UNMÜNDIGE LAIENGEDANKEN
von
Luise v. Weymarn, München
Wenn ein an sich ausgezeichneter Verlag neuerdings das "Credo des
Gottesvolkes" von Paul VI. durch Gratisverteilungen an seine
Geschäftsfreunde erneut zu propagieren versucht, so muß das
nachdenklich stimmen. Wir möchten dazu folgendes bemerken:
1) Seit Paul VI. es sich herausgenommen hat, den Ordo Missae des
Hl.Papstes Pius V. zu zerstören und dafür mit seinen Fälschungen die
häretische Irreführung aller jener Gutgläubigen zu betreiben, die immer
noch - wenn auch tief schmerzlich - meinen, was "der Hl.Vater sagt" muß
hingenommen werden
und seit dieser "Hl.Vater" gegen sein eigenes besseres Wissen die
Möglichkeit zur Schändung des Allerheiligsten Altarssakramentes auf
breitester Basis durch die Genehmigung zur Spendung der Hl.Kommunion
auf die Hand protegiert
und seit derselbe Paul VI. es für gut befunden hat, ehrwürdige und
verdiente Kardinäle zu entmündigen - ein in der Geschichte der Kirche
unerhörtes Unterfangen - und sich damit für den Fall eines Konklave zum
Steigbügelhalter seiner häretischen Anhänger erniedrigt hat
dürfte es klar sein, daß dieser derzeitige Nachfolger auf dem Stuhl des
Hl.Petrus uns nicht mehr das geringste sagen kann. Man muß sich nur
immer wieder fragen, unter welchen Gesichtspunkten er bei seiner
Erhebung zum Nachfolger Petri seinen Treueid geleistet hat, "nichts zu
verändern und sorgfältig alles zu bewahren" und wo er den Mut hernimmt,
immer wieder unter der Maske der Rechtgläubigkeit die Gläubigen zu
täuschen und die Spuren seiner Apostasie zu verwischen.
2) Wir haben in der Tradition der Kirche seit dem 2ten Jahrhundert das
Apostolische Glaubensbekenntnis. Wir haben das
Nicäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis der Kirchenväter,
bestätigt und neu gefestigt im Glaubensbekenntnis des Tridentinum
(Denz.994-1000) und benötigen dazu die verwaschenen Kommentare der
Modernisten absolut nicht.
Längst vor Paul VI und seinen Neutönern haben wir von guten Eltern und
gläubigen, gültig geweihten Priestern, und nicht von
"Pastoralassistenten ohne Weihe", nur "installiert vom Ober(Hirten)",
wie dies jüngst im Raum München-Freising geschehen ist, ich sage: von
gültig geweihten Priestern haben wir gelernt, was wir zu glauben haben.
Jawohl - man höre und staune - junge "Theologen", die ihrem Bischof die
Weihe verweigert haben, sind dafür dann in der vorgenannten Weise auf
uns und unsere Kinder - vorwiegend für den Unterricht losgelassen
worden. Die "künftigen" "viri probati", wie man in einer "katholischen"
Zeitung lesen konnte.
Ich sagte: von gültig geweihten Priestern und nicht etwa von
"Katechetinnen", deren Beziehungen zu einem katholischen Priester, mit
der Folge der Laisierung dieses Religionslehrers, man dann ehelich
legitimiert hat, und die nun - bar jeden schlichtesten Schamgefühles -
und entgegen den Bestimmungen in genau derselben Pfarrei als Katechetin
"wirken", in der sie ihren Skandal gehabt haben! Hierzu als Kommentar
aus einem Schreiben des Erzbisch.Ordinariates an die Verfasserin
wörtlich zu entnehmen: "weil sie sich innerlich dazu berufen fühle".
Die Frage, was diese beiden Kategorien von sogenannten Religionslehrern
ihren Schülern etwa über das von Jesus Christus eingesetzte
Hl.Sakrament der Priesterweihe - "Nehmet hin den heiligen Geist" - zu
sagen haben, hat man sich offensichtlich weder im zuständigen
Erzbischöflichen Ordinariat noch in Rom an höchster Stelle, von wo aus
solche Mißstände geduldet werden, jemals vorgelegt.
3) Wir sind römisch-katholisch getaufte Christen und wir haben nicht
die geringste Veranlassung, in den anonymen Dunst "des Gottesvolkes"
verschoben zu werden. Wenn man schon an oberster Stelle nicht mehr den
Mut hat, sich als römisch-katholisch und auf den Namen des Herrn Jesus
Christus hin getauft zu bekennen, dann ohne uns und - stellvertretend
durch uns - ohne "die vielen", deren guter Glaube, auch heute noch
alles hinnehmen zu müssen, häretisch mißbraucht wird durch eine
lautstarke, von Paul VI. protegierte Minderheit im kirchlichen Raum.
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