48. Jahrgang Nr. 4 / November 2018
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Ratzinger/Benedikt XVI. im Visier
 
Ratzinger/Benedikt XVI. im Visier:

Annäherung an eine Instanz

Vielleicht kennen manche von Ihnen, verehrte Leser, den Film "Rashomon" des japanischen Regisseurs Akiro Kurosawa, in dem ein Geschehen aus der Perspektive verschiedener Beobachter dargestellt wird, um diese abweichenden Ansichten ohne korrigierende Einlassungen auf den Zuschauer wirken zu lassen. Mit Ratzinger haben wir es mit einem Theologen zu tun, dessen häretisches Konzept einerseits offenkundig ist, was Traditionalisten jedoch nicht abhält, vor ihm einzuknicken, der aber nichts desto trotz in seiner Dialektik - im Gegensatz zu seinem Vorgänger! - den meisten konservativen Gläubigen weit überlegen ist, welche dies nicht einmal bemerken.

Wir veröffentlichen hier vier Beiträge von verschiedenen Autoren mit unterschiedlichen theologisch-kirchlichen Konzepten, die dennoch das Phänomen Ratzinger versuchen sollen einzugrenzen.

Eberhard Heller

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Die Macht Benedikts XVI. in Italien -
deutscher Papst ist die höchste Autorität


Privat-Depesche (vom 7.12.05)

Es ist kaum zu fassen: Nur wenige Monate im höchsten Amt der katholischen Kirche ist Papst Benedikt XVI. aus Deutschland zur höchsten moralischen Autorität Italiens geworden, und das, obwohl es keine christliche Partei mehr in dieser verwirrten politischen Landschaft gibt, die sich fur die römische Kirche mit ganzer Leidenschaft einsetzt. Im Italien von heute kann jeder angegriffen wer-den, politisch wie demagogisch - nur einer nicht: Ii Papa, der Papst! Überall spricht man vom "Phänomen Benedikt".

Die Menschenmengen, die den Papst hören wollen, reißen nicht ab. Seit seiner Wahl hat sich die Zahl der Teilnehmer an den Audienzen und Angelusgebeten nahezu verdoppelt. Jeden Sonntag und jeden Mittwoch berichtet das Fernsehen über die Katechesen und Ansprachen. Aktivitäten und Reisen des Papstes werden ausführlich dokumentiert. Selbst sein Schneider und der Fabrikant seiner Schuhe wurden breit diskutiert.

Benedikt XVI. ist ein großer, ein einzigartiger Mann der Kommunikation, an dem keiner vorbei kommt. Weder Kinder noch Jugendliche, Christen aller Konfessionen noch Vertreter eines säkular orientierten Denkens, weder selbsternannte oder richtige Intellektuelle noch die Massenmedien. Wichtige Philosophen Italiens bis hin zu Vertretern des säkularen Establishments brüsten sich damit, mit dem Ex-Präfekten der Glaubenskongregation auf gutem Fuß zu stehen.

Das Geheimnis der Kommunikation Benedikts XVI. besteht für Joaquin Navarro Vals, den Direktor des vatikanischen Presseamtes, in seiner unerschöpflichen Fähigkeit zum Dialog. "In einer Zeit der Zweideutigkeit spricht der Papst klar. Er fasziniert durch den Reichtum und die Einfachheit seines Ausdrucks." Benedikt XVI. ist ein Medienphänomen - trotz oder gerade wegen der Tatsache, daß er anspruchsvoll ist. Man hört ihm zu. Man nimmt ihm seine Moralverkündigung ab, seinen Einsatz für den Glauben an Gott und die Menschen.

Benedikt XVI. "erntet" Menschen, die zu ihm wollen, die sich mit ihm auseinandersetzen wollen. Und keiner kann sich ihm entziehen. Die Kirche ist - vor allem - in Italien ein großer Machtfaktor geworden, (der nicht parteipolitisch einzuordnen ist). Und das gleiche gilt auch für zahlreiche andere Länder. (Privat-Depesche vom 7.12.05)

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Interview des SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG MAGAZINS
mit PETER SEEWALD über Benedikt XVI./Ratzinger -


