56. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2026
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Ausgabe Nr. 11 Monat Dezember 2004
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat Januar 2005
SPENDENAUFRUF


Ausgabe Nr. 4 Monat April 2004
Offener Brief an H.H. Bischof M. Pivaruns


Ausgabe Nr. 4 Monat April 2004
Ad multos annos - Herrn Prof. Dr. D. Wendland zu seinem 80. Geburtstag


Ausgabe Nr. 5 Monat Juni 2004
Eberhard Heller: Besuch aus Mexiko


Ausgabe Nr. 8 Monat Oktober 2004
Open Letter to most Reverend Bishop M. Pivarunas


Ausgabe Nr. 8 Monat Oktober 2004
ROTHKRANZ Y LAS INVESTIGACIONES...


Ausgabe Nr. 10 Monat Dezember 2004
Sobre Monseñor Thuc y Monseñor Carmona


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2005
NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN ...


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2003
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 1 Monat Februar 2003
Offener Brief an H.H. Prof. Dr. August Groß


Ausgabe Nr. 2 Monat März 2003
Wer in der modernen Welt


Ausgabe Nr. 3 Monat April 2003
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 4 Monat April 2003
The Roman Catholic Diaspora Church


Ausgabe Nr. 5 Monat Juni 2003
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat Juli 2003
Zitate: Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat Juli 2003
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat September 2003
Rothkranz in Untiefen


Ausgabe Nr. 8 Monat October 2003
L’Eglise Catholique-Romaine de la diaspora


Ausgabe Nr. 11 Monat December 2003
De Monseñor Pierre Martin Ngô-dinh-Thuc


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2002
Buchbesprechung


Ausgabe Nr. 2 Monat Mars 2002
ES MONSEÑOR LEFEBVRE UN OBISPO ORDENADO VALIDAMENTE


Ausgabe Nr. 3 Monat Mai 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 4 Monat Juli 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 5 Monat September 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat November 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat November 2002
Pfarrer Carl Sonnenschein


Ausgabe Nr. 6 Monat November 2002
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2002
Satanische Tendenzen in der Rock Musik


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2002
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 8 Monat December 2002
Is Mgr. Lefebvre a validly consecrated bishop?


Ausgabe Nr. 7 Monat Diciembre 2001
LA IGLESIA CATOLICO-ROMANA EN LA DIASPORA


Ausgabe Nr. 1 Monat April 2001
Papsttum als eines Wesens-Elementes der Kirche


Ausgabe Nr. 6 Monat Dezember 2001
Über das Papsttum der römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 6 Monat Dezember 2001
DIE SCHÖPFUNG - EIN GÖTTLICHER PLAN - Buchbesprechung


Ausgabe Nr. 8 Monat Januar 2002
Über das Papsttum der Römischen Bischöfe


Ausgabe Nr. 1 Monat April 2000
Kurze Antwort auf eine Anfrage zum Sedisvakanzproblem


Ausgabe Nr. 4 Monat Nov.-Doppel-Nr.4/5 2000
DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE DIASPORA-KIRCHE


Ausgabe Nr. 4 Monat Nov.-Doppel-Nr.4/5 2000
WAR MGR. LEFEBVRE EIN GÜLTIG GEWEIHTER BISCHOF?


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar 2000
Zum Problem des innerkirchlichen Klerikalismus


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar 1999
IN MEMORIAM FRAU ELSE KETTERER


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1997
SIND DIE POST-KONZILIAREN WEIHERITEN GÜLTIG?


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1997
SIND DIE POST-KONZILIAREN WEIHERITEN GÜLTIG?- Fortsetzung


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1997
AUS EINEM BRIEF AN DIE REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1993
ZUM PROBLEM DER INTENTIONALITÄT BEI DER SPENDUNG DER SAKRAMENTE


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1993
LESERBRIEF


Ausgabe Nr. 5 Monat Februar 1994
ZUM PROBLEM DER ERFORDERLICHEN INTENTION BEI DER SAKRAMENTENSPENDUNG


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 1995
NUR NOCH AUSLAUFMODELL?


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1994
IST MGR. LEFEBVRE EIN GÜLTIG GEWEIHTER BISCHOF?


