1. Christus: Eckstein zwischen Judentum und Christentum 2. BKP: Die Früchte des Zweiten Vatikanischen Konzils 3. Zur skandalösen lehrmäßigen Note 4. Abrahams Opfer und das Opfer Christi 5. Dieser von langer Hand geplante Plan 6. Extreme Zunahme 7. Daemonologie 8. Von Ghana bis Malaysia: 9. E-ID als „digitales Sackmesser“: 10. „Wie funktioniert der Islam?“ 11. Hinweis auf ein Video, 12. Stoppt das Queer-Papier für katholische Schulen 13. Abt Adalbert von Neipperg 14. Die USA als Gefahr für den Weltfrieden 15. Die Deutschen sollen nie wieder singen 16. Perfides Albion, Buchbesprechung 17. Tiqua 18. Mitteilungen der Redaktion 19. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
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| BKP: Die Früchte des Zweiten Vatikanischen Konzils |
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KP: Die Früchte des Zweiten Vatikanischen Konzils nach 60 Jahren: Die Transformation der katholischen Kirche in eine New-Age Pseudo-Kirche
(Achter Teil - Fortsetzung)
Im vorherigen Teil haben wir die historisch-kritische Theologie, die Teil des Modernismus ist, und ihre Verurteilung durch Professorin Linnemann erörtert. Gleichzeitig haben wir auf einige modernistische Häresien hingewiesen, die der heilige Papst Pius X. verurteilte. Über Dogmen und Häresien schreibt Kardinal Ratzinger: „Aus diesem subjektiven, nicht-traditionellen Verständnis der kirchlichen Lehre wird das Dogma oft als unerträgliches Gefängnis betrachtet. Dabei wird aus den Augen verloren, dass dogmatische Definition im Gegenteil ein Dienst an der Wahrheit, ein Geschenk der von Gott eingesetzten Autorität an die Gläubigen ist. Dogmen – die Mauern, die die Schafe vor den Wölfen schützen – sind keine Mauern, die uns den Blick versperren, sondern im Gegenteil, offene Fenster, durch die wir frei in die Ferne blicken.“ Kanon 751 besagt: „Häresie nennt man die nach Empfang der Taufe erfolgte beharrliche Leugnung einer kraft göttlichen und katholischen Glaubens zu glaubenden Wahrheit oder einen beharrlichen Zweifel an einer solchen Glaubenswahrheit.“ Kanon 1364 legt fest, dass sowohl der Häretiker als auch der Apostat (Abtrünnige) der Exkommunikation latae sententiae unterliegen. … Heute begegnen wir dieser oben erwähnten „beharrlichen Leugnung“ und diesem „beharrlichen Zweifel“ nicht mehr in offener Form. In seiner Enzyklika Pascendi Dominici Gregis schreibt der heilige Pius X.: „Die Modernisten (heute die HKT) behaupten deshalb durchweg ganz unbedenklich, daß für die Heilige Schrift eine vitale Entwicklung anzunehmen ist, entstanden aus der Entwicklung des Glaubens und mit ihr gleichen Schritt haltend. Die Spuren dieser Entwicklung erscheinen ihnen so deutlich, daß man fast deren Geschichte schreiben könnte. Sie wird sogar wirklich geschrieben, und zwar mit einer solchen Sicherheit, daß man glauben könnte, die Schreiber hätten die Männer mit ihren eigenen Augen bei der Arbeit gesehen. Zur Bestätigung ihrer Ergebnisse wird dann die Textkritik zu Hilfe gerufen. Es wird versucht, Beweise zu finden, daß dieses oder jenes Diktum oder Faktum nicht am rechten Platz steht, und noch mehr Beweise dieser Art. Man könnte zu der Annahme geneigt sein, daß für sie gewisse Typen von Erzählungen und Reden von vorneherein feststehen, nach denen sich mit aller Sicherheit nachweisen läßt, was am rechten Platz steht und was nicht… Hört man jedoch ihre Reden über ihre biblizistischen Studien, die es ihnen ermöglichten, alle diese Unstimmigkeiten in der Heiligen Schrift herauszuheben, möchte man glauben, daß vor ihnen kaum ein Mensch die Bibel studiert und es niemals eine Unzahl von Gelehrten gegeben hat, die sich nach allen Richtungen durchgearbeitet haben – Gelehrte, mit denen sie sich an Geist, Gelehrsamkeit und Heiligkeit des Lebens nicht im entferntesten messen können. Diese großen Gelehrten