51. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2021
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Gott, von dem ich nicht einmal weiß, ob er überhaupt existiert
 
"Gott, von dem ich nicht einmal weiß, ob er überhaupt existiert"
- Anmerkungen zu einem Beitrag von H.H. Abbé Paul Schoonbroodt -


von
Eberhard Heller


In dem von KE und der SAKA gemeinsam herausgegebenen Heft 4, Okt.-Dez. 1997, S. 66-70, nimmt Abbé Schoonbroodt / Belgien unter der Überschrift "Was glauben Jugendliche heute?" Stellung zu dem Resultat einer Umfrage, welche unter Jugendlichen im deutschsprachigen Belgien durchgeführt und in der Zeitung GRENZ-ECHO veröffentlicht wurde. Schoonbroodt bringt darin seine Besorgnis über die Skepsis der Jugend in Belgien gegenüber religiösen Positionen, insbesondere auch gegenüber christlichen Glaubensinhalten, zum Ausdruck - ich darf ergänzen: diese Einstellung begegnet uns nicht nur in Belgien, sondern fast überall. Der Abbé versteht seinen Beitrag nicht nur als Kritik, sondern "als grundsätzliche Antwort", wie diese Skepsis überwunden werden kann.

Hinsichtlich der traurigen Bestandsaufnahme ist er der Auffassung, daß "viele Leute über die Antworten der befragten Jugendlichen zu Recht empört" waren, man scheute sich z.B. nicht zu schreiben: "Gott, von dem ich nicht einmal weiß, ob er überhaupt existiert". Über eine solche Antwort kann nur jemand erstaunt sein, der blind war bzw. ist gegenüber den modernen Ideen und ihren Auswirkungen, die von der 'Konzils-Kirche' jahrzehntelang propagiert werden - und andere religiöse Positionen kannte man ja nicht. Selbst nach dem Urteil des Präfekten der Glaubenskongregation dieser 'Konzils-Kirche', Kard. Ratzinger, war das Resultat der sog. Liturgie-Reform "in seiner konkreten Verwirklichung keine Neubelebung, sondern eine Verwüstung" (Ratzinger im Vorwort zu Gamber; Klaus: "Die Liturgiereform" Le Barroux 199, S. 6). Allein die synkretistische Vorstellung, die Mgr. Wojtyla nicht müde wird zu verbreiten, daß alle Offenbarungsreligionen - Judentum, Christentum und Islam - gleich gültig seien ("wir beten alle den gleichen Gott an"), provozierte geradezu die Entstehung des oben gezeichneten Religionsskeptizismus. Denn kommt es nicht mehr auf die objektive Wahrheit der behaupteten Offenbarung Gottes an, sondern nur noch darauf, daß die Vorstellung eines sich offenbarenden Gottes erzeugt wird, dann erhebt sich die Frage, ob diesem so vorgestelltem "Gott" reale Existenz zukommt oder ob er nur bloße Projektion des Vorstellens ist. Die oben angemerkte Skepsis ist Produkt einer jahrzehntelangen Indoktrination eines religiösen Relativismus, und die Antwort nach der Existenz Gottes ist - so gesehen - nur ehrlich.

Schauen wir nun, welche Lösungsvorschläge Pfr. Schoonbroodt zur Behebung dieser Glaubensskepsis anbietet. Er kritisiert auf der einen Seite zu Recht einen gewissen Subjektivismus in der Erziehung. Seiner Meinung nach würde es deswegen genügen, "die Lehre und die Erfahrung der 'Alten' auf direktem Wege kennenzulernen" (S. 68), d.h. den Unterricht wie früher auf das Dozieren bzw. Rezipieren der Katechismusparagraphen zu beschränken.

Das hat auch schon früher so nicht geklappt! Dieses Weitergeben durch fideistische Methode, d.h. den "Alten" einfach zu glauben - ohne den Erkenntnisakt eigener Einsicht -, führte und führt zu einem blinden Glauben, dessen Annahme auf irrationaler Basis vollzogen wird. Dagegen hatte sich schon der hl. Anselm von Canterbury vor knapp 1000 Jahren gewehrt: der Glaube ist vernünftig! und seine Vernünftigkeit läßt sich im Wissen nachvollziehen!

Was macht es zum anderen für einen Sinn, Jugendliche mit Wissensstoff über Gott und Seine Offenbarung vollzustopfen, wenn die grundsätzlichen Fragen dieser jungen Generation, ob dieser Gott auch existiert, wie man Ihn erkennen kann, unbeantwortet bleiben? Bevor man heute sinnvoll mit dem Religionsunterricht alter Art einsetzt, müssen zunächst die grundsätzlichen Fragen nach der Existenz Gottes geklärt sein. Es muß ein klarer Begriff des Absoluten erstellt und vermittelt werden. (N.b. was man heute sicherlich nicht sollte: die sog. scholastischen Gottesbeweise alter Art heranziehen, denn jeder Student der Philosophie im zweiten Semester weiß, daß es sich dabei um Zirkelschlüsse handelt.) Die viel schwierigere Frage, die sich dann erhebt, ist folgende: Wie weiß ich (heute!!, d.h. ca 2000 Jahre nach der Zeit, in der Christus - Gottes Sohn - auf Erden lebte, daß dieser Christus tatsächlich Gottes Sohn war, daß sich Gott in ihm inkarniert hat. Denn auch wenn gewußt wird, daß Gott existiert, ist damit noch lange nicht gesagt, daß sich dieser Gott vor 2000 Jahren offenbart hat. Ein Theist ist noch lange kein überzeugter Christ! Man verweist auf die Vermittlung der Tradition. Aber was rechtfertigt die Annahme, daß dies die Tradition der tatsächlichen Offenbarung Gottes ist? Ich gehe davon aus, daß sich nur sehr wenige, selbst der sog. rechtgläubigen Religionspädagogen, mit solch einem Problem beschäftigen und daß noch weniger es bewältigen können. Es geht darum, die Erkenntnisbedingungen aufzuzeigen, durch die man zu Recht an-nehmen kann, daß sich Gott in der Geschichte in Christus offenbart hat, um tatsächlich eine christ-liche Glaubensüberzeugung zu fundieren.