1. Macht der Vatikan einsam?
Seewald (Ratzinger-Biograph): Kann man nicht behaupten: Im päpstlichen Haushalt arbeiten drei Ordensschwestern, ein Kammerdiener und zwei Privatsekretäre. Beim Sonntagsblick aus dem Fenster konnte Benedikt in den ersten fünf Amtsmonaten 600000 Gäste begrüßen: Besucherrekord. Doch abends machte er sich mitunter davon, um einige Stunden in der alten Wohnung zu sein.
2. Was fehlt ihm am meisten?
Johannes Paul II., Spaziergänge im alten Wohnviertel Borgo Pio, Urlaub mit Bruder Georg in Bad Hofgastein.
3. Hat der Papst Laster?
Er geht jedenfalls beichten, denn er sei »genauso schwach wie die anderen«. Ratzinger hat nie geraucht, trinkt Wein und Bier höchstens in homöopathischen Dosen. Um Schnaps hat er zumindest einmal gewettet: Ein irischer Journalist war überzeugt, der Deutsche würde eines Tages auf dem Heiligen Stuhl landen. Im Begleitbrief zu einer Flasche Old Bushmills Irish Whiskey las er später: »Seine Heiligkeit erinnert sich an die Wette.«
4. Woher kommen die Augenringe?
Wojtyla war 58, als er Papst wurde, vital und kräftig - Ratzinger 78 und von Natur kein Herkules. Und ein Papst leitet immerhin die größte Organisation der Welt.
5. Macht Benedikt es anders?
Ja, auf subtile, bedächtige Art. Er schaffte den Handkuss ab, ersetzte die Tiara im Wappen (Symbol für weltliche Macht) durch eine schlichte Bischofsmütze und verzichtete auf den Titel »Patriarch des Abendlandes« - eine Geste an die Ökumene. Synoden wurden verkürzt, Reden reduziert. Wojtyla hatte sich angewöhnt, in der Einzelperson zu sprechen, Ratzinger führte nach dem »Ich« wieder das »Wir« ein, um bischöfliche Kollegialität in den Vordergrund zu stellen.
6. Was sind seine Themen?
Er geht ans Eingemachte und will ein müdes Christentum aus der Lethargie reißen. Eines seiner Lieblingsworte ist »Reinigung«; es gilt vor allem für die Kirche selbst, Jesus sei Unruhestifter - eine Wohlfühlkirche verkenne dies. Ziel in der Ökumene sei »die Wiederherstellung der vollen und sichtbaren Einheit«.
7. Was unterscheidet ihn von Johannes Paul II.?
Weniger, als man denkt. »Ich höre ihn und ich sehe ihn sprechen«, berichtet er, »wir sind nahe beieinander in einer neuen Art.« Kaum ein Pontifex stand zu Beginn im Zeichen eines solchen Lichtes, entflammt durch das riesige Erbe des Vorgängers. Ratzinger schafft nun eine nahtlose Fusion zweier Pontifikate, die niemand für möglich hielt.
8. Wie sieht ein typischer Papsttag aus?
Der Papst steht um sechs auf, hält Gottesdienst in der Privatkapelle, frühstückt und begibt sich in seine Arbeitsräume. Mittwochs gibt er Generalaudienz, sonntags den Angelus-Segen. Er gibt Kommunionunterricht, besucht Kranke, tauft Neugeborene, empfängt Botschafter, Regierungschefs und Rabbis. Anders als Wojtyla hat Ratzinger selten Gäste beim Essen - und liegt früher im Bett.
9. Ein Satz über Benedikt?
»Er weiß, wie man Tore schießt.« (Giovanni Trapattoni)
10. Ein Satz von Benedikt?
»Nach dem Guten streben, nicht nach dem Profit.«
11. Was bedeutet die Enzyklika Deus caritas est?
Sie gilt als Notenschlüssel seines Pontifikats. »Es ist ein Hohelied der Liebe«, befand der Spiegel. In »Gott ist Liebe« fordert der Papst eine Befreiung des Eros aus der Gefangenschaft des Beliebigen. Das »>Ja< des Menschen zu seiner Körperlichkeit« habe »in der unauflöslichen Ehe zwischen Mann und Frau seine in der Schöpfung verwurzelte Form« gefunden.
12. Für wen betet der Papst?
Abhängig vom Weltgeschehen für Frieden im Irak, für die Opfer von Bad Reichenhall, für Abdul Rahman. Für den April lautet das offizielle Gebetsmotto des Papstes, dass die »Rechte der Frau in allen Ländern respektiert werden«.
13. Was mag er überhaupt nicht?
Messen, die handgestrickt und selbstgebastelt wirken.
14. Was macht er mit dem iPod, den man ihm schenkte?