haben die heiligen Schriften niemals auch nur in irgendeinem Punkte getadelt. Im Gegenteil, je tiefer sie in dieselben eindrangen, um so wärmeren Dank haben sie Gott dem Herrn dargebracht, daß er sich gewürdigt hat, so zu den Menschen zu reden. Leider standen unseren Gelehrten bei ihrem Bibelstudium nicht dieselben Hilfsmittel zur Seite, wie sie die Modernisten (heute die HKT), heute benutzen! Das bedeutet, sie begaben sich nicht in die Gefolgschaft einer Philosophie, die mit der Leugnung Gottes beginnt. Sie stellten sich auch nicht selbst als Maßstab für ihre Urteile auf. Die Methode der Modernisten (heute die HKT) in historischen Fragen ist hiermit eindeutig. An erster Stelle steht die Philosophie, ihr folgt die Geschichte und daran schließen sich sowohl die innere Kritik, als auch die Textkritik an. Diese Kritik kann offenbar keine reine Kritik mehr sein, sondern verdient in vollem Maß den Namen einer agnostischen, immanentistischen, evolutionistischen Kritik. Wer sie unterschreibt oder anwendet, unterschreibt auch die Irrtümer, die in ihr enthalten sind, und stellt sich damit der katholischen Lehre entgegen. Danach erscheint es sehr verwunderlich, wie eine solche Kritik (philosophisch-historische) in der heutigen Zeit bei Katholiken so viel Achtung genießen kann. Dafür gibt es einen doppelten Grund. 1) Die Kraft der Einheit – wir finden die innige Verbindung, in der die Historiker und Kritiker dieser Art über alle Schranken der Nationalität und Religion hinweg miteinander stehen. 2) Die Kraft der Demagogie – wir finden die Aufdringlichkeit, mit der sie einstimmig alles als einen Fortschritt der Wissenschaft ausposaunen, was irgendeiner von ihnen an die Öffentlichkeit bringt. Kritisiert einer alleine eine derartig ungeheuerliche Neuerung, dann sieht er sich einer geschlossenen Schar gegenüber. Leugnet er sie, dann ist er ein Ignorant. Nimmt er sie an und tritt dafür ein, kann er sich ihrer Anerkennung sicher sein. Viele werden getäuscht, die sich bei genauerem Hinsehen entsetzt abwenden würden. Die übermächtige Vorherrschaft des Irrtums und der vorschnelle Beifall oberflächlicher Geister haben jedoch sozusagen eine verdorbene Atmosphäre geschaffen, die überall eindringt und die Seuche verbreitet. Ebenso untersteht es der Pflicht der Bischöfe, über modernistische (heute historisch-kritische) Lektüren oder über Schriften, die vom Modernismus (heute die HKT) angesteckt sind oder denselben fördern, ein Verbot zu verhängen. Ferner ist es untersagt, derartige Bücher, Zeitungen und Zeitschriften den Seminaristen zu erlauben. Diese sind nicht weniger schädlich als unsittliche Schriften; sie sind sogar noch weitaus schlimmer, da sie die Wurzel des christlichen Lebens vergiften. … Darum wollen wir, daß die Bischöfe ohne Furcht, ohne Klugheit des Fleisches und ohne Rücksicht auf das Geschrei schlechter Menschen, milde aber fest ihres Amtes walten. Die Bischöfe sollen schädliche Bücher und Schriften, die in ihrer Diözese veröffentlicht oder verbreitet werden, verbieten und aus den Händen der Gläubigen entfernen. Modernisten (heute die HKT), lassen nichts unversucht, um die Zahl ihrer Anhänger zu vermehren. An den Priesterseminarien und Universitäten lauern sie auf Professoren, um sie dann bald in Lehrstühle des Verderbens zu verkehren. Das gehört bereits zu den Kunstgriffen der Modernisten. Die jungen Leute lassen sich schließlich von dem ganzen Lärm dieser Lob- und Schmähreden verwirren und verführen. Da sie nicht als Ignoranten gelten wollen, streben sie nach dem Ruf der Gelehrsamkeit. Gedrängt von ihrer Neugierde und ihrem Stolz lassen sie sich nur zu oft fangen und schließen sich dem Modernismus (heute die HKT) an. … die Verfechter dieser Irrtümer bereits nicht mehr nur ausschließlich unter den öffentlichen Feinden zu finden sind. Sie lauern bereits im Inneren der Kirche