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1992
DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE DIASPORA-KIRCHE - FIKTION ODER WIRKLICHKEIT? -


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1992
DER MODERNE HOMINISMUS UND SEINE ABARTIGE RELIGIOSITÄT


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 1992
DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE DIASPORA-KIRCHE - FIKTION ODER WIRKLICHKEIT? -


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 1992
Mitteilungen der Redaktion


Ausgabe Nr. 11 Monat Juli-Sondernr. 1992
ZUM PROBLEM DER INTENTIONALITÄT BEI DER SPENDUNG DER SAKRAMENTE


Ausgabe Nr. 3 Monat August 1992
DER FALL ESCRIVA


Ausgabe Nr. 3 Monat August 1992
Mitteilungen der Redaktion


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1992
WAS IST DAS EIGENTLICH: DIE RELIGION?


Ausgabe Nr. 4 Monat Mai 2006
DIASPORA


Ausgabe Nr. 3 Monat September 1991
Wieviele Katholiken gibt es in der Bundes-Republik Deutschland


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 1991
Wieviele Katholiken gibt es in der Bundesrepublik Deutschland


Ausgabe Nr. 5 Monat Februar 1992
DER MODERNE HOMINISMUS UND SEINE ABARTIGE RELIGIOSITÄT


Ausgabe Nr. 5 Monat Februar 1992
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1990
DIE ZERSTÖRUNG DES SAKRAMENTALEN PRIESTERTUMS DURCH DIE RÖMISCHE KONZILSKIRCHE


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1990
NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli, Sondernr 2/3 1990
ÜBER DIE GRÜNDUNG DER Una et Sancta ECCLESIA, Vorwort


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1990
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 6 Monat März 1991
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat April-Sondernr 1991
DIE ZERSTÖRUNG DES SAKRAMENTALEN PRIESTERTUMS DURCH DIE RÖMISCHE KONZILSKIRCHE


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1989
MYSTERIUM FIDEI


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1989
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat Januar 1989
WAS IST DAS EIGENTLICH: DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE?


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1988
LESERBRIEF IN AUSZÜGEN


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1988
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 7 Monat April-Sondernr 1988
KIRCHE OHNE RELIGION UND RELIGIONSLOSE KIRCHEN


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1987
Über die christliche Taufe und das Tauf-Sakrament


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1987
STELLUNGNAHME ZU DEM ARTIKEL DIE KRISE DER APOSTOLISCHEN SUKZESSION...


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1987
Aus EINEM BRIEF VON S.E. MGR. MOÍSES CARMONA


Ausgabe Nr. 3 Monat Sept./Okt. 1987
THEOLOGISCH-PHILOSOPHISCHE REFLEXION ÜBER DEN TRINITARISCHEN GOTT


Ausgabe Nr. 6 Monat März 1988
KIRCHE OHNE RELIGION UND RELIGIONSLOSE KIRCHEN


Ausgabe Nr. 6 Monat März 1988
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1986
Was ist das eigentlich: Die Häresie?


Ausgabe Nr. 2 Monat Juli 1986
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 3 Monat September 1986
... DEN LEIB DES HERRN NICHT MEHR UNTERSCHEIDEN...


Ausgabe Nr. 5 Monat Januar 1987
ZUM 'MYSTERIUM FIDEI'


Ausgabe Nr. 6 Monat April 1987
... UND SPIEEN IHM INS ANGESICHT ...


Ausgabe Nr. 6 Monat April 1987
Die Todsünde der Gotteslästerung


Ausgabe Nr. 3 Monat Juli 1985
OFFENER BRIEF


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1985
Es WÄRE ZU BEDENKEN


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1985
EINIGES ÜBER DEN BEGRIFF UND DAS WESEN DES CHRISTLICHEN GLAUBENS


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1985
BRIEF VON HERRN PROF. DR. D. WENDLAND AN DIE REDAKTION


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar/März 1986
DAS GLAUBENSBEKENNTNIS DER KIRCHE ?


Ausgabe Nr. 6 Monat Oktober 2006
Der Teufel im Kino


Ausgabe Nr. 7 Monat Dezember 2006
Und ihr werdet sein wie Gott


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
Y seréis como Dios (Gn. 3, 5)


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2007
And thou wilt be like God (Gen. 3,5)


Ausgabe Nr. 13 Monat September 2007
Et vous serez comme Dieu


Ausgabe Nr. 11 Monat February 2008
ARE POST CONCILIAR RITES VALID?


