1. Christus: Eckstein zwischen Judentum und Christentum 2. BKP: Die Früchte des Zweiten Vatikanischen Konzils 3. Zur skandalösen lehrmäßigen Note 4. Abrahams Opfer und das Opfer Christi 5. Dieser von langer Hand geplante Plan 6. Extreme Zunahme 7. Daemonologie 8. Von Ghana bis Malaysia: 9. E-ID als „digitales Sackmesser“: 10. „Wie funktioniert der Islam?“ 11. Hinweis auf ein Video, 12. Stoppt das Queer-Papier für katholische Schulen 13. Abt Adalbert von Neipperg 14. Die USA als Gefahr für den Weltfrieden 15. Die Deutschen sollen nie wieder singen 16. Perfides Albion, Buchbesprechung 17. Tiqua 18. Mitteilungen der Redaktion 19. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
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| Perfides Albion, Buchbesprechung |
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Perfides Albion Buchbesprechung:
Peter Haisenko: England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert. Die perfiden Strategien des British Empire. Anderwelt Verlag. 10. Auflage 2024. 24,90 Euro.
Das britische Empire begann nicht mit einem großen Plan, sondern mit Schiffen einer Seemacht, die entlang unbekannten Küsten segelten. Kaufleute, Abenteurer und Gesandte der Krone suchten Handelswege, Metalle und Einflußsphären. Aus kleinen Stützpunkten entstand so allmählich ein weltumspannendes Machtgefüge, dessen Zentrum das Vereinigte Königreich war, dessen Reichweite jedoch weit über Europa hinausging. Im 17. und 18. Jahrhundert verband sich ökonomisches Interesse mit skrupelloser militärischer Durchsetzungskraft, beispielsweise agierte die Britische Ostindien-Kompanie zugleich als bedeutender Wirtschaftsfaktor und politischer Machtträger. In Indien, Afrika und der Karibik entstanden lokal, regional und global agierende Herrschaftsformen. Die britische Flotte sicherte mit Gewalt Handelsrouten und machte das Empire dank seiner Seeherrschaft zur dominierenden Macht der Weltmeere. Das 19. Jahrhundert markierte den Höhepunkt. Nach den Napoleonischen Kriegen kontrollierte Großbritannien ein Imperium, in dem sprichwörtlich die Sonne nie unterging. Nordamerika, Indien, Australien, der Nahe Osten und zahllose Inseln standen unter britischer Herrschaft. London entwickelte sich zum politischen, finanziellen und kulturellen Zentrum dieses Gefüges. Die größte Kolonialmacht der Welt umfaßte ein Fünftel der Erde und ein Viertel der Weltbevölkerung.Gleichzeitig wuchs die Ambivalenz des Empire: technische Modernisierung und Rechtsordnungen gingen einher mit nackter, frühkapitalistischer Ausbeutung, Zwang, Doppelzüngigkeit und der brutalen Unterdrückung und Entrechtung der kolonialisierten Völker.
Der Historiker, Schriftsteller und Verleger Peter Haisenko beschreibt in seinem Buch die Geschichte und die Strategien des British Empire, die in weiten Teilen eine Kriminalgeschichte ist. Denn die Briten sicherten ihre Herrschaft durch Großverbrechen ungeheuren Ausmaßes, die ihresgleichen suchten. Zwar verstand sich das Empire selbst als Träger von Ordnung und Fortschritt, doch diese Selbstdeutung hatte nichts mit der Wahrheit zu tun, tatsächlich waren Gewalt und Unterdrückung die bevorzugten Methoden der historisch unipolaren Groß- und Seemacht Großbritannien. Bei den kolonialisierten Völker regte sich jedoch organisierter Widerstand, nationale Befreiungsbewegungen und intellektuelle Gegenentwürfe gewannen an Bedeutung. In Indien formierte sich eine gewaltige Unabhängigkeitsbewegung, in Afrika und im Nahen Osten wurden die von den Briten künstlich gezogenen Grenzen infrage gestellt. Der Erste und der Zweite Weltkrieg schwächten zudem die wirtschaftlichen und politischen Grundlagen der imperialen Ordnung entscheidend.
