritischer Blogger zu 1000 Peitschenhieben verurteilt wird - eine Strafe, die er nicht überleben wird. So zeigt sich der ganz normale Islamismus dort, wo er Staatsreligion ist, wo es keine Unterschiede von Religion und Politik gibt, wo also im Namen Allahs bestraft wird. Es geht also nicht um die ISIS-Leute, die Andersgläubigen die Köpfe abrasieren.

Also gemeint sind die gemäßigten Islamvertreter, die ich vorher beschrieben habe, deren Einstellungen jedoch mit deutschem Recht nicht kompatibel sind, die gegen dieses massiv verstoßen, die dennoch von der Reform-Kirche gefeiert werden, weil sie "mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird". ("Lumen gentium", 16. Kap.)

Man will an einem Modell des Synkretismus festhalten bzw. auf politischer Ebene an dem des Multikulturismus, der einfach deswegen nicht funktionieren kann und wird, weil beide Religionen - das Christentum und der Islam - von nicht vereinbaren Grundprinzipien leben, die je verschiedene Kulturen geprägt haben, die different sind und bleiben, weil es keine Übereinstimmung gibt… außer eine Seite gibt ihre Identität auf.

Und damit sind wir wieder bei Frau Merkel. Wenn sie sagt, der Islam gehöre zu Deutschland, heißt das zugleich: die deutschen Grundwerte und -gesetze dürfen mißachtet werden, es dürfen Parallelgesellschaften entstehen, die Scharia käme in Geltung, die Zwangsverheiratung wäre ein ganz normaler Vorgang.

Soweit mir bekannt, hat Frau Merkel Naturwissenschaften studiert. Als solche kann sie uns, der deutschen Nation, etwas über die Vor- und Nachteile von Glühbirnen berichten. Aber sie sollte ihren Mund halten, wenn es um Fragen der Religion und der Kultur geht. Ihr leichtfertiges, gefährliches Geschwätz ist zwar nicht so gefährlich wie die Preisgabe von Gottes Absolutheitsanspruch durch die sog. Reform-Kirche, aber im politischen Alltag hat sie falsche Hoffnungen und Kräfte geweckt, die andere wieder eindämmen müssen.

Nein, der Islam gehört nicht zu Deutschland!!!
 
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