Ausgabe Nr. 13 Monat April 2008
LA VALIDEZ CE LOS RITOS POSTCONCILIARES CUESTIONADA


Ausgabe Nr. 13 Monat April 2008
BIBLIOGRAFIA: VALIDEZ CUESTIONADA DE LOS NUEVOS RITOS POSTCONCILIARES


Ausgabe Nr. 13 Monat Diciembre 2009
L’EGLISE CATHOLIQUE-ROMAINE DE LA DIASPORA


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2010
Mitteilungen der Redaktion - wichtige Hinweise


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2011
A. 8. a-b Ist das sakramentale Priestertum in der Konzilskirche erhalten


Ausgabe Nr. 11 Monat Februar 2011
A. 8. e-f Die fehlende ‚Intention’ bei der Weihe nach dem Montini-Ritus


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2011
In memoriam Prof. Wendland


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2011
Mitteilungen


Ausgabe Nr. 13 Monat June 2011
E sarete come Dio (Gn. 3, 5)


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2011
Zitate aus:Über (...) eine Kirche ohne Papst


Ausgabe Nr. 2 Monat Mai 2012
MACHT UND OHNMACHT DER KIRCHE


Ausgabe Nr. 3 Monat September 2012
MACHT UND OHNMACHT DER KIRCHE


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2012
MACHT UND OHNMACHT DER KIRCHE


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2013
Null und nichtig – der Ritus der Bischofsweihe von 1968


Ausgabe Nr. 3 Monat August 2015
Tuet dies zu meinem Gedächtnis (Lk. 22,19)


Ausgabe Nr. 1 Monat Januar 2022
In Erinnerung an Dr. Ante Križić


Kurze Antwort auf eine Anfrage zum Sedisvakanzproblem
 
Kurze Antwort auf eine Anfrage zum "Sedisvakanzproblem"

von
Prof. Dr. Diether Wendland

Es finden sich immer noch katholische Christen, die, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt, an Katholiken oder an Zeitgenossen, die sich als Katholiken bezeichnen, folgende Frage stellen:

Warum eigentlich sind Millionen religionsmündiger Katholiken nicht fähig, die schon über 40 Jahre lang andauernde Vakanz des Apostolischen Stuhles (oder der Cathedra Petri zu Rom) zu erkennen? Auf diese Frage nach dem wirklichen Erkennen einer bestimmten Sache religiöser Natur gibt es mehrere Antworten, die jedoch nicht befriedigen, so daß dann andere zu der Frage gedrängt werden, ob dies denn stimme mit dem Millionen Katholiken, die dazu unfähig sind oder es sein würden? Können tatsächlich so viele 'Gläubige' so erkenntnisblind und dumm (stulte) sein? Oder gibt es hier etwas, das sie weltweit am deutlichen Erkennen einer solchen Vakanz hindert oder davon ablenkt? Sicherlich spielen auch Unwissenheit und Verwirrungen keine geringe Rolle; aber dagegen steht ein Vakanz-Zustand von so langer Dauer, der sich doch in nicht bloß einer einzigen Beziehung bemerkbar machen muß und was selbst 'einfachen Gläubigen' nicht entgehen kann. Warum also wird (wie man auch sagen kann), die 'römische Sedisvakanz' von den meisten Katholiken überhaupt nicht erkannt, ja nicht einmal von allen denen (wenn man genauer hinschaut), die sich heutzutage als 'Sedisvakantisten' bezeichnen? Denn diese Katholiken benutzen die Sedisvakantismus-Position nur als Alibi für ihr Nichtstun in kirchlichen Angelegenheiten oder auch für falsche und abwegige Zielsetzungen, die keine Hilfe für katholische Christen in ihrer konkreten Lebenslage sind. Es ist oft nicht einfach, die echten Sedisvakantisten von den Semi-Sedisvakantisten und den Pseudo-sedisvakantisten zu unterscheiden, weil sie auch nicht organisiert sind und gesellschaftlich nicht in Erscheinung treten. Dann aber entsteht der Eindruck, daß sie gar nicht existieren. Dabei gab es schon vor dem Vatikanum 2 vereinzelt echte Sedisvakantisten, allerdings nur unter theologisch gebildeten Laien, nicht jedoch (verständlicherweise) unter Klerikern. ...

