52. Jahrgang Nr. 3 / Juni 2022
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1. Das Pfingstfest
2. Das Pfingstfest heute
3. Psalm für einen Sonnenstrahl
4. Der bösen Macht auf der Spur
5. Abbas Agathon...
6. Glasgow - statt Rettung der Welt, weiter in die Öko-Diktatur
7. Häutungen
8. Der Kölner Muezzinruf und der „Sieg über die Ungläubigen“
9. Zum 80. Geburtstag von Dr. Eberhard Heller
10. „Jetzt und in der Stunde unseres Todes“
11. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
12. Mitteilungen der Redaktion
Leserbrief - Abtreibung
 
Leserbrief - Abtreibung

Lieber Eberhard,
ich habe mir jetzt die Homilien, d.h. "Auslegungen und Erklärungen der meisten Evangelien auf die Sonntage- und Festtage des Kirchenjahres" des heiligen Kirchenvaters und römischen Papstes Gregorius des Großen angeschaut und durchgelesen. Ich kann nur sagen, sie sind nicht nur gut, sondern auch modern, würde man bloß auch heutzutage so predigen. (...) Nun vor drei Wochen gab es bei PP einen Artikel über die Abtreibung. Die Redaktion ist natürlich dagegen. Die Kommentatoren schreiben mehr oder weniger so, dass die Abtreibung zwar schlecht ist, aber die Frau habe Recht darauf zu entscheiden, ob sie das Kind austragen will oder nicht. Letzten Endes sei der Embryo kein Mensch, sondern nur ein Mensch im Werden.

Daraufhin hat jemand geschrieben, dass schon das Bundesverfassungsgericht den Beginn des menschlichen Lebens abschließend beantwortet hat: "Menschenwürde kommt schon dem ungeborenen menschlichen Leben zu (...). Jedenfalls in der Zeit der Schwangerschaft handelt es sich bei dem Ungeborenen um individuelles, in seiner genetischen Identität und damit in seiner Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit bereits festgelegtes, nicht mehr teilbares Leben, das im Prozess des Wachstums und Sich-Entfaltens sich nicht erst zum Menschen, sondern als Mensch entwickelt...Wo menschliches Leben existiert kommt ihm Menschenwürde zu... Schwangerschaftsabbruch ist immer Tötung menschlichen Lebens..."

Das ist alles richtig und edel gesagt, Allerdings kann das von der Gegenseite bestritten werden. Denn die genetische Identität reduziert de facto die Zygoten Definition des Menschseins den Menschen auf seine einmalige genetische, sprich genotypische Eigenschaft, die ihn zum Menschen macht. Die genotypische Identität als alleiniges Merkmal des Menschseins ist nur die materielle Basis und sie beweist nicht, was sie verspricht. Denn z.B. eineiige Zwillinge sind genetisch identisch und damit nicht einmalig, und man kann sich dann fragen welcher von ihnen Mensch ist. Das beweist nur, dass der Mensch mehr ist als die Summe seiner Gene. Sie sind nur der materielle Teil des Menschen.

Ich habe dann einen Kommentar geschrieben, in dem ich mit Argumenten versuchte habe aufzuzeigen, das der Mensch von Anfang an Mensch ist, weil er eine Person ist und die Abtreibung praktisch ein Mord ist. Diesen Kommentar hat die Redaktion nach zwei Stunden gelöscht und auf meine persönliche Frage bei David Berger nach dem Grund der Löschung, hat er mir keine Antwort gegeben. Ich nehme von jetzt an Abstand von PP, mag sie einige Sachen auch richtig machen, denn sie ist völlig "im Gnomischen" erstickt.
Dr. Ante Krizic

In Erinnerung an die Zeitschrift KYRIE ELEISON - Diese Zeitschrift wurde von Männern geschrieben (Anm. d. Red.: KYRIE ELEISON wurde zunächst viele Jahre von Frau Dr. Elisabeth Gerstner, später einige Jahre von Herrn Böker redaktionell betreut) die wie eine Glaubensgemeinschaft für den wahren Glauben gekämpft haben. Gleich nach dem Konzil fingen sie an. Schwester Gertrud aus München schrieb mir: "Ich kannte sie gut. Leider sind alle schon verstorben. Die Zeitschrift gibt es nicht mehr." Viele andere Warner erhoben nach dem häretischen Konzil ihre Stimmen: Pfr. Hans Milch, der aus Hattersheim beseitigt wurde, Bischof Graber von Regensburg ("Hintergründe ihrer Selbstzerstörung" 1973), Dietrich v. Hildebrand ("Der verwüstete Weinberg" 1972), ganz zu schweigen von Don Luigi Villa, den Padre Pio und Pius XII. schon 1956 als Kämpfer gegen die kirchliche Freimaurerei einsetzten. Die Zeit, da Widerstand noch heilend wirken könnte, ist längst vorbei. Die Unterwanderung der Kurie und bald danach des Episkopats begann noch im 19. Jhdt. Nach dem Tod Pius XII. haben 6 Päpste ungestört die Kirche in eine neue Reformation führen können. Weltweit haben sie nicht nur wie Luther in einigen Ländern ihr Abendmahl statt des hl. Messopfers implantieren können, sondern mit der vom Konzil wieder aufgegriffenen Häresie der Religionsfreiheit wurden alle Religionen als mögliche Heilswege anerkannt. Damit wurde die Erlösung, Christi Heilstat, ad absurdum geführt. Luther dagegen hielt an der Erlösungstat Christi fest. Seit es die kirchliche Freimaurerei gibt und sie die Führung im Vatikan übernehmen konnten (1958), wird die Konzilskirche nach den Richtlinien der Weltmaurerei geführt, und damit fliesst auch alles ein, was an Wahnideen neu lanciert wird, Klima, Umvolkung, Impfung. Es stellt sich die Frage, wie es weitergeht und weitergehen soll. Spielen nicht Feigheit und Bequemlichkeit eine Rolle, dass die unangemessene Papsttreue nicht hinterfragt wird für sich und andere! Sollten wir nicht nach dem klugen Testament fragen, das die Männer von "Kyrie eleison" und viele andere Kämpfer hinterlassen haben!
Reiner Schlechtriemen - 18.1.2022

Sehr geehrter Herr Dr. Heller,
ich freue mich, Ihnen auch in diesem Jahr ein gesegnetes Weihnachtsfest wünschen zu können. Gesundheit, Frohmut, Glück begleite Ihre segensreiche Arbeit noch viele Jahre. An dieser Stelle möchte ich Ihnen meinen besonderen Dank und Lob für Ihr mutiges Zeugnis zum Ausdruck bringen. Ich, Jahrgang 1932, habe viele Übel in Kirche und Gesellschaft miterlebt. Ein Grund, weshalb ich „Einsicht“, bzw. Klarsicht der „Einsicht“ schätze. Mit herzlichem Dan und freundlichen Grüßen.
R. N.

 
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