51. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2021
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Ausgabe Nr. 5 Monat Juni 2004
Eberhard Heller: Besuch aus Mexiko


Ausgabe Nr. 3 Monat April 2005
Nachruf auf P. Adler/Nachrichten


Ausgabe Nr. 9 Monat November 2004
Vier neue mexikanische Priester


Ausgabe Nr. 3 Monat April 2004
L’ERREUR FONDAMENTALE DE VATICAN II


Ausgabe Nr. 4 Monat April 2003
Surrexit Christus, spes mea


Ausgabe Nr. 4 Monat April 2003
La silla apostólica ocupada


Ausgabe Nr. 8 Monat October 2003
L’Eglise Catholique-Romaine de la diaspora


Ausgabe Nr. 8 Monat October 2003
A propos de la situation actuelle de l’Eglise (fr.)


Ausgabe Nr. 11 Monat December 2003
The Apostolic See Occupied


Ausgabe Nr. 1 Monat März 2002
Christus ist auferstanden und dem Simon erschienen


Ausgabe Nr. 2 Monat Mars 2002
Le Seigneur est ressuscité et il est apparu à Simon (fr/eng/spa)


Ausgabe Nr. 5 Monat September 2002
Der Apostolische Stuhl


Ausgabe Nr. 6 Monat November 2002
Offener Brief an H.H. Prof. Dr. August Groß und Abbé Seraphim


Ausgabe Nr. 8 Monat December 2002
Mèditation pour le temps de noël


Ausgabe Nr. 8 Monat December 2002
Le Siège apostolique < occupé >


Ausgabe Nr. 8 Monat December 2002
La consécration épiscopale du P. Guérard des Lauriers


Ausgabe Nr. 8 Monat December 2002
La sede apostolica


Ausgabe Nr. 7 Monat Diciembre 2001
Ha permitido Roma el viejo rito misal


Ausgabe Nr. 7 Monat Diciembre 2001
A la recherche de l'unité perdue


Ausgabe Nr. 7 Monat Diciembre 2001
COMMUNICATION DE LA REDACTION (fr./engl/espa/ital)


Ausgabe Nr. 1 Monat April 2001
Christus erstand, Er, mein Hoffen


Ausgabe Nr. 6 Monat Dezember 2001
Den Wiederaufbau im Visier


Ausgabe Nr. 8 Monat Januar 2002
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


Ausgabe Nr. 1 Monat April 2000
Über die Geheimnisse des Lebens Jesu Christi


Ausgabe Nr. 7 Monat März 2001
Hat Rom allen Priestern den erlaubt?


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 1999
Vom katholischen Priestertum heute


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1999
Erscheint die Muttergottes wirklich in Marpingen?


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar 2000
In memoriam H.H. Pfr. i.R. Werner Graus


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 1998
ERWIDERUNG AUF DIE STELLUNGNAHME VON DR. E. HELLER


Ausgabe Nr. 3 Monat August 1998
Nachtrag zum Briefwechsel mit Pfr. Paul Schoonbroodt


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1998
Siebels Oratoriumswasser


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1998
Er kam in sein Eigentum


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar 1998
Gott, von dem ich nicht einmal weiß, ob er überhaupt existiert


Ausgabe Nr. 6 Monat Februar 1998
Anfrage an H.H. Abbé Paul Schoonbroodt


Ausgabe Nr. 1 Monat April 1993
ZUM PROBLEM DER INTENTIONALITÄT BEI DER SPENDUNG DER SAKRAMENTE


Ausgabe Nr. 1 Monat Mai 1995
IN MEMORIAM...


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 1994
In memoriam


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1988
NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN


Ausgabe Nr. 8 Monat März 1989
MITTEILUNGEN DER REDAKTION


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Zum Tode von Schw. Emilia Vaiciulis


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FRONTWECHSEL


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Ausgabe Nr. 3 Monat August 1981
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Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 1980
DAS HEILIGE LEICHENTUCH BEWEIS FÜR CHRISTI TOD UND AUFERSTEHUNG


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 1980
IN MEMORIAM


Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 1980
QU'EST-CE À DIRE: LA NOUVELLE MESSE PEUT TRE VALIDE ?


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DAS HEILIGE LEICHENTUCH BEWEIS FÜR CHRISTI TOD UND AUFERSTEHUNG


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1980
CHRISTUS NOVUM INSTITUIT PASCHA...


