56. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2026
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Ausgabe Nr. 11 Monat Dezember 2004
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat Januar 2005
SPENDENAUFRUF


Ausgabe Nr. 4 Monat April 2004
Offener Brief an H.H. Bischof M. Pivaruns


Ausgabe Nr. 4 Monat April 2004
Ad multos annos - Herrn Prof. Dr. D. Wendland zu seinem 80. Geburtstag


Ausgabe Nr. 5 Monat Juni 2004
Eberhard Heller: Besuch aus Mexiko


Ausgabe Nr. 8 Monat Oktober 2004
Open Letter to most Reverend Bishop M. Pivarunas


Ausgabe Nr. 8 Monat Oktober 2004
ROTHKRANZ Y LAS INVESTIGACIONES...


Ausgabe Nr. 10 Monat Dezember 2004
Sobre Monseñor Thuc y Monseñor Carmona


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2005
NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN ...


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2003
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2003
Offener Brief an H.H. Prof. Dr. August Groß


Ausgabe Nr. 2 Monat März 2003
Wer in der modernen Welt


Ausgabe Nr. 3 Monat April 2003
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 4 Monat April 2003
The Roman Catholic Diaspora Church


Ausgabe Nr. 5 Monat Juni 2003
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat Juli 2003
Zitate: Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat Juli 2003
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat September 2003
Rothkranz in Untiefen


Ausgabe Nr. 8 Monat October 2003
L’Eglise Catholique-Romaine de la diaspora


Ausgabe Nr. 11 Monat December 2003
De Monseñor Pierre Martin Ngô-dinh-Thuc


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2002
Buchbesprechung


Ausgabe Nr. 2 Monat Mars 2002
ES MONSEÑOR LEFEBVRE UN OBISPO ORDENADO VALIDAMENTE


Ausgabe Nr. 3 Monat Mai 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 4 Monat Juli 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 5 Monat September 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat November 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat November 2002
Pfarrer Carl Sonnenschein


Ausgabe Nr. 6 Monat November 2002
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2002
Satanische Tendenzen in der Rock Musik


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2002
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 8 Monat December 2002
Is Mgr. Lefebvre a validly consecrated bishop?


Ausgabe Nr. 7 Monat Diciembre 2001
LA IGLESIA CATOLICO-ROMANA EN LA DIASPORA


Ausgabe Nr. 1 Monat April 2001
Papsttum als eines Wesens-Elementes der Kirche


Ausgabe Nr. 6 Monat Dezember 2001
Über das Papsttum der römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat Dezember 2001
DIE SCHÖPFUNG - EIN GÖTTLICHER PLAN - Buchbesprechung


Ausgabe Nr. 8 Monat Januar 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 1 Monat April 2000
Kurze Antwort auf eine Anfrage zum Sedisvakanzproblem


Ausgabe Nr. 4 Monat Nov.-Doppel-Nr.4/5 2000
DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE DIASPORA-KIRCHE


Ausgabe Nr. 4 Monat Nov.-Doppel-Nr.4/5 2000
WAR MGR. LEFEBVRE EIN GÜLTIG GEWEIHTER BISCHOF?


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar 2000
Zum Problem des innerkirchlichen Klerikalismus


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar 1999
IN MEMORIAM FRAU ELSE KETTERER


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1997
SIND DIE POST-KONZILIAREN WEIHERITEN GÜLTIG?


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1997
SIND DIE POST-KONZILIAREN WEIHERITEN GÜLTIG?- Fortsetzung


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1997
AUS EINEM BRIEF AN DIE REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1993
ZUM PROBLEM DER INTENTIONALITÄT BEI DER SPENDUNG DER SAKRAMENTE


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1993
LESERBRIEF


Ausgabe Nr. 5 Monat Februar 1994
ZUM PROBLEM DER ERFORDERLICHEN INTENTION BEI DER SAKRAMENTENSPENDUNG


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 1995
NUR NOCH AUSLAUFMODELL?


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1994
IST MGR. LEFEBVRE EIN GÜLTIG GEWEIHTER BISCHOF?