selbst, am Busen und im Schoße der Kirche. Sie sind um so gefährlicher… Sie schmieden ihre Pläne, die Kirche ins Verderben zu stürzen, nicht nur außerhalb, sondern auch im Inneren der Kirche. Im Blute der Kirche, in ihrem tiefsten Inneren, hat sich diese Gefahr festgesetzt. Deshalb wird ein Schaden für die Kirche um so sicherer, je genauer sie die Kirche kennen. Dazu kommt noch, daß sie nicht nur an die Äste und Zweige, sondern tief an die Wurzel ihre Hand legen: an den Glauben und an die tiefsten Fasern des Glaubens. Ist aber diese Wurzel des Lebens einmal getroffen, dann werden sie das Gift in dem ganzen Baum verbreiten. An der katholischen Wahrheit werden sie kein Stück unberührt oder unverdreht lassen. “ Die sogenannte historisch-kritische Methode hat bereits die gesamte Glaubenslehre und Moral vergiftet. Modernistische Theologen unterliegen gemäß Kanon 1364 der schwersten Strafe, der Exkommunikation aus der Kirche: „Der Apostat, der Häretiker ziehen sich die Exkommunikation als Tatstrafe zu…“. In Kanon 751 steht: „Häresie nennt man die nach Empfang der Taufe erfolgte beharrliche Leugnung einer kraft göttlichen und katholischen Glaubens zu glaubenden Wahrheit oder einen beharrlichen Zweifel an einer solchen Glaubenswahrheit.“ Das gegenwärtige abtrünnige System missbraucht die Struktur der Kirche, da ihr die Exekutivgewalt anvertraut wurde. Verteidiger des Glaubens werden ihrer Ämter enthoben und aus der Kirche ausgeschlossen, während Ketzer ungestraft bleiben. Die katholische Öffentlichkeit ist desorientiert und hält die zu Unrecht Bestraften für die wahren Schuldigen und behandelt sie auch so. Ketzer hingegen werden verehrt und als rechtmäßige Hirten respektiert. Der Erzketzer Bergoglio hat seine Autorität bis zum Äußersten missbraucht. Er hat die höchste Macht in der Kirche usurpiert und sie dazu benutzt, die Wurzeln der Kirche direkt zu zerstören. Insbesondere mit der Veröffentlichung der sogenannten doktrinären Erklärung Fiducia supplicans erklärte er eine Rebellion gegen Gott. Damit verwandelte er die Kirche in eine Synagoge Satans mit einem sodomitischen Anti-Evangelium. Das Skandalöse daran ist, dass Bischöfe, Priester und Gläubige dies respektieren. Durch ihre feige Unterwerfung unter den Abtrünnigen ziehen sie sich das Anathema Gottes und die Strafe der Exkommunikation zu. Der Pseudopapst führt sie in seiner Antikirche in die ewige Verdammnis. Um die Aufmerksamkeit von seinem Verbrechen abzulenken, hat er nun einen Jubiläumszirkus mit Pilgerfahrten und Ablässe angekündigt Er wird am 5. September seinen Höhepunkt erreichen. An diesem Tag wird ein Gay-Pride-Marsch durch das Jubiläumstor ziehen und man wird regenbogenfarbene Jubiläumsablässe erhalten. Bergoglio lacht den katholischen Bischöfen und Priestern dreist ins Gesicht und plant bereits weiteres Chaos, indem er den Zölibat abschafft, Frauen zu Diakonissen und Priesterinnen weiht und die heilige Liturgie durch die Einführung heidnischer Praktiken entwürdigt. Ist es jetzt, im Jahr 2025, noch möglich, gerettet zu werden? Ja, aber nur durch wahre Buße! Worin besteht sie? In drei Punkten: 1. Jeder Bischof mit seiner Diözese muss der selbstmörderischen Erklärung Fiducia supplicans öffentlich entsagen. 2. Jeder Bischof mit seiner Diözese muss sich vom ungültigen Papst Bergoglio trennen. 3. Jeder Bischof muss sich von dem häretischen Zweiten Vatikanischen Konzil und seinen modernistischen Häresien der HKT sowie von dem Synkretismus mit dem Heidentum trennen. Gläubige und Priester müssen auf ihre Bischöfe durch beharrliches Gebet, persönliche Briefe oder Gruppenbesuche Druck ausüben. Ohne Ausübung dieses Drucks werden die Bischöfe dem abtrünnigen System keinen Widerstand leisten können.
(Neunter Teil)
Welche Reform der Priesterausbildung ist nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil notwendig?