Ratzinger ist technisch vollkommen unbegabt. Einen iPod kann er vermutlich nicht bedienen. Lieber spielt er selbst auf seinem alten Piano, mit Vorliebe Mozart, Bach und Palestrina.
15. Wie will er in die Geschichte eingehen?
Das überlässt der Bayer einer anderen Macht. »Dass einem polnischen Papst auf dem Stuhl Petri ein Bürger aus Deutschland gefolgt ist«, merkte er jedoch geheimnisvoll an, könne man kaum anders verstehen »als im Licht eines göttlichen Plans der Vorsehung.« Mit dem ihm eigenen Stil und dem Charisma des geborenen Lehrers will er jedenfalls die wahren Probleme der Kirche angehen, die er nicht in Zölibat und Frauenordination sieht, sondern in Überinstitutionalisierung, Verlust an Glaubensleben und Mangel an gesellschaftspolitischem Engagement.
16. Und was wird von ihm bleiben?
Mit Benedikt XVI. beginnt eine neue Konzentration auf Christus selbst. In der Sinnkrise unserer Zeit formuliert der Vatikan als neuer »Club of Rome« das Konzept einer gesünderen Gesellschaft. Durch die kontinentale Kräfteverschiebung in der Weltkirche ist der Deutsche vermutlich für lange Zeit der letzte Europäer als Bischof von Rom.
17. Was kann er am besten?
Zuhören. Abwarten. Heilige Messen feiern.
18. Was kann er am schlechtesten?
Loben. In Texten auf akademischen Stil verzichten. Personalfragen entscheiden.
19. Gibt es eine christliche Renaissance?
Nicht als massenhafte Blitz-Umkehr. Der Verlust an christlichem Bewusstsein ist zu weit fortgeschritten, als dass die Volkskirchen aus ihrer »abgrundtiefen Krise« (Benedikt) schnell herauskommen könnten. Für Modernität steht künftig nicht mehr eine Theologie der Befreiung, sondern eine Theologie der Frömmigkeit.
20. Wollte er wirklich nicht Papst werden?
Nein. Er träumte von einem Seniorenstudium und dem »ruhigen Ausklang meiner Tage«. Als Präfekt der Glaubenskongregation hatte er mehrmals seinen Rücktritt eingereicht. Als er das »Fallbeil« im Konklave auf sich zukommen sah, habe er »mit tiefer Überzeugung zum Herrn gesagt: >Tu mir dies nicht an!<« Es war vermutlich nicht das erste Mal, dass der Herr Ratzinger nicht gehorchte.
21. Ist der Papst reaktionär?
Nein, aber konservativ im Sinne der Bewahrung der Schöpfung. Viele Ansichten, etwa zu Homo-Ehe oder Abtreibung, bleiben provozierend.
22. Ist er ein Revolutionär?
Ja, im Sinne der Protestbewegung Jesu. Als Kardinal forderte er eine »Revolution des Glaubens«. Als Papst betitelte er sein erstes Buch mit Gottes Revolution. Benedikt attackiert die »Spießigkeit einer Habsuchtgesellschaft« und fordert einen anderen, unangepassten Lebensstil.
23. Wird Benedikt die Pille erlauben?
Niemals. Die Kirche setzt auf natürliche Methoden.
24. Was denkt er über den Islam?
Der christliche Respekt vor dem anderen gilt natürlich auch für den Islam: »Die Früchte des Glaubens an Gott bestehen nicht in zerstörerischen Feindschaften, sondern im Geist der Brüderlichkeit.« Scharf verurteilte der Papst die Welle der Gewalt nach dem Streit um die Mohammed-Karikaturen.
25. Kann er die Rückkehr der Glaubenskriege verhindern?
Er wird es zumindest versuchen: »Gott ist Liebe«, nicht Krieg.
Auch kein Irakkrieg, den der frühere Kardinal scharf verurteilte. »Terrorismus, Nihilismus und fanatischer Fundamentalismus« seien die gefährlichsten Hindernisse für den Frieden. Jesus lehre, wie man Frieden macht: durch »Dialog, Vergebung, Solidarität«.
26. Warum darf jetzt jeder zum Papst?
Den so genannten Audienztourismus gibt es nicht. Benedikt hat vieles kürzer und prägnanter gemacht, auch Privataudienzen. Der Empfang für Laura Bush nebst Tochter Barbara dauerte 15 Minuten, die Begegnung mit Franz Beckenbauer (»der Höhepunkt meines Lebens«) gerade mal 48 Sekunden.
27. Seine verblüffendste Einladung?
Das Treffen mit Kritiker Hans Küng, dem von Johannes Paul II. die Lehrbefugnis entzogen wurde. Küng hatte Ratzinger als »gefährlichen Großinquisitor« gegeißelt.