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1992
DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE DIASPORA-KIRCHE - FIKTION ODER WIRKLICHKEIT? -


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1992
DER MODERNE HOMINISMUS UND SEINE ABARTIGE RELIGIOSITÄT


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 1992
DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE DIASPORA-KIRCHE - FIKTION ODER WIRKLICHKEIT? -


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 1992
Mitteilungen der Redaktion


Ausgabe Nr. 11 Monat Juli-Sondernr. 1992
ZUM PROBLEM DER INTENTIONALITÄT BEI DER SPENDUNG DER SAKRAMENTE


Ausgabe Nr. 3 Monat August 1992
DER FALL ESCRIVA


Ausgabe Nr. 3 Monat August 1992
Mitteilungen der Redaktion


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1992
WAS IST DAS EIGENTLICH: DIE RELIGION?


Ausgabe Nr. 4 Monat Mai 2006
DIASPORA


Ausgabe Nr. 3 Monat September 1991
Wieviele Katholiken gibt es in der Bundes-Republik Deutschland


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 1991
Wieviele Katholiken gibt es in der Bundesrepublik Deutschland


Ausgabe Nr. 5 Monat Februar 1992
DER MODERNE HOMINISMUS UND SEINE ABARTIGE RELIGIOSITÄT


Ausgabe Nr. 5 Monat Februar 1992
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1990
DIE ZERSTÖRUNG DES SAKRAMENTALEN PRIESTERTUMS DURCH DIE RÖMISCHE KONZILSKIRCHE


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1990
NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli, Sondernr 2/3 1990
ÜBER DIE GRÜNDUNG DER Una et Sancta ECCLESIA, Vorwort


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1990
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 6 Monat März 1991
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat April-Sondernr 1991
DIE ZERSTÖRUNG DES SAKRAMENTALEN PRIESTERTUMS DURCH DIE RÖMISCHE KONZILSKIRCHE


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1989
MYSTERIUM FIDEI


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1989
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat Januar 1989
WAS IST DAS EIGENTLICH: DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE?


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1988
LESERBRIEF IN AUSZÜGEN


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1988
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat April-Sondernr 1988
KIRCHE OHNE RELIGION UND RELIGIONSLOSE KIRCHEN


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1987
Über die christliche Taufe und das Tauf-Sakrament


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1987
STELLUNGNAHME ZU DEM ARTIKEL DIE KRISE DER APOSTOLISCHEN SUKZESSION...


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1987
Aus EINEM BRIEF VON S.E. MGR. MOÍSES CARMONA


Ausgabe Nr. 3 Monat Sept./Okt. 1987
THEOLOGISCH-PHILOSOPHISCHE REFLEXION ÜBER DEN TRINITARISCHEN GOTT


Ausgabe Nr. 6 Monat März 1988
KIRCHE OHNE RELIGION UND RELIGIONSLOSE KIRCHEN


Ausgabe Nr. 6 Monat März 1988
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1986
Was ist das eigentlich: Die Häresie?


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1986
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 3 Monat September 1986
... DEN LEIB DES HERRN NICHT MEHR UNTERSCHEIDEN...


Ausgabe Nr. 5 Monat Januar 1987
ZUM 'MYSTERIUM FIDEI'


Ausgabe Nr. 6 Monat April 1987
... UND SPIEEN IHM INS ANGESICHT ...


Ausgabe Nr. 6 Monat April 1987
Die Todsünde der Gotteslästerung


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1985
OFFENER BRIEF


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1985
Es WÄRE ZU BEDENKEN


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1985
EINIGES ÜBER DEN BEGRIFF UND DAS WESEN DES CHRISTLICHEN GLAUBENS


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1985
BRIEF VON HERRN PROF. DR. D. WENDLAND AN DIE REDAKTION


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar/März 1986
DAS GLAUBENSBEKENNTNIS DER KIRCHE ?


Ausgabe Nr. 6 Monat Oktober 2006
Der Teufel im Kino


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2006
Und ihr werdet sein wie Gott


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
Y seréis como Dios (Gn. 3, 5)


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
And thou wilt be like God (Gen. 3,5)


Ausgabe Nr. 13 Monat September 2007
Et vous serez comme Dieu


Ausgabe Nr. 11 Monat February 2008
ARE POST CONCILIAR RITES VALID?