Ausgabe Nr. 4 Monat Oktober 1980
REPONSE DE HR L'ABBE HANS MILCH AUX QUESTIONS


Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1980
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Ausgabe Nr. 5 Monat Dezember 1980
DAS HEILIGE LEICHENTUCH BEWEIS FÜR CHRISTI TOD UND AUFERSTEHUNG


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DAS HEILIGE LEICHENTUCH BEWEIS FÜR CHRISTI TOD UND AUFERSTEHUNG


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Ausgabe Nr. 2 Monat Juni 2011
Mitteilungen der Redaktion - wichtige Hinweise


Ausgabe Nr. 3 Monat September 2012
In memoriam H.H. Pfr. Paul Schoonbroodt


Ausgabe Nr. 3 Monat September 2012
Mitteilungen der Redaktion, Hinweise


Ausgabe Nr. 4 Monat Dezember 2019
In memoriam Frau Irmgard Staude


Er kam in sein Eigentum
 
BESINNUNG ZUR HEILIGEN WEIHNACHT

"Er kam in sein Eigentum
und die Seinen nahmen ihn nicht auf." (Joh. 1, 11)

von
H.H. Pfr. Paul Schoonbroodt

Die Menschwerdung

Der Prolog des Johannesevangeliums enthält die Kernaussage des Weihnachtsfestes: "Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt." Hier ist die Verkündigung der Geburt des Herrn auf Erden wie ein glitzernder Edelstein in das vom Evangelisten gezeichneten Gesamtbild eingefügt, dessen große Linien in der Ewigkeit wurzeln. Das ewige Wort des Vaters, der Sohn, ist Gott und durch ihn ist alles geworden. Es ist das wahre Licht für jeden Menschen, der in die Welt kommt. Durch den Glauben an ihn können sie Kinder Gottes werden. So bringt die Menschwerdung des Gottessohnes die Möglichkeit für den gefallenen Menschen, die Gotteskindschaft zu erlangen.

Welch erhabenes Gut! Welche Hoffnungsperspektive! Welch wunderbarer Tausch! Gott wird Mensch, damit wir Gotteskinder werden können. Wer um Gott weiß und anderseits um das Unheil des Menschengeschlechts durch den Sündenfall von Adam und Eva, der wird sich ganz und gar auf diese Frohbotschaft ausrichten und alles tun, um daran teilzuhaben.
 
Friede den Menschen, die guten Willen sind

In den heiligen Texten ist der Hinweis auf den guten Willen der Menschen gegeben. Der erste Satz des Gloria hat die Menschen immer wieder daran erinnert. Die Übersetzung von "et in terra pax hominibus bonae voluntatis" lautet richtig "und auf Erden Friede den Menschen, die guten Willens sind". Die neue Übersetzung "Friede den Menschen seiner Huld" widerspricht der Lehrtradition der Kirche. Der einzelne muß  auf das Angebot der Gnade eingehen, sonst schließt er sich selber aus. Diese Wahrheit wurde im Zuge der Allerlösungslehre und des "für alle" in den Wandlungsworten in den Hintergrund gespielt oder gar fallen gelassen. Gewiß sind alle Menschen  Gegenstand der Huld und Liebe Gottes, aber nicht alle sind guten Willens, denn viele glauben nicht an Gott, manche leben so , als bestehe  Gott nicht. Viele, die an ihn glauben, übertreten die Gebote mit Leichtsinn. "Die Menschen haben gegen den Herrn gesündigt" (Sophonias, 1,17); "vor dir allein habe ich gesündigt" (Ps. 50, 6). Sie schließen sich selbst von der Gotteskindschaft aus. Den Frieden von Betlehem empfangen sie nicht.