Das System der historisch-kritischen Theologie (HKT) wurde den theologischen Schulen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil aufgezwungen. Es führt weder zu einer persönlichen Beziehung zu Christus, noch betont es die Bedingung für die Erlösung, die Buße ist, noch gar die Erlösung der unsterblichen Seele. Die HKT stellt grundsätzlich alle Wahrheiten des Wortes Gottes in Frage. Hinter diesem System verbirgt sich der Geist der Lüge und des Todes. Student, der von der historisch-kritischen Methode und dem Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils geprägt ist, wurde seines lebendigen Glaubens und seiner persönlichen Beziehung zu Christus beraubt. Er ist geistig blind geworden, sodass er weder Buße tun noch eine Beziehung zu Jesus als seinem Retter aufbauen kann. Ein solcher Mensch ist de facto ein Apostel des Antichristen. Er betrachtet das Evangelium als eine Sammlung verschiedener literarischer Gattungen oder sogar als Mythen. Die Tragödie besteht darin, dass diese häretische Lehre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil zur Voraussetzung für die Priesterweihe wurde. Sechzig Jahre lang wurden ganze Priestergenerationen, darunter auch die heutigen Bischöfe, von diesem Geist der Häresie geprägt. Ein geistiges Gift fließt durch ihre Adern. Sie sind daher unfähig, dem inneren Abfall in der katholischen Kirche entgegenzutreten. Die HKT kümmert sich nicht um das Seelenheil, sondern sucht nach vermeintlichen Widersprüchen mit dem Ziel, die ganze Heilige Schrift und den Weg zur Erlösung in Frage zu stellen. Einem Priester, der ein Mann des Gebets ist und für den die Rettung seiner Seele an erster Stelle steht, wird Gott zu gegebener Zeit die Bedeutung dieser sogenannten dunklen Stellen in der Heiligen Schrift zu seinem Nutzen und zum Nutzen anderer offenbaren. Man muss wissen, dass es menschliche Erkenntnis gibt und Erkenntnis, die Gott in Seiner Gnade schenkt. Der Priester erlangt sie im inneren Gebet und durch die Befolgung der Gebote Gottes, die ihm dann zu einem sanften Joch und einer leichten Last werden. Im Gebet empfängt er Gottes Licht und die Heilige Schrift öffnet sich ihm wie ein tiefer Brunnen lebendigen Wassers, die ins ewige Leben sprudelt. Das Wort Gottes stellt den Apostel Paulus als Vorbild für Priester und Bischöfe dar. Für ihn war der gekreuzigte Christus der Mittelpunkt seines Lebens. Er sagt selbst: „Ich bin mit Christus gekreuzigt. Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir! Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn.“ Menschliche Weisheit ohne Christus betrachtet der Apostel Paulus als Unrat und Schaden. Zukünftige Priester müssen auch wahre Seelenretter sein, indem sie das Evangelium Christi verkünden. Sie müssen Seelen vor dem breiten Weg retten, der ins Verderben führt. Sie müssen daher dem Geist der Welt widerstehen, hinter dem der Fürst dieser Welt steht. Wie sollte die richtige Priesterausbildung aussehen? Bereits während des Studiums im Priesterseminar müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass der zukünftige Priester eine gesunde Lehre beherrscht und gleichzeitig die Gewohnheit des inneren Gebets entwickelt. Die Heiligen weisen auf zwei geistliche Säulen hin. Die erste Säule ist die Betrachtung über Tod, Gottes Gericht und Ewigkeit. Die zweite Säule ist die Betrachtung über Leiden Christi am Kreuz. Nicht nur die Betrachtung führt uns zu diesem Mittelpunkt unserer Erlösung, sondern auch die innige Vereinigung mit dem gekreuzigten Christus durch seine sieben letzten Worte. Wir stellen zwei Formen dieses inneren Gebets vor. Die erste Form besteht darin, dass 20 Minuten des Gebets in 5-Minuten-Abschnitte unterteilt sind. In den ersten 5 Minuten wird eine Überlegung zum gegebenen Wort gelesen. In den nächsten 5 Minuten knien wir nieder und wiederholen einen kurzen Meditationssatz. Dabei versuchen wir, uns in dieser Zeit der gegebenen Wahrheit bewusst zu machen. Zum Beispiel: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ In den nächsten 5 Minuten gehen wir von der Betrachtung zur persönlichen Kommunikation mit Gott über. Alle sagen zusammen „Vater“, und einer fügt hinzu: „Vergib mir meine Schulden.“ Wir knien mit ausgestreckten Armen. In den letzten 5 Minuten stehen wir mit erhobenen Armen und rufen langsam und leise „Abba“ (Vater). Jeder ist sich dabei dessen bewusst: Gott sieht mich, ich öffne mich Ihm ganz und gebe Ihm alle meine Sünden, meine ganze Vergangenheit und meine ganze Zukunft. Es ist tatsächlich ein wahrer Akt der Liebe, die Erfüllung des ersten Gebotes: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit deiner ganzen Kraft lieben.