Ausgabe Nr. 13 Monat April 2008
LA VALIDEZ CE LOS RITOS POSTCONCILIARES CUESTIONADA


Ausgabe Nr. 13 Monat April 2008
BIBLIOGRAFIA: VALIDEZ CUESTIONADA DE LOS NUEVOS RITOS POSTCONCILIARES


Ausgabe Nr. 13 Monat Diciembre 2009
L’EGLISE CATHOLIQUE-ROMAINE DE LA DIASPORA


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2010
Mitteilungen der Redaktion - wichtige Hinweise


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2011
A. 8. a-b Ist das sakramentale Priestertum in der Konzilskirche erhalten


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2011
A. 8. e-f Die fehlende ‚Intention’ bei der Weihe nach dem Montini-Ritus


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2011
In memoriam Prof. Wendland


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2011
Mitteilungen


Ausgabe Nr. 13 Monat June 2011
E sarete come Dio (Gn. 3, 5)


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2011
Zitate aus:Über (...) eine Kirche ohne Papst


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 2012
MACHT UND OHNMACHT DER KIRCHE


Ausgabe Nr. 3 Monat September 2012
MACHT UND OHNMACHT DER KIRCHE


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2012
MACHT UND OHNMACHT DER KIRCHE


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2013
Null und nichtig – der Ritus der Bischofsweihe von 1968


Ausgabe Nr. 3 Monat August 2015
Tuet dies zu meinem Gedächtnis (Lk. 22,19)


Ausgabe Nr. 1 Monat Januar 2022
In Erinnerung an Dr. Ante Križić


Über das Papsttum der römischen Bischöfe
 
Über das Papsttum der römischen Bischöfe,
die Eigenart des Apostolischen Stuhles
und eine Kirche ohne Papst


von
Prof. Diether Wendland

"Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?" (Joh 21, 15)

Einleitung:  Enthüllung einer religiösen Katastrophe

Vor einiger Zeit hatten katholische Christen, die sich als "Sedisvakantisten" 1) bezeichnen, mit nicht geringen Schwierigkeiten eine Umfrage unter erwachsenen Katholiken veranstaltet und dabei nur eine einzige Frage gestellt. Diese aber sollte ohne lange Überlegungen so kurz wie möglich beantwortet werden, um auf diese Weise von vornherein einem ausufernden Gerede aus dem Wege zu gehen, wie dies in religiösen Diskussionen so oft der Fall ist. Die zu beantwortende Frage lautete: "War der Apostel Simon-Petrus, der Sohn (Bar) eines ziemlich unbekannten Johannes (Jona) aus Bethsaida-Julias im Norden Galiläas am See Genesareth, Papst - oder war er es nicht?" Mit Absicht wurde auch nicht gefragt, ob der "hl. Petrus" "Papst" oder sogar "römischer Papst" gewesen ist, weil eine solche Frage sofort zu falschen Assoziationen geführt haben würde, die auch die Fragerichtung verdunkelt hätten. Öfters mußte die nämliche Frage sogar wiederholt und auch ein wenig erläutert werden,weil sie zunächst nicht verstanden wurde.

Es gab bei der obigen Frage bei denen, die ihr nicht gleich auswichen, weil sie ihnen höchst unangenehm war, nicht wenige und grundverschiedene Antworten, die sich jedoch im Wesentlichen auf fünf zuruckführen ließen:

l.  ja, sicherlich; darüber kann es doch gar keinen Zweifel geben;
2. nein, gewiß nicht; hier ist jeglicher Zweifel angebracht;
3. möglicherweise, das könnte durchaus sein, doch sicher bin ich mir hier wirklich nicht;
4. vielleicht, aber vielleicht auch nicht; indes interessiert mich diese Sache im Grunde überhaupt nicht, weil sie für mein Seelenheil keinerlei Bedeutung hat;
5. anstatt einer Antwort: sind Sie (der Fragende) eigentlich noch katholisch, wenn Sie mit einer solchen Frage (Fangfrage!) daherkommen? Ein "wahrer Gläubiger" und Katholik glaubt daran, daß Simon-Petrus Papst war. Dies allein ist entscheidend!

Mit diesen fünf Antworten auf eine simple Frage aber bewahrheitete sich genau das, was von Sedisvakantisten immer schon vermutet wurde, nämlich eine große Geistesverwirrung und eine tiefe Unwissenheit hinsichtlich des Papsttums selbst, das vielen Katholiken nicht bloß zum Problem gewor-den ist. Denn hier kam im kirchlich-katholischen Bereich eine religiöse Katastrophe und ein religiöses Meinungschaos zum Vorschein, einschließlich der üblen Tatsache, daß unter 'religionsmündigen Katholiken' auch die Einheit im Wissen um das Papsttum und die Erkenntnis seiner Notwendigkeit nicht mehr vorhanden war. Warum fragt sich denn kaum jemand nach den Ursachen eines solchen Übels? Jedes Übel vergiftet ein Gutes, wenn es nicht beseitigt wird, und vermehrt so sich selbst. Kann man so etwas vergessen und nicht mehr beachten?