Die Gotteskindschaft ist ein Leben übernatürlicher Art d.h. es gehört nicht zur Natur des Menschen und es kann nicht durch eigene Versuche in einer Art Selbsterlösung erlangt werden. Es ist ein Geschenk von Gott, eine geistige Wiedergeburt, die durch die Taufe bewirkt wird. Der hl. Johannes schreibt: "In ihm (im Worte) war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen" (Joh.1, 4). Leben und Licht gehen unbedingt zusammen. Das gibt es bereits in der natürlichen Schöpfung. Analog und in einer viel höheren Weise trifft das auf das übernatürliche Leben zu. Das Licht ist die Wahrheit, das Leben ist die Gnade. "Und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit". (Joh. 1,14)
 
Der Mensch ist zur Anbetung des Gottessohnes berufen

Da hier die Rede vom übernatürlichen Lichte ist, fragen wir uns, wie es sich auf die Finsternis auswirkt. Muß die Finsternis weichen, wenn ein Licht angezündet wird, wird sie besiegt wie bei der Erscheinung der Engel auf den Fluren von Betlehem? Mit dem Evangelisten müssen wir leider feststellen, daß die Finsternis des Geistes das Licht des Wortes nicht begriffen hat. So stehen wir vor einer tragischen Wirklichkeit: "das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der Sohn Gottes,  kam persönlich in die Welt". "Er war in der Welt. Die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht."

Das Universum, das Werk Gottes, das auch nach der Erschaffung ständig von ihm nach weisen Gesetzen im Dasein erhalten wird, bringt dem Herrn in seiner Vielfalt einen stummen Jubel dar. Die Menschen sind  als geistige Wesen  dazu bestimmt, diesen "Jubel" aufzugreifen, an den Herrn weiter zu geben. In den Psalmgebeten fordert der Fromme öfter die Natur zum Lobe Gottes auf: "Es freue sich der Himmel und die Erde jauchze, aufrauschen soll das Meer in seiner Wogenfülle, frohlocken soll die Flur und alles, was auf ihr. Und auch des Waldes Bäume sollen jubeln, vor ihm, dem Herrn, wenn er einst kommt, denn sieh, er kommt die Welt zu richten." (Ps. 95, 12, 13)  "Preiset den Herrn, ihr Berge und Höhen! was sproßt auf der Erde, preise den Herrn!" (Daniel, Gesang der drei Jünglinge).

Als geistiges Geschöpf und als Kind Gottes hat der Mensch darüber hinaus die Aufgabe, dem Herrgott persönliche Huldigung und Anbetung entgegen zu bringen. Wer das Jesuskind wie Maria und Joseph, wie die Hirten und die Weisen anbetet, wird dieser Aufgabe gerecht.
 
Die Ablehnung Jesu durch die Zeitgenossen

Indessen verkennt der Mensch, daß er ein Werk aus den Händen Gottes ist, daß Gott sein Herr ist. Er will nicht wahrhaben, daß er Eigentum seines göttlichen Meisters ist. Der Prophet Isaias hat es bereits in einem ausdrucksstarken Vergleich gebracht: "Horch auf, du Erde! Denn der Herr hat gesprochen: Kinder habe ich großgezogen und hochgebracht. Sie aber sind mir untreu geworden. Der Ochs kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn. Nur Israel hat keine Erkenntnis, mein Volk keine Einsicht !" (Isaias, 1, 2-3).

Trotz der ernsten Mahnungen der Propheten hat das auserwählte Volk, ausgenommen die Frommen, den Messias abgelehnt. Das fleischgewordene Wort Gottes "kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf" (Joh. 1,11). Seit Jahrhunderten wurde der Messias sehnsüchtig erwartet, die Sehnsucht des Volkes war Bestandteil des nationalen Bewußtseins, Inhalt und Ausdruck seiner Frömmigkeit. Sie wurde immer wieder durch neue Weissagungen genährt. Die 70 Jahrwochen  des Propheten Daniel liefen ab, die Zeit der Ankunft des Erlösers stand nun bevor, ja sie sollte bald erfüllt sein. Er wohnte schon unter ihnen, aber die meisten erkannten ihn nicht, ja sie wiesen ihn ab: Die Bewohner von Betlehem, bei denen Maria und Joseph um Herberge baten, hätten mit etwas Mitgefühl und Gastfreundlichkeit das einzigartige Glück gehabt, daß der Heiland in ihrem Hause geboren wäre. Aus Mißtrauen gegenüber diesen fremden und armen Leuten aus Nazareth, wohl auch aus Scheu vor Unannehmlichkeiten bei einer bevorstehenden Geburt, wiesen sie das heilige Paar ab, und damit den Erlöser des Menschengeschlechtes.  

