PAULS VI. ANTWORT
Achtzehn Tage nach der Gebetsnacht auf dem Petersplatz, am 16. Juni 71,
hat die im Auftrag Pauls VI. handelnde "Kongregation für die
Gottesdienstordnung eine klare und eindeutige Antwort allen denen
gegeben, die von Paul VI. noch immer etwas Positives erwarten. Wer
jetzt noch nicht klar sieht, dem ist von Menschen nicht mehr zu helfen:
Wie AP aus Rom berichtet, sind am 16.6.1971 die Priester der
römischkatholischen Kirche in aller Welt von der vatikanischen
Kongregation für die Gottesdienstordnung angewiesen worden, bei der
Meßfeier künftig nur noch die vom II. Vatikanischen Konzil beschlossene
reformierte Liturgie zu verwenden. Allerdings tritt diese Anordnung
erst in Kraft, wenn die Bischofskonferenzen in den einzelnen Ländern
der Übersetzung des neuen römischen Meßbuches in die jeweilige
Landessprache zugestimmt haben. Mit diesem Schachzug hat Paul VI. dafür
gesorgt, daß auch jeder einzelne eine Diözese regierende Bischof durch
seine Billigung wesentlichen Anteil an dieser weltweiten Blasphemie
hat; damit ist in Zukunft aller eventuellen Kritik aus den Reihen
dieser Bischöfe an weiteren, die Kirche noch weiter in den Abgrund
stürzenden Maßnahmen Pauls VI. die Grundlage entzogen.
Die SZ schreibt am 18.6.1971 dazu: "Der Vatikan hat mit diesem Schritt
der bisherigen "tridentinischen Messe" ein Ende bereitet und
Traditionalisten eine Absage erteilt, die noch an Pfingsten auf dem
Petersplatz in Rom für eine Rückkehr zur alten Meßfeier demonstriert
hatten. - Nach der vom II.Vatikanum beschlossenen und jetzt verbindlich
gewordenen Reform kann die Messe in ihrer im neuen Missale Romanum
festgelegten Form entweder ganz in der jeweiligen Landessprache,
teilweise oder aber auch ganz in Latein gefeiert werden, besonders
dann, wenn sich unter den Gottesdienstbesuchern Angehörige mehrerer
Sprachengruppen befinden. Aber auch bei der Verwendung der lateinischen
Sprache müssen sich Priester und Gemeinde an den neue Texte halten."
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