Wenn Nicht-katholiken vom Wesen des Papsttums und dessen Notwendigkeit zum Wohle der Kirche nichts mehr wissen oder auch nichts darüber wissen wollen, wie dies bei Häretikern der Fall ist, dann ist das nicht weiter verwunderlich und könnte sogar bedauert werden. Bei Katholiken hingegen verhält es sich diesbezüglich ganz anders und wäre nicht bloß bedauerlich, sondern ein großes Ärgernis, ja ein Skandalon, das zwangsläufig auf eine Häresie hinausläuft und schließlich in einer Apostasie von der Kirche Jesu Christi endet. Dies zeigt sich auch bei einigen 'neu-katholischen' Sekten, die sich im Bereich der "römischen Konzilskirche" schon bald nach dem Vatikanum 2 (1962-65) gebildet haben und dort recht gut gedeihen. Papsttum und Sektenwesen aber schließen einander aus, gleichgültig, ob eine 'christliche Sekte' groß oder klein ist; sie muß nur auf irgendeine Weise gesellschaftlich organisiert sein und 'eingetragene Mitglieder' haben. Wer kennt nicht gewisse "Glaubensgemeinschaften e.V." oder ähnliche 'religiöse Gebilde'? Und auch dort hält man nach wie vor sogar einen Nicht-Papst für einen Papst der Ecclesia Romana, so daß sich bei vielen ihre Verwirrung noch steigert. Es ist verständlich, wenn die obige Frage von diesen 'Gläubigen' nicht einmal verstanden wurde.

Es ist heutzutage fürwahr gar nicht so einfach, sich zureichende Klarheit über das Wesen des Papst-tums zu verschaffen, da es sich vor allem um ein Macht- und Herrschafts-Phänomen besonderer Art handelt, das außerhalb der Kirche 'in dieser Welt' überhaupt nicht existiert, aber auch nicht existieren kann. Denn es setzt das Dasein der Kirche als einer streitenden (die 'Ecclesia militans') voraus, was sehr oft übersehen wird. Deshalb ist es ja auch so leicht mißzuverstehen und bleibt nicht selten sogar völlig unverstanden. Wenn jedoch das Papsttum nicht mehr mit Macht (potestas) und Herrschaft (regimen) in Verbindung gebracht und so in seiner Bedeutung entleert wird, dann verschwindet auch das Wissen um die in ihm liegende Autorität (auctoritas, Machtvollkommenheit), die als solche immer eine soziale ist. Es gibt kein echtes Gesellschafsgebilde ohne Autorität in und über ihm, angefangen mit der Familie, die ihrem Wesen nach eine Urgesellschaft ist, ja die Urgesellschaft schlechthin. Ohne Macht, Herrschaft und Autorität (alles geistige Dinge!) ist das Papsttum gar nicht denkbar.

Verdunkelt aber wird dies alles nicht erst seit heute auch durch die Demokratismus-Ideologie (einer Vergottung der Demokratie) in Staat und Gesellschaft, von der sogar 'gläubige Katholiken' infiziert sind, ohne sich dessen deutlich bewußt zu sein. Nur manchmal beschleicht sie ein ungutes Gefühl, wenn sie sehen müssen und es auch nicht mehr übersehen können, welche fürchterlichen Dinge sich in "Kirche und Welt" oder in "Kirche, Staat und Gesellschaft" abspielen und das Stigma des sittlich Schlechten, also des Bösen und des Unrechts an sich tragen, dennoch aber für gut und des Menschen würdig (menschenwürdig) gehalten und ausgegeben werden, ohne daß eine Autorität dagegen einschreitet.  Der ideologische Demokrat ist immer (trotz aller Verschleierungen) anti-human und verwechselt ständig Willkur mit Freiheit und Meinungskundgaben mit Wahrheit. Fur solche Leute ist das Papsttum von vornherein und grundsätzlich ein menschenunwürdiges Übel.