Nach 1945 begann der rasche Zerfall des Empire. Kolonien wurden nach langen, blutigen Befreiungskriegen zu unabhängigen Staaten, oft in bis heute andauernden konfliktreichen Prozessen wie etwa in Nordirland. Das britische Empire verschwand nicht mit einem lauten Knall, sondern löste sich schrittweise auf. Inzwischen ist es weniger eine reale Machtstruktur, als ein historisches Erbe, das bis in die Gegenwart wirkt und weiterhin verzweifelt versucht seine verlorene Macht zu beweisen. Der heutige trostlose Zustand der Insel Großbritannien als staatliches Gebilde ist größtenteils die Folge einer völlig verfehlten Einwanderungspolitik, die das Land ebenso ruiniert wie etwa Frankreich oder Deutschland. Daran ändern auch der Austritt aus der hochkorrupten EU und die uralte Macht der freimaurerischen Bank of England nichts mehr. Die Briten tragen durch ihr heimtückische Politik des „Teile und herrsche!“ auch die Hauptschuld an dem heute kaum noch lösbaren Konflikt und Haß zwischen jüdischen Israelis und mohammedanischen Arabern, den der Autor umfassend, ausführlich und vor allem jenseits politischer Korrektheit wahrheitsgetreu beschreibt. Ihre Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg sind von einem fast unvorstellbaren Ausmaß. So legten sie zwischen 1942 und 1944 systematisch durch die Bombardierung mit Brand- und Sprengbomben über ein Dutzend deutsche Städte in Schutt und Asche. Das sogenannte „Moral Bombing“, das die Widerstandskraft der deutschen Zivilbevölkerung brechen sollte, tötete in Dresden, einer Stadt, die mit Flüchtlingsfamilien aus dem Osten des Reiches vollgepackt war, ca. 300.000 Menschen, in Hamburg während der „Operation Gomorrha“, dem größten Feuersturm des gesamten WK II. über 30.000 Zivilisten, zerstörte die Lübecker Altstadt vollständig und verheerte Pforzheim, Braunschweig, Rostock, Essen, Schweinfurt, Köln, Kiel und Kassel. Neben den Hundertausenden auf solch bestialische Weise Ermordeten irrten Millionen obdachlos gewordene Menschen durch das zerstörte Deutschland.
Die britische Hungerblockade gegen Irland in den Jahren 1845 bis 1852 verschärfte die von der Kartoffelfäule verursachte Hungerkatastrophe und verursachte den Tod von über einer Million katholischer Iren, während etwa zwei Millionen gezwungen waren, um ihr Leben zu retten, auszuwandern, hauptsächlich in die USA, wo es bis heute eine große irische Gemeinde gibt. Der anglikanische Protestantismus sollte zwischen 1902 und 1922 durch Gewalt den römisch-katholischen Iren als Staatsreligion aufgezwungen werden, doch die Iren erreichten schließlich durch ihren heldenhaften Kampf gegen den britischen Imperialismus, daß zumindest der Süden der Insel sich von der verhaßten Krone befreien konnte und zur Republik Irland wurde. Die fünf Grafschaften in Nordirland blieben hingegen unter britischer Herrschaft, die ihre massive militärische Anwesenheit mit dem Schutz der protestantischen Bevölkerung begründeten. In den 1970er Jahren begann daher die Irish Republican Army (IRA) ihren bewaffneten Kampf gegen die Fremdherrschaft, den Terror und die offene Diskriminierung der katholischen Bevölkerung Nordirlands durch das britische Militär und protestantische Terrororganisationen. Die gefangenen Freiheitskämpfer der IRA und anderer kleinerer Gruppen wurden hingegen ohne ordentliche Gerichtsverfahren und ohne die Anerkennung als politische Gefangene interniert und gefoltert. In den Hungerstreiks 1981 und 1984 starben insgesamt zehn Häftlinge, darunter der als Abgeordneter gewählte 27jährige Bobby Sands. Zuvor hatte der römisch-katholische Erzbischof von Armagh die IRA-Häftlinge besucht und die Bedingungen ihrer Haft als „unerträglich“ verurteilt. Nach dem sogenannten „Friedensabkommen“ von 1998 legte die IRA die Waffen nieder und ihr politischer Zweig, die Partei Sinn Fein (Wir Selbst), beteiligte sich an einer Regierungsbildung in Nordirland gemeinsam mit protestantischen Parteien. Doch da noch immer die britische Flagge über Nordirland weht, und eine Vereinigung mit der Republik Irland nicht erreicht wurde, spalteten sich kleine Organisationen wie die „Real IRA“ und die „Continuity IRA“ von der alten IRA ab und kämpfen bis heute ungebrochen weiter für die vollständige Unabhängigkeit von Großbritannien und eine vereinigte Republik Irland.
Peter Haisenko begibt sich mit seinem wertvollen Buch auf eine Reise durch das 20. Jahrhundert mit seinen Kriegen, Revolutionen und politischen Verwerfungen. Er macht Zusammenhänge sichtbar und läßt keine Zweifel daran, daß die imperialistische Politik des Brish Empire und vor allem die Londoner Außenpolitik nicht nur im Nahen Osten, in Afrika, Deutschland und Irland, sondern weltweit unermeßlichen Schaden angerichtet und große Verbrechen an den Völkern begangen hat. Werner Olles
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