56. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2026
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Ausgabe Nr. 9 Monat November 2004
Widerstand? - Fehl(er)anzeige!


Ausgabe Nr. 11 Monat Dezember 2004
Die Allerheiligste Dreifaltigkeit


Ausgabe Nr. 4 Monat April 2004
Joseph Görres


Ausgabe Nr. 6 Monat Oktober 2005
Ein terminologisches Dilemma


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2005
Unfreundliche Betrachtungen


Ausgabe Nr. 11 Monat december 2005
The Holy Trinity


Ausgabe Nr. 11 Monat december 2005
La Sainte Trinité


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2006
Am Scheideweg


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1971
Einige präzise Fragen an Herrn Professor Schmaus


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 1971
WAHNSINN


Ausgabe Nr. 2 Monat März 2003
Orthodoxie und europäische Identität


Ausgabe Nr. 3 Monat April 2003
Die Irrtümer des Johannes Rothkranz


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2002
Buchbesprechung


Ausgabe Nr. 3 Monat Mai 2002
Welche Bedeutung hat der Kanon 1366 § 2 des CIC


Ausgabe Nr. 4 Monat Juli 2002
AN DIE PRIESTER


Ausgabe Nr. 1 Monat April 2000
Der heilige Anselm von Canterbury


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 2000
Der selige Oliver Plunket


Ausgabe Nr. 6 Monat Dezember 2000
Linientreue Zwerge


Ausgabe Nr. 6 Monat Dezember 2000
MITTEILUNGEN DER REDAKTION (dt/espa)


Ausgabe Nr. 7 Monat Oktober 1971
FRIEDRICH HEINRICH JACOBIS


Ausgabe Nr. 3 Monat August 1999
Warum die Einsicht Ecône unterstützt


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1999
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 1998
ERWIDERUNG AUF DIE STELLUNGNAHME VON DR. E. HELLER


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1998
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1997
Buchbesprechungen


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1997
Buchbesprechungen


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1997
SEKTIERERTUM ALS VORGABE


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 1993
DER HL. ALBERTUS MAGNUS


Ausgabe Nr. 5 Monat Februar 1994
ZUM PROBLEM DER ERFORDERLICHEN INTENTION BEI DER SAKRAMENTENSPENDUNG


Ausgabe Nr. 4 Monat November 1996
VERSINKT DER KATHOLISCHE WIDERSTAND... (Anmerkungen)


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1996
Buchbesprechungen


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1995
WELCHE PHILOSOPHIE? - Einleitung


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1995
WELCHE PHILOSOPHIE? -Fortsetzung


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 1995
NUR NOCH AUSLAUFMODELL?


Ausgabe Nr. 5 Monat März, Doppelnr. 5-6 1996
WELCHE PHILOSOPHIE? 2. Teil


Ausgabe Nr. 13 Monat June 2011
La Santisima Trinidad


Ausgabe Nr. 3 Monat September 1994
LESERBRIEFE


Ausgabe Nr. 4 Monat Mai 2006
Leserbriefe zu dem Beitrag Am Scheideweg


Ausgabe Nr. 3 Monat September 2013
Die Irrtümer des II. Vatikanums und ihre Überwindung


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1984
DIE LÄSTERUNG DES GEISTES


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1980
EINSICHT!


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1980
PRÄZISE ZIELE!


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 1980
EINSICHT!!


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1980
DIE KATZE LÄSST DAS MAUSEN NICHT.


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar 1981
IM VERTRAUEN AUF GOTT!


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2006
Und ihr werdet sein wie Gott


Ausgabe Nr. 3 Monat September 1979
DASS (...) DER WAHRHEIT DIE EHRE GEGEBEN WIRD


Ausgabe Nr. 3 Monat September 1979
UNSCHULD UND SCHULD DER FRAU IN DOSTOJEWSKIJS WERK


Ausgabe Nr. 7 Monat April 1980
JOHANNES PAUL II.


Ausgabe Nr. 7 Monat April 1980
STELLUNGNAHME GEGEN DIE VORWÜRFE, DIE GEGEN DAS VON DER SAKA GEPLANTE SEMINAR GERICHTET SIND.