28. Wenn er privat nach München käme, was würde er machen?
An der Mariensäule seiner Bischofsweihe gedenken, sich in der Frauenkirche das neue Papstrelief von Josef Henselmann ansehen und in Bogenhausen die Pfarrei besuchen, in der er als Kaplan Unterricht gab. Dann ginge er ins »Weiße Bräuhaus«, um sich am »Vatikanstammtisch« eine nicht allzu kühle Fanta zu genehmigen.
29. Hat er sich verändert?
Ja und nein. Unvorstellbar bislang, Ratzinger könnte Babys knutschen und Kardinäle in die Wange kneifen. Doch paradoxerweise kann sich in Papst Ratzinger offenbar auch der Mensch Ratzinger besser zum Ausdruck bringen. Anfangs wirkte er unbeholfen und müde, inzwischen regiert er mit Freude und lernt sogar Massenevents zu schätzen.
30. Kleine Missgeschicke?
Bei einem Treffen in Köln wird ihm Pelé vorgestellt, ein gläubiger Katholik. Seiner Heiligkeit ist die Fußball-Legende nicht geläufig: »Und Sie sind Brasilianer ...
31. Treibt der Papst Sport?
Nur Bergwandern. Neu ist ein Trimmrad, das Leibarzt Buzzonetti (82) in die Gemächer stellte, aber fraglich ist, ob der Papst noch radelt. Als Schüler nannte er Sport »Folter«, für die Fußball-WM wird ihm Privatsekretär Gänswein vor wichtigen Spielen aber den Fernseher einschalten. »Die deutsche Mannschaft«, sprach der Pontifex zu Kaiser Franz, »ist doch sehr gut.«
32. Was trägt der Papst privat?
Sicher keine roten Pantoffeln oder die hermelinbesetzte Haube (Camauro) von Johannes XXIII. Früher liebte er einen einfachen Anzug mit Priesterkragen, an kalten Tagen seine Baskenmütze - und den abgewetzten schwarzen Pullover, der noch beim »Habemus papam« unter dem päpstlichen Kleid hervorlugte.
33. Welches Geheimnis würde er nie preisgeben?
Ein Beichtgeheimnis.
34. Wie mächtig ist der Pontifex?
Formal ist Ratzinger der mächtigste Deutsche aller Zeiten, Oberhaupt von 1,1 Milliarden Katholiken, rund 4700 Bischöfen, 406 000 Priestern. Keine Institution ist besser vernetzt, hat mehr Niederlassungen - und eine stärkere Corporate Identity (»im Auftrag des Herrn«). Würden ihre Glieder gemeinsam handeln, könnten sie Wahlen entscheiden und Gesellschaften verändern.
35. Seine Lieblingsredewendung?
»Ich würde sagen...«
36. Wie steht es um seine Akzeptanz?
Sein Image hat sich spätestens seit dem Weltjugendtag radikal gewandelt. Die Messe mit 1,1 Millionen Teilnehmern in Köln habe eine »brand community« um die Marke »Papst« gebildet, so der Bremer Medienforscher Andreas Hepp. Benedikt genieße Glaubwürdigkeit und werde nunmehr »grundsätzlich positiv aufgenommen«.
37. Sind wir jetzt alle Papst?
Es gibt zumindest eine Wechselwirkung zwischen Nation und Papsttum. In Polen wurde das realisiert, in Deutschland noch nicht. Seit Ratzinger auf dem Stuhl Petri sitzt, stürzte immerhin die Regierung, gibt es weniger Kirchenaustritte und mehr Rückkehrer und Übertritte.
38. Ist Benedikt Deutschland?
In gewisser Weise schon. Ratzinger stammt aus dem Land von Kirchenspaltung, Marxismus und Holocaust - aber auch von Theologie und Wiedervereinigung. Er durchlebte Aufstieg und Niedergang der Moderne; heilsgeschichtlich betrachtet muss es kein Zufall sein, wenn ein Deutscher Stellvertreter Christi wird.
39. Was sagen die Sterne?
Für Astrologen (Meridian 4/2005) ist Benedikt »ein alter Mann, dem nicht viel Zeit für sein Wirken bleiben wird«, der aber »innerhalb kurzer Zeit deutliche Spuren hinterlassen« werde.
40. Wie stellt er sich Gott vor?
Genau wie Jesus Christus. Am 20. April 2000 sagte Joseph Ratzinger im SZ-Magazin: »In seinem aufgerissenen Leib am Kreuz sehen wir, wie Gott ist, dass er sich bis zu diesem Punkt für uns verausgabt ... Er hat sich auf die Seite der Unschuldigen und Leidenden gestellt - und möchte auch uns dort sehen.« Fazit: »Gott wird klein, damit wir ihn fassen können. Er kommt als jemand, der an unser Herz rührt.« (Süddeutsche Zeitung Magazin vom 13.4.2006, S. 27 f.)

