GARAGANDAL
Wie zu erwarten war, hat sich der in EINSICHT Nr.2, S.32 z.T.
wiedergegebene Artikel als ein von keiner Sachkenntnis getrübtes
Pamphlet herausgestellt. Das selbe gilt für einen ähnlichen, wohl aus
der selben Quelle stammenden Artikel in der "neuen bildpost" vom
16.6.71.
Die Behauptung, "Papst Paul VI. hat die Bischöfe in aller Welt davon
unterrichten lassen, daß es in Garabandal niemals ein echtes Wunder
gegeben hat", kann unmöglich bewiesen werden, da sie jeglicher
Grundlage entbehrt. - Genauso erfunden ist die Behauptung, daß die
Familie des "vierten Mädchens" (gemeint ist Conchita) das "heilige
Haus" (wer es je heilig genannt?) an einen reichen Mann verkauft habe
und nach USA ausgewandert sei. Conchita ist mit ihrer Mutter nach wie
vor in Garabandal ansässige z.Zt. ist sie in Bilbao als
Krankenschwester tätig. Aus dem Besuch bei ihrem Bruder Michael in USA
hat man eine "Auswanderung" gemacht. - Maria Dolores ("das dritte
Mädchen" des erwährten Artikels) lebt bei der Schriftstellerin Mercedes
Salisachs und wird für einen Sekretärinnenberuf ausgebildet. Wenn
tippen und stenographieren lernen "studieren" ist, dann allerdings
studiert sie. Von einem "Studium an der Universität von Barcelona" kann
nicht die Rede sein. - Maria Cruz hat nach Avilés geheiratet, einem
Städtchen (keinem "Dorf", wie die "neue bildpost" "weiß"). Jacinta
(übrigens 22 Jahre alt und nicht "19jährig") lebt in Garabandal, wo es,
auch nicht irgendwo in der Nähe, keine Molkerei gibt, in der sie als
"Molkereiarbeiterin" tätig sein könnte. Völlig falsch informiert zeigt
sich die "neue bildpost" auch über die Aussagen Conchitas zum
vorhergesagten Wunder. Conchita sagte, die Worte der Gottesmutter
wiederholend, der regierende Papst (von "Paul VI." war nicht die Rede)
werde es sehen, und auch Pater Pio. Conchita ist deshalb davon
überzeugt, daß Pater Pio beim großen Wunder von Garabandal zugegen sein
wird, daß er dort sichtbar werden wird.
Über die Zuverlässigkeit neuer "Ergketnisse", die Echtheit oder
Unechtheit der Wunder in Garabandal betreffend, die von Zeit zu Zeit
verbreitet werden, kann sich jeder Leser sein eigenes Urteil bilden.
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