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
EN LA ENCRUCIJADA


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
À la croisée des chemins


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
At the crossroads


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
Y seréis como Dios (Gn. 3, 5)


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
And thou wilt be like God (Gen. 3,5)


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1975
DER VERABSCHEUTE DIENST


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 1975
EHE, FAMILIE UND ERZIEHUNG


Ausgabe Nr. 13 Monat September 2007
LA SANTISIMA TRINIDAD


Ausgabe Nr. 13 Monat September 2007
Et vous serez comme Dieu


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 2008
Zum 50. Todestag des katholischen Dichters Reinhold Schneider


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2008
Die prinzipielle Offenbarung Gottes und die konkrete Offenbarung


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2009
Die Erfassung der Einheit (des Wesens) Gottes


Ausgabe Nr. 2 Monat April 2009
Dokumente zum Fall Williamson


Ausgabe Nr. 3 Monat August 2009
Die Wahrheit ist einfach


Ausgabe Nr. 12 Monat September 2009
The Truth is simple


Ausgabe Nr. 11 Monat giugno 2010
Al crocevia


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2011
A. 9- 13. a-b Ist das Kirchenvolk in der Konzilskirche erhalten?


Ausgabe Nr. 13 Monat June 2011
E sarete come Dio (Gn. 3, 5)


Ausgabe Nr. 13 Monat June 2011
Al crocevia


Ausgabe Nr. 3 Monat Sptember 2011
Das Reich Gottes 'haben wollen'


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
DIE THEORIE DER INTERPERSONALITÄT IM SPÄTWERK J.G. FICHTES


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Einleitung


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel I


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel II


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel II, Forts. 1


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 1


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 2


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 3


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 4


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 5


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 6


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 7


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 8


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel III, Forts. 9


Ausgabe Nr. 20 Monat Mai 2012
Kapitel IV


Ausgabe Nr. 3 Monat September 2012
Mitteilungen der Redaktion, Hinweise


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2012
Mitteilungen der Redaktion, Hinweise


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 2013
Hinweis: Promotion von Eberhard Heller


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 2013
Neues aus dem finsteren Land Absurdistan


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2014
Wie Christus als Gottes Sohn erkannt werden kann - weiterführende Betrachtungen


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2014
Moderne Sozial- und Schulpolitik


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2015
Gehört der Islam zu Deutschland?


Ausgabe Nr. 4 Monat September 2015
Die Irrtümer des II. Vatikanums und ihre Überwindung durch die Erkenntnis Christi als Sohn Gottes


Ausgabe Nr. 4 Monat September 2015
Fortsetzung I: Wie Christus als Gottes Sohn erkannt werden kann - weiterführende Betrachtungen


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 2019
Himmelfahrt Christus im Herzen


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 2019
Ich rufe dich bei Deinem Namen: Mein bist Du


Ausgabe Nr. 2 Monat März 2020
Mitteilungen der Redaktion


Ausgabe Nr. 3 Monat Mai 2020
Gedanken zu „Einsicht“, Sept. 2015, Dr. E. Heller


Ausgabe Nr. 4 Monat Juni 2020
The Errors of Vatican II and their defeat through Recognizing Christ as Son of God


Ausgabe Nr. 4 Monat Juni 2020
How Christ can be recognized as Son of God – further reflections


Ausgabe Nr. 5 Monat Juni 2020
Los errores del Vaticano II y su superación gracias al conocimiento de Cristo como Hijo de Dios


Ausgabe Nr. 5 Monat Juni 2020
Cómo se puede conocer a Cristo como Hijo de Dios: nuevas consideraciones


Ausgabe Nr. 6 Monat Juni 2020
Comment le Christ peut être reconnu comme le Fils de Dieu


Ausgabe Nr. 6 Monat Juni 2020
Les erreurs de Vatican II


Ausgabe Nr. 7 Monat Juli 2020
Buchbesprechung:


Ausgabe Nr. 4 Monat August 2021
Der Herr ist der Geist


Ausgabe Nr. 3 Monat Juni 2022
Zum 80. Geburtstag von Dr. Eberhard Heller


Ausgabe Nr. 4 Monat September 2022
Fanatismus im Islam und im Christentum?


Ausgabe Nr. 5 Monat November 2022
Wie im Islam


Ausgabe Nr. 4 Monat August 2023
Herr und Knecht


Ausgabe Nr. 5 Monat August 2024
Anmerkungen Nur noch Auslaufmodell


Ausgabe Nr. 5 Monat November 2025
Seelsorgerliches Wirken von P. Michael Mutter


Ausgabe Nr. 5 Monat November 2025
Herr und Knecht


Ausgabe Nr. 3 Monat Mai 2026
Welche Philosophie? Thomas oder Fichte?