Anderseits geht in 'gebildeten Kreisen' schon seit einiger Zeit die Rede von einem Papsttum, "das sich wandelt" und zu einem "ganz neuen" werden wird, das sich bereits abzeichnen würde. Das ist höchst merkwurdig und läßt neue Übel ahnen. Denn es ist doch noch gar nicht so lange her, da wollten Freimaurer und andere 'liebe Mitbürger' das Papsttum sogar abschaffen, um die 'Menschheit' von dieser Geißel zu befreien. Jetzt aber reden diese Leute sogar von einem "erfreulichen Wandel" in der "katholischen Auffassung" vom sog. "Petrusamt", den da irgendein 'Geist' ins Leben gerufen habe, der wohl mit dem alten und altbekannten "Geist des Konzils" identisch ist. Selbst 'gläubige Protestanten' und andere Leute "voll des ökumenischen Geistes" waren bereits mit von der Partie, nachdem sie ihren "antirömischen Affekt" abgelegt und sich 'bekehrt' hatten. Ein "neues Papsttum", von dem Christus der Herr noch gar nichts gewußt hat, soll die sich in einer schwierigen Lage befindlichen Kirche stärken und ihr in einer "globalen Weltentwicklung" voranleuchten. Denn der "moderne Mensch" schaut nicht zurück in die Vergangenheit, sondern nach vorn in die Zukunft, indem er frei und selbstbewußt die Gegenwart "transzendiert", und zwar im freien Vollzug autonomer "Selbsttranszendenz" - vielleicht sogar "jenseits von Gut und Böse" wovon schon Nietzsche träumte. Dann aber wird das Papsttum überflüssig, weil gegenstandslos, und so auch der Träger desselben, nämlich der Bischof zu Rom.

Der Papst ist, sachlich genauer betrachtet, weder Bischof von Rom noch in Rom, sondern immer nur zu Rom, weil er nicht an die Stadt Rom und ihr politisches Einflußgebiet (in alter Zeit als "römischer Dukat" bezeichnet) innerlich gebunden ist, wohl aber aufgrund historischer Ursachen an die "Romische Kirche" (Ecclesia Romana) weil diese in erster Linie eine apostolische ist, ja sogar eine gleichsam "doppelt-apostolische", da sie ihre Gründung zwei Aposteln verdankt, einem Simon-Petrus und einem Saulus/Paulus, die beide in Rom als Märtyrer (Blutzeugen Christi) starben. Ihr Überleben aber verdankte und verdankt die Römische Kirche allein Jesus Christus und Seinen Verheißungen.

Über das Besondere der Römischen Kirche bestand schon in der nachapostolischen nicht der geringste Zweifel, so daß sich auch von Anfang an ihr rechtlicher Vorrang vor allen anderen apostolischen Teilkirchen abzeichnete, die man auch als "Apostelkirchen" bezeichnen kann. Und aus ihrer Gründung stammt ebenfalls das eigentümliche Wort von der römischen "Ecclesia principalis", die der Bischof Cyprian von Karthago (gest. 258) irrigerweise mit dem und nur mit dem "Lehrstuhl Petri" (Cathedra S. Petri) identifizierte, so daß er die Primatialgewalt und den Jurisdiktionsprimat Petri entweder übersah oder gar nicht erfaßte. Indes war damals verständlicherweise die Vollgestalt des Papsttums auch noch nicht generell in Erscheinung getreten, obwohl sie sich bereits in Papst Stephan I. (254-257), einem Römer aus der "gens Julia", ankündigte und dies sogar trotz der fürchterlichen Christenverfolgungen unter den römischen Kaisern Decius, Gallus und Valerianus (249-260), in denen auch Päpste den Märtyrertod starben. Es ist profanhistorisch unbegreiflich, daß und warum die Ecclesia Romana nicht bald nach dem Tode ihrer Gründer untergegangen ist, da sie als Religionsgemeinschaft eine "religio illicita" (unerlaubte Religion) ausübte, die von seiten des Staates durch Gesetz mit dem Tode bedroht war (im Unterschied zur jüdischen Synagoge).

Die Unwissenheit über das Papsttum in seinem Wesen und in seiner Besonderheit wird auch dadurch mitverursacht, daß es keine natürliche Ursache hat, weder in einem Volke noch in einer vorstaatlichen Gesellschaft, und daß es die Kirche Jesu Christi als eine bereits existierende voraussetzt (nicht etwa umgekehrt) und nur ein Wesenselement derselben ist. Damit aber entsteht die Frage nach seiner Verwirklichung, die nicht ohne weiteres gegeben ist. Selbst die Apostel blieben darüber noch lange Zeit im unklaren, was mit ihrer falschen Messiasauffassung zusammenhing, die sie auch nur mit viel Mühe überwinden konnten, ganz abgesehen vom Judas Iskariot, der schon bald dem Unglauben verfiel und nicht bloß zu einem amoralischen Menschen wurde.