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Zum Stand der Beziehungen
der Priesterbruderschaft Pius X. zu Rom -

Auszüge aus der Predigt von Msgr. Fellay vom 2.4.06 in Ecône *)


"Liebe Seminaristen, liebe Brüder,

wir möchten gerne anlässlich unseres Aufenthaltes hier (im Seminar), wo wir gestern Weihen gespendet haben, heute während dieser Messe am ersten Passionssonntag noch einmal eine andere Passion erörtern: die Passion der Kirche, genauer gesagt - selbst, wenn wir dieses Thema schon öfters angesprochen haben - noch einmal die Frage über den Stand der Dinge in unseren Beziehungen mit Rom. (...) Deshalb haben wir auch von Anfang an zwei Akte verlangt durch welche Rom uns zeigen soll, und zwar nicht nur durch Worte, bis zu welchem Punkt sie bereit sind, zu Gunsten der Tradition zu gehen. Denn solange wir in Rom keinen wahren Willen sehen, die Tradition zu begünstigen, ist es selbstverständlich unmöglich, daran zu denken, ein Abkommen, ein ernsthaftes Abkommen zu machen. Und daher waren die zwei Punkte, die wir verlangt haben, die Freiheit der Messe für alle und die Exkommunikation zurückzunehmen." - "Wenn wir darum gebeten haben, die Messe freizugeben, dann deshalb, weil wir schon wussten, dass Rom eigentlich, was das Prinzip betrifft, eingesteht, dass die Alte Messe in der Tat nie verboten wurde. Wenn die Alte Messe nie verboten wurde, bleibt sie also die Messe der Kirche, ein universales Gesetz, und daher hat jeder Priester das Recht, sie zu lesen. Wir haben sogar Kenntnis bekommen von einem Brief des Staatssekretärs an den Präfekt der Kongregation fir die Liturgie aus dem Jahr 1983. In diesem Brief schreibt Kardinal Casaroli an Kardinal Casona: "Wie wir es in einer Diskussion mit Kardinal Ratzinger letztes Jahr gesagt haben, haben wir weder ein theologisches noch ein kanonisches Argument, um zu sagen, die Alte Messe sei abgeschafft worden." In Rom weiß man also ganz gut, dass es keinen Grund gibt zu sagen, die Alte Messe sei abgeschafft worden. (...) Bezüglich dieser berühmten "Exkoniuiunikation" sagte man uns: "Natürlich wird man die Exkommunikation aufheben, aber erst dann, wenn Sie auf die Abkommen eingehen werden." Anders gesagt steht da gleich am Anfang eine deutliche Weigerung Roms, den geringsten Akt zu setzen, der uns hätte glauben lassen können, die Dinge in Rom hätten sich vielleicht wirklich zum Guten hinwendet. Und angesichts dieser Weigerung haben wir Rom ganz einfach gesagt, dass wir uns jeden Tag mehr bewusst werden, ein Zeichen des Widerspruches zu sein." - "Rom versucht etwas zu machen, Rom, zumindest ein gewisses Rom, anerkennt, dass die traditionellen Kräfte - ich spreche hier von jenen von ECCLESLA DEl - trotz allem Gutes tun, gute Leute sind, und man sie folglich machen lassen soll. Rom erkennt aber sehr wohl, dass die Bischöfe sie nicht machen lassen. Und in Anbetracht dieser Krise der Kirche, die doch zumindest bis zu einem gewissen Punkt eingestanden wird, spurt man, dass Rom sogar ein wenig davon träumt, etwas mehr für diese Gemeinschaften von ECCLESIA DEl zu tun und einsieht, dass diese Opposition der Bischöfe gegen die Alte Messe nicht gerecht ist."

"Dann kommt die Wahl des neuen Papstes. Eine gewisse Anzahl von Leuten erwartet von dieser Thronbesteigung große Veränderungen. Aber bis jetzt gab es noch nicht sehr viele. Im Gegenteil. Allerdings gibt es einen neuen Kurs, aber es ist ein neuer Kurs größerer Treue zum Konzil, also zu dem, was die Krise hervorgerufen hat, in welcher wir uns jetzt befinden. Und gleichzeitig gibt es ein bisschen ein größeres Wohlwollen gegenüber der Messe.

Benedikt XVI. hatte als Kardinal mehrmals eine gewisse Kritik an der Neuen Messe geübt, und er drückte sein Unverständnis darüber aus, da man so hart gegen jene sei, die der Alten Messe verbun-den sind. So entstanden überall Gerüchte. Gerüchte wie: die Messe werde freigegeben oder ECCLESIA DEl werde man päpstliche Strukturen und Administrationen verleihen. Das ist wahr. In Rom spricht man von diesen Dingen, aber sehr im Geheimen.

In diesem Klima also und um den Dingen zuvorzukommen, haben wir den Papst um eine Audienz gebeten. Diese Audienz war natürlich sehr interessant und hat vor allem gezeigt, was wir bereits wussten: nämlich das unerschütterliche Festhalten des jetzigen Papstes am Konzil! Bei dieser Audienz wurde uns sehr klar, dass es für Benedikt XVI. unvorstellbar ist, heutzutage einen Christen zu sehen, der das Konzil nicht annimmt. Diese Möglichkeit würde ihm nicht einmal einfallen. Man spürt sehr wohl, das Konzil ist unantastbar, und was man ihm höchstens vorwerfen kann, das wären missbräuchliche und untreue Textauslegungen und Anwendungen des Konzils. Er sagte uns: "Das, was zählt, ist die Absicht (die Intention) der Konzilsväter, die Absicht des Textes." Er äußerte uns gegenüber, wir hätten nicht das Recht, das Konzil anzugreifen, indem wir uns auf die Auslegungen von Journalisten und Theologen stützten. Folglich verwirft er einen Teil der Neuerungen, die nach dem Konzil aufgetreten sind, aber nicht, um zu dem, was vor dem Konzil war zurückzukehren, sondern um beim Konzil selbst anzugelangen.