“ Auf solche Weise fahren wir mit den anderen Worten Christi fort. Die andere Form des inneren Gebets besteht darin, dass wir nur fünf Minuten lang über jedes Wort vom Kreuz nachdenken. Wer sich die Zeit nimmt, mindestens einen Monat lang täglich über die sieben Worte vom Kreuz nachzudenken, dem wird sich der Weg zum inneren Gebet öffnen. Seminaristen sollten so ausgebildet werden, dass sie als Priester einen halbklösterlichen Lebensstil annehmen. Die Studienzeit im Seminar sollte bereits diesem Zweck dienen. Als neue Priestergeneration sollten sie anderthalb Tage pro Woche gemeinsam und abgeschieden von der Welt verbringen. Es gibt Priestergruppen, die dies seit Jahren praktizieren. Sie treffen sich am Sonntagabend und folgen einem festgelegtem Programm bis Dienstagnachmittag. Eine Gruppe von drei bis fünf Priestern ist optimal. Diese wöchentlichen Gebetstreffen bauen die brüderliche Gemeinschaft und führen jedes Mitglied schrittweise zur inneren Reinigung. Sie können sich gegenseitig helfen, indem sie auf ihre eigenen Fehler und auf geeignete Weise auch auf die der anderen hinweisen. So helfen sie sich gegenseitig, die Augen zu öffnen, um von der Sklaverei der Eigenliebe und der Unantastbarkeit des Egos geheilt zu werden, die die Wurzel geistiger Blindheit und vieler Fehler und Sünden ist. Gleichzeitig ermutigen sie sich gegenseitig auf dem Weg der Nachfolge Christi. Sie bereiten auch die Sonntagspredigt vor, indem sie mit den Texten der Heiligen Schrift beten. Nach dem Gebet teilt jeder das Licht mit, das er empfangen hat, um das Wort Gottes als geistliche Nahrung für sich selbst und für die ihm anvertrauten Seelen zu aktualisieren. Hier, abgeschieden von den Einflüssen der Welt und zugleich in der brüderlichen Gemeinschaft, erhalten sie die Kraft, das Evangelium in seiner ganzen Fülle zu verkünden. Sie verbringen diese knapp zwei Tage nach einer bestimmten Ordnung: im Gebet, in der brüderlichen Gemeinschaft, in der apostolischen Lehre und in der Heiligen Liturgie. Dies sind tatsächlich die vier Prinzipien, auf denen Jerusalemer Urgemeinde aufgebaut war (vgl. Apg. 2,42). Ein Priester, der brüderliche Gemeinschaft hat, kann die Männer seiner Gemeinde führen, damit sie Jünger Christi werden. Jesus sagte: „Macht die Menschen zu meinen Jüngern“, also nicht nur Gottesdienstbesucher. Einmal in der Woche trifft sich auch eine Gruppe von Männern und betet mindestens zwei Stunden gemeinsam. Sie feiern den Sonntag auf eine neue Art und Weise. Schon am Samstagabend erlebt jeder Mann zu Hause mit seiner Familie die Wahrheit von Christi Auferstehung nach einem Gebetsmodell. Die Betrachtung ist mit Gesang verbunden. Frühmorgens erleben sie dann zwei Stunden lang weitere Wahrheiten von Christi Auferstehung nach dem vorgegebenen Modell. Neben dem Gottesdienst verbringen sie Zeit in der brüderlichen Gemeinschaft, Männer und Frauen getrennt. Es ist eine Gelegenheit, Zeugnisse auszutauschen, sich gegenseitig zu ermutigen und nach Wegen zu suchen, wie man unter den gegenwärtigen Bedingungen als Jünger Christi leben kann. Diese Sonntagsfeier baut Familien auf, stärkt sie und schützt sie vor den Krisen, in die sie der Geist der Welt drängt. Darüber hinaus stärkt sie die Beziehungen zwischen Ehepartnern sowie zwischen Eltern und Kindern. Es geht darum, eine gesunde Familie durch eine größere, in Christus verwurzelte geistliche Familie aufzubauen. Diese Hauskirche hat eine feste Grundlage: Täglich versammelt sich jede Familie zur sogenannten heiligen Stunde von 20 bis 21 Uhr zum Gebet. Um 21 Uhr erteilen die Priester, wo immer sie sich befinden, ihren Segen in alle vier Himmelsrichtungen. Ein Priester, der selbst in der Priestergemeinschaft ausgebildet wurde und eine Gebetsordnung hat, kann seine Gläubigen dann zum Gebet und zur wahren Gemeinschaft inspirieren. Es ist sehr wichtig, dass eifrige Männer den Fatima-Samstag als Bußtag feiern. Mehrere Gruppen können sich versammeln. Es ist ratsam, dass ein Priester dabei anwesend ist, der ihnen das Sakrament der Versöhnung spendet und mit ihnen betet. Es ist gewissermaßen eine Erneuerung des biblischen Neumondfestes, allerdings mit Bußfertigkeit und mit der Zeit, die dem Gebet und dem Wort Gottes gewidmet ist. So viel zur Erneuerung des Priestertums und der Familie. Vergleicht man dieses Programm, diese Ausbildung, mit der Ausbildung der historisch-kritischen Theologie, die das geistliche Leben seit 60 Jahren verzerrt, ist völlig klar, welchen Weg ein aufrichtiger Katholik wählen sollte. An den theologischen Schulen wird die HKT gelehrt und der Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils gefördert. Fragen wir uns: Welche geistliche Frucht trägt sie? Die Antwort ist eindeutig: Es trägt die Frucht des Todes. Deshalb ist es notwendig, eine neue Priesterausbildung bereits vom Seminar zu beginnen.