Wie furchtbar wirkte sich dann die Ablehnung und der Haß des Königs Herodes gegen das Jesuskind aus mit der Anordnung des Kindermords in Betlehem! So kam zur Drangsal der nächtlichen Flucht von Maria und Joseph mit dem Kinde das Entsetzen über den Kindermord in Betlehem!  Die Weissagung des Greisen Simeon: "dieser ist gesetzt zum Falle und zur Auferstehung vieler in Israel..." betraf auch die Machthaber in Jerusalem.
 
Ablehnung Jesu im Laufe der Geschichte

Im Laufe der Geschichte haben manche Völker Jesus abgelehnt und ihn in seinen Glidern verfolgt. So versteht sich auch der Ausruf in Psalm 2: "Was toben denn  die Heiden und sinnen eitlen Plan die Völker? Die Könige der Erde rotten sich zusammen, es halten Rat die Mächtigen: zum Kampfe gegen Gott und den Gesalbten.(Ps. 2,1-2). Denken wir nur an die Christenverfolgungen unter den römischen Kaisern, an die Angriffe des Islam auf die Christenheit, an die Ausbreitung der protestantischen Häresien in Ländern, die einst Missionare und Heilige gestellt haben. Erwähnen wir kurz die Greuel der französischen Revolution, die sich gegen den Klerus, den Adel und gegen den König richtete und aus dem katholischen Frankreich einen laizistischen Staat gemacht hat. Erwähnen wir auch die vielen Opfer des Kommunismus in China und Rußland. Durch das Vergießen ihres Blutes haben die Christen Zeugnis für die Wahrheit abgelegt und in der Kraft des kostbaren Blutes des Hei-landes seine Feinde besiegt. "Sterbende waren sie im Auge der Toren, sie aber sind im Frieden". (Weish. 3,3).
 
Ablehnung Jesu im Leben der einzelnen Menschen

Die Ablehnung des Gottessohnes durch die Völker und Staaten wiederholt sich auch immer wieder im Leben der einzelnen Menschen. Die einen sitzen in "Nacht- und Todesschatten" denn sie haben nie von der Wahrheit des Christentums gehört, andere haben davon gehört, aber sie bekehren sich nicht, wieder andere haben  seinerzeit den Glauben angenommen und ließen sich taufen. Durch die Wechselfälle in ihrem Leben kamen sie wieder vom Glauben ab und  lebten wie  Heiden. Andere wurden nach einer Zeit des religiösen Eifers lau und trennten sich wieder von  Jesus und seiner hei-ligen Kirche. Scharen von Katholiken wurden abständig im Gefolge der Reformen des 2. vatikanischen Konzils. Manche fanden sich in charismatischen Gebetsgruppen wieder, andere fanden Aufnahme bei Sekten usw. So gehen viele Fälle von Glaubensabfall oder von Abwanderung in Sekten zu Lasten der Konzilskirche. All diese Verirrungen gehen hervor aus der Vorenthaltung der Katechismuswahrheiten durch die Konzilskirche und letztendlich aus der Häresie, die eine Schmähung der Wahrheit des Wortes Gottes ist. Dazu muß man auch die vielen Sünden und Fehler der Mitglieder der Kirche rechnen, die der Gnade widerstehen. Solange sie aber keine Buße tun, kommt der Heiland nicht in ihr Herz. Für sie hat Weihnachten noch nicht stattgefunden.
 
Unser Herz soll eine Krippe für den Erlöser werden

Liebe Leser! Viele von Ihnen haben keine Gelegenheit, zur heiligen Weihnacht die Christmette in einer Kapelle oder in einer Kirche zu besuchen, wo dem Herrgott noch die wahre heilige Messe dargebracht wird. Sie teilen irgendwie die Armut der seelisch Verlassenen. Vereinigen Sie sich daher mit der Weihnachtsfeier  in unserer Kirche. Am Altar werde ich Ihrer beim Memento der Lebenden gedenken und bei der Wandlung Ihre Anliegen mit in das Opfer Christi hineinnehmen. Der Segen am Schluß der heiligen Messe gilt auch Ihnen.