Während der Audienz hat er drei Ebenen von Problemen zwischen der Priesterbruderschaft und Rom beschrieben. Die erste Ebene, sagte er uns, ist die tatsächliche Anerkennung des Papstes und seiner Macht. Er fuhr fort, wir hätten nicht das Recht, unser Tun mit einer Notsituation zu rechtfertigen. (Man spricht von einer Notsituation, wenn man sich in einer Katastrophenlage befindet. Um überleben zu können, kann man nicht mehr einfach mit den Prinzipien der Gesetze und gewöhnlichen Normen folgen. Das ist ein Ausnahmezustand, ein Notstand.) Der Papst erklärte nun uns gegenüber: "Sie haben nicht das Recht, sich auf einen Notstand zu stützen, denn ich bemühe mich, die Probleme zu lösen." Nun, in dieser Aussage selbst liegt die Rechtfertigung für unser Tun, also für das, was wir machen, da es ja Probleme gibt und er bemüht ist, sie zu lösen. Also sind sie noch nicht beseitigt. Er sagte selbst im Laufe des Gesprächs, man müsse schauen, ob in Frankreich und Deutschland nicht doch ein Notstand vorliege. Er selbst hat es als Zweifel gesagt, indem er daraus eher eine Frage machte. Er ließ aber dennoch diese Frage offen. Wenn man Deutschland und Frankreich mit der restlichen Welt vergleicht, so fragt man sich allerdings, worin der grundlegende Unterschied besteht, um sagen zu können, in diesen Ländern herrscht eine Notsituation und in anderen nicht.

Als zweiten Punkt führte er das Konzil an. Er betonte: "Sie müssen das Konzil annehmen, aber natürlich das im Licht der lebendigen Tradition ausgelegte Konzil!" Und hier liegt das zweite Problem für uns: Denn was ist die lebendige Tradition? Was versteht Bendikt XVI. darunter, wenn er Tradition sagt? Wenn er von Tradition spricht, so versteht er darunter das aktuelle Lehramt, welches die Vergangenheit wieder überarbeitet, neu interpretiert und sie uns lehrt. Das ist die lebendige Tra-dition. Anders gesagt: Die lebendige Tradition, das ist Benedikt XVI. Also ist das im Licht der lebendigen Tradition interpretierte Konzil jenes Konzil, so wie es der jetzige Papst versteht. Natürlich stimmt das nicht mit dem überein, was wir meinen, wenn wir vom Konzil sprechen, das im Licht der Tradition zu interpretieren sei. Dies können wir auch in einer Rede vom 22. Dezember 2005 erkennen, worin der Papst erneut seine Gedanken dargelegt hat, und diesmal vor den Kurienkardinälen. Er verurteilt da von neuem eine sogenannte 'super-progressistische' Interpretation des Konzils, also jene, die zu weit gegangen sind, die ein Vatikanum III fordert, jene das sind seine eigenen Worte -, "die sich auf den Geist des Konzils stützen". Wenn man all das anschaut, was seit dem Konzil bis jetzt geschehen ist, so wurde fast alles im Namen des Konzils gerechtfertigt. Da bleibt nicht viel übrig. Dies verurteilt er. Aber verurteilt er damit auch die Reformen? Nein! Er verurteilt einen gewissen Teil der Ausschreitungen. Er sagt, die Früchte seien gut. Man kann zwischen den Zeilen lesen und mit Hilfe anderer Texte erraten, dass für ihn das Konzil tatsächlich bis heute noch nicht angewendet wurde. Und diese Umsetzungsarbeit des Konzils ist noch zu leisten.

Ebenso verurteilt er jene, die im Konzil einen Bruch sehen. Zuerst greift er jene Modernen an, die wirklich eine Trennung von der Vergangenheit wollten, indem er sagt: "Nein, es braucht eine Fortsetzung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, es darf keinen Bruch geben." Wenn er dann aber selbst die Dinge darlegt, so besteht ganz gewiss ein Bruch bezüglich der Ideen und Realitäten, die er vertritt, selbst wenn er bezüglich des Begriffes den Gedanken eines Bruches anprangert. Ein erschreckendes Beispiel dafür ist das Verhältnis zwischen Kirche und Staat. Da erklärt er uns, der moderne Staat habe sich seit dem 19. Jahrhundert, wo er von der Kirche verurteilt wurde, verändert. Heute sei der moderne Staat besser, versöhnlicher, weniger radikal und folglich musste die Kirche auf dem Konzil bezüglich des Verhältnisses zum Staat eine neue Haltung einnehmen. Und indem sich die Kirche eines der fundamentalen Prinzipien des modernen Staates zu eigen machte, nämlich die Neutralität, die Unparteilichkeit allen Religionen gegenüber, konnte die Kirche ihr (eigentliches) Erbe wiederfinden. Ja, noch mehr: indem die Kirche dies in die Tat umsetzte und verlangte, dass der Staat kein katholischer Staat mehr sei, sondern ein nicht-konfessioneller Staat, befand sich die Kirche wieder in - er verwendete den Begriff -  "Syntonie". Diesen Begriff könnte man erklären mit in Einklang mit dem Evangelium, mit der Lehre Unseres Herrn stehend. Anders ausgedrückt erklärt der Papst, 1700 Jahre der Kirchengeschichte sei außerhalb der Lehre Unseres Herrn abgelaufen; die Kirche habe während 1700 Jahren ihr Erbe verloren und jetzt wiederentdeckt, indem sie auf den katholischen Staat verzichtet. Wenn das kein Bruch sein soll, was ist es dann?