Als der Römische Bischof oder Bischof zu Rom, Papst Pius XII., gestorben war (9. Oktober 1958), trat Sedisvakanz ein, d.h. es waren der Apostolische Stuhl seines Inhabers und das Papsttum seines Trägers verlustig gegangen. Damals ereignete sich auch etwas recht Merkwürdiges, woran sich einige der heute noch Lebenden immer noch lebhaft erinnern; es kamen nämlich im kirchlichen Bereich zwei grundverschiedene Gruppen von Katholiken spontan zum Vorschein: die einen betrauerten zutiefst den Tod dieses großen Papstes, die anderen hingegen waren erfüllt von großer Freunde darüber, daß Pius XII., dieser 'Aristokrat' und vermeintlich harte und lieblose Mann, nach längerer Krankheit nun endlich tot war. Diese Leute voller Haß, zu denen sich auch Nichtkatholiken gesellten, hofften auch darauf, daß ihn 'ein ganz ander Papst' bald vergessen machen werde und der später zu Unrecht als "Übergangspapst" bezeichnet wurde. Denn ein solcher war der Patriarch von Venedig, Angelo Giuseppe Roncalli, nun gerade nicht, zumal da er sich bereits als sog. 'Papstnamen' den Namen eines Häretikers und sog. "Gegenpapstes" aus dem Spätmittelalter zulegte, nämlich: "Johannes XXIII." (1410-1415). Das war schon recht seltsam und ließ orthodoxe Katholiken aufhorchen. Denn dies war ein erstes Indiz dafür, daß sich die ursprüngliche "rein natürliche" Sedisvakanz bereits in eine ganze andere gewandelt (umgewandelt) haben muß, die eine wesentlich andere Ursache hat (als den natürlichen Tod einer Person), nämlich eine schon wirksam werdende Häresie in der Geistesverfassung eines hohen oder höheren "kirchlichen Prälaten", der von Kardinälen zum Papst gewählt wurde, d.h. in concreto: die durch ihre Wahl eine Person bezeichneten, welche Papst sein soll, dies jedoch dadurch noch nicht ist, und die sich daraufhin (überraschenderweise?) "Johannes XXIII." nannte.

Hier zeigte sich schon das Häretische im Geiste einer Person, die auch sehr bald als der "gute Johannes", ja sogar als unser "guter Bruder Johannes" ausgegeben wurde, insbesondere von höheren Klerikern und modernistischen Theologen. Roncalli, der "gute Papst" wurde überall gegen Pacelli, den "bösen Papst", gesetzt und ausgespielt, obwohl der hohe Prälat Roncalli nie Papst war und gewesen sein konnte. Dies aber erkannten damals nur sehr wenige, vor allem jedoch die alten Freunde Pius' XII. aus der theologisch gebildeten Laienschaft. Diese Erkenntnis wirkte bei manchen zeitweilig sogar lähmend in Ansehung der sich überall verbreitenden Roncalli- bzw. 'Bruder Johannes'- Euphorie.

Es genügt bereits eine einzige Häresie, um nach der Wahl einer Person zum Papst von seiten dieser Person eine rein natürliche und gewöhnliche Vakanz des Apostolischen Stuhles zu einer ungewöhnlichen (insolens) und außergewöhnlichen (insolitus) Vakanz (=Verwaisung) zu machen bzw. 'umzufunktionieren' und ihr Kontinuität in der Zeit zu geben. Eine solche Sedisvakanz wie die nunmehr vorliegende war weder durch noch mit dem Tode Pius XII. eingetreten, sondern nach seinem Tode und allein durch den 'hohen Prälaten' und Erzbischof Roncalli, da dieser sich in aller Öffentlichkeit als Häretiker entpuppte, indem er sogar zwei Häresien als neue Frohboschaft 'verkündete' und sich somit auch als ein "falscher Prophet" im Sinne Christi (Mt 7,15.16.) erwies. So manche katholischen Christen erinnerten sich auch gleich an den Hinweis des hl. Johannes, des Apostels, bezüglich der 'großen Verführer': "Aus unserer Mitte gingen sie hervor, aber sie gehörten nicht zu uns" (1. Joh 2,19). Im übrigen ist eine solche ungewöhnliche Vakanz des Apostolischen Stuhles kein Gegenstand des kanonischen Rechts und deshalb von daher auch gar nicht erfaßbar. Das kanonische Recht bezieht sich nur auf die sog. "Erledigung eines Kirchenamtes (officium ecclesiasticum)" im rein juridischen Sinne (de iure vacat), was fundamental-theologisch so gut wie nichts besagt. Indes ist das "päpstliche Amt" oder "Papstamt" kein Produkt der Kirche und nimmt auch eine einzigartige Sonderstellung ein. - Sedisvakanz ist eben nicht gleich Sedisvakanz - ohne nähere Bestimmung.