Sie gehören zu denen, die Christus aufnahmen und jetzt ohne ihr Verschulden die lebendige Begegnung mit ihm im heiligsten Altarssakrament  entbehren müssen. Dafür gibt es viele Ersatzgnaden. Ahmen Sie die Heiligen nach, die eine besondere Verehrung zum Jesuskind hatten. Denken Sie an den heiligen Antonius von Padua, an den heiligen Philipp Neri, an den heiligen Stanislaus Kostka, an die heilige Theresia vom Kinde Jesu. Betrachten Sie das Weihnachtsgeheimnis nach der Anleitung des heiligen Ignatius von Loyola. Versetzen Sie sich in Gedanken zurück an den Ort der Geschehens, im Stalle zu Betlehem. Freuen Sie sich am Lächeln des Jesuskindes, am Glück der Gottesmutter, an der Ehrfurcht des heiligen Joseph, an der Einfalt der Hirten. Sodann bitten Sie den heiligen Joseph zu dieser heiligen Gemeinchaft zugelassen zu werden. Vielleicht wird Maria Ihnen das Jesuskind auf die Arme geben. Wie zahlreich sind doch die Gnaden, die Ihnen durch solch eine Betrachtung geschenkt werden!

Die Verehrung der Kindheit Jesu gehört seit langem zur Spiritualität des Karmelordens. Das Jesuskind ist der ehrwürdigen Schwester Margarete vom hhl. Sakrament öfter erschienen. Ihre Profeß war am 15.6.1634 in Beaune/ F. Von ihrem Karmel ging hauptsächlich  die Verehrung des Jesuskindes aus und verbreitete schnell aus. Die Statue des Jesuskindes von Beaune, mit Krone und Zepter, hat viel Ähnlichkeit mit dem Prager Jesulein. Auf Grund ihrer mystischen Erfahrungen wußte diese Schwester anderen zu raten. Einem Ordensmann antwortete sie: "Bleiben Sie ein für allemal in den Händen des Jesulein und denken Sie nicht mehr an sich: beschäftigen Sie sich mit ihm und las-sen Sie sich von seiner Liebe erfassen. Sie verlieren viel zu viel Zeit, wenn Sie an sich und an ihre Fehler denken!...und einer anderen Person: " Alles ist süß, wenn man dem kleinen Jesus begegnet. Er läßt mich mit Geduld leiden und zwar alles das, wozu ich ohne seine Liebe niemals fähig wäre!".

Die Responsorien der Weihnachtsmatutin geben uns auch den richtigen Ton für den Gehalt unserer Gebete an: "Heute ward der König des Himmels aus der Jungfrau geboren, um die verlorenen Menschen zum Himmel zurückzuführen; es freut sich das Heer der Engel, weil das ewige Heil dem Menschengeschlecht erschienen ist. - O großes Geheimnis und staunenswertes Wunder! Tiere sahen den menschgewordenen Herrn in einer Krippe liegen. Selig die Jungfrau, deren Schoß gewürdigt ward, Christus, den wahren Herrn, zu tragen".

So möge eine erneuerte Liebe zum Jesuskind einfließen in ihre Meßgebete, in das Rosenkranzgebet, in Weihnachtslieder, die Sie besonders ansprechen. Und bei der geistigen Kommunion machen sie dem Heiland in Ihrem Herzen eine Krippe. Sie beleben ihre Taufgnade. Da Sie den Heiland aufgenommen haben, gehören Sie zu jenen, denen er Macht gab,  Kinder Gottes zu werden.  

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, meine lieben Leser,
verbunden mit dem priesterlichen Segen,
ein gnadenreiches Weihnachtsfest 1998!



Pfr. Paul Schoonbroodt, Steffeshausen im November 1998

***


MÈDITATION POUR LE TEMPS DE NOËL

"Il est venu chez lui, mais les siens ne l'ont pas reçu."

(Jn 1, 11)

par
Abbé Paul Schoonbroodt, Steffeshausen, Belgique


L'Incarnation

Dans le prologue de l"évangile selon St. Jean se trouve exprimé l'essentiel du mystère de Noël par les paroles: "Et le Verbe s'est fait chair et il a habité parmi nous". L'annonce de la Nativité de Notre - Seigneur s'imbrique, comme un brillant, dans le centre d' un grand tableau dont les lignes partent de l'éternité. Le Verbe éternel, le Fils du Père, est Dieu, et par lui tout a été fait. Il est la vraie Lumière qui illumine tout homme venant en ce monde. Par sa foi en lui, l'homme peut devenir enfant de Dieu. Par l'Incarnation du Fils de Dieu l"homme déchu reçoit la possibilité d'obtenir l'enfance divine.