(Zehnter Teil)
Die Jubiläen zweier Konzile: Der 1700. Jahrestag des Konzils von Nicäa und der 60. Jahrestag des Zweiten Vatikanischen Konzils
Das Konzil von Nicäa und alle drei nachfolgenden Konzile – die Konzile von Konstantinopel, Ephesus und Chalcedon – sprachen sich gegen Häresien aus, die die Natur Jesu angriffen, um zu leugnen, dass Jesus wahrer Gott, wahrer Mensch und der einzige Erlöser der Menschheit ist. Dieser Angriff erfolgte versteckt und heimtückisch. Glaubenskonzile wenden sich stets gegen Häresien, die die grundlegenden Wahrheiten unserer Erlösung leugnen. Das Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965) hingegen setzte heimlich die Panhäresie des Modernismus durch. Nach dem Konzil zwang der sogenannte Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils diese Häresie allen theologischen Schulen auf, allerdings nicht durch konkrete Verkündigung, sondern heimlich, unter der Autorität des Papstes und des Konzils. Den Modernisten gelang es, mit der sogenannten wissenschaftlichen historisch-kritischen Methode Häresien wiederzubeleben, die schon seit langem verurteilt wurden. Der heilige Pius X. bezeichnete den Modernismus als Synthese aller Häresien und verurteilte ihn in seiner Enzyklika. Warum ist der Modernismus die Synthese aller Häresien? Weil er die Häresie des Arianismus enthält, gegen die sich das Erste Konzil von Nicäa 325 aussprach, sowie weitere Häresien, die das Nicänische Glaubensbekenntnis verdeckt angriffen. Das Konzil formulierte die grundlegende Glaubenswahrheit – die Göttlichkeit Christi – klar und legte sie als verbindlich fest. Sie kommt in der folgenden Formulierung zum Ausdruck: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater. Anstatt die Erlösung durch Jesus Christus zu verkünden, haben die heutigen Modernisten eine falsche Lehre über den sogenannten historischen Christus und den sogenannten Christus des Glaubens eingeführt, der angeblich von der ersten christlichen Gemeinde erdacht wurde. Diese Behauptung ist völliger Unsinn. Die historisch-kritische Methode in der Theologie leugnet den erlösenden Tod Christi am Kreuz. Der deutsche Bischof Zöllitsch erklärte 2009, Christus sei nicht für unsere Sünden gestorben, sondern nur aus Solidarität mit den Leidenden. Das ist Gotteslästerung und Perversion. Unter dem Einfluss der HKT leugnen viele Autoren die historische und reale Auferstehung Christi. Sie lügen suggestiv und behaupten schamlos, es handele sich lediglich um eine symbolische, überhistorische, eschatologische, mystische usw. Auferstehung. Die historische Auferstehung Jesu Christi ist ein Beweis seiner Göttlichkeit und bestätigt zugleich alles, was er lehrte und tat, und verpflichtet uns, es mit Glauben anzunehmen. Die grundlegende Wahrheit, dass Jesus der Erlöser ist und von den Toten auferstanden ist, war der Hauptinhalt der Verkündigung der Apostel. Petrus sagte zu den Juden: „Ihr habt ihn durch die Hand der Ungerechten ans Kreuz geschlagen und umgebracht … Diesen Jesus hat Gott auferweckt; des sind wir alle Zeugen“ (Apostelgeschichte 2,22-24.32). Die Apostel litten und opferten ihr Leben für ihr Zeugnis vom auferstandenen Jesus. Die modernistische Theorie, die als Grundlage für die Erfindungen dient, die Christus in historisch und nicht-historisch einteilen, verschob absichtlich die Entstehung der Evangelien manchmal sogar bis ins 2. Jahrhundert. Warum? Das Ziel der HKT-Häretiker war es, die Glaubwürdigkeit des Evangeliums und vor allem das klare Zeugnis des gesamten Evangeliums, dass Jesus der wahre Gott und Erlöser ist, in Frage zu stellen, wie es insbesondere im Johannesevangelium deutlich zum Ausdruck kommt. Erst nach der Entdeckung einiger Papyrusrollen