Herr und Knecht
 
Herr und Knecht

von
Eberhard Heller

Wenn man die modernen Globalisierungsideologien wie den Transhumanismus, der dem Menschen technische Geräte zur Steuerung einpflanzen will, den Genderismus, den Klima-Ideologen, der LSBTQ-Bewegung und die von Klaus Schwab und Soros entwickelten Modelle mit der Klassifizierung in Eliten und Volk, in Führer und Gefolgsleute, in Über- und Unterordnung einmal auf ihre gemeinsame interpersonale Struktur befragt, wird man bald fündig. Oder wenn man das gemeinsame Grundprinzip aller dieser die individuelle Freiheit zerstörenden Konzepte und Ideologien sucht, stößt man sehr bald auf das von Georg Wilhelm Friedrich Hegel (* 27.8.1770, + 14.11.1831) entwickelte Modell von Herr und Knecht. Inzwischen ist der Globalismus schon zur Spielwiese jeglicher Art von Versklavung bzw. zum Versuchsfeld für all jene geworden, die die Freiheit des Individuums aufzuheben versuchen, was von George Orwell („1984“), Wulf Bennert und Aldous Huxley in prophetischer Sicht bereits auch aufgezeichnet wurde.

Hegel stellt dieses Interpersonaltheorem in seiner „Phänomenologie des Geistes“ von 1807 vor, seinem ersten Hauptwerk. Im 4. Kapitel erörtert er die Konstitutiva für die Erkenntnisbedingungen des Selbstbewußtseins. Freiheitliches, d.h. personales Bewußtsein ist nur zu verstehen als ein durch eine fremde Freiheit aufgerufenes ich, in dem ich an-determinierend aufgefordert werde, bestimmte Werthaltungen durchzuvollziehen. Dieses Aufrufen meiner Vernunft kann nicht gedacht werden als ausgehend von einer Entwicklung der materiellen Welt, sondern nur als von einer anderen Vernunft. Darum ist die Welt der anderen Personen konstitutiv für mein eigenes Sein. "Kein Ich ohne Du, und kein Du ohne Ich", wie es einmal Martin Buber formuliert hat. Das Ich ist sich gegeben, aufgerufen, vernünftig zu leben. Mit diesem Aufruf zur gemeinsamen Willensentfaltung treten wir ins Da-Sein, dieser Aufruf ist für das Selbstbewußtsein konstitutiv. Bei Hegel geht es auch um die Entfaltung des Selbstbewußtseins, bindet es aber an Bedingungen, die er als dogmatisch, d.h. nicht im Wissen ausgewiesen, in seine Reflexion einfügt. Er schreibt:
„Das Selbstbewußtseyn ist an und für sich, indem, und dadurch, daß es für ein anderes an und für sich ist; d. h. es ist nur als ein Anerkanntes. (…) Das Verhältniß beyder Selbstbewußtseyn ist also so bestimmt, daß sie sich selbst und einander durch den Kampf auf Leben und Tod bewähren. — Sie müssen in diesen Kampf gehen, denn sie müssen die Gewißheit ihrer selbst, für sich zu seyn, zur Wahrheit an dem andern, und an ihnen selbst erheben. (…) In dieser Erfahrung wird es dem Selbstbewußtseyn, daß ihm das Leben so wesentlich als das reine Selbst-bewußtseyn ist. (…) (S)o sind sie als zwey entgegengesetzte Gestalten des Bewußtseyns; die eine das selbstständige, welchem das Fürsichseyn, die andere das unselbstständige, dem das Leben oder das Seyn für ein anderes, das Wesen ist; jenes ist der Herr, diß der Knecht. (…) Das unwesentliche Bewußtseyn ist hierin für den Herrn der Gegenstand, welcher die Wahrheit der Gewißheit seiner selbst ausmacht. Aber es erhellt, daß dieser Gegenstand seinem Begriffe nicht entspricht, sondern daß darin, worin der Herr sich vollbracht hat, ihm vielmehr ganz etwas anderes geworden, als ein selbstständiges Bewußtseyn. (…) Die Wahrheit des selbstständigen Bewußtseyns ist demnach das knechtische Bewußtseyn. (…) das formirende Thun, ist zugleich die Einzelnheit oder das reine Fürsichseyn des Bewußtseyns, welches nun in der Arbeit außer es in das Element des Bleibens tritt; das arbeitende Bewußtseyn kommt also hiedurch zur Anschauung des selbstständigen Seyns, als seiner selbst.“ („Phänomenologie des Geistes“, in: Gesammelte Werke, Bd. 9, S. 109–115
Die Behauptung, „daß sie sich selbst und einander durch den Kampf auf Leben und Tod bewähren“ müssen, um zu sich selbst zu finden, ist eine Behauptung, die man so nicht akzeptieren kann. Denn die Abgrenzung zur anderen Person, die in der Tat zur Selbstfindung konstitutiv ist, kann auch ohne Kampf, d.h. in Übereinstimmung mit dem Wollen des anderen Ichs geschehen, oder zumindest in gegenseitiger Achtung. In der Dialektik von Herr und Knecht schildert Hegel zum einen, daß ein Selbstbewußtsein nur als anerkanntes existieren kann, d.h. wie Martin Buber es ausführt, daß ein Ich nur in Relation zu einem Du existieren kann. „Es gibt kein Ich an sich, sondern nur das Ich des Grundworts Ich-Du“ (vgl. Buber „Ich und Du“. 1923, zitiert nach Reclam, Stuttgart 2008, S. 4) Hegel verweist zu Recht auf die formale Voraussetzung für die Setzung bzw. Anheben des Selbstbewußtseins, wobei er diese Anerkennung aber fälschlicherweise dem Kampf auf Leben und Tod zuweist, welcher Kampf nach Hegel in der Aufspaltung von Herr und Knecht endet. Sie „sind sie als zwey entgegengesetzte Gestalten des Bewußtseyns; die eine das selbstständige, welchem das Fürsichseyn, die andere das unselbstständige, dem das Leben oder das Seyn für ein anderes, das Wesen ist; jenes ist der Herr, diß der Knecht“.  