Quel bien excellent ! Quelle perspective d'espérance ! Quel merveilleux échange ! Dieu se fait homme, pour que nous puissions devenir enfants de Dieu! Celui qui connaît Dieu d'une part et d'autre part le malheur du genre humain par la chute d'Adam et Eve, orientera sa vie d'après la bonne nouvelle et il fera tout pour participer à ses biens.

Paix sur la terre aux hommes de bonne volonté

Les textes sacrés rappellent comme condition  la bonne volonté des hommes. Le début du Gloria "et in terra pax hominibus bonae voluntatis" est clair à ce sujet. La traduction moderne: "paix aux hommes qu'il aime" est en contradiction avec la doctrine traditionnelle de l'Eglise, car l'homme est invité à répondre à la grâce, sinon il s'exclut lui-même. Cette vérité a été mise à l'ombre par la nouvelle théorie du salut universel qui se répercute dans le "pour tous" des paroles de la consécration dans la plupart des langues modernes. Bien sûr, les hommes sont tous l'objet de la bienveillance et de l'amour divins, mais ils ne sont pas tous de bonne volonté parce qu'il y en a beaucoup qui ne croient pas en lui et nombreux sont ceux qui vivent comme si Dieu n'existait pas. Nombreux sont également ceux qui, tout en croyant en lui, transgressent avec légèreté ses commandements. "Les hommes ont péché contre le Seigneur." (Sophonie, 1, 17); "contre vous seul j'ai péché" (Ps. 50,6). Ainsi ils se retranchent eux-mêmes de l'enfance divine et ils ne sont pas disposés à recevoir la paix de Bethléem.

L'enfance divine est la vie surnaturelle qui n'est pas due à la nature humaine. Il n'est pas possible à l'homme de l'obtenir par des initiatives personnelles comme en une auto-rédemption. Non, elle est un don de Dieu, qui par le baptême opère une renaissance spirituelle. St Jean écrit du reste: "En Lui était la Vie et la Vie était la Lumière des hommes". (Jn 1,4). Comme dans la nature, la vie et la lumière sont associées, elles le sont d'une manière plus excellente encore dans la vie surnaturelle. La lumière est alors synonyme de vérité, et la vie synonyme de la grâce. "Et nous avons vu sa gloire, comme la gloire qu'un Fils unique reçoit de son Père, plein de grâce et de vérité" (Jn 1,14).

La vocation de l'homme: l'adoration du Fils de Dieu fait homme

Comment la lumière surnaturelle agit-elle sur les ténèbres? Les ténèbres disparaissent-elles devant la lumière comme  jadis lors de l'apparition des anges dans les cieux de Bethléem? Hélas, non. Nous constatons avec l'évangéliste que l'esprit des hommes, obscurci par les ténèbres de l'erreur, n'ont pas saisi la lumière du Verbe. En fait, nous nous trouvons devant une réalité tragique: "Celui-là était la vraie Lumière qui illumine tout homme venant en ce monde. Il était dans le monde, et le monde a été fait par lui, et le monde ne l'a pas connu." L'univers fait par Dieu est conservé selon des lois précises après l'acte de la création, offre constamment à Dieu un hommage inconscient. Les hommes comme des êtres spirituels, relaient consciemment cette louange pour l'offrir au Créateur. Dans les psaumes le chantre inspiré invite la nature à louer le Seigneur: "Que les cieux se réjouissent, et que la terre tressaille d'allégresse: que la mer s'agite avec ce qu'elle renferme. Les champs seront dans la joie avec tout ce qu'elles contiennent. Alors tous les arbres des forêts tressailleront en présence du Seigneur, car  il vient; il vient pour juger la terre" (Ps. 95, 12-13). "Montagnes et collines, bénissez le Seigneur; plantes qui germez sur la terre, bénissez toutes le Seigneur." (Daniel, Cantique des trois enfants dans la fournaise ardente).

De plus, l'homme comme être spirituel est tenu de rendre personnellement hommage et adoration au Seigneur. D"ailleurs, celui qui adore l'Enfant Jésus comme l'ont fait Marie et Joseph, les bergers et les Mages de l'Orient, remplit parfaitement ce devoir.