Man kann auch den modernen Glaubensabfall unter dem Aspekt mangelnder Überzeugung sehen: Wie viele Kleriker alter Art waren tatsächlich davon überzeugt, daß sich Gott in Christus offenbart hatte. Waren sie nicht meist nur Theisten, denen die eigentliche christliche Glaubensüberzeugung fehlte, denn anders ist die Annahme allein des Ökumenismus (alle christlichen Konfessionen sind gleicherweise berechtigte und beauftragte Kirchen) nicht zu verstehen. Und auch die sog. Traditionalisten sollten sich prüfen, ob sie nur einen Theismus mit konservativen Attitüden auf dem Niveau eines Trachtenvereins vertreten oder ob sie in der Tat überzeugte Christen sind. Erst wenn die beiden oben aufgeführten Themen fundamental-theologischer bzw. religions-philosophischer Art geklärt sind, lassen sich auch die spezifischen christlichen Glaubensinhalte vermitteln.

Was würde wohl der hl. Don Bosco sagen, wenn man ihm vorgeschlagen hätte, zur Stärkung ihrer Gewissen an die verlausten Kinder, die er von der Straße aufgelesen hatte, Katechismen zu verteilen, wie Pfr. Schoonbroodt das in ähnlicher Weise für die modernen jugendlichen Skeptiker vorsieht? Er hätte solch einen Vorschlag sicherlich ignoriert. Die vielen Buchstaben in den Büchern müssen zu Leben erweckt werden! Und Leben erhalten sie nur durch eigene überzeugte Verwirklichung und Hingabe an das, was man vermitteln will, durch eigenes Vorleben der propagierten Prinzipien. Und die heutige Jugend, die eigentlich auf so vielfältige Weise betrogen wurde, ist mächtig hellhörig auf die Dissonanzen von Sagen und Tun! Die Klagen über mangelnde Vorbilder, die ihre Positionen überzeugend und konsequent vertreten, sind unüberhörbar. Und wenn man nur ein wenig den heutigen Schülern zuhört, erfährt man, daß gerade der Religionsunterricht - die Konfession spielt da keinen Unterschied mehr - von Lehrern gehalten wird, die selbst fast nichts mehr glaben und die keinerlei Autorität besitzen.

Als damals Don Bosco die verwahrlosten Kinder von den Straßen Turins aufsammelte, deren Familien durch die erste einsetzende Industrialsierung in Not geraten waren, hat er sie in Milde und Barmherzigkeit angenommen, für deren geistiges und körperliches Wohl er sich bis zur Erschöpfung ein-etzte, und ihnen 1846 mit der Errichtung eines Oratoriums ein Zuhause gegeben. So konnte er auch das Vertrauen der Jugendlichen gewinnen, die bei ihm nicht nur eine religiöse Erziehung, sondern häufig auch eine berufliche Ausbildung erhielten.

Wenn man die heutige Oberflächlichkeit, die demonstrierte Sinnlosigkeit bei vielen Jugendlichen wahrnimmt, die über jede Ernsthaftigkeit blasiert herziehen, dann kann man vor diesem Elend gründlicher Enttäuschung und gelebter Gleichgültigkeit kaum die Augen verschließen. Und es bedarf sicherlich einer unerschöpflichen Geduld, auf diese Häupter "brennende Kohlen" zu sammeln. Aber das sollte doch die Aufgabe von Seelsorgern sein: Seelen zu retten - und die Aufgabe ist schier unendlich. Mit einmaligen Aktionen wird nichts erreicht, und es zeugt von wenig Hingabe zu sagen, man habe seine Pflicht erfüllt. Ohne wirkliche Annahme der Not in Güte wird die Person des Klerikers nur noch fremder, seine Soutane, die ihn eigentlich als Kleriker, als Seelsorger ausweisen sollte, wird zum Symbol einer Barriere, die in der Tat den Seelsorger vor diesen Jugendlichen, denen man "nichts in die Tasche gesteckt hat", hermetisch abschirmt. Wir alle aber sollen jene sein, "die das Wort hören, es in gutem, in sehr gutem Herzen bewahren und Frucht bringen in Geduld" (Lk. 8,15), um es auch in fremde Herzen einzupflanzen.

***
Hinweis:

Rev. Fr. Courtney Edward Krier ist dabei, in LAS VEGAS, USA / Nevada eine Kirche zu bauen, weil die bisher angemieteten Räumlichkeiten zu klein wurden und ungünstig gelegen waren. Der Erwerb eines entsprechenden Grundstückes und der Bau selbst sind mit erheblichen Kosten verbunden. Über eine finanzielle Unterstützung, auch aus Deutschland, würde er sich sehr freuen. Hier seine Adresse: 4772 Morrow Rd., Modesto, California 95356
Tel. 001/209-545-0443, Fax 001/209-545-1151 - hl. Messe in Modesto sonntags: 17:30 Uhr
 
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