Die erste Häresie Roncallis war die Irrlehre und die Verheißung eines "neuen (oder zweiten) Pfingsten" auf dem angekündigten ökumenischen (allgemeinen) Konzil; außerdem berief sich Roncalli für die Einberufung eines Konzils auf eine "Eingebung oder Erleuchtung von oben" (wie er schon Ende Januar 1959 berichtet und auch später zu wiederholten Malen versichert hatte). Die zweite Häresie aber zeigte sich in der Trennung des außerordentlichen Lehramtes der Kirche vom ordentlichen und in der Unterwerfung des letzteren unter die allgemeine Norm des sog. "Aggiornamento" - im radikalen Widerspruch zu der nur der Kirche Christi anvertrauten (und unfehlbaren) göttlichen und apostolischen Lehre des Heils (oder Erlösungslehre) für alle Menschen. Dieses "Aggiornamento" (ein konfuser Begriff, den später Montini aufgenommen und noch konfuser gemacht hat) gipfelt in der grotesken Vertreibung, ja sogar 'Austreibung' des "Geistes der Wahrheit" (Joh. 14,17) aus der 'una sancta Ecclesia' mit Berufung auf den Hl. Geist und sein Wirken. Grotesker geht es wahrhaftig nicht!

Man muß bei der schon so lange währenden Vakanz des Apostolischen Stuhles oder der Cathedra Petri zu Rom diese beiden Häresien begreifen, einschließlich ihrer Ausrichtung auf ein besonderes Konzil in Rom, das sich auch zu Unrecht als Vatikanum 2 bezeichnete, denn es war nicht die Fortsetzung des abgebrochenen Vatikanum I. Diese Sedisvakanz ist in der Tat eine ungewöhnliche und außergewöhnliche schlechthin, so daß es gar nicht verwunderlich ist, wenn sie sogar von vielen Katholiken, die noch orthodox katholisch sind oder dies zu sein scheinen, überhaupt nicht oder nicht klar genug erfaßt wird. Andernfalls müßten sie ja auch ihre realen Folgen erkennen, was doch ebenfalls nicht der Fall ist. - Am 11. Oktober 1962 herrschte weltweit sichtbar ein Nicht-Papst über mehr als 2 500 stimmberechtigte 'Hirten' in weißen Mitren, die sich in Rom zu einem 'heiligen Konzil' versammelt hatten. So etwas hatte es in der Geschichte der katholischen Kirche noch nie gegeben. Nicht wenige katholische Laien, die bereits auf Distanz gegangen waren, trauten ihren Augen nicht mehr und zweifelten an ihrer Sehschärfe. Papst Pius XII. war erst vor 4 Jahren verstorben. Nun aber nahm ein seltsames 'Hirtenkonzil' seinen Lauf und ließ übelste Dinge ahnen. Sedisvakanz und Vatikanum 2 gehören zusammen und bildeten von Anfang an eine fürwahr 'unheilige Einheit'. Auch dies muß man begreifen, um die kirchliche Situation von damals und heute nicht mißzuverstehen; sie darf nicht 'vereinseitigt' werden, sonst erkennt man auch nicht den Bruch mit der apostolschen Ecclesia Romana auf einem Konzil (!), der nicht mehr lange auf sich warten ließ und welches sich als 'das Konzil' schlechthin aufspielte. Schon diese Propaganda modernistischer Kleriker war für viele orthodoxe Katholiken unerträglich. Da 'wehte' ein Geist, der nicht mehr der Heilige sein konnte.  

Der religiöse Begriff "Apostolischer Stuhl" ist (im Unterschied zum politischen Begriff "römischer Stuhl") ein bildhafter Terminus für den ortsähnlichen 'Sitz' des auf ihm fortlebenden Apostolates Petri zu Rom. Zudem beruht nur auf dem perennierenden Apostolat des hl. Petrus (oder dem 'petrinischen Apostolat') die übernatürliche Hoheit des von Christus eingesetzten Papsttums in Seiner Kirche. Welche Katholiken aber wissen noch, daß "Kirche" und "Stuhl" (Ecclesia et Sedes) sich zueinander verhalten wie "Reich" und "Thron" (Matthias Joseph Schee-ben)?! Auch dies wird heutzutage von vielen nicht mehr begriffen, gleichgültig ob es sich um Katholiken oder Nichtkatholiken handelt.

Wer alles und was alles verhindert somit die klare und sichere Erkenntnis einer schon so lange dauernden ungewöhnlichen und außergewöhnlichen Vakanz des Apostolischen Stuhles?? Auch diese Frage sollen sich Katholiken zu Bewußtsein bringen.
 
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