Jésus est refusé par ses contemporains

Néanmoins  beaucoup d'hommes méconnaissent leur état de créatures et que Dieu est leur Seigneur, qu'ils appartiennent à Dieu, qu'il est leur Maître. C'est ce qui est exprimé fortement dans une prophétie d"Isaïe où il est dit: "Cieux, écoutez, et toi, terre, prête l'oreille, - car le Seigneur a parlé: - J'ai nourri des fils et les ai fait grandir;  mais eux m"ont méprisé. Le boeuf connaît son possesseur, l'âne, l'étable de son maître; mais Israël ne m"a pas connu et mon peuple n"a pas compris."(Isaïe 1, 2-3).

Le peuple élu n'a pas tenu compte des exhortations graves des prophètes. A l'exception des justes, les juifs ont  refusé le Messie. Le Verbe incarné "est venu chez lui, et les siens ne l'ont pas reçu." Cela faisait des siècles que le peuple attendait le Messie que l'espoir en sa venue faisait l'objet de ses prières; les prophètes ne cessèrent d'entretenir  en eux cette espérance. Voilà que les 70 semaines d'années s'écoulaient, le moment de la réalisation était venu. Déjà il habitait parmi eux, mais la plupart ne le connurent pas, ils le refusèrent. Quand on pense que les habitants de Bethléem chez qui Joseph et Marie frappaient à la porte, auraient eu, avec un peu de commisération et de générosité hospitalière, la chance insigne que Jésus naisse dans leur maison. Sans doute, à cause de la méfiance à l'égard de ces pauvres étrangers et la perspective d' embarras dans le cas d'un accouchement, ils refusèrent  le couple saint et en même temps le Rédempteur du genre humain.

Quelles terribles conséquences le refus par Hérode n'eut-il pas, lorsqu'il ordonna le meurtre des jeunes victimes à Bethléem ! Marie et Joseph, dans les tribulations de la fuite en Egypte devaient être épouvantés lorsqu'on leur rapportait le crime du roi Hérode. Ils se souvinrent de la prophétie du vieillard Siméon: "Celui-ci est posé pour la ruine et la résurrection de beaucoup en Israël...", car elle s'appliquait aussi aux autorités de Jérusalem.

Le refus du Christ dans le courant de l"histoire

Dans le courant de l'histoire certains peuples ont refusé le Christ, voire ils l'ont persécuté dans ses membres, en réalisation du psaume 2 qui se demande: "Pourquoi les nations ont-elles frémi, et les peuples ont-ils formé de vains desseins? Les rois de la terre se sont levés, et les princes se sont assemblés contre le Seigneur et contre son Christ. Pensons à la persécution des chrétiens sous les em-pereurs romains, Pensons aux offensives de l'Islam, à la diffusion des hérésies protestantes dans des pays qui avaient donné des missionnaires et des saints à l'Eglise. Citons encore la Révolution française avec ses crimes contre le clergé, les nobles, le roi et qui fit d'un royaume catholique une nation laïque. Citons encore la persécution des chrétiens par le communisme athée en Chine et en Russie. En toutes ces époques de l'histoire de l'humanité il y eut des membres du Christ qui ont témoigné pour la vérité par l'effusion de leur sang et l'ont emporté sur les ennemis du Christ par la vertu de son précieux Sang. " Ils ont paru mourir aux yeux des insensés, mais ils sont en paix. (Sagesse 3,3).

Refus du Christ par les individus

Le refus du Christ par les peuples et les états se répète dans la vie des individus. Les uns sont assis à l'ombre des ténèbres et de la mort, parce qu'ils n'ont jamais entendu parler des vérités du christianisme; d'autres en ont entendu parler, mais ils ne se convertissent pas; d'autres ont cru et se firent baptiser. Ensuite les vicissitudes de la vie les ont détournés de la foi et ils vivent comme des païens. D'autres, ayant connu une période de ferveur, tombèrent dans la tiédeur et finalement se séparèrent de Jésus et de son Eglise. Suite aux réformes du concile Vatican II un grand nombre de catholiques cessèrent de pratiquer la religion. Il y en a qui ont rejoint qui les groupes charismatiques qui des sectes. Nombre de ces défections sont à mettre au compte de l'église conciliaire. Ce sont des conséquences de ce qu'elle n'enseigne plus le catéchisme et trompe les fidèles par ses hérésies. Comptons également le grand nombre de péchés personnels commis par ceux qui sont toujours dans l'Eglise mais  ils font obstacle à la grâce. Tant qu'ils ne font pas pénitence, le Sauveur ne peut les visiter et ce n'est pas encore Noël pour eux.