Das gleiche könnte man sagen bezüglich der Frage der Beziehung der Kirche zu den anderen Religionen. Er betont - und das ist wichtig, das ist auch einer der Punkte des Konzils -, dass die Kirche eine neue Haltung in ihren Beziehungen mit dem Judentum einnehmen muss. Die Juden lehnen die Gottheit Unseres Herrn Jesus Christus ab. Man fragt sich, was dies bedeuten soll, eine neue Haltung jenen gegenüber zu haben, die Unseren Herrn ablehnen. Das Evangelium sagt sehr deutlich: "Wer den Sohn nicht hat, hat auch den Vater nicht." Das ist sehr einfach, das ist sehr radikal. Man fragt sich wirklich, warum es eine neue Haltung braucht. Das ist äußerst schlimm. Dies zeigt sehr gut, dass der jetzige Papst die Verkörperung des Konzils sein will, dieses Konzils, gegen das wir seit Jahren kämpfen, welches wir verurteilt und verworfen haben und welches die Ursache all dieses Unheils in der heutigen Kirche ist.

Wenn man dies alles betrachtet, so ist man sehr wohl verpflichtet, sich zu fragen: "Welches Übereinkommen ist dann überhaupt möglich?" Es ist sehr einfach, meine lieben Brüder. Solange Rom in einer solchen Position verharrt, ist kein Übereinkommen möglich. Es gibt Dinge und Schritte, die in eine gewisse Richtung laufen und um die man sie bittet. Man hört von der Möglichkeit sprechen, die Exkommunikation aufzuheben. Das stimmt wirklich. Im Jahr 2000 hatten wir darum gebeten. Jetzt wird es wieder unter den Kardinälen und vom Papst selbst erwähnt. Scheinbar soll er gesagt haben, man könne daran denken, denn die Exkommunikation war an Umstände gebunden. Sie sei zu einem gewissen Zeitpunkt der Geschichte verhängt worden, heute verhalte es sich wieder anders. Soll er es doch machen! Sehr gut! Er spricht auch von einer gewissen Freiheit der Messe, von einer teilweisen aber nicht vollständigen Freiheit. All das, was gut ist, möge er es doch machen! Wir sagen nichts anderes. Aber das heißt (noch lange) nicht, dass man für morgen schon ein Übereinkommen erwarten darf.

Noch einmal: Man ist vielleicht gerade dabei, der Flasche ein neues Etikett zu geben, das ist alles! Das ist immerhin schon etwas, aber nicht das Wesentliche. Wir wollen aber das Wesentliche! Wenn wir nun weiter fortfahren mit den Diskussionen, die allerdings noch nicht sehr weit gekommen sind, so wollen wir Rom damit sagen, dass es kein Recht hat, die Vergangenheit der Kirche zu verleugnen. Die Wahrheit steht über der Zeit. Sie ändert sich nicht. Unser Herr ist Gott. Wenn er Gott ist, so heißt das, dass er eine Macht hat. "Mir ist alle Macht gegeben." Wenn er alle Macht inne hat, so hat er sie auch über den Staat. Und folglich hat auch der Staat die Pflicht sich Gott unterzuordnen. Die Kirche ist die einzige, die Gott gegründet hat. Der Staat hat die Pflicht, an seinem Platz das seinige zu tun für das Heil der Seelen, der Menschen.

Da stehen wir nun. Wir äußerten in Rom: "Gut, sehr gut, wenn Sie diese zwei Vorbedingungen erfüllen, so werden wir bereit sein zu diskutieren. Lasst uns dann über das Wesentliche diskutieren. Schaffen Sie eine leichtere Atmosphäre, erleichtern Sie der Tradition ein wenig das Leben, dann werden wir einverstanden und bereit sein, die Fragen zu erörtern, die behandelt werden müssen." Ist Rom bereit, diese Fragen zu behandeln? Ist Rom bereit, das Konzil in Frage zu stellen? Nun, bis jetzt haben wir noch nicht diesen Eindruck.