Zudem ist das Papsttum in keinerlei Hinsicht eine Selbstverständlichkeit und was wiederum seine deutliche Erfassung erschwert, so daß sich im Hinblick auf seine Träger leicht Irrtümer einschleichen können. Immer wenn man das Papsttum für etwas in der Kirche Selbstverständliches hält, sei es aus Gewohnheit oder aus Gedankenlosigkeit (wie auch in den obigen Antworten auf die 'Petrusfrage'), verdunkelt sich die Erkenntnis in dieser einzigartigen Sache und macht einem Irrglauben, ja sogar einem Aberglauben (superstitio) Platz; ein solcher zeigt sich auch in einem "Personenkult" (Papolatrie), wie er sich um einen 'Heiligsten Vater' (Sanctissimus Pater) in Rom rankt, selbst wenn dieser ein solches Gehabe (spectaculum) ablehnt und weit von sich weist.

Das Papsttum ist auch nicht das Gesellschafts-Produkt einer fiktiven (christlichen) "Urgemeinde", von der manche Kirchengeschichtler immer noch träumen (weil sie von der Gründung der Kirche durch den göttlichen Menschensohn keine Ahnung haben). Der hl. Paulus, der Völkerapostel und der von Christus auch unmittelbar Berufene, begab sich nicht nach Jerusalem, wo er bereits als Renegat (Glaubensabtrünniger) abgestempelt worden war, um dort eine (judenchristliche) "Urgemeinde" oder eine besonders fromme (christlich-jüdische) "Glaubensgemeinschaft"  oder irgend-welche Apostel zu besuchen, um mit ihnen 'Eucharistie zu feiern'. Vielmehr berichtet er (cf. Gal 1,18), er sei nach Jerusalem gegangen, "um Kephas zu sehen und 15 Tage bei ihm zu bleiben"; er wollte Simon-Petrus persönlich kennenlernen, mit ihm über Jesu Christus eingehend sprechen und sich mit ihm in Sachen "Mission" beraten, eingedenk des Sendungsauftrages Christi, den man in seinem Umfang in Jerusalem wohl noch nicht so recht begriffen hatte. An die römische Reichshauptstadt, das 'heidnische Rom' mit seinen Göttern und Göttinnen, dachte jedoch zu dieser Zeit noch niemand. Zudem war die Situation der 'Judenchristen' in Jerusalem und Judäa, unter denen es auch heftigen religiösen Streit gab, sogar in mehrfacher Hinsicht eine ziemlich üble und was man doch nicht immer verschweigen sollte - im Gegensatz zu der im "reichen und recht freizügigen" Antiochien in Syrien, einer Handelsmethropole ersten Ranges, wo es sich 'gut leben ließ'. Sogar 'orthodoxe Juden' waren schon damals Meister im Geschäftemachen, was mit ihrer Diasporasituation zusammenhängt. Auf Antiochien lag nicht bloß die Hand der Römer, sondern diese Großstadt war auch römisch geprägt. Es gab im Hinblick auf den Aufbau einer universalen Kirche, der von ihrer Gründung in Palastina mit ihrem Todfeinde in Jerusalem unterschieden werden muß, drei Machtzentren im römischen Reich, die einer Verwirklichung der Ekklesia Jesu Christi, die weder eine Volks- noch eine Nationalkirche ist, ganz und gar nicht günstig waren: Rom in Italien, Alexandria in Ägypten und Antiochia in Syrien, das Tor nach dem Osten. Das arrogante Athen in Achaia (Griechenland) war macht- und religions-politisch bedeutungslos geworden. Wer aber zog denn die Apostel Petrus und Paulus auf so vielen und gefährlichen Umwegen nach Rom? Es wird doch wohl niemand so naiv sein, zu meinen, beide hätten sich abgesprochen, sich in Rom zu treffen und auf dem Forum Romanum zu erscheinen, um eine 'neue Religion' mit einem 'neuen Gott' zu verkünden! Oder doch? Ohne göttliche Vorsehung im eigentlichen Sinne läßt sich der endgültige Status des (wie mit Recht formuliert wurde) "römischen Petrus" mit seiner römischen "Primatialkirche", die zur apostolischen Ecclesia Romana wurde, weder verstehen noch erklären. Das Papsttum ist nun einmal als ein Wesens-Element der Kirche Jesu Christi kein natürliches Phänomen, sondern ein übernaturliches, da es göttlichen Ursprungs ist.