Que notre coeur se dispose à devenir une crèche pour notre Sauveur

Mes chers Lecteurs, Beaucoup parmi vous n'ont pas la possibilité de participer à la messe de minuit dans une chapelle ou une église où l'on célèbre la vraie messe. Vous partagez quelque part la pauvreté de ceux qui sont abandonnés spirituellement. Qu'à cela ne tienne ! Unissez-vous d'intention à la messe dans notre église. Je penserai à vous au Memento des vivants et je recommanderai vos intentions à la consécration, la bénédiction finale sera également pour vous. Vous faites partie de ceux qui ont reçu le Christ, mais à cause de circonstances indépendantes de votre volonté, vous êtes privés de la rencontre avec lui dans le saint Sacrement. En échange, vous pourrez bénéficier d'autres grâces. Faites comme les saints qui avaient une dévotion particulière envers l'Enfant Jésus: St Antoine de Padoue, St Philippe de Néri, St Stanislas Kostka, Ste Thérèse de l'Enfant Jésus. Suivez St Ignace de Loyola dans ses contemplations du mystère de Noël. Prenez comme composition de lieu la crèche dans la grotte: voyez le sourire du divin Enfant, le bonheur de sa sainte Mère, le respect de St Joseph, la simplicité des bergers. Demandez à St Joseph d'être admis à cette sainte communauté. La sainte Vierge vous donnera-t-elle l'Enfant Jésus dans vos bras ? Nombreuses sont les grâces que vous pourrez retirer d'une telle contemplation.

Cela fait longtemps que le culte de l'Enfance du Christ fait partie de la spiritualité du Carmel. L'Enfant Jésus est apparu plusieurs fois à la vénérable Soeur Marguerite du Très Saint Sacrement. Sa profession eut lieu au Carmel de Beaune le 15/6/1634. C'est de Beaune que ce culte se répandit rapi-dement. La statue de l"Enfant Jésus, portant sceptre et couronne, ressemble assez bien à l'Enfant Jésus de Prague. Ses contemporains consultèrent Sr Marguerite à cause de ses expériences mystiques. C'est ainsi qu'elle répondit à un religieux: "Demeurez une fois pour toutes sous la direction de l'Enfant Jésus et cessez de penser à vous; occupez-vous plutôt de lui et laissez - vous envahir par son amour, car vous perdez trop de temps, si vous continuez de penser à vous et à vos défauts..." Une autre personne reçut comme réponse: "Tout est doux quand on va à la rencontre du petit Jésus. Je suis à même de souffrir avec patience, chose dont je serais incapable sans son amour"!

Les répons des Matines de Noël nous aident aussi à trouver le ton juste pour nos prières: "Aujourd' hui, pour nous, le Roi des cieux a daigné naître de la Vierge pour rappeler aux célestes royaumes l'homme perdu: Elle se réjouit, l'armée des Anges, de ce que le salut éternel est apparu au genre humain.- O grand mystère et admirable signe: des animaux ont vu le Seigneur nouveau-né, couché dans une crèche: Bienheureuse la Vierge dont le sein a mérité de porter le Christ Seigneur."

Que vos prières de la messe, du rosaire, des chants traditionnels se remplissent d'un nouvel amour de l'Enfant Jésus. Et, si vous faites une communion spirituelle, que votre coeur soit comme une crèche pour lui. La grâce du baptême y trouvera un accroissement. Et, puisque vous aurez accueilli le Sauveur, vous êtes de ceux à qui il a donné pouvoir d'être faits enfants de Dieu.

Sainte fête de Noël 1998 ! Recevez ma bénédiction.

Abbé Paul Schoonbroodt, Steffeshausen, Belgique

* * *
Die Seele des Gebetes

"Es gibt drei Tätigkeiten, durch die der Glaube Festigkeit gewinnt,
die Hoffnung erstarkt und die Tugend sich bewährt:
das Gebet, das Fasten, die Barmherzigkeit...
Gebet, Barmherzigkeit und Fasten, diese drei bilden nur eines.
Sie geben einander das Leben.
Denn die Seele des Gebetes ist das Fasten.
Das Leben des Fastens ist die Barmherzigkeit.
Niemand reiße sie auseinander!"        

Petrus Chrysologus (5. Jh.)
 
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