Das Argument, das uns bleibt, ist jenes der Tatsachen: Es ist die Wirklichkeit, es ist der Zustand der Kirche. Wir bitten sie ganz einfach darum, von den Wirkungen auf die Ursache zu schließen. Und bis jetzt will Rom dies einfach nicht tun, es will nicht die Ursachen sehen. Es erfindet allerlei gute Begründungen, um anderswo die Ursache dieser Krise zu sehen, aber nicht dort, wo sie ist, nämlich in diesem Konzil. Dieses Konzil, das sich der Welt anpassen, das sich den Prinzipien der Welt annähern und alles humanisieren wollte: die Religion des Menschen, die Anthropologie, wie sie es nennen, der Anthropozentrismus, alles ist auf den Menschen anstatt auf Gott ausgerichtet. Es gibt noch einen weiten Weg zurückzulegen!"

*) Beilage zum Rundbrief von "Partrona Bavaria", München, Mai 2006

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"Deus caritas est"

Ratzingers Erste: eine christliche Enzyklika?

von
Prof. Dr. Wigand Siebel

Die Enzyklika Benedikt XVI ."Gott ist die Liebe" verdient eine besondere Aufmerksamkeit, dies nicht nur weil die Antrittsenzyklika eines als Startheologen gerühmten Pontifex für sein Amt, "die programmatische Richtung, theologische Klarheit und praktische Konsequenzen" (FAZ vom 26. Januar) erkennen lassen dürfte. Sie verdient auch deshalb eine besondere Würdigung, weil hier die theologische Richtung, der der Verfasser angehört und dessen führender Vertreter er nach Karl Rahner ist, zum Ausdruck kommt. Von daher ist eine fundamentale Kurskorrektur im Verständnis des Themas gegenüber der traditionellen Theologie zu erwarten, deren theologische Denk- und Handlungsperspektiven das Schiff der Kirche zu neuen Ufern führen könnte.

Ansatzpunkt und Grundlage zugleich ist der Enzyklika das Wort "Eros". Dieses Wort für die sinn-liche Liebe erlaubt es dem Verfasser, in drei Stufen zur Liebe Gottes vorzudringen. Die erste Stufe betrifft das sexuelle Verhältnis von Mann und Frau ganz unabhängig von der Ehe. Dazu heißt es in der Enzyklika: "Der Liebe zwischen Mann und Frau, die nicht aus Denken und Wollen kommt, sondern den Menschen gleichsam überfällt, haben die Griechen das Wort Eros gegeben" (3). Diese "haben im Eros zunächst den Rausch, die Übermächtigung der Vernunft durch eine 'göttliche Raserei' gesehen, die den Menschen aus der Enge seines Daseins herausreißt und ihn in diesem Überwältigtwerden durch eine göttliche Macht höchste Seligkeit erfahren läßt"(4). Der in der antiken Tempelprostitution geübte trunkene zuchtlose Eros war jedoch nicht "Aufstieg,  'Ekstase' zum Göttlichen hin, sondern Absturz des Menschen. So wird sichtbar, daß der Eros der Zucht, der Reinigung bedarf, um dem Menschen nicht den Genuss eines Augenblicks, sondern einen gewissen Vorgeschmack der Höhe der Existenz zu schenken - jener Seligkeit, auf die unser ganzes Sein wartet" (4).

Die Reinigung muß dafür sorgen, daß Geist und Leib nicht voneinander getrennt sind. Es lieben nämlich "nicht Geist oder Leib - der Mensch, die Person liebt ... Nur in der wirklichen Einswerdung von beidem wird der Mensch ganz er selbst. Nur so kann Liebe - Eros - zu ihrer wahren Größe reifen ... Ja, Eros will uns zum Göttlichen hinreißen, uns über uns selbst hinausführen, aber gerade darum verlangt er einen Weg des Aufstiegs, der Verzichte, der Reinigungen und Heilungen" (5). Auf der ersten Stufe wird danach dem Eros eine Selbstreinigungskraft zugemessen, die den Aufstieg zum Göttlichen hin ermöglicht.

Wie gelingt es nun dem Eros, den Liebenden zum Göttlichen hinzuziehen? Er muß in sich seine Reinigungskraft mithilfe der Agape aktivieren. Dazu wird ausgeführt: Bei der Suche nach der inneren Einheit der Liebe "begegneten uns die beiden Grundwörter Eros als Darstellung der 'weltlichen' Liebe und Agape als Ausdruck für die im Glauben gründende und von ihm geformte Liebe. Beide werden häufig auch als 'aufsteigende' und als 'absteigende' Liebe einander entgegengestellt" (7). Der Eros ist dann die "verlangende" und die Agape die "schenkende" Liebe. Es Enzyklika erreicht.

 
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