Eine andere Schwierigkeit in der geistigen Erfassung des Papsttums entsteht dadurch, daß man es, ganz abgesehen von der Problematik der sog. 'Papstliste', immer nur in der historisch-politischen Perspektive der "römischen Päpste" betrachtet. Diese aber sind doch bloß bestenfalls die Träger des Papsttums, die auch nur zufällig In Rom ihren Sitz (Amtssitz) haben (warum wohl?). Es ist nämlich bekanntlich auch der "romische Stuhl"  nicht identisch mit dem "Apostolischen Stuhl", da ersterer ein politischer Begriff ist, der zweite hingegen ein theologischer, so daß diese 'Stühle' sich nicht bloß "logisch" (im Denken), sondern auch "real" (in der Wirklichkeit) unterscheiden. Eine Unterscheidung von Verschiedenem ist jedoch nicht dasselbe wie eine radikale Trennung absolut verschiedener Dinge. Es ist notwendig, in der Papsttumsfrage auch philosophisch (von der Ontologie her) zu denken, was manchen Theologen und Kirchenhistorikern offensichtlich ziemlich schwer fällt. Dies kann man freilich auch von manchen Kirchenrechtlern sagen. Das Papsttum ist Wesens-Element der real existierenden Kirche, und somit notwendig, aber es ist nicht "die ganze Kirche" in ihrer Einheit und Heiligkeit.

Wenn ein Christ nichts mehr uber den Uesprung und das Wesen des Papsttums weiß, dann fehlt ihm auch das Wissen um den Ursprung und das Wesen der wahren Kirche, die eine Gründung Jesu Christi, des göttlichen Menschensohnes, ist und deshalb mit der jüdischen Synagoge und dem Tempeljudentum gar nichts mehr zu tun hatte (der Vorhang im Tempel wurde bekanntlich zerrissen und was nicht durch Menschenhand geschah und auch nicht geschehen konnte). 2) Sogar der Hohepriester in Jerusalem hatte schon bald Jesus und seine Jünger und die wachsende Menge seiner Anhänger nicht mehr für eine jüdische Sekte von "Eiferern" gehalten, sondern für etwas ganz anderes, das er sich jedoch nicht erklären konnte. Deshalb seine seltsame Bemerkung gegenüber den eilig zusammengerufenen pharisäischen Mitgliedern des Hohen Rates (Kaiphas selbst war Sadduzaer), als nach der Totenerweckung des Lazarus, der nicht wenige Freunde hatte, an der geradezu unheimlichen Wundertätigkeit Christi, deren Zweck niemals nur die Heilung geweseh war, nicht mehr gerüttelt werden konnte (!): "Ihr wißt nichts und bedenkt nicht, was euch frommt (gut täte oder zum Vorteil wäre)" (Joh 11,49 ff.), d.h. ihr seid euch überhaupt nicht im Klaren darüber, was jetzt und unbedingt getan werden muß, damit euch nicht die Macht über das jüdische Volk entgleitet oder genommen wird.

"Jesus aber wandelte nicht mehr öffentlich unter den Judäern 3), sondern ging mit seinen Jüngern (Aposteln) weg in eine Gegend nahe der Wüste - in eine Stadt namens Ephraim..." (V. 54). Auch der Apostel Judas Iskariot, ein Judäer, befand sich noch unter "den Zwölf"; sein bereits geschehener Glaubensabfall von Christus scheint kein anderer Apostel bemerkt zu haben, obwohl ihnen doch nicht mehr unbekannt war, daß er ein "Dieb und Veruntreuer" (Joh 12,6) gewesen ist. Indizien dafür waren doch vorhanden. Warum duldete Christus, der jeden Menschen bis in den Grund seiner Seele durchschaute, einen Judas Iskariot um sich?