waren die Häretiker gezwungen, ihre falsche Theorie über die Evangelien aufzugeben. Geschichtskritiker stellen mithilfe ihrer konstruierten Theorien die Autoren der Evangelien und insbesondere die Urheberschaft der Briefe der Apostel Paulus und Johannes in Frage. Sie behaupten, der Apostel Johannes habe weder das Evangelium noch die Briefe geschrieben. Sie haben Lügen über das Johannesevangelium und die Johannes- und Paulusbriefe erfunden und behaupten, sie seien von jemand anderem geschrieben worden. Damit boykottieren sie das Zeugnis des Apostels Johannes, der wörtlich schreibt: „Was wir gehört, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir angeschaut und was unsere Hände betastet haben, das verkündigen wir“ (1. Johannes 1,1). Auch der Apostel Paulus bezeugt die Abfassung seiner Briefe mit den Worten: „Seht doch, mit was für großen Buchstaben ich euch jetzt eigenhändig schreibe.“ (Gal 6,11). „Meinen persönlichen Gruß schreibe ich, Paulus, mit eigener Hand. Das ist mein Zeichen in jedem Brief – so schreibe ich.“ (2 Thess 3,17). Pseudowissenschaftliche Betrüger interessieren sich aber nicht für die Realität. Sie finden sie langweilig. Sie wollen kreativ sein und es stört sie überhaupt nicht, dass sie sich nur im Reich ihrer Träume und pseudowissenschaftlicher Konstruktionen bewegen. Was lässt sich kurz über die Urheberschaft der Evangelien sagen? Die Evangelien wurden aus dringendem Missionsbedürfnis in den Tagen unmittelbar nach der Herabkunft des Heiligen Geistes verfasst. Damals bekehrten sich an einem einzigen Tag 3.000 Pilger aus verschiedenen Teilen des Römischen Reiches. Die drei Hauptgründe, warum die Evangelien unmittelbar nach der Herabkunft des Heiligen Geistes verfasst wurden, sind: 1) Es war notwendig, eine solide schriftliche Grundlage für die Mission zu schaffen, insbesondere für die Mission in fremden Ländern. Dies sollte die Einheit der Verkündigung der Lehren Christi gewährleisten. 2) Aus Gründen der Autorität war es notwendig, dass das Evangelium von den Aposteln als Augenzeugen verfasst wurde. Sie vertrauten diese Aufgabe den Aposteln Johannes und Matthäus an. Von Anfang an wurden die Evangelien kopiert und sowohl auf Aramäisch als auch auf Griechisch verbreitet. 3) Heilige Texte mit der Autorität der Heiligen Schrift waren für den Gottesdienst notwendig. Es genügte den Christen nicht mehr, aus dem Alten Testament zu schöpfen. Aus diesem schriftlichen Zeugnis des Evangeliums ergaben sich im christlichen Gottesdienst die Exegese und die Lehre darüber, wie man durch den Glauben an Christus Erlösung erlangt und nach den Geboten Christi lebt. Die Theorie, dass die Apostel angeblich zuerst verkündeten und erst dann die Evangelien schrieben, war für die Anhänger des zeitgenössischen Modernismus, der in allen theologischen Schulen gepredigt wurde, sehr passend. Was die Synoptiker betrifft, ist die Erklärung einfach: Markus kürzte lediglich das Matthäusevangelium und Lukas ließ etwas weg und fügte etwas hinzu. Modernistische Häresien fördern eine rein menschliche Sichtweise auf die Heilige Schrift und Jesus Christus. Die transzendentale Ebene wird in Frage gestellt oder vollständig geleugnet. Die Erklärung Nostra aetate des Zweiten Vatikanischen Konzils öffnete der Antimission des Heidentums Tür und Tor ins Innere der Kirche. Der Pseudopapst Franziskus Bergoglio setzt diese Antimission mit seiner Amazonas-Synode, der Inthronisierung des Dämons Pachamama und seiner Weihe an Satan in Kanada fort. Dabei kann er sich auf das Zweite Vatikanische Konzil berufen. Dieses Konzil veränderte die öffentliche Stimmung und Meinung in der katholischen Kirche so stark, dass Bischöfe, Priester und Gläubige diesen