56. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2026
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1. Brief an besorgte Christen
2. Den Westen zu Tode gebären
3. Warum die Einsicht Ecône unterstützt
4. Das Jahrhundert des Aases
5. Die Berufung des Matthäus, des Petrus, Jakobus, Andreas und des Johannes
6. Der letzte Tag
7. Aus den geistlichen Ansprachen
8. Der hl. Joseph von Calasanza
9. Die Kruzifixe
10. Vom hl. Papst Pius X.
11. NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN
12. MITTEILUNGEN DER REDAKTION
Den Westen zu Tode gebären
 
"Den Westen zu Tode gebären"

Ein Kongreß des Studienzentrums Weikersheim zum Islam in Europa


von
Alexander Riebel

Wie weit kann jemand als Demokrat ernst genommen werden, der sich dem öffentlichen Gespräch verweigert? Und wer dann bereits unter Beobachtung des Verfassungsschutzes steht, verstärkt den Eindruck, ein Gegner dieses Staats zu sein. Dieser Verdacht konnte dem Türken Mehmet Erbakan, dem Generalsekretär der islamischen Vereinigung Milli Görüs, auf dem zwanzigsten Sommerkongreß des "Studienzentrums Weikersheim e.V. Deutschland morgen" nicht erspart bleiben. Erbakan war zu der Tagung "Der fundamentalistische Islam - Innere Angelegenheit der islamischen Staaten oder Bedrohung Europas" unter Leitung des Präsidenten Wolfgang Freiherr von Stetten, MdB, eingeladen worden. Einen Tag zuvor hatte er aber abgesagt mit der Begründung, der Titel der Tagung setze einen fundamentalistischen Islam voraus, ohne dies zu diskutieren. Eine Beleidigung seiner Religion könne er nicht hinnehmen. Die Kongreßteilnehmer haben diese Absage als unqualifiziert bewertet und offen über die Grundlagen des Islam im Hinblick auf sein Verhältnis zum Christentum diskutiert. Ulrich Woronowicz, Superintendent aus Berlin, hat mit seinem Beitrag über "Der Gegensatz gesellschaftlicher Innen- und Außenlenkung in Religion und Ideologie" in den grundsätzlichen Zusammenhang zwischen Religion und Ideologie eingeführt. Nach Woronowicz ist die Welt in Wertesysteme geordnet. Ein Beispiel hier für sei die Aufklärung, die die Religion enthauptet habe. Die moderne Welt habe diese Enthauptung nicht aufhalten können, und sogleich seien die Ideologien des Sozialismus und Nationalismus entstanden. In der heutigen Situation sei unklar, wer den Zentralwert in der Wert-Nachfolge Gottes besetze. Der Islam versucht nach Auffassung Woronowiczs, diese Stelle einzunehmen. Die Struktur des Islam sei geradezu darauf angelegt, jede andere Religion und auch Gesellschaftsauffassung gewaltsam zu verdrängen. Dies liege daran, daß der Islam nicht wie das Christentum innen-, sondern außengesteuert sei. Die Muslime seien durch das Gesetz Gottes und durch den Staat zu absolutem Gehorsam verpflichtet, ohne daß es zu einer Annährung zwischen dem Individuum und der verbindlichen Ordnung komme. Im Christentum hingegen habe Gott etwa zu Pfingsten die Schranke zum Innern des Menschen durchbrochen. So sei der Übergang vom Alten zum Neuen Testament auch der Übergang von der Außen- zur Innenlenkung, wobei das Herz und die Liebe angesprochen seien. Die grundsätzliche Verschiedenheit der beiden Religionen bedeute de-ren Unvereinbarkeit. Insofern sei auch der Begriff einer multikulturellen Gesellschaft nicht vertretbar, die die "Sozialdemokraten im Talar" anstrebten. Auch Herbert Müller, Orientalist und Historiker sowie Referatsleiter für Ausländerextremismus beim Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg, sieht im Islam eine Bedrohung für Deutschland. Er nannte zahlreiche, politische Gruppierungen, die teils Verbindungen zur palästinensischen Hamas hätten oder als Ruhestätte für algerische Islamisten benutzt würden, die hierzulande Geld und neue Ideen sammelten. Gemeinsam sei diesen Gruppierungen, die Demokratie als Unglauben zu verwerfen. Abtrünnige und Ungläubige verdie-ten nach islamischer Auffassung die Todestrafe. Müller hat hervorgehoben, daß die Muslime mit der Unkenntnis der Deutschen über die islamischen Grundlagen rechnen könnten. Denn es sei absurd, hierzulande politische Gruppen zu genehmigen, die etwa in der Türkei verboten seien und die die demokratischen Versuche der Türkei bekämpften. Die Extremisten könnten hier besser ihre Vorstel-lung von Staat und Religion verwirklichen, als in ihrer früheren Heimat. Müller hielt nichts von dop-pelter Staatsangehörigkeit, weil so Angehörige der PKK mit deutschem Paß und diplomatischem Schutz in Pakistan Verbündeten helfen könnten. Auch müßten die deutschen Politiker endlich lernen, zum Bau von Moscheen nein zu sagen. Alle Referenten waren sich darin einig, daß die enge Verbindung zwischen Religion und Staat im Islam die entscheidende Schwierigkeit darstellt. Inso-fern seien nicht nur die Extremisten eine Gefahr, sondern alle Angehörige des Islam. Denn sie vertreten gleichermaßen die Ablehnung individueller Menschenrechte, die Unterwerfung unter Gott, die Beharrung auf dem Kalifentum, die Einteilung der Welt in das Haus des Islam und das des Kriegs, also die Einteilung derjenigen, die töten und die für Allah getötet werden. Ferner die Verweigerung der Anerkennung der Gleichberechtigung islamischer Staaten mit anderen Staaten, die Verweigerung der Gleichberechtigung der Frau sowie die Anerkennung der göttlichen Natur des absolut wahren Koran. Judentum und Christentum beruhten nur auf falschen Auslegungen der Schrift. Nach Auffassung des Diplom-Psychologen Rolf Stolz, der in diesen Merkmalen die eigentliche Gefahr des Islam sieht, könnten alle zwanzig Millionen Muslime in Europa militante Aktivisten werden, weil sie mit den Extremisten das Verständnis des Koran teilten. In den Suren stehe ja bereits, kein Muslim soll Christen oder Juden zum Freund nehmen. Der Dialog mit dem Islam ist nach Stolz aussichtslos. Er hielt es auch für verhängnisvoll, daß 1966 im Kölner Dom eine Gebetsnische für Muslims eingerichtet wurde. Denn nach islamischem Verständnis sei der Dom damit schon eine Vorstufe zur Moschee, die noch verwirklicht werden müßte. Das feige Zurückweichen vor dem Islam zeige sich darin, daß niemand etwas unternommen habe, als bei einer islamischen Demonstration in Bonn auf einem Spruchband stand: "Tötet Rushdie". Es dürfe auch keine Befreiung muslimischer Kinder vom Schulsport oder von der Sexualaufklärung geben. Die Eingliederung muslimischer Kinder ist pädagogisch besonders schwierig. So halten in zahlreichen Berliner Schulen Lehrer mit Dolmetschern den Unterricht, weil die Schüler nicht deutsch sprechen. Die Eltern verweigern das Gespräch mit den Lehren. Auch nach Meinung von Rainer Glagow, Orientalist und Leiter der Systemstelle der Hanns-Seidel-Stiftung/Bildungswerk in Berlin, versagen gegenüber der Welt des Islam wegen seiner einheitlichen Prägekapazität unsere Erklärungsmodelle. Die Haltung gegenüber der Wissenschaft sei von der westlichen verschieden. Denn eine Säkularisierung als Voraussetzung der Wissenschaft werde abgelehnt. Vielmehr gehörten Wissenschaft und Religion im Islam zusammen. Vor allem sei der Islam keine folkloristische Kultur, wie es der Westen gern hätte. Über den Westen könne man hören: "Wir werden Euch zu Tode gebären". Anders als in christlichen Ländern werde zur Vermehrung der Bevölkerung aufgerufen, um die Religion zu verbreiten. Weil Länder wie Marokko gegen die Familienplanung seien, betrage das Durchschnittsalter hier sechzehn Jahre. Deutschland werde sich bei einer Zahl von fünfzehntausend Muslimen ändern. Schon jetzt seien in Berlin die Gesellschaftsschichten zerstört. Die Ghettobildung der Türken zeige, daß es ihnen nicht um Integration gehe. Bei einer Großveranstaltung im vergangenen Jahr habe auf den Spruchbändern gestanden: "Wir sind Einwanderer", andererseits sei dann aber das türkische Lied "Mein geliebtes Vaterland" gesungen worden. Der Systemanalytiker und Orientalist Hans-Peter Raddaz hat im Hinblick auf den Islam das pluralistische Denken abgelehnt. Der Pluralismus sei letztlich die Ausgrenzung der eigenen Tradition. Auch die Kirche habe sich dem Dialog mit dem Islam angeschlossen, was von den Islamisten aber als Instinktlosigkeit empfunden werde. Auf demokratisches oder parlamentarisches Handeln stehe in den islamischen Staaten die Todesstrafe.  (...) (DT vom 19. Mai 1998)      