Außerdem sollte man folgendes nicht vergessen und vor allem bedenken: Kaiphas tat "in Sachen Jesu" nichts, ohne sich vorher mit seinem Schwiegervater und früheren Hohenpriester Annas, einem schlauen und brutalen Zeitgenossen, zu beraten. Aber auch seine Furcht vor Jesus, "dem möglichen Christus oder Messia", konnte nicht mehr verheimlicht werden. Das ganze Synedrium war erschüt-tert, obwohl der bekannte "Einzug in Jerusalem" mit den "Hosianna-Rufen" noch gar nicht stattgefunden hatte, der jedoch den Aposteln ebenfalls einige Furcht eingejagt haben dürfte, da sie diese heilsgeschichtliche Situation nicht erfassen konnten, die auf etwas Endgültiges von Christus her angelegt war. Allein der Apostel Johannes wies in seinem Evangelium auf eine solche Erkenntnisschwierigkeit bei Juden hin. "Die Hohenpriester aber gingen (sogar) mit dem Gedanken um, auch den Lazarus zu töten, weil viele von den Juden (nur) seinetwegen (zum Osterfest) hingingen und an Jesus glaubten" (Joh 12, 10.11), Die Pharisaer aber sprachen zueinander mit kalter Wut: "Da seht ihr, daß ihr nichts ausrichtet. Seht (schaut doch hin), die ganze Welt ist ihm nachgelaufen!" (ebd. V.19), was natürlich wieder einmal maßlos übertrieben war.

Der feierliche Einzug Christi in Jerusalem (am Samstag Abend vor der Karwoche, reitend auf dem Füllen einer Eselin und unter dem Hosannarufen einer Volksmenge, woran sich auch die Apostel (ausgenommen der Iskariote) beteiligten, ist nicht so bedeutsam wie das, was in den nachfolgenden drei Tagen geschah, als Christus mit Autorität lehrend und Heilungswunder vollbringend im Tempelbezirk und wie der Herr des Tempels auftrat und sein letzter Kampf mit den Hierarchen, den Pharisäern, Schriftgelehrten und Sadduzaern, seinen Höhepunkt erreichte, indem Er ihnen und insbesondere den Synedristen das prophetische Wort entgegenschleuderte: "Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volke gegeben werden, das seine (dieses Reiches) Früchte bringt." (Mt 21,43) Denn daraufhin wollten "die Hohenpriester und die Pharisaer 4) Christus "ergreifen", d.h. Ihn verhaften lassen - verständlicherweise, denn diese Weissagung verkündete offentlich das absolute Ende und Nicht-mehr-Aufleben der Alten Theokratie sowie den endgültigen Verlust der Auserwähltheit des "Auserwählten Volkes"! Nur die Furcht vor dem erregten und enthusiastischen Volke hielt sie davor zurück, weil dieses Volk Ihn "fur einen (wahren) Propheten hielt" (ebd. V. 45. 46.). - Die Apostel waren dieser Situation nicht nur nicht mehr gewachsen, sondern sondern machten vielmehr den Einaruck, bloß noch Statisten in diesem Drama zu sein. Dennoch aber waren sie, wie sich später herausstellte, im Stillen immer noch auf 'hohe Pöstchen' in einem, von ihnen allerdings mißverstandenen, "messianischen Reiche" erpicht, das wohl bald kommen werde. Es ist fürwahr recht seltsam, daß dies alles immer so leicht und bedenkenlos 'übersehen' wird. Leider berichten die Evangelisten nichts über das Verhalten "der Zwolf" in diesen drei Kampftagen im Tempelbezirk, in denen die Hierarchen, Synedristen und Herodianer in aller Öffentlichkeit eine totale Niederlage einstecken mußten.

Anmerkungen:
1) Für echte Sedisvakantisten besteht nach dem Tode des Papstes Pius XII. (9.10. 1958) aus theologischen Grunden eine bis auf weiteres ununterbrochene Vakanz des Apostolischen Stuhles und seit Ende des Vatikanums 2 (8.12.1965) eine häretische und apostatische sog. "römische Konzilskirche", die weder apostolisch noch römisch-katholisch ist. Diese 'Kirche' besitzt auch keine Einheit und Heiligkeit, wie schon die Erfahrung lehrt. Sie ist ein monstroses Gesellschaftgebilde 'sui generis'.
2) Kirche und Papsttum lassen sich nicht auseinanderreißen, weil beides von Christus stammt und die Kirche ein religiöses und hierarchisches Gesellschaftsgebilde eigener Art ist, dem nichts in der Welt des Menschen entspricht.
3) Unter den Judäern versteht man die in Jerusalem und im Lande Judäa lebenden Juden,im Gegensatz zu den von ihnen gehaßten Samaritanern und ungeliebten Galiläern mitihrer harten Aussprache, an der später Simon-Petrus von einer Magd als "Jünger des Galiläers (Jesu)" erkannt wurde.
4) Diese waren radikale Nationalisten und Römerfeinde; sie erwarteten in ihrer politischen Verblendung vom Messias sogar die Errichtung der (jüdischen) "Weltherrschaft".

(Fortsetzung folgt)
 
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