himmelschreienden Abfall als etwas ganz Normales betrachten. Diese geistliche Blindheit ist die vergiftete Frucht des Zweiten Vatikanischen Konzils. Johannes Paul II. organisierte 1986 im Geiste des Zweiten Vatikanischen Konzils in Assisi ein Treffen mit Vertretern heidnischer Kulte und betete mit ihnen. Doch sie erkennen Gott nicht als Vater an und beten Dämonen an. Mit dieser Geste brachte er die Häresie zum Ausdruck, dass Christentum und Heidentum alternative Wege zur Erlösung sind. Der größte Schock heute ist, dass Pseudopapst Bergoglio das Prinzip des Paradigmenwechsels eingeführt hat. Am 1. November 2023 legte er im Motu proprio „Ad theologiam promovendam“ fest, dass er Paradigmen nach Belieben ändern kann und erklärte gleichzeitig alles, was seiner Entscheidung widerspricht, für ungültig. Auf diese Weise zerstört er systematisch die Grundpfeiler des Glaubens. Daraufhin veröffentlichte Bergoglio die sogenannte Lehrerklärung „Fiducia supplicans“, in der er eine der schwersten Sünden – die Sodomie – legalisierte und sogar die Segnung der Verbindungen von solchen Menschen anordnete. Mit diesem sodomitischen Antievangelium schaffte er die katholische Lehre ab und verwandelte die katholische Kirche in eine Synagoge des Satans. Er konnte dies nur aufgrund des durch den Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils bewirkten Denkwandels tun. Dieses Konzil erhielt zu Unrecht eine solche Autorität, als ob alle vorherigen Konzile bedeutungslos gewesen wären. Unter diesem geistlichen Terror wurden über einen Zeitraum von 60 Jahren die Bedingungen dafür geschaffen, dass der Pseudopapst bereits die Grundlagen der Kirche abschaffen und sagen konnte, er setze lediglich nur das Zweite Vatikanische Konzil um. In diesem Jahr jährt sich zum 1.700. Mal das Erste Konzil von Nicäa. Gleichzeitig ist es der 60. Jahrestag des Zweiten Vatikanischen Konzils. Das Konzil von Nicäa verurteilte die Häresie, die die Göttlichkeit Christi in Frage stellte, sowie den Häretiker Arius selbst. Das Zweite Vatikanische Konzil hingegen öffnete nicht nur der Häresie des Arianismus Tür und Tor, sondern auch anderen Häresien, die die Göttlichkeit Christi und die göttliche Inspiration der Heiligen Schrift bezweifeln. Darüber hinaus ebnete es mit der Erklärung Nostra aetate den Weg für die heidnische Invasion. Bergoglio legalisierte in der Erklärung Fiducia supplicans die Sünde der Sodomie und leugnete damit die Sünde als solche. Dies untergräbt den gesamten Dekalog und das christliche Glaubensbekenntnis. Dann ist es nicht mehr die katholische Lehre und nicht einmal die katholische Kirche! Bergoglios synodaler Weg ist eine offene Rebellion gegen Gott und eine radikale Ablehnung des Heilsweges, der Christus ist. Jeder Katholik, der gerettet werden will, muss sich von diesem falschen Weg und von der von Bergoglio gegründeten Sekte trennen, selbst wenn sie sich unter dem Namen der katholischen Kirche tarnt. Auch das Zweite Vatikanische Konzil muss als häretisch bezeichnet und als solches aufgehoben werden. Dieses Konzil widerspricht radikal dem Buchstaben und dem Geist des Ersten Konzils von Nicäa.Mögen die Feierlichkeiten zum 1700. Jahrestag des Konzils von Nicäa Anlass für die öffentliche Aufhebung des häretischen Konzils namens „Zweites Vatikanisches Konzil“ sein. Ohne diese radikalen Schritte kann es zu keiner wahren Erneuerung der Kirche kommen. + Elija, Patriarch des Byzantinischen katholischen Patriarchats + Methodius, OSBMr + Timotheus, OSBMr *** Redaktionshinweis: Hinweis: Für Überweisungen hat sich unsere Bankverbindung geändert: Raiffeisenbank im Oberland, IBAN: DE24 7016 9598 0006 4324 84
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