Dieses Verhältnis von Herr und Knecht wird nun näher beschrieben. „Der Herr bezieht sich auf den Knecht mittelbar durch das selbstständige Sein; denn eben hieran ist der Knecht gehalten; es ist seine Kette, von der er im Kampfe nicht abstrahieren konnte, und darum sich als unselbstständig, seine Selbstständigkeit in der Dingheit zu haben, erwies. Der Herr bleibt abhängig vom Knecht und dessen Arbeit, während dieser, auch wenn unfrei, sich zumindest in seiner Arbeit als Selbst erfahren kann.“ (https:// www. Phi-lomag.de/artikel/herr-und-knecht) Um in dieser Beziehung zu bleiben, d.h. der gegenseitigen Abhängigkeit, würde es das Ende der Selbstfindung des Bewußtsein sein, wenn z.B. der Herr den Knecht töten würde oder der Knecht den Herrn in einer Art von Revolution, dann fiele der jeweils andere Partner „zur Anschauung des selbstständigen Seyns, als seiner selbst“ aus. Keiner käme zur Erfahrung seiner selbst. Der Knecht würde so in der Anerkennung des Herrn seine Erfüllung finden.

Auch wenn Hegel eine formale interpersonale Struktur zur Findung des Selbstbewußtseins aufzeigt, zeugt die Konsequenz dieses Erkenntnisprozesses, d.h. seiner Entfaltung in das Verhältnis von Herr und Knecht für eine inhaltlich haltlose, dogmatisch eingeführte Position. Dieses widersprüchliche Verhältnis der formalen Freiheit zu sich selbst wird von G.W.F. Hegel bezüglich der Interpersonalität als konstitutiv behauptet. In der Entfaltung des Verhältnisses von Herr und Knecht kommt es zum Widerspruch von formaler Freiheit und konstitutiver, interpersonaler Bedingtheit. Den aufgezeigten Widerspruch versucht Hegel dadurch zu mildern, daß er die andere Person und die Beziehung zu ihr zum bloßen Mittel der Anerkennung degradiert, um so den Anspruch der eigenen Freiheit aufrecht erhalten zu können.

Man kann Hegels Ansatz zur Interpersonalitätserkenntnis auch als Weg der Unvernunft beschreiben, im Gegensatz zu Johann Gottliebe Fichte, der in verschiedenen seiner Werke (dargestellt u.a. in den "Thatsachen des Bewusstsenys" von 1810/11), zum einen die nötigen formal-theoretischen Erkenntnisbedingungen aufzeigt, die in der Entfaltung einer interpersonalen Welt enden und zum anderen die Begründung seiner Interpersonallehre in der Beziehung zu Gott sieht. Aus diesem Verhältnis entsteht auch das alles erfüllende Leben. Es beinhaltet das, was Christus über das erste Gebot sagt: „Einer von den Schriftgelehrten (...) kam herbei und fragte ihn, welches das erste aller Gebote sei. Jesus antwortete ihm: Das erste von allen Geboten ist: (...) du sollst den Herrn, deinen Gott lieben aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele, aus deiner ganzen Vernunft und aus allen deinen Kräften. Dies ist das erste Gebot. Das andere aber lautet also: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ein anderes größeres Gebot als dieses gibt es nicht." (vgl. Mark. 12, 27 ff)