IRANISCHE FUNDAMENTALISTEN ERKLÄREN FATIMA ZUM MUSLIMISCHEN WUNDER  (SB Nr.19/97) - "Im Iran wird in den Medien verbreitet, die Erscheinung der Gottesmutter in Fatima sei kein katholisches Wunder, sondern ein muslimisches. Fatima sei die Tochter Mohammeds, des großen islamischen Propheten gewesen. Die katholische Kirche feiert in diesem Jahr das 80jährige Jubiläum der Erscheinungen in der Cova da Iria in dem Ort Fatima. Die Fatima-Fälschung der iranischen Fundamentalisten begann mit einer Pressemeldung vom 25.0ktober 1995. Darin wird über eine vom iranischen Fernsehen ausgestrahlte Dokumentation berichtet, in der die Erscheinungen von Fatima als muslimisches Wunder geschildert wurden. Nicht die Mutter Gottes sei in Fatima erschienen, sondern Fatima, die Tochter Mohammeds. Diese Fernsehsendung zum Jahrestag der Erscheinungen wurde zweimal wiederholt. Durch Bilddokumente wurde Fatima als weltweit bekannter Erscheinungsort gezeigt, u.a.auch die Besuche von Paul VI. und Joh.Paul II. Dadurch wurde im Iran der Eindruck erweckt, die Päpste seien zu einem islamischen Heiligtum gepilgert.

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Und was sagt Vatikanum II zum Islam?

"Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft. Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, und sie ehren seine jungfräuliche Mutter Maria, die sie bisweilen auch in Frömmigkeit anrufen. Überdies erwarten sie den Tag des Gerichtes, an dem Gott alle Menschen auferweckt und ihnen vergilt. Deshalb legen sie Wert auf sittliche Lebenshaltung und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen und Fasten. Da es jedoch im Lauf der Jahrhunderte zu manchen Zwistigkeiten und Feindschaften zwischen Christen und Muslim kam, ermahnt die heilige Synode alle, das Vergangene beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen."

(Zweites Vatikanisches Konzel: Erklärung "Nostra Aetate", Art 3 - Erklärung üder die nicht-christlichen Religionen.)
 
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