Von der Position dieses Wissens aus gesehen wird es auch verständlich, daß durch das willentliche Negieren, durch das Mißachten und das radikale Verwerfen der absolut geforderten Liebe zu Gott, diese Gottesliebe nicht vollzogen wird. Da diese Liebe jedoch absolute Voraussetzung für jede interpersonale Beziehung ist, die ihre moralische Erfüllung sucht, wird infolgedessen jede andere Form einer mitmenschlichen Beziehung - eine Form etwa, die sich nur noch auf einen "Humanismus" als Gehalt berufen kann - pervertiert und muß notwendigerweise scheitern. Denn wird diese mitmenschliche Beziehung nicht durch die in Gott erscheinende absolute Liebe und aus der Liebe zu dieser Liebe gespeist, dann kann der Inhalt, der notwendigerweise für eine Interpersonalitätsbeziehung als Einheit angesetzt werden muß, nur mehr Ausdruck absoluter Willkür und Grausamkeit sein, die zumindest implizit die selbständige Vernünftigkeit der anderen Person negiert, sie in praxi vernichtet, besonders dann, wenn dieses Surrogat einer interpersonalen "Einheit" die deklarierte willentliche Ablehnung der Liebe Gottes darstellt.

So wird auch klar, daß alle Ideologien, die sich auf Hegel und sein interpersonales Theorem, dem Verhältnis von Herr und Knecht berufen, notwendigerweise eine vernünftige interpersonale Beziehung ablehnen und die Unfreiheit der jeweils anderen Personen anstreben. Und wenn ich als Bürger dieses Landes nicht aufpasse, kann es geschehen, daß ich in den Fangnetzen der Verführer zur Knechtschaft hängen bleibe. Die Methoden zur Versklaverei werden immer raffinierter. Hat nicht Klaus Schwab, einer der sog. „Menschenbeglücker“ prophezeit: „Ihr werdet arm sein, aber glücklich“. Und all die modernen Sklavenhalter. D.h. die politisch Führenden in Europa stürmen ihm seine Bude, um sich in die Pläne des „großen Reset“ einweihen zu lassen. Und diese Eliten, die eine Welt ohne Gott bauen wollen, geben sich nicht mit einer Theorie zufrieden, wie es Hegel tut, der allerdings philosophisch mit seiner Interpersonallehre gescheitert ist.

Sie haben konkrete Ziele, die sie dabei sind umzusetzen. Sie planen die Reduzierung der Weltbevölkerung. So gibt es Programme, z.B. in Lateinamerika, die Frauen zu impfen, angeblich, um sie vor schweren Infektionen zu schützen, in Wirklichkeit aber, um sie zu sterilisieren. Sie benutzen Epidemien, um die Leute durch Verängstigung dazu anzuhalten, ja sie geradezu zu zwingen, sich impfen zu lassen... und die Impfschäden werden immer bekannter, gegen die die Medizin weitgehend hilflos ist. Sie haben, allein in Deutschland, zu einer hohen Übersterblichkeit geführt. „In Österreich stehen Regierung und Parlament knapp davor, wesentliche verfassungsrechtliche Kompetenzen dauerhaft an die Weltgesundheitsorganisation zu übertragen. Beruft sich die WHO darauf, Pandemievorsorge zu tätigen, verlieren Österreich und die in Österreich lebenden Menschen wesentliche Aspekte ihrer Souveränität.“ (REPORT 24 vom 21.6.2023) Das deutsche Parlament hat in der Zwischenzeit diesem Vorhaben zugestimmt – bis auf die AfD, die sich diese Einmischung in die Souveränität Deutschlands verbittet.

Es ist nicht so, daß wir uns gegen diese Mordvorhaben nicht wehren können. Rufen wir unsere Resilienz zurück, unsere geistige Widerstandskraft. Wir können beten, daß diese Mordgesellen mit ihren Vorhaben scheitern mögen. „Der Herr ist der Beschützer meines Lebens, vor wem sollte ich zittern?“ (Ps. 26,1) Wenn eine Gefahr erkannt wird, kann man sie auch bannen. Im Grundgesetz gibt es den § 20.4, in dem dem Bürger das Recht eingeräumt wird, sich gegen jede Art von Totalitarismus und Tyrannei wehren zu dürfen.

 
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